Bremsproblem...

Alle Technikfragen, die in kein Unterforum passen

Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 12. Mai 2018 15:30

Hallo Leute,

ich habe folgendes Problem:

- KRAD: Sachs Roadster 650 mit Däschlein Beiwagen

- Bremse vorne Grimeca gekoppelt mit BMW Rad & Brembo-bremse am Beiwagen.

- Bremspumpe: Original Bremspumpe vorne - BMW R 1100 (Die genaue Bezeichnung ist nirgends zu entnehmen :| )

Beim Bremsen ist es oft der Fall, dass ich den Bremshebel durchziehen kann und nur ganz zum Schluss eine kaum wahrnehmbare Bremsleistung zu spüren bekomme. Nach erneutem betätigen der Bremse habe ich einen sauberen Druckpunkt und exzellente Bremsleistung. Danach tritt das Problem erst wieder auf wenn ich ein paar Meter fahre und dann erneut die Bremse betätigen will. Ich habe schon ungefähr 5 mal entlüftet und in der Brembo-bremse am Beiwagen sogar ein Stahlbusventil eingebaut um auszuschließen, dass das alte normale Ventil undicht ist, leider hat das auch nichts gebracht...

Zu dem Stahlbusventil kann ich nur sagen es ist wirklich jeden Euro wert! :lol:

Ich hoffe einer von euch kann mir hier weiterhelfen

Gruß Raffael
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon HelmutAN » 12. Mai 2018 15:41

Kontrolliere mal die Radlager!
Gruß Helmut




















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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 12. Mai 2018 16:13

Hallo Helmut,

ja die Radlager vorne sind durch ... das würde das vermutlich erklären :oops:


Gruß Raffael
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Saxon » 12. Mai 2018 17:16

poeggelra hat geschrieben:Hallo Helmut,

ja die Radlager vorne sind durch ... das würde das vermutlich erklären :oops:


Gruß Raffael


Sorry, aber warum fährst du dann noch damit?
Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 12. Mai 2018 17:59

Ich hab sie nur auf dem Parkplatz getestet nach dem entlüften.
Neue Radlager sind schon unterwegs, hoffentlich auch die richtigen :lol:

Gruß Raffael
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Slowly » 12. Mai 2018 18:43

Und denk bitte daran, Raffael,
alle Reparatur- und Montage-Arbeiten im Bremsbereich gehören in fachliche Hände, - - - immer!
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Erinnerungen gefällig?
Dann zurücklehnen bei >Ansicht>Slideshow und Musik: 1 Album voller Bilder "Begegnungen freundlicher Art"
und für Schrauber-Freaks: 1 Album "Das moderne Motorrad 1915" Fachliteratur (144 Seiten, 72 Abb.)
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Pepo1958 » 12. Mai 2018 19:22

Hallo Raffael,

die R1100er haben eine 20er Bremspumpe. Die reicht z.B. für die Originalbremsanlage mit zwei Bremsätteln mit jeweils zwei Ø 32 mm und zwei Ø 34 mm Kolben plus einem Zweikolbensattel am Beiwagen mit Ø 30 mm.

Was Du beschreibst klingt dramaitsch. Was hast Du gemacht, nur entlüftet, Bremsflüssigkeit getauscht oder war das System ganz leer? Wenn das System ganz leer war, hast Du dann auch am unter dem Tank das ABS entlüftet? Wenn keine Luft im System ist und Du nur Bremsflüssigkeit tauschst, geht es auch ohne ABS enbtlüften, wenn Du genug Bremsflüssigkleit durchspülst. Dann sollte da zumindest keine Luft drin sein.

Ich hatte früher mal ein Problm mit wanderndem Druckpunkt an einer R1100GS. Da lag es an der Bremspumpe. Erst habe ich einen neuen Kolben mit Manschetten eingebaut. Danach war es gut, hielt aber nur ein paar Tausend Kilometer. Dann habe ich die Pumpe getauscht und gut war es.
Letztes Jahr hatte ich auch das Problem, dass der Druckpunnkt immer mal schlecht war. Habe dann irgendwann die Bremsklötze am Beiwagenrad getauscht, obwohl die noch gut 2,5 mm hatten und nicht an der Kreuzfeder anlagen. Danach war es aber gut und der Druckpunkt lag wieder richtig.

Was Du beschreibst klingt mir allerdings nach Luft im System oder die Bremspumoe ist so hin, dass du es schon vorher hättest merken müssen.
Wie entlüftest Du denn, mit Pumpen am Handhebel? Wenn die Handbremspumpe von vor Bj. 1997 ist, ist der Zylinder nicht eloxiert und man hat da schon mal ganz schön Korrosion drin. Da kann dann das Durchziehen beim Entlüften dazu führen, dass man die Gummimanschette beschädigt. Dann hat man diesen Effekt genau nach dem Entlüften.
LG
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon klimax » 12. Mai 2018 20:11

So ein ähnliches phänomen hätte ich bei der MZ TEN mit Telegabel. Die war den seitliche Kräften nicht gewachsen und mit der Achse zusammen gab es leichte Verformungen, die bei zügigem Kurvenfahren die Beläge auseinander drückte. Zum Anlegen reichte dann nicht mehr Nur einmal bremsen sondern vorausschauend fahren. Erst Bremsen Anlegen. Dann bremsen. Ist aber nicht die anzustrebende Variante.
Defekte Radlager führen zu gleichem Verhalten.
Auch nicht anzustreben.
Gruß Martin
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Triwinger » 13. Mai 2018 07:49

Hallo Raffael, hallo in die Runde,

von dem "Pumpen-müssen" zum Anlegen der Bremse hatte auch Gerd von bug-moto.de schon mal berichtet, siehe auch http://www.bug-moto.de/gespann/k1200rs/k1200rs.htm.

Ein Bericht in "Motorrad-Gespanne" beschreibt das Phänomen ausführlich, siehe...
Seite 1: http://www.bug-moto.de/gespann/mg/mg-bremse-1.jpg
Seite 2: http://www.bug-moto.de/gespann/mg/mg-bremse-2.jpg

Gerd fand schließlich Hilfe bei Peter Sauer und Elsbeth Müller in Brodersby (http://www.sauer-sidecar.de/). Folgende Ursachen ließen sich finden:
    - Dimensionierung des Handbrems-Geberzylinders (Vergrößerung von 16 auf 19 mm brachte eine Besserung)
    - defekte Radlager (am Beiwagen)
    - zweifelhafte Dimensionierung der Halteplatte für den Bremssattel.

Viel Erfolg bei der Fehlerbehebung!

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Reeder » 13. Mai 2018 08:46

Moin,

wenn es wirklich die Bremspumpe sein sollte, ist diese von Magura.
Wie Peter schon schrieb, bei der neuen dann drauf achten, dass diese beschichtet(eloxiert) ist.
Gibt es bei BMW https://www.leebmann24.de/bmw-ersatztei ... bt=32_0784
http://www.ludwig-tuning.de/Hauptbremsz ... 2722352190

Da ich grad am wiederaufbau einer R1100RT werkel, habe ich mal im Netz danach gesucht. Bin dann bei Ebay im Ausland fündig geworden: https://www.ebay.it/itm/MAGURA-288-POMP ... 0448217904
Bin mir da aber nicht sicher, ob das Restbestände sind, oder schon die neueren.
Der Händler sitzt hier in Bremen, habe ihn auch angeschrieben - seit 2 Wochen keine Antwort. :rock:
Verdächtig ist da der halbe aufgerufene Preis.
Der Händler bietet auch nur im Ausland an, Belgien Italien.....
Gruß
Rehder

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Pepo1958 » 13. Mai 2018 09:28

Nocheinmal ich:

Ich habe 2006 für die Bremspumpe 157,20 EUR bezahlt, habe damals direkt bei Magura bestellt. Ein paar Jahre später habe ich im Bofo gelesen, dass es die von Magura nicht mehr geliefert würde. Bei BMW hat die wohl damals schon annähernd das Doppelte gekostet.

Noch zwei Fragen:
Wurde die Bremse 5 mal entlüftet wegen des geschilderten Problems, oder wurde an der Bremse gearbeitet und erst danch trat das Problem auf?
Hat die Bremse auch mal einwandfrei funktioniert?
LG
Peter
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 13. Mai 2018 14:21

Also erst mal ein großes Danke an Alle hier für ihre Mithilfe! :)

Pepo1958 hat geschrieben:Hallo Raffael,

die R1100er haben eine 20er Bremspumpe. Die reicht z.B. für die Originalbremsanlage mit zwei Bremsätteln mit jeweils zwei Ø 32 mm und zwei Ø 34 mm Kolben plus einem Zweikolbensattel am Beiwagen mit Ø 30 mm.

Was Du beschreibst klingt dramaitsch. Was hast Du gemacht, nur entlüftet, Bremsflüssigkeit getauscht oder war das System ganz leer? Wenn das System ganz leer war, hast Du dann auch am unter dem Tank das ABS entlüftet? Wenn keine Luft im System ist und Du nur Bremsflüssigkeit tauschst, geht es auch ohne ABS enbtlüften, wenn Du genug Bremsflüssigkleit durchspülst. Dann sollte da zumindest keine Luft drin sein.

Ich hatte früher mal ein Problm mit wanderndem Druckpunkt an einer R1100GS. Da lag es an der Bremspumpe. Erst habe ich einen neuen Kolben mit Manschetten eingebaut. Danach war es gut, hielt aber nur ein paar Tausend Kilometer. Dann habe ich die Pumpe getauscht und gut war es.
Letztes Jahr hatte ich auch das Problem, dass der Druckpunnkt immer mal schlecht war. Habe dann irgendwann die Bremsklötze am Beiwagenrad getauscht, obwohl die noch gut 2,5 mm hatten und nicht an der Kreuzfeder anlagen. Danach war es aber gut und der Druckpunkt lag wieder richtig.

Was Du beschreibst klingt mir allerdings nach Luft im System oder die Bremspumoe ist so hin, dass du es schon vorher hättest merken müssen.
Wie entlüftest Du denn, mit Pumpen am Handhebel? Wenn die Handbremspumpe von vor Bj. 1997 ist, ist der Zylinder nicht eloxiert und man hat da schon mal ganz schön Korrosion drin. Da kann dann das Durchziehen beim Entlüften dazu führen, dass man die Gummimanschette beschädigt. Dann hat man diesen Effekt genau nach dem Entlüften.


Ich habe kein ABS verbaut.Die Bremsanlage wurde so vom Gespannbauer so ausgelegt da es sich beim Beiwagenrad um ein BMW-Rad handelt. Welches genau kann ich nicht sagen...
Die Bremspumpe habe ich erst vor 2 Jahren für ca. 360€ gekauft... :| weil die alte eben undicht war und ich auch nicht das Risiko eingehen wollte mit einem Ersatzzylinder zu fahren der dann nach ein paar Kilometern eventuell wieder undicht wird. Somit handelt es sich bei meiner Bremspumpe um ein original Magurateil, das keine Undichtigkeiten aufweist. Entlüftet habe ich mittlerweile mehrfach auch mit komplettem Durchpumpen einer Flasche Bremsflüssigkeit. Außerdem habe ich ein Stahlbusventil am Beiwagen eingesetzt was mir das Entlüften erleichtern soll.

klimax hat geschrieben:So ein ähnliches phänomen hätte ich bei der MZ TEN mit Telegabel. Die war den seitliche Kräften nicht gewachsen und mit der Achse zusammen gab es leichte Verformungen, die bei zügigem Kurvenfahren die Beläge auseinander drückte. Zum Anlegen reichte dann nicht mehr Nur einmal bremsen sondern vorausschauend fahren. Erst Bremsen Anlegen. Dann bremsen. Ist aber nicht die anzustrebende Variante.
Defekte Radlager führen zu gleichem Verhalten.
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Gruß Martin


Wie Helmut schon sofort vermutete sind bei mir die vorderen Radlager durch... Ist das vielleicht ein weitverbreitetes Leiden der Gespanne? Da die Radlager ja nicht nur radial wie im Normalbetrieb sondern auch durch hohe axiale Kräfte belastet wird?
Gibt es da eventuell Modifikationen oder muss ich die Lager einfach alle paar tausend Kilometer wechseln?
Mein Lenkkopflager war auch völlig hinüber, der untere Lagerkäfig war so gut wie nicht mehr vorhanden :| das Lager war wohl ein Montagsmodell denn sowas sollte laut meinem Konstruktionsprofesor nicht mal mit Beiwagen und der damit verbundenen Mehrbelastung auftreten...


Pepo1958 hat geschrieben:Nocheinmal ich:

Ich habe 2006 für die Bremspumpe 157,20 EUR bezahlt, habe damals direkt bei Magura bestellt. Ein paar Jahre später habe ich im Bofo gelesen, dass es die von Magura nicht mehr geliefert würde. Bei BMW hat die wohl damals schon annähernd das Doppelte gekostet.

Noch zwei Fragen:
Wurde die Bremse 5 mal entlüftet wegen des geschilderten Problems, oder wurde an der Bremse gearbeitet und erst danch trat das Problem auf?
Hat die Bremse auch mal einwandfrei funktioniert?


Die Bremse hat irgendwann angefangen undicht zu sein, da hatte ich dann keinen Bremsdruck mehr (ist ja verständlich). Danach habe ich dann eine neue Bremspumpe gekauft Original.
Hab grade mal deinen Link gesehen. Es ist gut zu wissen dass es die auch noch zu erschwinglichen Preisen nachgebaut gibt :lol: aktuell kostet das Original 400€

Ich warte jetzt die Ankunft der Radlager ab und hoffe dass ich die überhaupt selber aus und einbauen kann sonst muss das Rad halt in die Werkstatt. Motorradwerkstätten gibt es hier in Nürnberg scheinbar nicht aber vielleicht macht das auch die Autowerkstatt...

Vielen Dank an euch Alle ihr habt mir sehr geholfen,
wieder was gelernt :lol:
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon gd926 » 13. Mai 2018 15:00

Gruß Günter

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Gespannklausi » 13. Mai 2018 15:18

Fährst mal zum Louis oder Polo, Tankstelle geht auch, da holst dir die Aktuelle Zweirad! Da sind ein paar Motorrad Werkstätten drin! Sicher auch für dich! Wenn net, sag bescheid, paar Lager wechseln bring ich auch zam!
Für Gespanne gibt es auch noch Motek in Röttenbach.

Klaus
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon gd926 » 13. Mai 2018 16:01

Klaus hat recht.
Geht auch online.

http://zweirad-online.de/das-heft/
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 13. Mai 2018 16:11

Eigentlich ist ja alles geschrieben. Auf den Punkt gebracht - Deine defekten Radlager sorgen dafür das das Rad und mit ihm die Bremsscheibe eiert. Das drückt die Beläge auseinander und darum hast Du beim ersten Ziehen am Hebel keine Bremsleistung. Mach die Lager neu und der Druckpunkt wird wieder da sein.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon dreckbratze » 14. Mai 2018 21:17

ganz nebenbei: bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, im laufe der zeit senkt sich dadurch der siedepunkt. kann auch zu den gleichen netten überraschungen bei heisser bremse führen. also hin und wieder wechseln. in Ö. wird der siedepunkt m. W. beim "pickerl" machen gemessen.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Fiete » 15. Mai 2018 10:13

Na endlich kann ich auch mal etwas schreibseln :wink:
Ich habe mir unter 20€ nen Bremsflüssigkeitstester
zugelegt. Dieser ist einfach in die Bremsfüssigkeit zu
tunken und zeigt die Eignung per 5 fach LED Anzeige
an. Gibt es auch schon für unter 7€ im Atoll, äh Bucht :lol:

mfG vom Fiete,
der jetzt vieeel seltener Bremsflüssigkeiten wechselt
.... und somit auch die Umwelt schont 8)
Wer zweideutig denkt, hat eindeutig mehr zu lachen
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Pepo1958 » 15. Mai 2018 15:32

dreckbratze hat geschrieben:ganz nebenbei: bremsflüssigkeit ist hygroskopisch, im laufe der zeit senkt sich dadurch der siedepunkt. kann auch zu den gleichen netten überraschungen bei heisser bremse führen. also hin und wieder wechseln. in Ö. wird der siedepunkt m. W. beim "pickerl" machen gemessen.


Ja richtig. Wenn der Siedepunkt unter 155°C ist, gibt es kein Pickerl. Bei meinem Mopped ist daher jedes Jahr ein Wechsel fällig. Habe es dieses Frühjahr mal wieder ohne probiert: 163°C, Pickerl bekommen aber mit der Empfehlung, die Bremsflüssigkeit zu wechseln, was ich dann auch gemacht habe.
LG
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon motorang » 16. Mai 2018 11:12

Dazu noch ein paar Infos:
neue DOT4 Bremsflüssigkeit hat irgendwas um die 300°C
Neu ist die angeblich aber nur wenn die Dose noch versiegelt ist.

Ich habe bei einer angebrochenen Flasche nach 2 Jahren noch 250° gemessen (etwa).
Im Fahrbetrieb altert die Flüssigkeit schneller,
aber 2-3 Jahre sollte sie schon halten.

Es gibt so Spezialisten die die Flüssigkeit nur im Reservoir absaugen und neue einfüllen in der Annahme das vermischt sich schon ... ein ordentlicher Prüfer wird die Temperatur aber unten am Radbremszylinder messen wo sie schlagend wird (weil sie dort auch heiß wird, von der Bremsabwärme) und da liegt der Siedepunkt dann doch deutlichst niedriger. Es vermischt sich eben kaum.
Beim Entlüften sieht man ganz gut am Farbwechsel wenn die neue (fast wasserklare) Flüssigkeit unten angekommen ist.

Gryße!
Andreas, der motorang
Es gibt zwei Arten von Daten: von den wichtigen hat man ein Backup, und der Rest ist halt unwichtig.
:476: [Impressum] [motorang.com] [Die AIA]
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 23. Mai 2018 10:42

Hallo zusammen,

ich habe mittlerweile die neuen Radlager bekommen und eingebaut. Nach dem Entlüften habe ich das Bremsverhalten erneut überprüft und festgestellt, dass es jetzt zwar besser ist (Bremspunkt ist mit einer Zugbewegung vorhanden), aber das Problem trotzdem noch auftritt. Ich habe meine Maschine gestern abgestellt und davor ging das Bremsen anstandslos. Dann aber auf dem Parkplatz Pumpe ich wieder ins Leere bzw. habe nur ganz schwache Bremsleistung. Ein paar mal pumpen... Bremsdruck ist wieder da... Dann habe ich sie stehen lassen und heute morgen nochmal an der Bremse gezogen: Wieder kein Druckpunkt :roll: Wo kann das Problem noch liegen ? Es tritt keine erkennbare Bremsflüssigkeit aus und trotzdem verliere ich über Nacht ohne Bewegung den Bremsdruck :| Ich werde wohl als nächstes die Bremsleitung und/oder die Bremskolben tauschen.. Hat jemand von Euch eine Idee ?
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Z1300 » 23. Mai 2018 11:04

Ich hatte im letzten Jahr die gleichen Probleme. Ich habe dann einen Repsatz für den HBZ gekauft, eingebaut und nu is wieder gut.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Stephan » 23. Mai 2018 15:26

Das Problem kenn' ich. Bei mir ist's BW und Hinterradbremse. Wenn das Gespann 'ne Zeitlang steht, verlier ich Bremsdruck. Nirgendwo ist ein Flüssigkeitsverlust feststellbar.

War ganz am Anfang nicht so. Allerdings krieg ich mit dem zweiten Tritt die Räder zum Quitschen.

Wollte mal das Spiel im Schwingenlager BW (E2000) kontrollieren und einstellen.


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Re: Bremsproblem...

Beitragvon gd926 » 23. Mai 2018 18:11

Evtl. ist doch noch ein Rest Luft in der Leitung.
Wenn ich entlüftet habe ziehe ich die Bremse zur Hälfte an und fixiere den Bremshebel so über Nacht.

Mach doch mal den Behälter auf und ziehe zur Hälfte und beobachte ob kleine Blasen aufsteigen.
Gruß Günter

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 23. Mai 2018 19:20

gd926 hat geschrieben:Evtl. ist doch noch ein Rest Luft in der Leitung.
Wenn ich entlüftet habe ziehe ich die Bremse zur Hälfte an und fixiere den Bremshebel so über Nacht.

Mach doch mal den Behälter auf und ziehe zur Hälfte und beobachte ob kleine Blasen aufsteigen.


Leider sind keine Blasen im Ausgleichsbehälter... ich probiere mal deine Methode vllt hilfts ja was
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Saxon » 23. Mai 2018 20:14

Ausprobiert von mir (nach einem Tip aus dem Flyingbrickforum)
Die Halterung des Handbremszylinders lösen und den Handbremszylinder so weit hochdrehen als wenn ein Solomopped mit nach links eingeschlagenen Lenker auf dem Seitenständer steht.
Den Bremshebel mit einem Kabelbinder bis zum Druckpunkt ziehen und blockieren.
Am nächsten Morgen den Hebel nochmal anziehen, das Kabelbändchen knacken, und den Hebel schlagartig loslassen.

Klingt nach Grimms Märchen, aber es hat funktioniert...
Gruß
Helmut
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 24. Mai 2018 00:00

poeggelra hat geschrieben:
Leider sind keine Blasen im Ausgleichsbehälter... ich probiere mal deine Methode vllt hilfts ja was


Wenn keine Blasen im Ausgleichsbehälter zu sehen sind, sind meist die Ausgleichsbohrungen verstopft.
Erneute Sichtprobe: Deckel des Behälters öffnen und darauf achten, dass er mindestens zur Hälfte gefüllt ist, Schutzbrille aufsetzen.
Jetzt mit dem Bremshebel pümpeln oder jickeln. :) D.h. den Hebel nicht ganz durchziehen, sondern viele nervöse kurze Hebelbewegungen tätigen. Jetzt müsste ein Strom von Bläschen aufsteigen.
Ist das nicht der Fall: Behälter mit einer Spritze oder Pipette entleeren, die Ausgleichsbohrungen suchen, es sind meist zwei, sie liegen vor dem Kolben und haben einen Durchmesser von max 1mm. Mit einem entsprechend feinen Draht durchstechen und den Pümpelvorgang wiederholen. Wird der Behälter dazu nur gering befüllt, spritzt eine Fontäne 20cm hoch. Immer gut befüllen, Augen und Gesicht schützen.

PS: es ist kein Akt, die Vorderradbremse so vollständig zu entlüften. Der Behälter ist das am höchsten liegende Bauteil, man muss der Luft nur die Chance geben, auf zu steigen. Genau das passiert beim Pümpeln. Beim Loslassen des Hebels entsteht für einen Moment ein Unterdruck vor dem Kolben.
Gute Fahrt, Gruß
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