Erste "Schritte"

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Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 15. September 2021 07:16

Gestern war es soweit. Meine erste Runde auf dem Gespann.
Aber von vorn: beim Zusammenstecken des Bootes mit dem Krad fehlte natürlich ein Teil: die Flügelmutter, die in die Klemmfaust an einer der beiden unteren Verbindungen gehört. Die hat natürlich kein metrisches Gewinde, sondern irgendein zölliges. Kein UNC 1/2", die hatte ich da. Zu kaufen gibt es die bestimmt irgendwo auf der Velorex-Seite, aber das sind mir unverständliche böhmische Dörfer.
Also habe ich mir diese vermaledeite Mutter selber gebastelt. Bis das Gespann zum TÜV kommt, werde ich doch hoffentlich eine Passende gefunden haben.
Nun gut. War ja (bei uns) schönstes Wetter, also hab ich die Kanuni gestartet - erster Tritt, wen wundert's - und bin auf unserem Feld-Wald-und-Wiesenweg meine ersten zwei Kilometer gefahren.
Au Weia. Das ist ja schlimmer als Fahrradfahren lernen!
Als Ballast habe ich meine Tochter ins Boot gesetzt, die hat die ganze Zeit gejauchzt / gekrischen vor Angst, konnte ich nicht unterscheiden, da ich mit den Kurven ARGE Probleme hatte. Legt sich das noch? Wie macht man das, nicht bei jeder Rechtskurve ins Gebüsch gegenüber zu driften? Bei Tempo 20! Linkskurven fühlen sich einfacher an, was bestimmt zu Übermut verleitet.
Fazit: Zweimal hin&her gefahren, aber ich weiß nicht, ob das was für mich ist. Vom Bauchgefühl eher nicht.
So, jetzt die Profis: wie war euer erstes Mal?
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon UKO » 15. September 2021 07:22

Auf jeden Fall hat Deine Tochter bei Deinen ersten Fahrversuchen im Boot nix verloren. Nimm nen Sandsack. Dann vergiss Deine Soloerfahrungen und Reflexe komplett. Du musst bewusst lenken.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 15. September 2021 07:53

doch, hat sie: die Fassung.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Stephan » 15. September 2021 07:56

Kommt auf's Alter der Tochter an. Davon an, unasphaltierte Feldwege sind nicht gut geeignet. Durch die Furchen bringen se mehr Unruhe in's Fahrqerk, als du mit deinen Lenkversuchen.


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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 15. September 2021 09:04

He, sie ist 19, kein Kleinkind.
Davon abgesehen: wenn ich bauchmäßig ein ungutes Gefühl habe, auf drei Rädern unterwegs zu sein, gibt sich das nach einiger Zeit?
Sollte ich eventuell bei einem Kradhändler eine Runde auf dem Hof drehen, mit einer Serienmaschine? Mash wäre ja gewichtsmäßig vergleichbar, alles andere ist locker doppelt so schwer. Damit ich weiß, ob sich das so anfühlen muss?
Die Kanuni alleine fährt sich ganz normal, die habe ich seit Neujahr fertig. Außer, dass eine ETZ 251/301 5cm kürzer als meine gewohnte 250 ist, warum auch immer die das gemacht haben.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon timeless » 15. September 2021 09:24

Das kann so und so sein.
Ich hab auch dieses Jahr erst mit 3 Rad angefangen. Die ersten paar km waren schon sehr gewöhnungsbedürftig und von grundlegenden Zweifeln begleitet ob das so wirklich sein muss. Bin dann quasi mit nur wenigen km Übung nen langes Wochenende über 900km gefahren. Dann hab ich n bissl was optimiert und bin in 6 Tagen 2200km durch Schweden gefahren und jetzt will ich nicht mehr aufhören.
Also es gibt Hoffnung für Dich - aber kann auch gut sein dass der Funke einfach nicht überspringt.
Wenn Du Zweifel an der grundsätzlichen Fahrbarkeit der Mühle hast dann lass das Teil Mal von jemandem mit Gespann Erfahrung probefahren...

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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Saxon » 15. September 2021 09:48

beerdrinker hat geschrieben:Davon abgesehen: wenn ich bauchmäßig ein ungutes Gefühl habe, auf drei Rädern unterwegs zu sein, gibt sich das nach einiger Zeit?


Moin moin,
das kommt darauf an......
MZ ist nicht unbedingt jedermanns Sache, die Einen lieben sie die Anderen eher nicht. Ich gehöre zu den Anderen.
Auf drei Rädern wohlgefühlt habe ich mich nach dem Umstieg auf eine Guzzi.
Gruß
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Crazy Cow » 15. September 2021 09:55

beerdrinker hat geschrieben:He, sie ist 19, kein Kleinkind.



:D :D :D

Das ist witzig.
Ein großes Problem ist, wenn man vorher lange Solo gefahren ist. Man muss sich einfach zu lenken trauen, in die Kurve legen bringt nichts. Normal lenkt sich ein Gespann rechts herum leichter als links herum. Man fühlt sich links herum nur sicherer. Du musst jetzt nur beurteilen, ob das Ding ohne großen Kraftaufwand einigermaßen geradeaus fährt. Ist das der Fall, muss die Werkstatt nichts verändern.
Wenn du bei niedriger Geschwindigkeit den Eindruck hast, der Bock will nicht rechts herum, Oberkörper nach rechts, etwas Gas geben und einlenken.

Ob sich das legt? Hm, ich habe mein erste Runde mit einem MZ ES 250 Gespann gedreht. Hab gerade mal überlegt wann das war, 1978, Stadtverkehr Offenbach, war etwas anstrengend, Schiss? ja vielleicht etwas. Aber ich habe bei so Gelegenheiten eine innere Stimme. Die meinte: "andere fahren auch damit."
Ich würde sagen, die Muffe in den Kurven hat sich in der Zwischenzeit gelegt. Die nächste größere Probefahrt war mit einer Yam XS1100 und EML Zweisitzer in den frühen 1980ern auf dem Land. Ich erinnere mich gut an den Spruch meiner inneren Stimme: "wenn du jetzt nicht lenkst, fährst du in den Graben".
Hab dann gelenkt.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Slowly » 15. September 2021 10:05

beerdrinker hat geschrieben: ... Als Ballast habe ich meine Tochter ins Boot gesetzt, die hat die ganze Zeit gejauchzt / gekrischen vor Angst,
konnte ich nicht unterscheiden, da ich mit den Kurven ARGE Probleme hatte. Legt sich das noch?
Wie macht man das, nicht bei jeder Rechtskurve ins Gebüsch gegenüber zu driften?
Bei Tempo 20! Linkskurven fühlen sich einfacher an, was bestimmt zu Übermut verleitet...

Sehr gut, dass du die Gefahren beim Kurvenfahren erkannt hast.
Unbeabsichtigt in Rechtskurven (Beiwagen will fliehkraftbedingt geradeaus "schieben") in die Gegenfahrbahn zu geraten, kann zu schrecklichen Unfällen führen.
Und in Linkskurven kann man man über die rechten Fahrbahnbanketten an Alleebäumen oder auf einem Sturzacker (oder Graben) mit Überschlag landen.
Hier muß durch viele Übungsfahrten Zeit und Geduld investiert werden, weil sich durch den größeren Kraftaufwand die Arm- und Rückenmuskeln verstärkt aufbauen müssen.
Diese Verhaltensmuster der Dreiräder müssen auch durch Übungs-Not- und Vollbremsen beherrschbar trainiert werden.
Ich brauchte hierfür ca. ein halbes Jahr - - - dann tat auch der Rücken nicht mehr weh!

Bei und nach jeder Trainingsfahrt wächst das Vergnügen an diesem schönen Hobby.
In diesem Sinn wünsche ich dir
"Allzeit gute Fahrt!"

Grüße vom Niederrhein

SL :grin: LY
Zuletzt geändert von Slowly am 15. September 2021 20:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 15. September 2021 10:35

Saxon hat geschrieben:
beerdrinker hat geschrieben:Davon abgesehen: wenn ich bauchmäßig ein ungutes Gefühl habe, auf drei Rädern unterwegs zu sein, gibt sich das nach einiger Zeit?


Moin moin,
das kommt darauf an......
MZ ist nicht unbedingt jedermanns Sache, die Einen lieben sie die Anderen eher nicht. Ich gehöre zu den Anderen.
Auf drei Rädern wohlgefühlt habe ich mich nach dem Umstieg auf eine Guzzi.
Gruß
Helmut


Mein Ding ist MZ seit 1986, seitdem habe ich meine ETZ. Die Kanuni kam später wegen o.g. Tochter dazu, war aber nicht fahrbereit.
Also doch ein Auto :oops: . Geradeaus läuft das Gespann schon, wenn auch - wegen Feldweg - schwierig zu beurteilen. Bei meinem Glück mit den Grün-Weißen würden die mich sofort erwischen, wenn ich unangemeldet auf den Asphalt losgehe. Also lasse ich es, der Geiz...
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Stephan » 15. September 2021 10:50

Man sollte vielleicht auch mal erklären wie es abläuft.

In Rechtskurven wird der BW angehoben. Das reicht vom Ausfedern, bis zum kompletten Anheben. Je nach Spurweite/Gewicht auf'm BW-Rad/Geschwindigkeit. Als Reaktion darauf nimmt man Gas weg oder „macht die Kurve auf". Bei Ersterem das Lenken nicht vergessen. Wenn der BW schon schwebte, bringt dessen Landung Untuhe in's Fahrwerk.

Bei zweitem das Beten. Denn da droht meist Gegenverkehr. Deswegen! Üben, Üben, Üben. Auch das Anheben des BWs.

Mit der Linkskurve isses simpler. Da rutscht je nach Geschwindigkeit und Strassenbeschaffenheit und Reifen, das Gespann. Da liegen die Grenzen zwischen ganz leichtem rutschen (kaum Bemerkbar), bis zum komplett Überschlag. Da passte Geschwindigkeit und Kurvenradius nicht zusammen. Und ein „Vater unser" ist dafür zu lang. „Schxxxx!" Is kurz genug. Machen kannste niGS. Gut, Lenker grade stellen. Aber das isses.

Zwar hilft auch hier Üben, aber wg Überschlag und fehlende Gegenmassnahmen, isses halt auch gefährlicher. Es ist auch anfangs nicht so dramatisch zu rutschen. Aber der Übergang.

Optisch macht ein schwebender BW halt auch mehr her.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon popeye » 15. September 2021 14:51

Moin,

mein Senf dazu........

Meine Erste Fahrt mit dem Gespann endete nach 300 m in einem Zaun. Da habe ich gedacht "Dich krieg ich eingeritten".

Anfangs sagte dann jemand zu mir "Du mußt aktiv lenken und den Lenker DREHEN". Bei Linkskurven solle ich vorher mit der Vorderbremse bremsen - der Beiwagen würde dann das Motorrad "überholen" und in die Linksurve rollen wollen. Da gäbe dann so einen aussermittigen Schubs nach links.
Rechts herum des gleichen mit der Fußbremse/Beiwagenbremse. Die Beiwagenbremse hatte ich damals noch nicht. Bei (vorsichtig gefahrenen) Rechtskurven solle ich auch Gas geben. Das Motorrad würde dann um den Beiwagen "herumfahren" wollen.

Das hat sich mir damals einigermaßen erschlossen.

Ich bin dann halt sehr vorsichtig gefahren und habe, wenn mich wenn es verkehrstechnisch ging oder auf der Panzerplatte am Bahnhof eben etwas mehr getraut.
Wie Stefan schon schrub muß man ein bischen mit Zentrifugal- und Zentripedalkräften sinnieren, dann kommt das schon.

Aber immer vorsichtig.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon UKO » 15. September 2021 15:42

beerdrinker hat geschrieben:
He, sie ist 19, kein Kleinkind.



Wenn Du das Gespann in den Graben semmelst und sich Deine Tochter dabei verletzt, ist das Alter ziemlich egal.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon der Gärtner » 15. September 2021 18:10

beerdrinker hat geschrieben:...
Fazit: Zweimal hin&her gefahren, aber ich weiß nicht, ob das was für mich ist. Vom Bauchgefühl eher nicht.
So, jetzt die Profis: wie war euer erstes Mal?
Als ich die ersten Meter mit meinem MZ-Gespann gefahren bin, gings mir ähnlich, und fast hätte ich den Schemel wieder verkauft. Aber dann ist irgendwann der Knoten geplatzt und es ging. Man muß eben üben, und das nicht unbedingt im dichten Verkehr und erst recht nicht mit Passagier im Boot...
Ich würde das Gespann anmelden (Geiz hin, Geiz her, sooo teuer is `ne Emme nu auch nich...) und mir irgendwo einen leeren Parkplatz suchen. Da würde ich mich dann erstmal mit den Eigenheiten des Gespannes vertraut machen. Kreise linksrum und rechtsrum usw. Dann üben, üben, üben und vor allen Dingen niemals(!) leichtsinnig werden, denn wenn man glaubt, daß man es könnte, kommt ganz unverhofft der Hammer...
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon dieter » 15. September 2021 18:13

Gerade kleine Gespanne sind sehr gewöhnungsbedürftig. Vor allem wenn sie nur eine Telegabel haben und eventuell noch nicht richtig eingestellt sind. Dann fahren sie sich besonders SCHEIßE.

Also lass erst mal jemanden damit fahren der schon ein MZ Gespann gefahren hat. Damit geklärt wird ob die Einstellung passt.

Dann such dir einen möglichst großen Platz und übe erst mal mehrere Tage bevor du dich auf die Straße traust. Hab ich auch so gemacht. Siehe meinen Avatar. Und eine Person im Boot geht erst wenn du schon einiges an Erfahrung hast.

Vielleicht findet sich ja hier oder im MZ Forum jemand der mal bei dir vorbei schauen kann. Wohnst leider etwas weit weg.


Gruß
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Stephan » 15. September 2021 18:47

Da haben die Jungs Recht. Wenn ich da an meine „erstwn Schritte" denke. Die grosse Rolltonne hat noch Tage später vor Angst gezittert. Aber mann kann alles fahren und das Forum gab es '86 noch nicht.

Meine exFreundin wechselt noch heute die Farbe, wenn Sie an unsere erste Fahrt denkt.


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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon scheppertreiber » 16. September 2021 07:16

Umfall.JPG


Die 3 Grazien sind knapp 20 Sachen gefahren. Links eingeschlagen, Nase vpm
Boot im Boden und tschüs ...
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
frisierte Dnepr MT11 "Toter Oktober" * frisierte Guzzi 1000SP "donnaccia rossa" * 1000SP solo natur "milanese nera"
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon g-spann » 16. September 2021 08:57

Jo, bei entsprechender Gewichtsverteilung ist ein Gespann ganz flott mit den Spiegeln in die Wiese gesteckt...ein kurzer Seitenrad-Vorlauf, wie ihn dein Gespann hat, ist auch hilfreich, die Kippachse SW-Rad/ Vorderrad ans Arbeiten zu bringen...
Gruß aus dem Niederbergischen,
Gerd
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 17. September 2021 16:38

Nun gut, besteht also noch Hoffnung.
Und zum Thema "Tochter in Gefahr bringen":
das ist die "Straße", auf der ich gefahren bin.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon hansolo » 18. September 2021 07:19

Hi Moin zusammen !
habe gerade im Netz gefunden : Das-Motorrad_1954_Nr08_SW-Sonderheft.pdf
Gockel ma.
Grüße Hans aus Homberg
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Stephan » 18. September 2021 08:33

beerdrinker hat geschrieben:Nun gut, besteht also noch Hoffnung.
Und zum Thema "Tochter in Gefahr bringen":
das ist die "Straße", auf der ich gefahren bin.


Oha! Da seh ich aber genug Problem für'n Anfängerfehler. . .


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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Tatra603 » 18. September 2021 12:02

popeye hat geschrieben:

Meine Erste Fahrt mit dem Gespann endete nach 300 m in einem Zaun. Da habe ich gedacht "Dich krieg ich eingeritten".
.


Muss ich lachen, bei mir war es nach 7 m ein Obstbaum. Ich kam nicht mal aus der Einfahrt.

Nach ein paar Wochen ist das kein Ding mehr. Du musst ein bisschen aufmerksamer als mit dem Auto fahren (Geradeauslauf...) aber erfahrungsgemäß geht das von alleine, weil du ja näher an den Elementen (Regen, Wind, Zaun, Obstbaum...) bist.
Ich habe eine Jawa, also durchaus MZ-ähnlich. Millionen Ostler hatten genau diese Fahrzeuge und kamen auch zurecht, nur Mut!
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon dreckbratze » 18. September 2021 15:25

Ich hab damals mein erstes (MZ-)Gespann gekauft und einfach nach ein paar Proberunden im Industriegebiet heimgefahren. Hat funktioniert.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon UdoW » 19. September 2021 11:31

Mein erstes Gespann war 1982 ein MZ 250 ETS Gespann, neu gekauft beim Händler. Dort bezahlt, Kennzeichen angeschraubt und losgefahren - Upps die erste Kurve war ne Rechtskurve - mußte anhalten, kam nicht rum :oops: OK, dann konzentriert und los, ich kam heil zu Hause an. Danach geübt wie ein Weltmeister, irgendwann konnte ich Dauerhaft mit Beiwagen oben fahren! Alle Kurven, rechts + links und geradeaus sowieso. Verspannungen sind am Anfang nicht unüblich, das gibt sich nach der Gewöhnungsphase dann fährt man ganz entspannt.

Also nicht unterkriegen lassen und ne MZ ist nicht schlecht, hatte lange genug eine, danach Dnjepr und nun seit geraumer Zeit eine EML Kawasaki Z1100

Viele Grüße Udo
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon Peter Pan CR » 20. September 2021 17:59

13.12.86: 147km nach Hause mit Honnekertaxe.... 3 mal gradeaus auf den Acker. Nächsten Tag ein Strassenbegrenzungspfosten auf der linken Seite, 3 Wochen später einen 3/4 Salto Mortale in 1m Schnee irgendwo in Südnorwegen im linken Graben.
Na und?
Entgegen den obigen Ratschlägen möchte ich behaupten, Feldwege trainieren Dir viel schneller und auch sicherer die notwendigen Reflexe an, die Du auf dem Gespann brauchst.
Der problematische Moment kommt, wenn Du nach ca 1 Monat anfängst Dich sicher zu fühlen. Gerade für alte Solofahrer ist genau dann ein extremer Adrenalinschub vorprammiert, weill Du in einer (eventuell nur vermeintlichen) Gefahrensituation wie ein Solofahrer genau verkehrt herum reagieren wirst.

So eine Situation kommt fast so sicher wie das Amen in der Kirche. (1987 und 2004 bei mir).

Gute Nachricht in Sachen Schreie aus dem Beiwagen: 4 Monate nachdem wir Kumpel Rick's Gespann aus Florida überführt hatten, kam ein Video.... Die Enkel schrien lauter aus dem Beiwage als der Uralmotor...vor Freude. Das war die Bestätigung, das Gespann "das Beste Werkzeug zum Familie machen" ist.

PS: Wenn Du Spanisch oder Engisch sprichst, kann ich Dir einen Link für Übungen zuschicken)
La actitud hace la diferencia.
Die Grundeinstellung macht den Unterschied.

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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon beerdrinker » 21. September 2021 17:20

Heute habe ich nach dem Rostschrubben (anderes Thema) noch eine Runde auf dem Feld-/Waldweg gedreht. So langsam fängt es an, Spaß zu machen. Nur tun mir jetzt die Schultern weh, ich weiß nicht, ob von der Bohrmaschine mit Topfbürste oder vom Lenken.
Und das Geräusch im Motor (sagte ich da schon was von?) wird entweder leiser, dann liefen sich die Kolbenringe ein, oder ich habe mich dran gewöhnt. Muss ich beobachten.
Dumm nur, dass die Maschine keinen TÜV hat (wegen Neuaufbau nach 20 Jahren Lager) und ich nicht sicher bin, ob der Prüfer beim Abgasmessen gelten lässt, dass der Motor erst eingefahren werden und deshalb stinken MUSS. Besser, ich bereite ihn frühzeitig drauf vor.
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Re: Erste "Schritte"

Beitragvon hansolo » 22. September 2021 06:15

f104wart hat geschrieben:
hansolo hat geschrieben:Hans aus Homberg


Welches Homberg? ..."Mein" Homberg?

Ja Homberg Ohm Kernstadt . Und Grüß Dich. :smt039
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