13. August 2006 19:48
war dann TÜV-Termin. Da ich mit der Elektrik des Beiwagens noch nicht ganz fertig war, war der Beiwagen der Einfachheit halber nicht dran. Also, weg, ab, nicht dabei. Wo steht denn auch, dass bei einem "wahlweisem Eintrag" der Beiwagen zum TÜV'en dran sein muss? Da hätten die Graukittel dann womöglich noch mehr zum rumschnüffeln gehabt. Und wer in den Krümmeln sucht, wird womöglich auch noch fündig. Zum Glück, und (...ganz bestimmt
dank meiner frischen Farbe, stand "ohne Mängel" auf dem §29-Gutachten. Gleich darauf wurde die Emme angemeldet, und die ersten offiziellen (d.h. ohne geliehene Nummernschilder
Probefahrten wurden unternommen. Das machte Spaß und flößte mir etwas Respekt ein, schließlich war ich ja immer noch Vespafixiert, auch beim Fahren und die letze Fahrstunde auf der Fazer war schon ein paar Wochen her. Dann kam der große Tag: Beiwagen dran, die Elektrik kontrolliert (Kabelbaum teilweise neu, Steckverbinder ausgetauscht etc.) und die erste richtige "Fahrt" mit einem Gespann. Mit >meinem< Gespann und voller Stolz. Eine "große Ausfahrt" durch die nächsten paar Straßenzüge. Schwer zu beschreiben, die Eindrücke. Jedenfalls war es weniger Begeisterung, sondern mehr der Unglaube und selbstzweifel, so was könne Spaß ("Oh mein Gott, was habe ich mir da nur gekauft") machen. Dieser eher negative Eindruck verschwand aber nach und nach. Ich erinnere mich, eines Sonntag morgens (im Sommer) um 5:00 Uhr aufgestanden zu sein, um alleine durch den Taunus zu fahren. Um 9:00 war ich wieder da, mit Brötchentüte für die verschlafene Family unterm Arm und ziemlich breiten Grinsen. Allmählich fing die Sache an Spaß zu machen. Einige Übungsrunden auf dem leeren Parkplatz eines Freibades nahm den restlichen Respekt vor Rechtskurven. Das Eis war gebrochen, und Spaß macht es heute, nach mehr als 6 Jahren, immer noch.
Jawa wäre sicherlich noch eine Alternative gewesen, aber die Ersatzteilversorgung war mir hier zu unbefriedigend (ich mag nicht wegen z.B. einem Unterbrecherkontakt die nächste "Veterama" abzuwarten). Bleibt nicht mehr viel, genauer: Es bleibt nur noch eine Marke: MZ. Wenn man im Internet oder in Anzeigeblättern intensiv schaut, findet man auch sie noch in ausreichender Zahl und Auswahl. MZ-Gespanne sind und waren der Renner, zumindest was die Stückzahlen betrifft. Dementsprechend günstig sind also nicht nur die gebrauchten Gespanne (Solomaschinen dto.) sondern auch die Ersatzteile, und die braucht man schon mal (nicht nur-) als MZ-Fahrer. Nebenbei haben MZ und Vespa (-die Enfield und auch meine NSU-Quickly...) einiges gemeinsam: Alle sind nicht unbedingt die Sympathieträger in motorisierten Zweiradkreisen und vielleicht eher was für konsequente Hightech-Verweigerer. Alle haben nur ein Zylinder (für was brauchts eigentlich mehr?), und kommen nicht aus dem Land der Sushi- und Stäbchenesser. Nachtrag 2005: Allmählich habe ich das Gefühl die Emmen machen Karriere vom arme Leute Mopped > zum Kultteil, jedenfalls wenn ich die Ersatzteilpreise der letzten 5 Jahre vergleiche. DM/€=1:1 wie überall. Leider fahre ich seit Dez. 2005 kein Emmengespann mehr, sondern eine alte GL110013. August 2006 20:20
14. August 2006 07:50
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