Langstreckenreisen / HongKong => Wien

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Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon paolo » 11. Mai 2015 16:18

Hallo liebe Dreiradler,
mein Pensionsantritt ist in Planungsdistanz für Langstreckenreisen gerückt und da schwirrt mir die Idee im Kopf herum auf dem Landweg von HongKong über Peking, Ulan Bator, Moskau mit dem Motorrad (Gespann) nach Wien zu fahren. Kurz gesagt: mit dem Flieger nach HongKong, dort ein Gespann kaufen (z.B. Jialing) und auf dem Landweg zurück.
Was meint ihr dazu: Schnapsidee sofort ad acta legen oder mit vertretbaren Aufwand machbar? Wenn machbar, wo seht ihr die größten Hürden?
Vielleicht hat ja jemand von euch Erfahrung oder kennt jemanden der dazu etwas sagen kann.
HG
Paolo
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon BongoBiker » 11. Mai 2015 18:56

Super Idee, aber sicher nicht ohne großen Aufwand.
Erste Hürde Zulassung in China bekommen.
Dort kaufen und eine Zulassung bekommen dürfte für nicht Chinesen schwer, wenn auch nicht unmöglich sein.
Du willst ja nicht mieten, sondern exportieren.
Es gibt diverse Anbieter in China um Sidecars zu mieten;
Kaufen solltest du ein Dingeling dort am ehesten über Kontakte.
Grundsätzlich ist das ne günstige Methode eine Jialing zu erwerben, kostet etwas mehr als die Hälfte.
Meine Ex Frau hat gerade eine Sidecar Tour in China gemacht, sie lebt aber auch dort und ist Chinesin.

interessant für dich:
http://www.richtungchina.de
http://www.beijingsideways.com/

Im Moment kann ich keine konkreten Kontakte herstellen, aber du hast ja etwas Zeit... :wink:
Gruß, Richard mit EZS/ Carell "Kult" Bandit.

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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon Stephan » 11. Mai 2015 19:18

In der motorradkarawane.de redet man davon, das es jetzt auch legal möglich sein soll, weite Teile von China zu berreisen. Das wäre nämlich Problem Nr.2 auf der kurzen Liste. Danach der Export und die Frage ob du mit 'nem chinesischen „Ausfuhrnummernschild" bei Chinas Freunden durch darfst.

Aber ich erinnere mich an einen jungen Deitschen(?) der mal sowas gemacht hat. In China gearbeitet, altes Gespann gekauft. Auf Achse Heimgefahren.


Stephan
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon paolo » 14. Mai 2015 12:41

Danke für eure Tipps :-) ich werde mich da einmal durchlesen. Unter Zeitdruck bin ich ja Gottseidank nicht.
Herzliche Grüße
Paolo

PS
@ Alle,
wer hätte Interesse so etwas mitzumachen?
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon Stephan » 16. Mai 2015 06:19

Ach Gott! Interesse ist nicht das Problem. Zeit. Zeit. Ich brauch halt noch knapp 11 Jahre bis zur Rente. . .


Stephan, der in Constantine, Algerien auf's Taxi wartet
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon BongoBiker » 16. Mai 2015 06:25

Korrekt,
Zeit und Geld sind die Faktoren.
Wenn ich Zeit und Geld hätte, wäre ich Weltenbummler :)

Und ich brauche voraussichtlich noch 29 Jahre bis zur Rente :smt015
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon B2Cruiser » 16. Mai 2015 09:39

Nach meinem Wissensstand gehts nach China mit eigenem Fahrzeug rein oder raus nach wir vor nur mit organisierten Convoifahrten über eine äußerst überschaubare Anzahl von bestimmten Grenzübergängen. Also alleine von HongKong aus ins 50 km entfernte China mit einem privaten Fahrzeug zu kommen dürfte schon ein fast unüberbrückbares Hindernis sein.

Wenn die Grenzen mal lockerer werden sollten und solche Fahrten möglich wären, wäre das natürlich eine Herausforderung der ganz besonderen Art. Wer schon mal in China ausshalb von Peking oder Shanghai war, weiss dass man plötzlich in einer völlig anderen Welt relativ hilflos ist.
Kein englische Sprache mehr, keine Landkarte, kein Wegweiser, kein Straßenschild das man lesen kann. Niemanden den man aufgrund der Sprachbarriere um irgend etwas fragen könnte oder dem man eine Adresse zeigen könnte zu der man möchte wenn man sie nicht auf chinesisch aufgeschrieben hat.

Ich lasse mir im Hotel immer von der Rezeption meine Zieladresse auf chinesisch aufschreiben und selbst dann ist es noch ein Glück wenn einen der Taxifahrer ans richtige Ziel bringt. Schafft er das nicht, wird man einfach aus dem Stahlkäfig in dem man in dem Taxi hinten sitzt rausgeworfen und versucht dann sich irgendwie zurecht zu finden was meistens nicht ganz so einfach ist ;) ;) ;)

Sollten die Grenzen mal für Privatfahrzeuge offen sein, würde ich es aber trotzdem mal mit dem Mopped machen ;) ;)
Viele Grüße aus Hennef

Bruno
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon bf109v7 » 16. Mai 2015 09:56

Ich wollte so was letzes Jahr machen, mit jemanden zusammen. Der war in China und hat dort ausgekundschaftet mit dem Ergebnis, dass es zwar machbar ist, die Kosten für die notwendigen Papiere aber so teuer sind, das wir es nicht gemacht haben.
Aber wie wärs mit ner Gespannrundreise um die Philippinen? Mit mir zusammen.
Alex
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon BongoBiker » 16. Mai 2015 14:52

B2Cruiser hat geschrieben: Wer schon mal in China ausshalb von Peking oder Shanghai war, weiss dass man plötzlich in einer völlig anderen Welt relativ hilflos ist.
Kein englische Sprache mehr, keine Landkarte, kein Wegweiser, kein Straßenschild das man lesen kann. Niemanden den man aufgrund der Sprachbarriere um irgend etwas fragen könnte oder dem man eine Adresse zeigen könnte zu der man möchte wenn man sie nicht auf chinesisch aufgeschrieben hat.

Ich lasse mir im Hotel immer von der Rezeption meine Zieladresse auf chinesisch aufschreiben und selbst dann ist es noch ein Glück wenn einen der Taxifahrer ans richtige Ziel bringt. Schafft er das nicht, wird man einfach aus dem Stahlkäfig in dem man in dem Taxi hinten sitzt rausgeworfen und versucht dann sich irgendwie zurecht zu finden was meistens nicht ganz so einfach ist ;) ;) ;)


Ohja :)

Wenn man im Taxi aber sagt, das man Deutscher ist und Schuhmacher Fan oder Fussballweltmeister, wird man i.d.R. nicht verarscht :D
wo shi deguoren; Michael Schuhmacher hen hao :smt023 :smt005

Scherz beiseite, ist ne Erfahrung für sich, nach 6mal komme ich relativ gut klar in China, im Grunde sind die da freundlich und hilfsbereit, zuviele Dinge hinterfragen oder ins Detail gehen sollte man halt nicht. Chinesen sind stolz auf ihre tausende Jahre alte Kultur und auch auf ihren großen Lehrer Mao etc., da sollte man als europäischer "Barbar" kleine Brötchen backen und schon wird man freundlich aufgenommen und geholfen.

bf109v7 hat geschrieben:Aber wie wärs mit ner Gespannrundreise um die Philippinen? Mit mir zusammen.
Alex


Also ich wollte ja nächstes Jahr vielleicht USA machen, aber wenn das mega teuer wird etc...pp... Also ich werde das heute abend mal ansprechen, klingt verlockend :)
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon Stephan » 18. Mai 2015 22:26

Okay, Taxifahren spar ich mir meistens in solchen Ländern. Selbst die Visitenkarten der Hotels, "Bring me back"-Karte(!), helfen nicht immer. Ich lauf halt. Und in China waren die Probleme in der Hinsicht immer lösbar. "TsingTao" hat da noch jeder verstanden. Gegessen wird halt nur in Restaurants mit Bildern auf der Speisekarte.

In Shanghai kommt man auch sehr gut mit der U-Bahn klar.



Was 'n bisken nervt, die Chinesen (bei Geschäftsessen) machen sich ein Anliegen daraus, einen mit so "Trinkspielchen" unter'n Tisch zu saufen. Man soll sein Glas leeren und die trinken ihres nur gerade mal halb aus. Das kann in großer Runde schon echt hart werden. Ich verweigere aber konsequent Schnaps. Und dann geht's. Die Jungs Schnaps, ich Bier. :smt005


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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon BongoBiker » 19. Mai 2015 07:37

Das ist da normal Stephan, nicht nur bei Geschäftsessen.
Die glauben auch du putzt dir mit Bier die Zähne :D
Einfach auch nicht austrinken und genau schauen was die anderen machen.
Kenne das auch, 5 Chinesen fordern einer nach dem anderen auf Ex zu trinken und fangen an zu pfuschen :lol:
Sie wollen einen bei den Hörnern bekommen.
Stolz darf man da nicht sein, besser intelligent, gewitzt, man könnte auch sagen verschlagen.
Denn genau beim Stolz, deiner Ehre etc. wollen sie dich ausnutzen, um dich gnadenlos betrunken zu machen.
Ich hab sie bisher trotzdem immer gut untern Tisch getrunken, aber aufpassen muss man schon.

Ganbei :wink:
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon Cali » 19. Mai 2015 11:29

bf109v7 hat geschrieben:Ich wollte so was letzes Jahr machen, mit jemanden zusammen. Der war in China und hat dort ausgekundschaftet mit dem Ergebnis, dass es zwar machbar ist, die Kosten für die notwendigen Papiere aber so teuer sind, das wir es nicht gemacht haben.
Alex


Hallo Paolo - selbst wenn du alle Papiere zusammen hast, heist das noch lange nicht, dass man dich
an der Grenzstation ohne weiteres passieren lässt.
Die haben ihre eigenen Gesetze und sind die "Götter" in Uniform. Ich würde mir als Abfahrtsziel ein anderes Land ausdeuten.

Gruß / Bernd
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon paolo » 26. Mai 2015 15:27

Danke für euren Input. Möglich scheint es zu sein, wenn auch aufwendig und teuer.

Na ja, ich warte mal ab wie sich die geopolitische Lage in den kommenden beiden Jahren entwickelt. Momentan dürfte diese ja eher angespannter als entspannter werden :(
HG Paolo

PS
wohin gehen denn eure Überlegungen zum Thema Fernreisen auf eigener Achse - Betonung auf Reisen und nicht auf Abenteuer/Expedition.
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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon Stephan » 26. Mai 2015 18:05

Tja, wo fängt denn 'ne „Fernreise" an? Oder alles ausserhalb Europa? Ist Portugel nicht weiter, als das scharze Meer?

Egal, bei soll es im Jahresurlaub Richtung Türkei gehen. Aber wohl mit der Solette.


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Re: Langstreckenreisen / HongKong => Wien

Beitragvon BongoBiker » 27. Mai 2015 07:40

Ich bin ja relativ neu in dem Gewerbe.
Bisher größte Tour war Pyrenäen.
Geplant ist USA evtl. mit Solo.
Ich würde gerne Afrika und auch zumindest bis an die Grenzen Chinas durch die Mongolei.
Für mich ist jede Motorrad Runde ein kleines a Abenteuer :)
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