leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

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leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon ingo62 » 28. November 2019 12:10

Hallo zusammen,

ich war gestern Abend hier in Halle beim leavinghomefunktion-Vortrag dabei und es war wirklich richtig gut.

http://leavinghomefunktion.com/de/prasentationen/

Sie waren alle 5 da, was auch sehr selten ist.

Sie haben ihre Geschichte mit einer beeindruckenden Herzlichkeit und Freude vorgetragen und sich dabei immer wieder selbst auf die Schippe genommen.
Wir haben Tränen gelacht und oft gestaunt, mit welchem Mut sie die Reise durchgezogen haben, ich hätte wahrscheinlich spätestens bei der dritten Panne abgebrochen
und ziehe vor diesen jungen Menschen meinen Hut, 43000km / 943 Breakdowns.

Ich habe hier in Halle ein paar Freunde mit Ural Gespannen, die haben alle gesagt, dass sie sich das niemals getraut hätten.
Als sie im September 2014 losgefahren sind hatte ich auch Zweifel, ob sie das jemals schaffen werden in New York anzukommen, sie haben es, auch wenn es ihnen darauf gar nicht ankam.
Und sie sind wohlbehalten angekommen, ihr Schutzengel ist die ganze Zeit mitgeflogen.

Ich kann nur jedem, der gern mit dem Motorrad unterwegs ist empfehlen, geht hin und lasst Euch erzählen was möglich ist
und man kommt auch weiter wenn das Navi kaputt ist und man keine Karte hat.

https://www.facebook.com/events/306310106989763/
Gruß aus Halle an der Saale

Ingo

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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Slowly » 28. November 2019 14:18

Ja, Ingo,

tolle Leistung und echtes Abenteuer :!:

Grüße aus dem Rheinland,

Hartmut
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http://passionsidecar.free.fr/panoramas ... maside.htm

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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon elbstrand » 28. November 2019 16:32

Ja Hartmut und Ingo,

das ist für uns alte Säcke immer wieder ein hammer, was junge Leute für ne Kraft und Zeit und Energie haben. Der ernst des lebens oder gar Geld ergibt sich später schon irgendwie.

Denk mal an "Abenteuer, ich komme" von der grandiosen weltreisenden Lea Rieck, oder "Abgefahren" von Claudia Metz und Klaus Schubert oder andere zahlreiche Eintagsfliegen. Die sind in Ihrem once-in-a-lifetime hinreissend und smart.

Die wenigen Profis wie dirk schäfer, Jo Deleker, Gerhard Eisenschink und Klaus Daams, erik peters oder frank panthöfer zahlen idR mit familien-losigkeit und nebenjobs, um über die runden zu kommen und leben idR sehr bescheiden. gut verdienende ehepartner/verwandte sind auch hilfreich, aber nicht die regel. michael martin ist die einzige mir bekannte deutschsprachige Ausnahme, der von einem solchen job leben kann.

Diese once-in-a-lifetime sind ernsthaft vorbildlich, weil ein paar Monate oder Jahre im Leben mit dem motorrad reisen, kann jeder. Aber die wenigsten machen es.

Ich verschlinge solche Abenteuer, weil die Lebens-Zeit dafür begrenzt ist und man aus dem Rückblick des "alten Sack" nur zustimmend lächeln kann.

melancholischer Gruss,
elbstrand
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Stephan » 28. November 2019 17:06

Was das alte Säcke auf Reisen angeht https://www.google.de/amp/s/m.faz.net/a ... 2.amp.html

Ich find's gut und kann gönnen.


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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon ingo62 » 28. November 2019 17:51

Über Grenzen - Der Film einer langen Reise
https://www.xn--ber-grenzen-shb.de/
Zuletzt geändert von ingo62 am 28. November 2019 18:06, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß aus Halle an der Saale

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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon elbstrand » 28. November 2019 17:52

Ja, Stephan,

das siehst du richtig: nicht nur nach dem Studium, sondern auch Jahresurlaub, Sabatical, unbezahlter Urlaub, zwischen zwei Jobs, Rente, etc.

Ted Simon war auf seiner zweiten Weltreise mit dem Motorrad über 70, nur sollte man seine Maßstäbe realistisch ansetzen, sonst frustiert es nur.

gruss,
elbstrand
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Slowly » 28. November 2019 19:28

elbstrand hat geschrieben: ... Diese once-in-a-lifetime sind ernsthaft vorbildlich, ...

In den 1960-er Jahren bekam ich einen neuen, schon ca. 20 Jahre alten Azubi in die kaufmännische Ausbildungsbetreuung, der durch seinen etwas eierigen Gang auffiel.
Auf den "Gang" angesprochen erfuhr ich, daß ihm auf seinem Fußmarsch von der Bundesrepublik in den Himalaya einige Zehen erfroren und seitdem verstümmelt sind.
In Ermangelung eines Navis ist er immer den Eisenbahnlinien und Schienen entlanggelaufen.
Nach dem Himalaya-Frost-Erlebnis wollte er möglichst per Schiff zurück, hat sich in einem indischen Hafen viele Wochen lang das nötige Geld erschuftet
und die Nacht vor der Rückreise unter einer Persenning auf einem Hafenkutter verbringen wollen.
Dort wurde er dann überfallen und ausgeraubt, so daß er auch zu Fuß wieder in die Heimat marschierte.
Wir sind seitdem befreundet und er betont immer wieder, wie wichtig und bedeutend dieses Abenteuer für ihn geblieben ist.
Denn zur Zeit des "Kalten Krieges" durch die Ostblockländer zu marschieren war mehr als abenteuerlich.

Gruß,
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon elbstrand » 29. November 2019 15:50

@all,

hat jemand das buch "leavinghome - Auf dem Landweg nach New York" und würde es verkaufen? www.amazon.com hat keine mehr...

dank im vorraus
elbstrand :-)
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Stephan » 29. November 2019 16:54

Hastes schon auf deren eigenen Seite probiert?

http://leavinghomefunktion.com/de/


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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Zimmi » 29. November 2019 17:12

Ich kann den Vortrag der 5 auch nur empfehlen, da lohnt durchaus auch ein etwas weiterer Weg. Ich geh mit meiner weitaus besseren Hälfte am 2.2. hin - und das Buch hab ich auch schon. Bleibt eh bei mir... ;)
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon MichaelM » 4. Dezember 2019 00:49

Habe das Buch geschenkt bekommen. Zur Hälfte bin ich durch. Erstaunlich, wie leidensfähig diese Truppe ist.

Ich ärgere mich etwas das ich am Donnerstag nicht nach Halle gefahren bin. Sind nur 45min, von zu Hause aus. Hätte ich sogar mit dem Gespann fahren können.
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon ingo62 » 4. Dezember 2019 10:30

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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon MichaelM » Gestern 00:56

ingo62 hat geschrieben:Hallo Michael,

am 07.02.2020 sind sie in Leipzig:

https://welt-im-sucher.reservix.de/tick ... 0/e1416334

http://leavinghomefunktion.com/de/prasentationen/



Oh, danke. Muss ich mal sehen, da hätte ich Nachtschicht. Aber das Stundenkonto ist ja gut gefüllt ;)
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Blaue Elise » Gestern 13:28

Das habt ihr jetzt davon, nu hab ich Tickets gekauft.
Erst wollte meine bessere Hälfte nicht, aber eure Berichte haben ihn überzeugt.
Danke! :smt023
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Ich möchte im Alter nicht jung aussehen sondern glücklich!
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Peter Pan CR » Gestern 18:46

Als ich von den Jungs las, meinte ich nur, die spinnen, ... aber was soll schon einer sagen, der mit 'ner ausgelutschten Norton Commando bei 85kmh einen Abflug im Tal des Todes absolviert hat...

Wenn die Jungs nicht wussten in was sie sich einliessen, als sie losfuhren, nun wissen sie es, was es heist zu improvisieren. (Selbst darin wird man mit etwas Übung profesionell.) Che Guevara war auch nur ein junger Spund mit Grappen im Kopf, als er sich mit Kumpel und Motorad auf Richtung Norden machte.

Selber machen ist besser als alles andere.
Und Schutzengel gibt es wirklich, daran beisst keine Maus den Faden ab.

Sven
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Stephan » Gestern 18:49

Peter, ich will dich ja nicht verwirren, aber es waren auch einige Mädels dabei. . .


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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Peter Pan CR » Gestern 18:52

Zweie wenn ich recht erinnere. Bei mir hat sich die neudeutsche genre-neutrale Rechtschreibung* noch nicht durchgesetzt. Butscher und Deerns berichtige ich dann.

Alles passiert im Kopf!
und doch nur darauf kommt es wirklich an.
So eine Reise öffnet Augen, Kopf und Herz.
Danach sieht man den Alltag dann ganz anders.





PS: * Hab ich dumm aus der Wäsche geguckt, das die Hannover eine eigene "Verordnung zum genreneutralen Redaktieren von Dienstschreiben" an alle Angestellten verteilt hat.
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Re: leavinghome - Auf dem Landweg nach New York

Beitragvon Stephan » Gestern 19:20

Drei. Und zwei Jungs. . .


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