Bremsproblem...

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 5. Juni 2018 17:15

poeggelra hat geschrieben:Aber ich habe auch gemerkt, dass wenn ich die Bremse nur leicht ziehe(wenn ein Bremsdruck vorhanden ist) der Bremshebel leichte Bewegungen macht. Also immer vor und zurück.
Habt ihr sowas auch ? Ist das normal? oder kann es sein dass durch den Radlagerschaden die Bremsscheibe auch was abbekommen hat ? Es ist aber eine schwimmende Bremsscheibe verbaut...


Normal ist das nicht. Die Scheibe mal messen ob sie verzogen ist. Wenn nicht, eiert wohl das Rad noch. Diese "leichten Bewegungen" drücken Dir immer wieder die Beläge auseinander und darum ist bei der näxten Bremsung kein Druck da.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon side-bike-rudi » 5. Juni 2018 17:40

poeggelra hat geschrieben:Aber ich habe auch gemerkt, dass wenn ich die Bremse nur leicht ziehe(wenn ein Bremsdruck vorhanden ist) der Bremshebel leichte Bewegungen macht. Also immer vor und zurück.
Habt ihr sowas auch ? Ist das normal? oder kann es sein dass durch den Radlagerschaden die Bremsscheibe auch was abbekommen hat ? Es ist aber eine schwimmende Bremsscheibe verbaut...


Hatte ich an meiner R 1100 GS auch mal. Ich habe Belege und Bremsscheibe gewechselt, danach war alles gut. Evtl. auch die Floater mit wechseln (besser ist besser).
Gruß
Rudi
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Saxon » 5. Juni 2018 18:27

Die Floater dürften da nicht dran beteiligt sein. Wenn die verschlissen sind schlabbert die Scheibe rum und hebelt die Beläge nicht mehr auseinander...
Du hast die Radlager gewechselt? Mussten dafür die Scheiben runter?
Gruß
Helmut
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 5. Juni 2018 18:30

Saxon hat geschrieben:Die Floater dürften da nicht dran beteiligt sein. Wenn die verschlissen sind schlabbert die Scheibe rum und hebelt die Beläge nicht mehr auseinander...
Du hast die Radlager gewechselt? Mussten dafür die Scheiben runter?
Gruß
Helmut


ja die Radlager habe ich gemacht, die waren auch ganz schön hinüber :oops: und dafür musste die Scheibe entfernt werden, weil ich sonst das Rad nicht rausbekomme (verbreiterte Felgen). Ich habe auch nur eine scheibe (rechts), Preis bei etwa 200€ also hoffe ich, dass es doch was anderes ist :lol:
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Saxon » 5. Juni 2018 18:34

Die Flächen wo die Scheiben angeflanscht sind hast du penibel gereinigt? Da ist meistens so ne fiese Ablagerung auf dem Flansch.
Gruß
Helmut
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Saxon » 5. Juni 2018 18:48

Saxon hat geschrieben:Die Flächen wo die Scheiben angeflanscht sind hast du penibel gereinigt? Da ist meistens so ne fiese Ablagerung auf dem Flansch.
Gruß
Helmut

Einzahl... :lol:
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 5. Juni 2018 20:33

Es gibt so Künstler, die geben ihre Radnaben nach dem Bearbeiten zum Pulverbeschichten...

Ich glaube aber eher an eine verzogene Scheibe. Zum einen holen sich dünne "Spezialscheiben" schnell einen Schuss, wenn was mit der Bremse nicht in Ordnung ist und/oder zwei Sättel draufhängen, zum anderen ist es nicht ungewöhnlich, dass gerade Moppedscheiben (im Prinzip Kleinserie) nach der Bearbeitung nicht geschliffen werden. Großer Blödsinn das.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 6. Juni 2018 18:00

Saxon hat geschrieben:Die Flächen wo die Scheiben angeflanscht sind hast du penibel gereinigt? Da ist meistens so ne fiese Ablagerung auf dem Flansch.
Gruß
Helmut



Also das Problem mit dem sich bewegenden Bremshebel hatte ich auch schon vor dem Austauschen der Lager bemerkt...
Den Flansch hab ich mit Bremsenreiniger sauber gemacht
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 6. Juni 2018 18:47

Eine Telegabel mit nur einer Bremsscheibe verwindet sich beim Bremsen grundsätzlich. Auch das kann die Beläge auseinander drücken.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 6. Juni 2018 19:21

UKO hat geschrieben:Eine Telegabel mit nur einer Bremsscheibe verwindet sich beim Bremsen grundsätzlich. Auch das kann die Beläge auseinander drücken.


Daran habe ich auch schon gedacht, aber was wäre da die Lösung ?
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Stephan » 6. Juni 2018 20:28

Zwei Bremsscheiben. Find ich schon rein optisch die schönere Lösung.


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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 6. Juni 2018 22:15

UKO hat geschrieben:Eine Telegabel mit nur einer Bremsscheibe verwindet sich beim Bremsen grundsätzlich. Auch das kann die Beläge auseinander drücken.


Das kann man so nicht sagen, obwohl es stimmt.
Die Tauchrohre mit der Steckachse und dem Stabi (Schutzblechhalter) bilden mit der Bremse eine verwindungsfreie Einheit. Vorausgesetzt die Steckachse ist richtig angezogen und die Anlageflächen sind plan. Bei der geringsten Verwindung würden sich Steckachse und Verschraubungen lösen oder der Minimalstabi einreißen. Es verwinden sich tatsächlich die Stehrohre, selbst in ihren Klemmbefestigungen an den Gabelbrücken. Konstruktiv sind die beiden Tauchrohre ein stabiles Viereck, das sich als ganzes bewegt aber speziell unter den nicht vorgesehenen Seitenkräften leidet. Sie führen dazu, dass die Leichtmetallanlagen (Tauchrohr am Lagersatz) ausschlagen und ihr Planum verlieren. Erst dann tritt Verwindung ein. Bei einer Solomaschine ist das trotz einseitiger Bremse sehr lange nicht der Fall. Bei Gespannen tritt das leider auch bei beidseitigen Bremsscheiben auf.

Spätestens wenn aus diesem Grunde über den Ersatz der Tauchrohre nachgedacht werden muss, kommt die Schwinge ins Spiel. Eine "Schwabel" ist leider auch nicht frei von genau diesem Problem. Da fehlt die Steckachse, die aus den Tauchrohren eine Einheit macht von vorn herein. Die Bremskonstruktion sollte das berücksichtigen.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 7. Juni 2018 11:12

Stephan hat geschrieben:Zwei Bremsscheiben. Find ich schon rein optisch die schönere Lösung.


Stephan


Kann man denn eine zweite Bremsscheibe verbauen? Dann braucht man ja eine neue Nabe und eine andere Gabel, mit 2 Befestigungen für die Bremssattel. Und ich hätte dann auf dem Vorderen Bremshebel 3 Bremsen drauf :lol:

Kann man sowas denn überhaupt eintragen lassen? Hat das jemand von euch schon gemacht ?
Ich hoffe ja trotzdem noch dass es ein einfacheres Problem ist, denn bis die alte Bremspumpe undicht geworden ist, war das Bremsverhalten ohne Fehler :?
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon onkelheri » 7. Juni 2018 12:40

http://www.sachs-biker.de/650/650_bremsscheibe.htm

Nun dieses Pizzablech sollte ordendlich verzögern , und wenn nicht , wählt man kleinere Geberzylinder oder größere Nehmer. Baust du einen weiteren Nehmerbemszylinder auf dieselbe Scheibe geht das auch ... die Handbremskaft verinngert sich nicht nur gefühlt auf die hälfte , allerding wird üblicherweise der Handhebelweg doppelt solang. Dies aber auch nur gefühlt, weil die bessere Bremsverzögerung ja wesentlich früher eintritt. Die Gabelverdrehung, an einer sauber montierten Gabel ist auch eher "akademisch"(ein Kräftediagramm gibt das nicht her), da diese von der Achse als auch von dem üblicherweise vorhandenen Schutzblechträger (s.o.) oder nachgerüstetem Gabelstabi verhindert wird. Eine verschlissene Gabel / Lenkkopflager sind da wesentlich dramatischer.

Doppelscheibe ist schön , ja, aber soweit ich das sehe wäre eine andere Nabe/Felge/Holm/Zylinder nötig wie du selber schon schrubst :)

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Peter Pan CR » 8. Juni 2018 10:28

Nun nochmal einer der auch seinen Senf dazugeben möchte:

A) Hauptkolbendichtungen können auch mal ihren Geist aufgeben. (Mitten aus dem Arbeitsleben gegriffen: Da hebt sich dann ein Bandsägenkopf wenn Du "abschneiden" gedrückt hast) Das heist, in diesem Fall könnte auch ein neuer Geberkolben wegen etwas Dreck unter leichter "Inkontinenz" leiden.

B) Bei Ural schon mehrmals beobachtet: der ganz feine Staub setzt sich zwischen Flansch, Haltehülsen mit Wellfedern und Scheibe.
B1) Die "schwimmende" Scheibe geht dann fest und manchmal eben auch schief.
B2) Wenn die Haltehülsen sauber sind, dann klappert die Bremsscheibe auf Schotterstrassen so stark, das du dann vor der nächsten Kurve "ins Leere greifst".

C) Weis nicht wieviele Bauteile ich in meinem Leben mit "eingebauten" Spänen, Schraubenzieher/Hammermarken, Sandkörnern, Rost oder Farbe öffen und dann mit dem EDM-Pollierstein einebnen musste. Damit sollten dann wieder die Referenzflächen auch wirklich auf beiden Seiten plan werden.

D) Bei jedem Belagwechsel ist eine Zahnbürstenbehandlung mit Bremsflüssigkeit von offenliegenden Bremskolbenwänden bei mir Standard zur Vorsorge von Klemmern. Wenn die dann immer noch nicht alle gleichmässig flutschen wollen, dann dann wird der Pollierstein wieder ganz vorsichtig um seine Dienste bemüht.

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon itzefritz2013 » 8. Juni 2018 19:53

2 bremsscheiben an der sachs?
das ding wiegt solo betankt 170 kg. das müßte reichen zusammen mit der beiwagenbremse
um die reifen zum pfeifen zu bringen.
wenn du, raffael, auf der uni, o. hochschule bist würde ich mal kuggen obs da nicht irgendwo
ein labor, versuchswerkstatt od. ähnliches gibt wo du die bremsscheibe auf sauberen rundlauf prüfen
kannst, damit du in dieser bez. gewißheit hast.
das prob. mit verzogener scheibe vorn hatte ich ebenfalls. hab eine gute gebrauchte im net gefunden,
für nen hunderter.
also erstmal die scheibe prüfen, bevor hier mit kanonen auf spatzen geschossen wird.
die vorderradbremse an sich läßt sich ohne tricks ganz einfach mitém schlauch u. marmeladeglas entlüften.

laß mal was hören.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 8. Juni 2018 21:43

Genau, Fritz, Kanonen und Spatzen.
Wenn die Scheibe nen Schlag hat hat sie nen Schlag. Gibt's bei BMW Scheiben auch, hängt vlt. mit der Floaterei zusammen.
Vorderrad aufbocken, Lenkung an den Anschlag, einen Stuhl- oder Fensterwinkel an den Boden stellen und an die Scheibe schieben. Dann das Rad langsam durchdrehen, wirst sehen, es schabt einmal pro Umdrehung. Man kann auch einen fetten Edding oder eine Reißnadel oben quer an dem stehenden Schenkel des Winkels mit Tesapack festmachen. Dann kann man sogar den Schlag mit einer Fühlerlehre messen.
Ich fürchte mit montierten Floatern kann man deine Scheibe nicht ordentlich schleifen, sonst bringt das den größten Erfolg, bei erträglichem Preis. Bei meiner war die Reibfläche wegen der Innenbelüftung dicker als die Floater. Hat jetzt weitere 18tkm drauf, insgesamt 118.000 und sieht immer noch aus wie poliert.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Stephan » 9. Juni 2018 11:24

TsTsTs. Messuhr dran setzen. . .


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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 11. Juni 2018 22:29

itzefritz2013 hat geschrieben:2 bremsscheiben an der sachs?
das ding wiegt solo betankt 170 kg. das müßte reichen zusammen mit der beiwagenbremse
um die reifen zum pfeifen zu bringen.
wenn du, raffael, auf der uni, o. hochschule bist würde ich mal kuggen obs da nicht irgendwo
ein labor, versuchswerkstatt od. ähnliches gibt wo du die bremsscheibe auf sauberen rundlauf prüfen
kannst, damit du in dieser bez. gewißheit hast.
das prob. mit verzogener scheibe vorn hatte ich ebenfalls. hab eine gute gebrauchte im net gefunden,
für nen hunderter.
also erstmal die scheibe prüfen, bevor hier mit kanonen auf spatzen geschossen wird.
die vorderradbremse an sich läßt sich ohne tricks ganz einfach mitém schlauch u. marmeladeglas entlüften.

laß mal was hören.


Da hast du Recht, ich frag mal in der TH, Probelm ist halt nur, dass es eine schwimmende Scheibe ist... man müsste also die Scheibe am äußeren Ring spannen.

Wie genau funktioniert denn deine Methode mit dem Entlüften ?

Ein anderer Gedanke kam mir heute: Die Stärke der Bremsscheibe könnte doch auch variieren und somit die Bewegung im Hebel erzeugen usw. Ich werde das mal die Tage nachmessen, das geht wenigstens leichter als den Rundlauf zu kontrollieren :lol:
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon onkelheri » 12. Juni 2018 00:17

Da braucht man nix "spannen" ... da muß nur ne ordendlich Auflage geschaffen werden! Sonst nimmt man die "Röllekes" eben raus ... ist ja kein Hexenwerk! Die oben gelinkte EBC Scheibe hat sogar 9er Teilung ... da kann der gute Dreher / Schleifer sogar perfekt mit dem Dreibackenfutter arbeiten ...

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 13. Juni 2018 18:03

Das Thema Seitenschlag hat sich nun erledigt... beim nachmessen der Scheibenstärke hab ich gesehen sie ist schon bei th_min angekommen.
Neue Scheibe ist bestellt und hoffentlich das Problem beseitigt :lol:
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon itzefritz2013 » 13. Juni 2018 18:59

dann drück ich dir mal beide daumen!

entlüften: durchsichtigen benzinschlauch auf nippel, anderes ende in ein mit etwas bremsflüssigkeit
befülltes marmeladeglas durch loch im deckel stecken, bremspumpe u. nippel auf, und pumpen bis
keine bläschen mehr kommen.
nachfüllen nicht vergessen! nur für vordere scheibe.

ob das zusammen mit der SW-bremse funzt wirst du dann sehen.

falls du es nicht weist, es gibt ein sachs forum:
guggle unter sachs-biker, bzw. sachs biker forum. die haben nützliche infos, treffen usw.

lg itzefritz
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 22. August 2018 20:06

Also mittlerweile habe ich vorne eine neue Bremsscheibe eingebaut, 200€ Schnäppchen, nachdem ich neue Reifen aufgezogen hab. Im gleichen Zug habe ich auch neue Bremsbeläge verbaut. Das Problem ist subjektiv ein wenig besser geworden, doch das "Pumpen" bleibt. Ich werde die Tage mal die Bremsleitung zum Beiwagenrad deaktivieren und nur die Voerderradbremse testen. Dann die Beiwagenradbremse alleine, um eventuelle Probleme bei den einzelnen Bremsen zu erkennen. Hoffentlich finde ich diesen Fehler bald :rock:
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Pepo1958 » 22. August 2018 20:20

poeggelra hat geschrieben:Also mittlerweile habe ich vorne eine neue Bremsscheibe eingebaut, 200€ Schnäppchen, nachdem ich neue Reifen aufgezogen hab. Im gleichen Zug habe ich auch neue Bremsbeläge verbaut. Das Problem ist subjektiv ein wenig besser geworden, doch das "Pumpen" bleibt. Ich werde die Tage mal die Bremsleitung zum Beiwagenrad deaktivieren und nur die Voerderradbremse testen. Dann die Beiwagenradbremse alleine, um eventuelle Probleme bei den einzelnen Bremsen zu erkennen. Hoffentlich finde ich diesen Fehler bald :rock:


Bei meinem Gespann lag es letztes Jahr an den Bremsklötzen des Beiwagensattels. Die Beläge hatten zwar noch jeweils 2,5 mm und viel Platz bis zur Kreuzfeder, aber nach dem Einbau neuer Bremsklöätze war es vorbei mit dem wandernden Druckpunkt.
LG
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Lukas » 22. August 2018 23:35

Hallo,
Ich hatte vor Jahren als ich meine Bremsanlage umgebaut hatte die selben Probleme.
16mm Handbremszylinder und 3 Bremssättel mit Stahlflexleitungen.

Habe dann von Ezibled den baugleichen Bremsenentlüfter gekauft:
https://www.ebay.de/itm/BGS-8066-Druckl ... SwHYpZ5wbs

Seitdem wird immer die Bremsflüssigkeit am Seitenwagen zuerst abgesaugt.
Immer darauf achten daß der Behälter am Lenker mindestens zur Hälfte gefüllt ist.
Und zur Sicherheit den schon mehrfach angebrachten Tipp mit dem Bremshebel.
Ich nehme ein Weckgummi um den Bremshebel und Lenker, las das über Nacht dran.
Und habe seit Jahren keine Probleme mehr.
Wechsle jedes Frühjahr die Bremsflüssigkeit, gehe halt auf Nummer sicher.
Gruß Lukas
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 23. August 2018 08:53

Pepo1958 hat geschrieben:
poeggelra hat geschrieben:Also mittlerweile habe ich vorne eine neue Bremsscheibe eingebaut, 200€ Schnäppchen, nachdem ich neue Reifen aufgezogen hab. Im gleichen Zug habe ich auch neue Bremsbeläge verbaut. Das Problem ist subjektiv ein wenig besser geworden, doch das "Pumpen" bleibt. Ich werde die Tage mal die Bremsleitung zum Beiwagenrad deaktivieren und nur die Voerderradbremse testen. Dann die Beiwagenradbremse alleine, um eventuelle Probleme bei den einzelnen Bremsen zu erkennen. Hoffentlich finde ich diesen Fehler bald :rock:


Bei meinem Gespann lag es letztes Jahr an den Bremsklötzen des Beiwagensattels. Die Beläge hatten zwar noch jeweils 2,5 mm und viel Platz bis zur Kreuzfeder, aber nach dem Einbau neuer Bremsklöätze war es vorbei mit dem wandernden Druckpunkt.


Daran hab ich noch nicht gedacht, die Beläge sind bei mir auch schon ne Weile alt haben aber auch noch Profil... Werde die mal tauschen.



Lukas hat geschrieben:Hallo,
Ich hatte vor Jahren als ich meine Bremsanlage umgebaut hatte die selben Probleme.
16mm Handbremszylinder und 3 Bremssättel mit Stahlflexleitungen.

Habe dann von Ezibled den baugleichen Bremsenentlüfter gekauft:
https://www.ebay.de/itm/BGS-8066-Druckl ... SwHYpZ5wbs

Seitdem wird immer die Bremsflüssigkeit am Seitenwagen zuerst abgesaugt.
Immer darauf achten daß der Behälter am Lenker mindestens zur Hälfte gefüllt ist.
Und zur Sicherheit den schon mehrfach angebrachten Tipp mit dem Bremshebel.
Ich nehme ein Weckgummi um den Bremshebel und Lenker, las das über Nacht dran.
Und habe seit Jahren keine Probleme mehr.
Wechsle jedes Frühjahr die Bremsflüssigkeit, gehe halt auf Nummer sicher.


Werde ich dann im Anschluss machen

Vielen Dank !
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 23. August 2018 18:50

Lukas hat geschrieben:Hallo,
Ich hatte vor Jahren als ich meine Bremsanlage umgebaut hatte die selben Probleme.
16mm Handbremszylinder und 3 Bremssättel mit Stahlflexleitungen.

Habe dann von Ezibled den baugleichen Bremsenentlüfter gekauft:
https://www.ebay.de/itm/BGS-8066-Druckl ... SwHYpZ5wbs

Seitdem wird immer die Bremsflüssigkeit am Seitenwagen zuerst abgesaugt.
Immer darauf achten daß der Behälter am Lenker mindestens zur Hälfte gefüllt ist.
Und zur Sicherheit den schon mehrfach angebrachten Tipp mit dem Bremshebel.
Ich nehme ein Weckgummi um den Bremshebel und Lenker, las das über Nacht dran.
Und habe seit Jahren keine Probleme mehr.
Wechsle jedes Frühjahr die Bremsflüssigkeit, gehe halt auf Nummer sicher.


Das mit dem Bremshebel festklemmen habe ich jetzt schon öfter gelesen, was genau bewirkt das denn ? Tritt durch den hohen Druck die Luft aus der Flüssigkeit aus oder wie ?
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon dreckbratze » 23. August 2018 19:01

du gibst den kleinen bläschen über nacht gelegenheit nach oben zu steigen.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 23. August 2018 19:21

dreckbratze hat geschrieben:du gibst den kleinen bläschen über nacht gelegenheit nach oben zu steigen.


Jo, das entlüftet sich von allein, wenn man den Bläschen Zeit gibt aufzusteigen. Dafür muss nur der Kreislauf offen sein, darum den Bremshebel fixieren.
Das man beim Entlüften mit dem am weitesten vom Hauptbremszylinder entfernten Rad anfängt, sollte eigentlich Allgemeinwissen sein wenn man sich schon an der Bremse vergreift. :roll:
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon W-L » 23. August 2018 19:46

Durch den aufgebauten Druck werden kleine Luftbläschen von der Bremsflüssigkeit absorbiert (umgekehrter Effekt wie beim Öffnen einer Sprudel- /Sektflasche). Bleibt der Druck über einen längeren Zeitraum bestehen (z.B. über Nacht), können sich die durch die punktuelle Gasaufnahme ergebenden minimalen Dichteunterschiede innerhalb der Bremsflüssigkeit ausgleichen. Wird der Systemdruck nun wieder auf Null gesetzt, können sich daher keine Luftblasen mehr an der ursprünglichen Stelle bilden. Außerdem bleibt der Wasseranteil der Luftbläschen weiter in der Bremsflüssigkeit gebunden.
Gruß Walter
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 24. August 2018 14:57

poeggelra hat geschrieben:Also mittlerweile habe ich vorne eine neue Bremsscheibe eingebaut, 200€ Schnäppchen, nachdem ich neue Reifen aufgezogen hab. Im gleichen Zug habe ich auch neue Bremsbeläge verbaut. Das Problem ist subjektiv ein wenig besser geworden, doch das "Pumpen" bleibt. Ich werde die Tage mal die Bremsleitung zum Beiwagenrad deaktivieren und nur die Voerderradbremse testen. Dann die Beiwagenradbremse alleine, um eventuelle Probleme bei den einzelnen Bremsen zu erkennen. Hoffentlich finde ich diesen Fehler bald :rock:


Schau erst mal, ob sich bei der Fahrt unnötig viel Bremsstaub auf der Felge niederschlägt. Wenn dem so ist, die Bremskolben kontrollieren. Wenn einer klemmt, muss man auch pumpen.
Drücke die Beläge ganz zurück und prüfe ob sie leichtgängig sind. Bei mir ist es schon vorgekommen, dass einer klemmte, obwohl er in Ordnung war. Er tritt dann bei der Erstanlage zu weit heraus. In dem Fall den Sattel mit Passscheiben neu zentrieren und ausrichten, es kommt auch vor dass er leicht schräg sitzt. Dann klemmen die Kolben sofort, wenn neue Beläge reinkommen.

Ein Tipp zur Fehlersuche. Nach dem zurückstellen der Kolben die Befestigungsschrauben des Sattels nicht anziehen. Er soll nicht runterfallen aber sich frei bewegen könnnen. Wenn du dann nach Bremsbetätigung im Stand nicht mehr pumpen musst, muss der Sattel zentriert und ausgerichtet werden.

Du darfst natürlich nicht mit losen Schrauben herumfahren.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 25. August 2018 14:34

So hab jetzt gesehen, dass am Beiwagenrad die Bremszange gar nicht mittig sitzt und sich auch nicht bewegen lässt, obwohl sie eigentlich schwimmen sollte.
Beiwagenbremse abgeklemmt und voila Bremse vorne hat einen hammer Bremspunkt, kein Pumpen mehr ...

ich kann grad kein Bild von der Brembobremse hochladen, hab aber jetzt eine neue alte bestellt
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Pepo1958 » 25. August 2018 14:59

poeggelra hat geschrieben:So hab jetzt gesehen, dass am Beiwagenrad die Bremszange gar nicht mittig sitzt und sich auch nicht bewegen lässt, obwohl sie eigentlich schwimmen sollte.
Beiwagenbremse abgeklemmt und voila Bremse vorne hat einen hammer Bremspunkt, kein Pumpen mehr ...

ich kann grad kein Bild von der Brembobremse hochladen, hab aber jetzt eine neue alte bestellt


Was meinst Du, wenn Du sagst, dass er nicht mehr mittig sitzt? Ist der Verschleiß der Bremsklötze auf beiden Seiten unterschiedlich? Bei Schwimmsätteln ist das in gewissen Grenzen so normal, weswegen die Bremsklötze, z.B. bei den BMW Hinterradbremssätteln, neu auf einer Seite eine deutlich größer Belagdicke haben. Aber wenn der Schwi9mmsattel sich nicht mehr bewegen lässt, also nicht mehr schwimmt, dann stimmt etwas nicht.

Aber wenn Du einen neuen alten (also einen hoffenltich noch guten gebrauchten?) Bremssattel bestellt hast, wird ja alles gut.
LG
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 25. August 2018 17:51

Pepo1958 hat geschrieben:
poeggelra hat geschrieben:So hab jetzt gesehen, dass am Beiwagenrad die Bremszange gar nicht mittig sitzt und sich auch nicht bewegen lässt, obwohl sie eigentlich schwimmen sollte.
Beiwagenbremse abgeklemmt und voila Bremse vorne hat einen hammer Bremspunkt, kein Pumpen mehr ...

ich kann grad kein Bild von der Brembobremse hochladen, hab aber jetzt eine neue alte bestellt


Was meinst Du, wenn Du sagst, dass er nicht mehr mittig sitzt? Ist der Verschleiß der Bremsklötze auf beiden Seiten unterschiedlich? Bei Schwimmsätteln ist das in gewissen Grenzen so normal, weswegen die Bremsklötze, z.B. bei den BMW Hinterradbremssätteln, neu auf einer Seite eine deutlich größer Belagdicke haben. Aber wenn der Schwi9mmsattel sich nicht mehr bewegen lässt, also nicht mehr schwimmt, dann stimmt etwas nicht.

Aber wenn Du einen neuen alten (also einen hoffenltich noch guten gebrauchten?) Bremssattel bestellt hast, wird ja alles gut.


der sattel ist so versetzt auf der Halterung, dass der eine Bremsbelag mit der Ausfräsung an der Bremsbacke abschließt.
Ein neuer Bremsklotz ist also auf der einen Seite zu schmal und die Scheibe liegt dann an dem Sattel und dem Bremsklotz an.
Auf der Seite der Kolben ist genug Platz.
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Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Lukas » 26. August 2018 02:51

Hallo,
So jetzt habe ich auch ein Bremsproblem.
Mein Handbremszylinder war undicht geworden. Nach 36 Jahren kann daß halt vorkommen.
Ich habe einen Überholsatz bestellt(16mm Bremskolben von Magura) und montiert.
Nun bekam ich aber die Bremsschlauchschraube nicht mehr dicht, ist eine doppelte für zwei Bremsschläuche.
Das Gewinde hat gefressen. Stahlschraube und Alu-Spritzguss.
Nun werde ich einen neuen Handbremszylinder bestellen müssen, das macht so 175€.

Hat jemand eine Idee ob man den Handbremszylinder retten kann?
Von einer Gewindereparatur mit Gewindeeinsatz habe ich bei Bremsen noch nicht gehört.
Gruß Lukas
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 26. August 2018 11:32

@Lucas: Nochmal genau:

- du hast zum Überholen des Bremssattels die Doppelhohlschraube herausdrehen können?
- hast sie beim Wiedereinschrauben fest anziehen können, aber sie ist nicht dicht geworden?
- du hast neue Kupfer- oder Aludichtringe zur Verfügung gehabt?

Oder hast du beim Anziehen das Gewinde im HBZ überdreht, so dass es nichtmehr vorhanden ist?


@Raffael: ich sehe auf deinem Foto aber auch, dass der feste Belag deutlich schräg eingeschliffen ist. Zum Positionieren des reparierten oder eines neuen Sattels solltest du nach dem Aufsetzen des Sattels die Bremse anziehen und fixieren, den Bremshebel, nicht den Sattel. Dann siehst du den Spalt zwischen Bremssattel und Haltegabel. Die Halterung muss natürlich zuerst gerichtet werden oder, falls möglich, entsprechend beigelegt werden. Ich kenne kein Gespann, bei dem das ordentlich gelöst ist. Die Junx haben m.E. einfach zu schnell das Schweißgerät zur Hand.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Lordhelmchen » 26. August 2018 12:52

Servus Leutz,
zum Prob vom Lukas kann ich nur den Vorschlag machen das Innengewinde von einem Fachbetrieb zuschweißen lassen und dann mit einem neuen Gewinde zu versehen.
Ausbüchsen wäre mir da zu gefährlich w. möglicher Undichtigkeit.

@ Raffi: das ist ein Schwimmsattel, der muss sich leicht auf der Bremsaufnahme hin- und her schieben lassen , ansonsten ist keine Schmierung in der Führung und den Gleitstiften.
Ergo --> zerlegen, reinigen, die Oxydation entfernen, kucken ob es schon zu arg wackelt und anschließend neu fetten.
Falls du dir unsicher bist ob es schon zu arg wackelt oder du das Ganze nicht zerlegt bekommst kann entweder der Klaus oder ich mal bei dir vorbei kommen.
Sag Bescheid .
Peter
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Lukas » 26. August 2018 15:25

Hallo,
Die Hohlschraube lies sich noch herrausschrauben, aber da habe ich schon gesehen daß das Gewinde gelitten hat.
Auch mit neuen Dichtringen wurde es nicht mehr dicht.
Das Gewinde wurde zwangsläufig überdreht.

Schweißen halte ich nicht für sinnvoll, dann ist der Sitz vom Außgleichbehälter die nächst Schwachstelle für eine Undichtigkeit.
Es bleibt wohl nur ein komplett neuer Handbremszylinder.

Beim nächsten mal laß ich die Bremsleitung am Zylinder.
Man kann den Kolben auch so wechseln, zwar etwas beschwerlich aber diese Stelle bleibt dicht.
Nüzt es das Gewinde der Hohlschraube mit ein wenig Kupfer oder Keramikpaste einzuschmieren,
damit es keine Kontaktkorosion Stahl Spritzguss gibt?
Gruß Lukas
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 26. August 2018 16:22

Lukas hat geschrieben:Nüzt es das Gewinde der Hohlschraube mit ein wenig Kupfer oder Keramikpaste einzuschmieren,
damit es keine Kontaktkorosion Stahl Spritzguss gibt?


Nein, sviw hilft nur die galvanische Behandlung von Stahl bei Alugewinden. Ich würde eine Alu- oder Messinghohlschraube verwenden.
D.h.: ich würde überhaupt keine Hohlschraube mehr verwenden. Bei einem Rennpferd oder einem Oldtimer könnte man das 10er Gewinde etwas aufreiben und mit M12x1,25 nachschneiden. Dann eine Einzelleitung mit passendem Schraubgewinde und Verteilerhose oder -brücke mit 10er Gewinde daran schrauben. Fest steht, dass zum Entlüften alles besser ist als eine Doppelhohlschraube und die benötigten Teile günstig beim Stahlflexhandel zu haben sind. Die alten Leitungen könnten weiterverwendet werden.

Fest steht aber auch, dass Manipulationen an einer eingetragenen Bremse nicht statthaft sind, und dass Tipps dazu im Dreiradler ein absolutes NoGo darstellen. Ich schrub schon einmal: Bremsenprobleme sind wie Fußpilz, man hat sie aber man spricht nicht drüber. :D
Also, falls du meinen Rat befolgst, musst du natürlich nachher zum TÜV und sagen, dass du das Gewinde aufgebohrt hast und abnehmen lassen. Für die Hosenleitung kriegst du ja sicher einen Attest vom Hersteller.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon scheppertreiber » 26. August 2018 16:41

Was ist eine "Hosenleitung" ?
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 26. August 2018 17:33

scheppertreiber hat geschrieben:Was ist eine "Hosenleitung" ?


Der Kanal in die neue Zeit? Ein Mercedesstern?

Ein Verteiler mit einem Eingang und zwei Ausgängen? -<
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon scheppertreiber » 26. August 2018 17:35

Merci.
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Crazy Cow » 26. August 2018 17:54

Der Trabbi hatte da sowas geniales, "Sitzende Hose" quasi.

https://www.ldm-tuning.de/artikel-7122.htm

Da es aber kaum möglich sein wird, einen Verteiler mit unterschiedlichen Gewinden zu bekommen, könnte man stattdessen zunächst eine kurze angefertigte Leitung ansetzen, die oben ein 12er und unten ein 10er Außengewinde hat. Leitungsverteiler für Direktgewinde gibt es auch für BMW Boxer, für 2 Schraubaugen mit Hohlschrauben genügt ein einfaches T-Stück (dreimal Innengewinde)
http://www.bremsleitungen-shop.de/Fitti ... m::62.html
Vorher die passenden 10er und gängigen 12er Gewinde heraussuchen.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 26. August 2018 18:48

Lordhelmchen hat geschrieben:Servus Leutz,
zum Prob vom Lukas kann ich nur den Vorschlag machen das Innengewinde von einem Fachbetrieb zuschweißen lassen und dann mit einem neuen Gewinde zu versehen.
Ausbüchsen wäre mir da zu gefährlich w. möglicher Undichtigkeit.

@ Raffi: das ist ein Schwimmsattel, der muss sich leicht auf der Bremsaufnahme hin- und her schieben lassen , ansonsten ist keine Schmierung in der Führung und den Gleitstiften.
Ergo --> zerlegen, reinigen, die Oxydation entfernen, kucken ob es schon zu arg wackelt und anschließend neu fetten.
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Das mit dem schwimmen habe ich auch schon vermutet, dass das schlecht ist wenn der Sattel das dann nicht mehr tut :lol: Ich habe die Bremszange komplett ausgebaut und versucht sie aufzubekommen. Ist eine Brembo 22.5564

Hab dann gesehen, dass die Gummis schon defekt waren und habe die Reste dann entfernt. Es ist aber nur auf einer Seite ein Sechskannt vorhanden und die andere Seite steckt auf beiden Gewindeenden scheinbar in einem Gewinde (Bremsbacke und Halter) Weiter scheint man das ganze nicht zerlegen zu können und ich bräuchte auch den Gummi als Ersatzteil, welchen ich leider noch nicht ausfindig machen konnte :?

Das ist echt super nett, ich warte mal ab bis nächste Woche. Dann sollte der neue gebrauchte Sattel kommen, welcher dann schwimmen sollte. Wenn ich dann immer noch Probleme habe komme ich nochmal auf dich zu. Wo bist du denn in Nürnberg? Hab bis jetzt noch kein Gespann außer meins in Nürnberg gesehen :lol:
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 27. August 2018 10:42

Es gibt/gab da sonen Guzzi Spezialisten - Stein-Dinse. Der hat auch Brembo Ersatzteile.

Gefunden: https://www.stein-dinse.biz
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Aynchel » 28. August 2018 20:23

UKO hat geschrieben:Bei meinem alten Goldschwein war das Entlüften rechts ne Katastrophe. Nur mit Sattel abbauen und hängenlassen war etwas Druckpunkt da. Dann kam der Motor raus. Die Jungz haben den Seitenwagen abgenommen. Beim Abholen fiel mir der tolle Druckpunkt auf und ich habe gefragt wie sie das gemacht haben. Wir befüllen vom Bremssattel aus hamse gesagt. Deshalb mein Post. Das der Druck permanent sein muss versteht sich von selbst.


die 12er Wing vom Bernd hatte auch ewig Theater mit dem Druckpunkt
Abhilfe brachte erst die Sättel lose zu machen
die Bremskolben ganz zurück zu schieben und mit gegenläufigen Holzkeilen festzusetzen damit sich hinter den Kolben keine Blase halten kann
Lenker nach Links einschlagen
Sättel so ausrichten das die Blasen aufsteigen können
Bremshebel mit nem Gummi über Nacht dauerhaft zu festzsetzen

am nächsten Tag den Hebel ein paar mal schnalzen lassen
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon poeggelra » 7. September 2018 15:20

Hallo Leute,

ich wollte mich für eure Hilfe bedanken ! Das Probem ist jetzt behoben. :lol:

1. Vorderradbremsscheibe war an der Mindestgrenze der Dicke angelangt / leicht verzogen
2. Beiwagenbremssattel schwamm nicht mehr
3. Beiwagenbremsscheibe war verzogen (bestimmt 2 mm hin und her gewandert im Sattel)

Nach Einbau der Ersatzteile und erneuter Entlüftung des Systems habe ich jetzt wieder einen perfekten Druckpunkt und das Gespann bremst hervorragend gerade.
Gruß Raffael

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Re: Bremsproblem...

Beitragvon itzefritz2013 » 7. September 2018 16:06

na, da freut man sich doch. :lol:
meine sachsprobl. (versager) hab ich auch gefunden, jetzt läuft se wieder.
gr. fritz
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Re: Bremsproblem...

Beitragvon UKO » 9. September 2018 17:51

poeggelra hat geschrieben:Hallo Leute,

ich wollte mich für eure Hilfe bedanken ! Das Probem ist jetzt behoben. :lol:

1. Vorderradbremsscheibe war an der Mindestgrenze der Dicke angelangt / leicht verzogen
2. Beiwagenbremssattel schwamm nicht mehr
3. Beiwagenbremsscheibe war verzogen (bestimmt 2 mm hin und her gewandert im Sattel)

Nach Einbau der Ersatzteile und erneuter Entlüftung des Systems habe ich jetzt wieder einen perfekten Druckpunkt und das Gespann bremst hervorragend gerade.



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Re: Bremsproblem...

Beitragvon Lukas » Gestern 12:41

Hallo,
Ich habe nun vor ca. 2 Wochen einen neuen Handbremszylinder montiert.
Habe leider nur beim Gespannbauer eine passende Hohlschraube für 2 Bremsleitungen gefunden.
Mittlerweile habe ich schon einen halben Liter Bremsflüssigkeit an den 3 Bremssätteln abgesaugt.
Aber einen Druckpunkt wie voher habe ich immer noch nicht.
Der Leerweg ist sehr groß.
Ich habe mehrmals über mehrere Tage mit einem Gummi den Handbremshebel arretiert.
Es scheint immer noch irgendwo Luft im System zu sein.

Auch mit dem Handbremshebel pumpen und an den Bremssätteln mittels Schlauch entlüften brachte keine Abhilfe.

Dieser Zustand ist mehr als nervig.

Wer hat noch eine Idee für diese Problemlösung?
Gruß Lukas
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