Seitenwind

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Seitenwind

Beitragvon Bahamontes » 30. Dezember 2017 19:20

Hallo zum Jahresende,

nachdem ich das Jahr über recht viel mit meinem "neuen" Heeler-Gespann unterwegs war, würde mich
eure Meinung zum Thema "Seitenwind" interessieren. Erfahrungsberichte interessieren natürlich auch.

Ich bin/war Gespannanfänger, d.h. habe Anfang des Jahres meine alte GS umgebaut und bin vorher nie Gespann
gefahren. Das Boot habe ich nicht beschwert; es kommt recht leicht hoch. Grund: Da ich das Gespann auch zum Einkaufen nutze, wollte ich alle Gewichtsreserven, die möglich sind.

Nun zum eigentlichen Thema. Ich habe einige Male beim Überfahren von Brücken mit Böen oder starkem Seitenwind von rechts sehr unangenehme Erfahrungen gemacht. Das (leere) Boot war kurz vorm Abheben, obgleich ich geradeaus fuhr. Habe die Geschwindigkeit dann schnell reduziert und bin rechts rübergerutscht. Das hat natürlich die Autofahrer hinter mir, die abbremsen mussten, nicht zu Freudenausbrüchen veranlasst.

Sitzt man auf einem Motorrad, würde man sich ja dem Wind entgegenstemmen. Ich nehme an, dass beim Gespann irgendwann tatsächlich das Umkippen nach links droht, wenn man keine Gegenmaßnahmen einleitet.

Da ich vorhabe, mit dem Gespann auch mal ans Meer (Ostsee oder Skandinavien) zu fahren, wo es ja auch bei gutem Wetter mal windiger sein kann, würde mich interessieren, wie hier die Erfahrungen mit Seitenwind (von rechts) sind. Ist ein leichtes Boot überhaupt alltagstauglich, wenn man bei jedem Wetter unterwegs sein will?

Grüße an die Gespanngemeinde und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Federico
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Re: Seitenwind

Beitragvon Magirus » 30. Dezember 2017 20:11

Hallo
So schnell schmeiß der Wind nicht das Motorrad um.
Bei meinem MZ Lastengespann muss ich auch ein Gewicht
in den Seitenwagen packen.
Ich habe einen 20L Wasserkarnister hinten rein gestellt.
Ein leichter Seitenwagen behindert meine flotte Fahrweise.......

Packe Gewicht in den Kofferraum.
Teste das mal aus wieviel ,vielleicht reichen schon 10- 20kg.
Das Mehrgewicht wird das Gespann nicht überdermasse belastet.
Gruß Bernd
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Re: Seitenwind

Beitragvon Peter Pan CR » 30. Dezember 2017 20:35

So ein Weihnachtlcher Passatsturm kann Dich leicht mal von 60 auf 20kmh herunterbremsen wenn du aus dem Tal auf die Bergkuppe kommst. Jedenfalls bei der Jawa mit aufgestelltem Bremsfallschirm ✈️ach ne Windschutzscheibe heist das abenteuerliche Stueck Plastik. Umschmeissen wird Dich der Wind nicht, aber Muckies wirst Du schon anstrengen muessen und abends spueren.
Je nach Gespann ist ausser dem Werkzeug immer etwas Grundlast eine Art Lebensversicherung. Wichtiger als bei Wind bei hecktischen Ausweichmanoevern.
La actitud hace la diferencia.
Die Grundeinstellung macht den Unterschied.

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Re: Seitenwind

Beitragvon Michael1234 » 30. Dezember 2017 20:47

Hallo Federico,

meine Frau hat seit Oktober auch ein Heelergespann (R850R) und ist ebenfalls Gespannneueinsteigerin. Wir haben rd. 20 Kg in Form einer Eisenplatte (unter der Sitzfläche, da stört das nicht) im Beiwagen. Anfangs hatten wir natürlich etwas mehr Sicherheitsbalast dabei.

Mittlerweile funzt das mit den 20 Kg sehr gut. Der Beiwagen liegt damit recht ruhig ohne das man das Gefühl hat "unnötig" Masse zu bewegen. Probiere das doch einfach mal aus und 20 kg Balast "machen den Kohl auch nicht fett".

Gruß Michael
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Re: Seitenwind

Beitragvon Pepo1958 » 30. Dezember 2017 21:32

Hallo Federico,

mir sind solche extremen Windattacken nie aufgefallen, allerdings hatte ich auf meinem Tripteq ein Ural Boot und ich fahre meistens mit Frau im Beiwagen.
Der Seitenwind hat beim Gespann die gleiche seitliche Angriffsfläche wie beim Solomotorrad, und da legt man sich ja zum Teil heftig gegen den Wind, wie Du ja auch geschrieben hast. Der leichte Heeler Beiwagen reicht dafür als Gegengewicht dann offenbar nicht aus, Du musst also als Fahrer das Gewicht verlagern. Für einen Gespannanfänger sicherlich erst mal ein großer Schreck :o .

Wenn das ein häufiges Problem ist, würde ich an Deiner Stelle mit Ballast fahren. 20 kg auf dem Sitz oder im Kofferraum wirken da vielleicht schon Wunder. Auf jeden Fall so sichern, dass der Ballast beim Bremsen nicht in die Bootsnase rutchen kann, dann kann's in schnellen Linkskurven unangenehm werden. Vielleicht einen 20 l Wasserschlauch vom beim Camping? Dann kannst Du den beim Einkaufen entleeren und klein wegstauen. Allerdings glaube ich nicht, dass Du wirklich so viel einkaufst, das 20 kg oder 30 kg Ballast ein Problem sind.

LG
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Re: Seitenwind

Beitragvon Slowly » 30. Dezember 2017 22:00

Hallo, Federico,

Um auch plötzlich von rechts kommende Sturmböen (Eifel-Ardennen-Erfahrung) unterstützend abzufangen,
habe ich mit 30-40 kg Beiwagen-Ballast gute Erfahrungen gemacht.
Andererseits stellt man sich automatisch bei solchen Wettersituationen am Lenker darauf ein, z.B. immer beidhändig kräftiger zupackend
und nach rechts rüberbeugen.
Ein Beiwagen-Hochdrücken allein durch Wind/Sturm kann ich mir nicht vorstellen - auch nie davon gehört.

Gruß,
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Re: Seitenwind

Beitragvon opa3rad » 31. Dezember 2017 00:38

Ich könnte mich an keine Situation erinner das mir Wind/Strum den SW hochgedrückt hat, eher das Strum die ganze Fuhre nach links drückt.
Aber des iss ja bei jedem Fahrzeug.

Was mich auch IMMER irritiert, warum Ballast ins Boot?
Erst *Leichtbau* und dann 20--30--40kg Sandsäcke und Betonplatten einpacken? :smt017 :smt017

Bei meiner K100 mit dem 1 1/2 Sitzer kam des Boot erst sauspät hoch, dafür hat ich immer MUFFENsausen das mir die ganze Fuhre nach links wech rutscht.
Besonders wenn`s nass war.

Wenn des Boot mal hoch kommt, was solls. Iss doch wie beim Flugzeug: Alle kommen irgendwann wieder runter.



Gruss Udo




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Re: Seitenwind

Beitragvon Magirus » 31. Dezember 2017 07:09

Hallo Udo
Das mit der der BMW ist das nicht zuerkennen.
Der Seitenwagen ist recht schwer und endet
ziemlich weit rechts.
Als ich die MZ mal wieder bewegte ,kam der Seitenwagen
nicht wieder runter.
Ich weiß garnicht mehr wie ich die früher fahren konnte.
Aber das Portmonee gab nicht mehr her.

Gruß Bernd
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Re: Seitenwind

Beitragvon Reeder » 31. Dezember 2017 07:20

Moin,

das der HEELER bei Seitenwind umkippt - glaube ich nicht.
Bin hier im Norden schon öfters bei Windstärken um die 8 rum durch die Gegend gebrummt. Da ist der Beiwagen aber nicht vom Seitenwind gestiegen. :oops:
Einzig das Gefühl bei Seitenwind ist zu Anfang ungewohnt. Ich hatte da eher die Befürchtung, dass es mich vom Motorrad bläst.

Mein Fahrwerk habe ich auf zwei Personen mit Gepäck eingestellt. Wobei wir beide keine Leichtmatrosen sind. Ich bringe fahrfertig so "gute" 120 Kg aufs Deck. :cry: Mein Beifahrerin brauch ich bei Sturm auch nicht auf den Deich anpflocken. Da sind es fahrfertig so um die 100 Kg. Dann noch Urlaubsgepäck für 2 Wochen.... Da ist das Federbeinchen schon gefordert.

Wenn ich dann Solo, also ohne Passagier im Boot auf Tour bin, kommen da immer 30 Kilo Eisenplatten in den Kofferraum. Damit bleibt die Fuhre einigermassen fahrbar. Ohne Gewicht fängt der Beiwagen doch schon arg an zu "springen".

Deswegen verstehe ich nicht, was Du alles so einkaufen willst? Gehen wir von einem Passagier mit Gesetzeskonformen 75 Kg aus, dann haste bei 30 Kg Ballast immer noch 45Kg bis das Gewicht einer Person erreicht ist. Und 45 Kg Bratwurst ist schon mal ne Hausnummer. :-D Und bis zur bei mir eingetragennen 300 Kg Zuladung......

Der Konstuktion von Tripteq kann man mehr zutrauen als Mann denkt.
Bei mir jedenfalls ist noch nichts abgebrochen. Einzig das Radlager vom Beiwagen hat mal seinen Geist aufgegeben - zu viel Spiel.
Was auch hilft, die BMW-Federbeine rausschmeissen. Habe in meiner R850R jetzt welche von HCS in GS-Ausführung.
Ist in der Lenkung "SOLO" leicht nervöser aber ansonsten nicht mit den original BMW vergleichbar.
Gruß
Rehder

BMW R850R mit Heeler Nr.25
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Re: Seitenwind

Beitragvon Pepo1958 » 31. Dezember 2017 10:01

Reeder hat geschrieben:Moin,

...
... Einzig das Radlager vom Beiwagen hat mal seinen Geist aufgegeben - zu viel Spiel.
...


Hallo Rehder,

bist Du Dir sicher, dass das Radlager hinüber war? Siehe Stellungnahme von Tripteq (von 2006):

Allen einen guten Rutsch :grin: !
Peter
LG
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Re: Seitenwind

Beitragvon Saxon » 31. Dezember 2017 10:36

Gewicht im Seitenwagen.......
Was da richtig gut ist kommt aus dem Bedachungsgewerbe, da gibt's schmale Bleirollen als Meterware.
Hat damals im Squire super funktioniertGruß
Helmut
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Re: Seitenwind

Beitragvon Nattes » 31. Dezember 2017 11:40

Klar! Nur vorher mal nach dem Preis fragen. :-D :twisted:
Da gibt es ganz sicher günstigere Lösungen.
Wenn Gott gewollt hätte das Motorräder sauber sind,hätte er Spüli in den Regen getan.
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Re: Seitenwind

Beitragvon Karl Max » 31. Dezember 2017 12:07

Bahamontes hat geschrieben:Hallo zum Jahresende,

Sitzt man auf einem Motorrad, würde man sich ja dem Wind entgegenstemmen. Ich nehme an, dass beim Gespann irgendwann tatsächlich das Umkippen nach links droht, wenn man keine Gegenmaßnahmen einleitet. Da ich vorhabe, mit dem Gespann auch mal ans Meer (Ostsee oder Skandinavien) zu fahren, wo es ja auch bei gutem Wetter mal windiger sein kann, würde mich interessieren, wie hier die Erfahrungen mit Seitenwind (von rechts) sind. Ist ein leichtes Boot überhaupt alltagstauglich, wenn man bei jedem Wetter unterwegs sein will?


Wer bremst verliert und wer Angst hat auch :D :smt031 :smt031

Hab noch nie gehört, das der Wind ein Gespann umgeworfen hat.
Das passiert normalerweise nur bei Fahrfehlern und Gewalteinwirkung von aussen.
Du solltest mal Deine Fahrwekseinstellung überprüfen. Denn auch ohne Gewichtszuladung muss das Teil beim geradeausfahren am Boden bleiben.

:bart:
Grüße aus Bayern
Karl

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Re: Seitenwind

Beitragvon itzefritz2013 » 31. Dezember 2017 13:04

Nattes hat geschrieben:Klar! Nur vorher mal nach dem Preis fragen. :-D :twisted:
Da gibt es ganz sicher günstigere Lösungen.



alte auswuchtgewichte, im sandsack oder einschmelzen, hat mein nachbar für seinen
kiel (er baut ein segelboot) gemacht. reste davon ca. 30kg. landeten bei mir im skweier. :grin:
ich fahre nicht ohne.

guten rutsch, fritz
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Re: Seitenwind

Beitragvon Bahamontes » 31. Dezember 2017 13:56

@all
Danke für die Beiträge.

Habe gestern mal das Web nach meiner Frage durchforstet. Tatsächlich nix gefunden. Scheint also kein allgemeines
Problem zu sein.

Ich hatte bisher eigentlich keine Probleme mit dem leichten Boot. Passe halt die Geschwindigkeit an und beuge mich rüber.
Nach nem Wocheneinkauf ist das Boot voll bis Oberkante. Dämpfer dann ganz weit unten und die ganze Fuhre unkippbar.
20-30 Kilo mehr, so in Form von einer Bodenplatte, wären da nicht so gut. Eine Pfütze am Boot von ausgeleerten Wassertanks
will ich auch nicht hinterlassen.

Ich bilde mir da viell. was ein. Aber fahre ich über eine Brücke mit Böen von rechts und habe da eine lange Rechtskurve, sagen wir mal mit 80 km/h. Sitze auf einer Enduro, also große Seitenangriffsfläche. Das Boot ist schon ziemlich entlastet. Jetzt eine Böe, das Boot steigt. Die nächste Böe trifft das Boot von unten. Umkippen ausgeschlossen?

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Re: Seitenwind

Beitragvon Pepo1958 » 31. Dezember 2017 14:41

Bahamontes hat geschrieben:@all
Danke für die Beiträge.
...

Whatever, weiterfahren, weiterüben, vorsichtig fahren.


Setz Dich mal auf Dein Motorrad und lasse eine zweite Person das Boot so weit anheben, dass der Helfer das Gespann ohne Kraftaufwand in der Waage halten kann. Du wirst Dich wundern, wie hoch das Boot dafür kommen muss. Vielleicht hast Du danach etwas mehr Vertrauen zu Deinem Gespann, war bei mir jedenfalls. Dann wäre die Sache eventuell damit erledigt.
LG
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Re: Seitenwind

Beitragvon Stephan » 31. Dezember 2017 16:04

Klar kann man jetzt ein Szenario entwerfen, wo dich mehrere Böen kurz hintereinander treffen.

Nur, wenn das Boot angehoben wird, kommt das ja auch wieder 'n Stück runter, bis dann mal die nächste Böe im Anmarsch ist. Und wenn es so bläst, sollteste eh den Tag im Museum verbringen. Dann bläst es auch Leicht-LKW vom Asphalt. Und Solo-Mopeds eh.


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Re: Seitenwind

Beitragvon Shadow » 31. Dezember 2017 17:54

Ich habe diese Erfahrung mit keinem meiner Gespanne gemacht, evtl. sind die Beiwagen der Fa. Walter auch etwas schwerer (kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen). Wenn Du Dich aber unsicher fühlst, nehm den Rat der Kollegen an und mach Gewicht ins Boot.
Gruß

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Re: Seitenwind

Beitragvon Einzylinderfahrer » 31. Dezember 2017 19:23

Stephan hat geschrieben:Und wenn es so bläst, sollteste eh den Tag im Museum verbringen. Dann bläst es auch Leicht-LKW vom Asphalt. Und Solo-Mopeds eh.


Stephan


Windböen sind mit der Solo eher kein größeres Problem, weil die Maschine quasi eine automatische Korrektur vornimmt. Du darfst nicht zu langsam fahren und möglichst nicht verkrampfen. Anders ist das bei Autos und halt auch bei Dreirädern.
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Re: Seitenwind

Beitragvon Cali » 1. Januar 2018 12:03

Einzylinderfahrer hat geschrieben:
Stephan hat geschrieben:Und wenn es so bläst, sollteste eh den Tag im Museum verbringen. Dann bläst es auch Leicht-LKW vom Asphalt. Und Solo-Mopeds eh.


Stephan


Windböen sind mit der Solo eher kein größeres Problem, weil die Maschine quasi eine automatische Korrektur vornimmt. Du darfst nicht zu langsam fahren und möglichst nicht verkrampfen. Anders ist das bei Autos und halt auch bei Dreirädern.


Na ja - das kann ich so nicht unbedingt bestätigen - ich bin mit meiner vollverkleideten RT, nach heftigen Windböen, schon mal auf der falschen Straßenseite gelandet und war froh, dass in dem Moment nix entgegengekommen ist :roll: . Aber mein schweres Dreirädle ist von Böen jeder Art ziemlich unbeeindruckt 8)

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Re: Seitenwind

Beitragvon Stephan » 1. Januar 2018 12:44

Hab mich gestern Abend extra nochmal mit dem großen Gespann (hoher Schwerpunkt, leichter BW) auf die Landstraße getraut.

Es hat ganz ordentlich geweht. Konnte aber durch Bebauung/Landschaft/Verkehr bedingt, keine Böe provozieren. Aber die Beschleunigung hat je nach Fahrtrichtung, schon gelitten.

Mit der Solo wäre es ein Geeiere geworden.


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Re: Seitenwind

Beitragvon UKO » 1. Januar 2018 17:28

Ende der 70er. Moped R 90/6. Rückweg von Rinteln nach Bremen. Mein Sozius konnte ohne Krücken nicht laufen. Sintflutartiger Regen und Wind Stärke 6 in Böen 8 von links. Um die nötige Schräglage - durch den Wind bedingt - fahren zu können war ich bei ca 120. Jedesmal wenn ein Haus den Wind nahm klappte die Maschine nach links nur um in dem Moment wo wir am Haus vorbei waren wieder nach rechts getrieben zu werden. Das war ne Horrortour, werde ich im Leben nicht vergessen. Das ist mit meinem Gespann zwar auch kein Spaß aber deutlich entspannter.
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Re: Seitenwind

Beitragvon dreckbratze » 1. Januar 2018 19:21

vielleicht hast du ja auch nur geglaubt dass der sw hoch gekommen ist, weil das hochbeinige teil etwas in den federn gegautscht hat. selbst meine hochbeinige emme hats noch nicht hochgeweht und mit der war ich schon im orkan unterwegs.
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Re: Seitenwind

Beitragvon Cali » 2. Januar 2018 08:34

dreckbratze hat geschrieben:vielleicht hast du ja auch nur geglaubt dass der sw hoch gekommen ist, weil das hochbeinige teil etwas in den federn gegautscht hat. selbst meine hochbeinige emme hats noch nicht hochgeweht und mit der war ich schon im orkan unterwegs.


Ja - das kann ich nur bestätigen - da mein schwerer BW so gut wie nicht hochkommt, kenn ich das gar nicht. Wenn der in einer engen Kurve mal aus den Federn lupft, krieg ich Schweißausbruch, weil ich das Gefühl habe, der überschlägt sich jeden Moment :oops: . Man kann sich da wirklich schwer täuschen.

Gruß / Bernd
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Re: Seitenwind

Beitragvon Zimmi » 2. Januar 2018 08:38

Mit der SR bin ich schon mal mit ca. 30° Schräglage auf der Geraden über die Alb gefahren. War echt ein Spaß mit dem Orkan damals... Aber das is ja 'ne Solo.
Die Gespanne (Dnepr, Jawa) haben nach meiner Erfahrung nur mit Richtungswechseln auf Seitenwind reagiert. Gut, wenn einen der Wind Richtung Gegenverkehr dryckt und man nach rechts gegenlenkt, evtl. auch noch etwas hektisch, kann ein leichter Beiwagen schon steigen - aber eben nicht direkt durch den Wind.
Bei der Jawa hatte das Rad des sehr leichten Velorex-Beiwagens in unbeladenem Zustand sowieso eher selten Bodenkontakt, rechts rum ging da nur mit viel Turnen und wenig Tempo. Zu viel Ballast war für die Fahrdynamik aber auch abträglich. :lol:
Seit ich im Dnepr-BW ein Koni-Federbein statt des Russenteils drin habe, federt das G'lump auf einmal ordentlich, hat mich auch schon etwas genarrt. Da muss man sich dran gewöhnen. ;)

Grysze, Michael
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Re: Seitenwind

Beitragvon Stephan » 2. Januar 2018 11:19

Zudem ist es ja nicht so das man bei schönstem Sommerwetter, Schäfchenwolken, Sonne satt. Und dann BAMM! BAMM! kommen da zwei drei hammerharte Böen angeschossen. . .


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Re: Seitenwind

Beitragvon Bahamontes » 2. Januar 2018 12:02

vielleicht hast du ja auch nur geglaubt dass der sw hoch gekommen ist,


Ja, das kann sehr gut sein. Die Situation war beim letzten Mal (am 30.12.) eben so, dass es regnete, dunkel war, hinter mir viel Verkehr und diese langgezogene Brücke mit ordentlich Wind von der Seite. Ich also mit Tempo da rauf, damit es hinter mir nicht stockt, dann trifft mich der Wind. Gegenverkehr natürlich. Das Gespann drückt nach links rüber. Habe das Gefühl, das Boot kommt gleich hoch. Reduziere schlagartig die Geschwindigkeit (aber ohne Bremsen) und lenke ganz sanft nach rechts.
Das war jedenfalls keine Situation, wo man mal schaut, ob es kippt, wenn man einfach weiterfährt.

FROHES NEUES!!
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Re: Seitenwind

Beitragvon Gandalf » 2. Januar 2018 16:57

Hey,

das mit dem Seitenwind bei einem Triptq/Heeler kenne ich gut. Ich hatte auch noch ein Hochverdeck dran. Bei zügiger Fahrweise (jenseits der 120) wird die Führe eh schon leicht. Wenn dann noch Wind dazukommt ..
Jedoch kippen wird der Wind das Gefährt nicht. Es liegt wahrscheinlich eher daran, dass man automatisch versucht die Fuhre in der Spur zu halten und dann spontan nach recht lenkt. Damit bekommt das Gespann dann natürlich einen Impuls und ohne Gewicht, wird das Boot dann nochmal leichter.
Falls du noch die originalen Dämpfer an der Maschine und am Boot hast, kannst du eine Menge mit anderen Dämpfern erreichen. Dann macht auch etwas Ballast kein Problem, das Fahren wird aber deutlich souveräner und entspannter. Bei meinem Gefährt war es wie Tag un Nacht.

Grüße
Gerd
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Re: Seitenwind

Beitragvon Karl Max » 2. Januar 2018 17:32

Heute bzw. Morgen ist eine gute Zeit. Da kannst Du raus und Einstellungsfahrten machen. Soll Orkanstärke kriegen. :D :-D :gewitter:
Grüße aus Bayern
Karl

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Re: Seitenwind

Beitragvon UKO » 2. Januar 2018 18:32

Bahamontes hat geschrieben:
hinter mir viel Verkehr ........................damit es hinter mir nicht stockt,
FROHES NEUES!!


Du hast etwas Wesentliches überhaupt nicht verstanden!

Alles was hinter Dir passiert, geht Dich nix an! :rock: :smt004 :D
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Re: Seitenwind

Beitragvon opa3rad » 2. Januar 2018 19:08

@ Bernd
(Wenn der in einer engen Kurve mal aus den Federn lupft, krieg ich Schweißausbruch, weil ich das Gefühl habe, der überschlägt sich jeden Moment.)

Ich würde sagen Du solltest mal üben auf 2 Räder zu fahren, dann vergehen auch die Schweissausbrüche wenn der mal hochkommen sollte.



Gruss Udo der zu 33% immer auf 2 Räder um de Ecke fährt
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Re: Seitenwind

Beitragvon Cali » 2. Januar 2018 20:41

opa3rad hat geschrieben:@ Bernd
(Wenn der in einer engen Kurve mal aus den Federn lupft, krieg ich Schweißausbruch, weil ich das Gefühl habe, der überschlägt sich jeden Moment.)

Ich würde sagen Du solltest mal üben auf 2 Räder zu fahren, dann vergehen auch die Schweissausbrüche wenn der mal hochkommen sollte.

Gruss Udo der zu 33% immer auf 2 Räder um de Ecke fährt


Hallo Udo - das ist einfacher gesagt wie getan. Ich hab das schon im Übungsprogramm von 2 Gespannkursen versucht - immer schön rechts im Kreisverkehr und steigendem Tempo herum: da ist der BW um ein paar cm gestiegen - länger konnt ich die Fuhre nicht auf Kurv/Kurs halten, sonst wärn mir die Oberarmmuskeln geplatzt :D
Aber damit kann ich gut leben - ach ja - ich hab auch noch ein 30 ltr. Tank unter dem BW - wenn ich den auch noch voll mache, kann ich die Kurvengeschwindigkeit so erhöhen, dass eher ich aus der Kurve fliege wie mein Gespann :smt005

Beste Grüße / Bernd
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