Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Alle Technikfragen, die in kein Unterforum passen

Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 2. August 2018 15:13

Wer hat Erfahrung mit Frost Schock-Rostlöser, der den Rost mit minus 35°C schrumpfend zerbröselt ?

Bekanntlich will ich den hier kürzlich vorgestellten, musealen Schmiede-Schraubstock wieder gängig machen.
Hauptproblem: festgefressene Gewindespindel!
Tagelange WD-40-Behandlung ist erfolglos geblieben.
Jetzt möchte ich es mit dem Frostspray-Rostlöser versuchen, vor dem Kauf aber gern etwas aus der Praxis erfahren.
Falls unter Euch jemand weitere gute Erfahrungen mit noch "radikaleren" Mitteln kennt, lasst es mich bitte wissen.
Dieser uralte Ömmel hat mich herausgefordert, ihn zu reanimieren !

Gruß,
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon medi » 2. August 2018 15:37

Hallo....bei solchen Sachen ist Wärme immer gut.Ein Gasbrenner ist da die beste Lösung. Dann im Wechsel mit Rostlöser oder alter Bremsflüssigkeit.Also erwärmen und dann einweichen Die ist aggresiver. Gruß Medi
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 2. August 2018 16:28

WD40...mein lieber Slowly, von jedem anderen hätte ich sowas erwartet, aber nicht von Dir. WD40 ist die grösste Industrielüge mit der ich bisher zu tun hatte. Im Tropenklima und bei schwüler Hitze kriegt das Zeug jede Feinmechanik fest und unbrauchbar. Es wird Harz draus in den Tropen manchmal in nur 3 Wochen.

Die häufig gerühmten Eis-Rostlöser haben mir bisher noch nicht viel gebracht. Oft war Ballistol effektiver, weil es in die feinsten Ritzen kriecht.
Aussenteil mit Flamme erwärmen und dann das Innenteil schock-kühlen mit Trockeneis ein ums andere Mal, hat schon manchmal was gebracht.
Einige Leutchen schwören auf das berühmte Cocacola-Bad, das angeblich den Rost auflösst. Habe ich noch nicht probiert. (ausser mit zähem Rindfleisch: 3 Tage >wabbeliger Glibber, 1 Woche> weg) Lass es doch mal drauf ankommen und rette Deinen feinen Rum vor dem Colatod....

Viel hängt von den Rost-Prozessumständen ab. Maschinenkomponenten an unserer Karibikküste sind nach einigen Jahren nur noch eine einzige Masse, wo man nicht einmal erkennen kann, was war mal Gusseisen und was Stahlspindel. Da ist dann Hopfen und Malz verlohren.
Lass uns wissen was Dir geholfen hat.
Schönen Gruss aus Brittisch Mecklenburg.
Sven
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Neandertaler » 2. August 2018 16:32

Als Rostlöser benutze ich seit geraumer Zeit nur noch "BEKO Schnellrostlöser BlueForce". Nach meinem Gefühl deutlich besser für diesen Zweck als WD40.
Ich hab auch immer WD 40 im Gebrauch, aber als Rostlöser ist der von Beko einfach besser. So zumindest meine Erfahrung.
Die gewonnene Erfahrung steigt direkt proportional mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 2. August 2018 17:20

Peter Pan CR hat geschrieben:... WD40 ist die grösste Industrielüge mit der ich bisher zu tun hatte.
Im Tropenklima und bei schwüler Hitze kriegt das Zeug jede Feinmechanik fest und unbrauchbar. ...

Diese bzw. Deine Behauptungen über ein Produkt der WD-40-Company Ltd. halte ich für sehr riskant und bedenklich - - - de jure und auch de facto :!: :!: :!:

:smt009
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon gd926 » 2. August 2018 17:46

Diesel hat sich bei mir auch schon bewährt.
Gruß Günter

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 2. August 2018 18:58

in eine Dieseltonne hatte ich auch meinen NSU Max Motor gesteckt. Nach 6 Monaten liessen sich alle Schrauben richtig leicht lösen und die 20 Jahre Versenkung in unserer Müllkippe waren wie aufgelöst. (Anno 1983-84)

Slowly, ich will hier keinen Nerv aufkommen lassen, aber von dem betreffenden Zeug, das Du da so verteidigst, bin ich aus persönlicher Berufserfahrung gut kuriert: Die Kaufsumme für die neuen Ventile und andere Mechanismen, die meine lieben Kunden per W__0 verschlimmbessert haben und ich ihnen dann über die Jahre meiner Selbstständigkeit neu beschaffen musste übertrifft bei weitem 2.000,-US$. Das originale Zeug wird zumindest in unserem Tropenklima in Costa Rica mit der Zeit zu einer Harzmasse, die jeglichen Feinmechanikmechanismus blockieren kann. Gerade Pneumatikventile kommen mir da in den Kopf, bei 4 verschiedenen Firmen durfte ich mindestens 9 Stück austauschen (2 habe ich immer noch im Regal als Papierbeschwerer), dabei brauchten die zuerst nur ein wenig parafinfreies Öl. (zB. Nuto 32) Daher habe ich das Zeug selber in den letzten 15-20 Jahren nur im Notfall benutzt und meistens wenn der betreffende Mechanismus eh direkt danach komplett zerlegt wurde.

Im Sovietsteedsforum gibt es diverse Personen, die auf eine Mischung aus hydraulischem Lenkungsöl mit Lampenpetroleum als Kriechöl schwören. Diese Mischung hab ich auch mal als Schmierung für eine Blohm Oberflächenschleifmaschine im Spindellager verwendet, um etwas bessere Notlaufeigenschaften zu erreichen.
Viel Spass bei Deinem Wiederbelebungsversuch.
So ein Schraubstock ist ein dankbares Versuchsobjekt. Wenn sich die Spindelschraube wieder bewegen lässt, brauchst Du nur mit ein wenig feinster Ventilschleifpaste (zB. Clover) Schraube und Mutter wieder aneinander anpassen. (peinliches Saubermachen danach nicht vergessen).
Alles Gute.
Sven

PS:
Die Trockeneisquelle in meiner Werkstatt war immer der CO2 Feuerlöscher kurz vor der jährlichen Neubefüllung.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon dreckbratze » 2. August 2018 20:10

wd40 ist kein rostlöser. ich nehms zum putzen und (wenn gerade nix anderes da ist) zum schmieren. bolt ex ist nicht schlecht, klopfen, bewegen und wärme. heissluftfön reicht nicht.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Saxon » 2. August 2018 20:37

Versuch mal an Gelserol oder Nifestol zu kommen.
Das ist ein Rostlöser der seit Jahrzehnten im Bergbau eigesetzt wird.....
Wärme hilft dazu auch noch.
Gruß
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon scheppertreiber » 2. August 2018 21:07

Cola funktioniert. Phosphoersäure (ist in Cola zu 5% drinnen) wandelt Rost
um. Ich kaufe mir da 50%ige Phosphorsäure in der Apotheke. Der Liter kostet
um die 2 €, die Augen der Apothekerin sind unbezahlbar ... 8)
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Stephan » 3. August 2018 03:33

Jau. WD40 hat echt'n miesen Ruf. . .


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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon ahnungsloser » 3. August 2018 05:43

Der schepper hat es auf den Punkt gebracht, phosphat löst Rost. Es gibt haushaltreiniger mit Phosphat (frosch) oder aber gülle. Falls du einen bauern in deiner nähe hast frag mal nach ob er ein güllefass oder soetwas hat, danch hast du keine Rostprobleme mehr. Aber das ist nicht mit einer Stunde reinlegen getan.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon dirkME » 3. August 2018 11:17

Hallo.

Die hinteren Fussrasten (alu) der K100 sind klappbar gelagert. Durch die Aluraste geht ein STAHLBOLZEN.

Nach ca 35 Jahren drehen die Rasten nicht mehr im Bolzen, sondern der Bolzen in der Halterung. Aber die Halterung ist mit einer Innensechskant genau HINTER der Raste verschraubt.

Kommt man nicht dran.

Schnellösung: Abflexen.

Wenn Du Zeit hast:

Leg das Dings in Diesel. Ich habe es bei den Furastenplatten bzw. Rasten wirklich mit allem versucht. Heißluftföhn, Ballistol Brenner + Kältespray, danach mit Gewalt = Durchtreiber und 1,5 kg Fäustel, Platte in großem Schraubstock fixiert. Nix. Garnix.


Aber 2 Monate in Diesel, und das Dings kam rausgeflutscht. Nicht der linke, den ich massiv malträtiert hatte, der brauchte immer noch nachdrücklichste Aufforderung, der andere aber (links), ohne vorherige "Versuche", der kam locker raus.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 3. August 2018 11:58

Bei solchen Langzeit-Mix-problemchen mit Aluminium und Eisen kannst es mal mit simplem Zitronensaft versuchen... Danach aber gut abspülen und einölen (Ballistol ist da gut wegen Neutralisierung der Säure)
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 3. August 2018 15:04

Vorbereitung abgeschlossen
Mit verschiedenen Kratz-, Schabe- und Scheuer-Werkzeugen die etwa 15 mm starke Rost-Deckschicht bis zum Spindelende entfernt.
Anfang der Woche wird ein Profi-Rostentferner (nur für gewerbliche Anwender über Fachgroßhändler erhältlich) angeliefert.
Nach dem Durchlesen des 9-seitigen Sicherheitsdatenblattes habe ich hierfür volles Verständnis.
Also Schutzhandschuhe, Schutzkleidung, Augenschutz, Gesichtsschutz, Kontaktlinsen raus, Augenspülflasche bereithalten .....!
Da es ein Spray ist, werde ich das Ding draussen im Wind (evtl. mit Gebläse) verwöhnen.

Gruß,
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Lordhelmchen » 3. August 2018 15:36

Servus,
also wie der Medi schon bemerkte hat sich auch bei mir in den letzten ca. vierzig Jahren das Einweichen mit Nifestol und anschließender Wärmebehandlung mit größerer Hitze bewährt um solche Verkrustungen zu lösen.
In dem Fall Slowly würde ich sogar mit einem Schweißbrenner das Teil gut heiß machen und dann mit einem Eimer kalten Wassers abschrecken.
Viel Glück
Peter
Gruß aus Franken.
....der Gewaltschrauber......
https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/782582.html
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 3. August 2018 16:44

Vielen Dank für die reichhaltigen, praxisorientierten Empfehlungen, denen ich gern folge.
Mein Schweißbrenner ist defekt, also werde ich als Ersatz diesen Propanbrenner einsetzen,
der es bei Biegearbeiten bis zur Rotglut schafft.
Ich vermute, dass ich mich in mehreren Etappen abschnittsweise an der Spindel abarbeiten muß.
Macht aber nix, wenn es spaßig bleibt.

8)
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 3. August 2018 17:08

Sag mal Hartmut, das Ding sieht ja fast so aus wie eine Fräsmaschine, die ich mal in Tortuguero direkt am Strand bestaunte....Eine einzige Masse....
Ich bin mal gespannt wie Dir das damit ergeht....Chemie und Feuer aber bitte nicht mischen....Vorschlag: Bischen mit Propan vorarbeiten in der Hoffnung ein paar Haarrisse für die Chemikalien aufzubrechen.
Toi, toi, toi.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon fredde » 3. August 2018 23:30

Sieht ja eindeutig nach Rost aus. Im Zubehörhandel giebts Rostlöser. Gut damit einweichen und in ein paar Tagen ist der Rost Schwarz geworden. Dann Kriechöl ( Kettenöl für Motorsäge) drauf. Ist es aber wirklich festgefressen, weil Du trotz Rost versucht hast es loszukriegen, dann hilft garnichtsmer. Festgerostet und festgefressen ist ein riesiger Unterschied.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon highgate » 4. August 2018 08:12

[quote="Slowly"
also werde ich als Ersatz diesen Propanbrenner einsetzen,
[/quote]


Den kannst du ja dann auch gleich mit dem Rostlöser behandeln..... :-P
Un saludo, Hans-Jürgen


Es gibt keinen grösseren Luxus, als nur das tun zu können, zu dem man Lust hat.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 4. August 2018 08:26

fredde hat geschrieben: ... Festgerostet und festgefressen ist ein riesiger Unterschied. ...

Exakt, das wird mir nach den Anfangsergebnissen immer mehr bewußt, und ich neige aus jetziger Einschätzung eher zu "festgefressen".
Andererseits könnten die Trapez-Innen- und Ausssengewinde durch robusten Gebrauch ziemlich abgenutzt sein und viel Spiel haben.
Vielleicht kann das von Nutzen sein, wird sich aber zeigen, wenn ich mich erfolgreich 10 bis 20 mm weiter in die Tiefe vorgearbeitet habe.
Es bleibt spannend.

:grin:
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 4. August 2018 11:01

Ein Trick eines alten Werkzeugmachers, John Huff, mit dem ich ein paar Jahre zusammenarbeiten musste.
Teile vorheizen und Bienenwachs in die Trennritzen geben, so dass es schmilzt und in die Ritzen hineinwandert. Wird aber wohl in diesem Fall nicht so wirksam sein, weil wirklich alles eine Masse geworden zu sein scheint.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Crazy Cow » 4. August 2018 11:14

Hallo Slowly,

da du dich ja nun schon von deinem speziellen, erstgefragten Einsatzmittel entfernt hast, hier mein unausbleiblicher Kommentar mit einem ultimativem Tipp zum Schluss. Er funzt in den meisten Fällen.
Zunächst aber würde ich einmal den Bunsenbrenner vergessen. Er ist zwar in der Lage, in einer längeren Zeit, die nötige Energie zu zu führen, nur wahrscheinlich ohne Wirkung, weil sich durch die Länge der Zeit die Teile zu gleichmäßig erhitzen. So wie wenn du das Teil in die Sonne legst. Ich kann von hier aus leider nicht beurteilen, ob nur die Spindel oder auch die Führung festgefressen ist.
Die unltimative Chemikalie zur Lösung solcher Probleme heisst "Coca-Cola". Sie wirkt überall dort, wo Gusseisen im Spiel ist. Eine kleine Wanne mit dem hochgiftigen Zeug gefüllt und den Schraubstock drin eingeweicht. Nach zwei bis drei Tagen müsste er gehen.
Glückauf!
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon scheppertreiber » 4. August 2018 11:45

Sachichdoch: Phosphorsäure 8)
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 4. August 2018 14:22

scheppertreiber hat geschrieben:Sachichdoch: Phosphorsäure 8)


Machichdoch, - - - :-D :-D :-D
indem ich das Spindelende im Rohr damit abgefüllt habe.

Bis jetzt habe ich am Schraubstock noch kein Teil aus Gußeisen entdecken können - zumindest nicht im Spindelbereich.
Sieht alles nach geschmiedet aus.
Bin aber auch kein Ferumologe :!:

:smt039

Ansonsten: "Viele Wege führen nach Rom" - und ich bin doch erst am Anfang.
Wenn es dann geklappt hat, wandere ich nach Pamplona - selbstverständlich mit 'nem Fäßchen Rotwein auf meinem Rollator :-D
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon ahnungsloser » 4. August 2018 18:03

Das mit der Cola ist absoluter Quatsch. Phosphat ist ein säuerungsmittel das in vielen Lebensmitteln drin ist. So sind im 100ml Cola 17 milligramm Phosphat und z.b in einem Hühnerei sind 214 milligramm.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Crazy Cow » 4. August 2018 18:09

Dann ist das mit der Phosphorsäure Quatsch. Ich habe aber "Coca Cola" geschrieben.
50 Jahre alte, festgerostete Motoren wurden damit wieder in Gang gebracht. Nicht Pespi und nicht Fritz Cola.
Leg doch mal ein Kotelett über nacht in Coca Cola und ein anderes in Hühnerei...
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Neandertaler » 4. August 2018 19:04

Crazy Cow hat geschrieben:Leg doch mal ein Kotelett über nacht in Coca Cola


Eine der Mythen, die sich hartnäckig halten. QUATSCH - Weil ich so neugierig war, hab ich das schon vor Jahren ausprobiert.
Das Fleisch sieht nicht mehr appetitlich aus ( 12 Std.), weil es sich verfärbt und es etwas aufgequollen ist. (24h)
Das passiert durch den geringen Anteil an Phosphorsäure. Dieser Anteil ist aber so gering, dass das Getränk zugelassen ist.

Wenn also Cola schon etwas bewirken soll, wieviel effektiver ist dann wohl ein höherer Anteil oder reine Phosphorsäure ?
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 4. August 2018 20:06

Crazy Cow hat geschrieben:
Die ultimative Chemikalie zur Lösung solcher Probleme heisst "Coca-Cola".
Sie wirkt überall dort, wo Gusseisen im Spiel ist.
Eine kleine Wanne mit dem hochgiftigen Zeug gefüllt und den Schraubstock drin eingeweicht.
Nach zwei bis drei Tagen müsste er gehen.

Kleine Wanne :?: :?: :?:
Wie soll das denn gehen :?:
Mein Schmiedeschraubstock ist 90 cm lang und 50 cm breit :!:
Dann werde ich mal Deinen Coca-Cola-Lösungsvorschlag aus Kostengründen (ca. 200 Liter Cola?) etwas nach hinten verschieben :-D

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon FredB » 4. August 2018 20:49

...herrjeh - dann bau Dir irgendsoein Sprinklerding zusammen, dann langt ein Liter im Umwälzverfahren. Irgendwas geht immer!
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Crazy Cow » 4. August 2018 21:04

Neandertaler hat geschrieben:
Crazy Cow hat geschrieben:Leg doch mal ein Kotelett über nacht in Coca Cola


Eine der Mythen, die sich hartnäckig halten. QUATSCH - Weil ich so neugierig war, hab ich das schon vor Jahren ausprobiert.
Das Fleisch sieht nicht mehr appetitlich aus ( 12 Std.), weil es sich verfärbt und es etwas aufgequollen ist. (24h)
Das passiert durch den geringen Anteil an Phosphorsäure. Dieser Anteil ist aber so gering, dass das Getränk zugelassen ist.

Wenn also Cola schon etwas bewirken soll, wieviel effektiver ist dann wohl ein höherer Anteil oder reine Phosphorsäure ?


Pharisäer. Was hast du denn für Schweine? Hast das Kotelett auch in Hühnerei eingelegt?
Ich würde Cola weniger unter Phosphorsäure einordnen als unter Magensäure. Die Kohlensäure tut doch wahrscheinlich ihren Teil.
Ich weiß nicht viel über Chemie, nur das Phosphate eben die Salze der Phosphorsäure sind, nicht etwa Säure selbst. Wenn schon Säure, bei Eisen jetzt, dann schon Schwefelsäure oder eben Zitronensäurekonzentrat. Orangensäure soll noch ätzender sein.
Nur, sowas gibt es eben nicht in großen Gebinden. Ich hatte mal ein Fläschchen 100ml, war ein Mercedesstern drauf. Drinnen war Zitronensäure, für Kühler angeblich. Hab ich ein festgegammeltes Gewinde mit gangbar gemacht. Ich weiß nicht, was sich da tut, aber es tat gewaltig.
Bei allen anderen Mittelchen bist du imho drauf angewiesen, dass sich schon etwas bewegt. Wenn etwas schnell und gut reagiert, hat es keine Kriecheigenschaften.
Da müsste man einen öligen Cocktail ansetzen, ein Chemiker jetzt.

@Slowly, ich hätte nicht gedacht, dass du für einen Schraubstock eine solch große Wanne brauchst.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 4. August 2018 22:48

Mein Zwischensaldo: Der Thread rockt :!: :!: :!:

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Crazy Cow » 4. August 2018 23:13

Slowly hat geschrieben:Mein Zwischensaldo: Der Thread rockt :!: :!: :!:

:smt043


Und, ist das gut? :-D

Ich sach mal so: der Neandertaler hat wahrscheinlich gar keine Schweine und ich leider keinen 50 Jahre alten festgegammelten Moder. Aber bei der Menge Alteisen, die du hier so ins Forum schleppst, Hartmut, solltest du vlt. doch mal über die Installation einer Colawanne nachdenken. Kann man ja auch was anderes reinkippen, wenn wir was besseres gefunden haben. :)
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 5. August 2018 09:34

übrigens Fleisch und Cocacola...Die Leutchen in der Karibik machen damit und mit Kokusnussmilch und Panamesischem Chili richtig leckeres Essen... Schwager Raul, kriegt Cola-Hühnchen mit rice & beans zwar nicht ganz so toll hin wie seine Ex-schwiegermutter.... aber es lässt sich essen... :-D
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon WMF » 5. August 2018 10:30

Hallo
Ich nehme: Feinmechaniköl CRC Kontakt Chemie SPRÜHÖL 88 78509-AA 200 ml (Hat zb. Conrad). Lasse es über Nacht einwirken , werden sogar die kleinen oxidierten Gewinde an Hängerstecker gängig ohne abzureisen. Griecht viel besser als WD40
Gruß aus Franken
Johann
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Neandertaler » 5. August 2018 11:00

Lieber Hartmut,

auch wenn es jetzt nicht Deinem Anspruch entspricht - ist ja kein Schmier/Kriechöl - aber zur Rostentfernung, da hab ich was.

also bin ich grad mal in die Garage gegangen und hab mir ein verrostetes Eisenblech (3mm) geholt und möchte Dir hier meinen Rostentferner vorstellen. Nicht nur mit Beschreibungen, sondern mir richtigen Bildern. Gerade erst gemacht.

Also - ich trage meinen Rostentferner 4 x auf im Abstand von jeweils 5-10 min. Nach dem 4. Auftrag mit klarem Wasser abspülen und gut trocknen. Vielleicht sogar mit Heissluftfön. Das Metall ist jetzt hochempfindlich gegen neue Oxidation und verlangt nach einem baldigen Schutzanstrich.
Ich denke die Bilder sprechen für sich - ganze Aktion hat nur etwas über ne halbe Stunde gedauert..

Hier das Bild nach jedem Auftrag - Abstand wie gesagt - ca. 5-10min. Pinselauftrag.
Klick

Hier eine Aufnahme im Detail:
Klack

PS: Das funktioniert nur auf gewöhnlichem Eisen - nicht auf Alu oder Edelmetallen.
Die gewonnene Erfahrung steigt direkt proportional mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 5. August 2018 14:55

Pardon, lieber Werner,
aber wenn Du damit Deinen "Beko Schnellrostlöser Blue Force" aus Deinem Beitrag von Donnerstag meinst:
Davon habe ich am gleichen Tag das 11-seitige "Sicherheitsdatenblatt" (PDF) ausgedruckt und zu meinen "Favoriten" gelegt,
die ich ganz sicher erproben werde.
Und jetzt verstärken Deine überzeugenden Fotos meine Absicht.
Frage: Ist die Wirksubstanz Essigsäure ?

Liebe Sonntagsgrüße,
auch an Ulrike,
Hartmut
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Neandertaler » 5. August 2018 15:30

Slowly hat geschrieben:aber wenn Du damit Deinen "Beko Schnellrostlöser Blue Force" aus Deinem Beitrag von Donnerstag meinst


Nein - den meine ich nicht - der Rostlöser von Beko ist ein Kriechöl, welches bei mir festgerostete Schraubverbindungen besser löst als "WD40".
Die gewonnene Erfahrung steigt direkt proportional mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 5. August 2018 17:25

Hallo, Werner,
und um welches Produkt handelt es sich bei dem jetzt vorgeführten ?
Gruß,
Hartmut
Zuletzt geändert von Slowly am 7. August 2018 11:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 7. August 2018 09:07

Durch PN-Austausch mit Werner "Neandertaler" erfuhr ich, dass seine letzte Empfehlung ein sehr aggressives, gesundheitsgefährdendes Produkt meint,
dass nur in fachlich kompetente Hände gehört - auch in Bezug auf die eventuelle Reste-Entsorgung nach Gebrauch.
Wir beide haben auch beruflich damit zu tun.

Und @ CrazyCow,
jemanden als "Pharisäer" (dt. selbstgerecht, heuchlerisch) zu bezeichnen, halte ich für deplaciert.

Grüße aus dem heute schon kräftig hitzeansteigenden Rheinland*,
SL :grin: LY

*) selbst mein sonst immer kampfeslustiger Zwerghahn "Henry"
kräht sehr kümmerlich aus dem schattigen Gartengestrüpp.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon side-bike-rudi » 7. August 2018 19:54

Dann versuchen wir es halt weiter mit gesundheitsgefährdenden Zeug, welches aber nicht den Erfolg bringt. Vielleicht stoßen wir ja dann irgendwann mal über das Richtige.
Gruß
Rudi
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon highgate » 7. August 2018 21:45

................oder lasse den alten Schraubstock in Frieden ruhen.
Un saludo, Hans-Jürgen


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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Schorpi » 7. August 2018 22:10

……...da ist zusammengewachsen-was zusammen gehört
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Alle unsere Streitereien entstehen daraus,
dass einer dem anderen
seine Meinung aufzwingen will.
Mahatma Gandhi

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 8. August 2018 20:43

Schorpi hat geschrieben:……...da ist zusammengewachsen-was zusammen gehört

Ok, Schorpie,
Vielleicht hast Du recht, dass es also wie bei einem Ehepaar ist.
Vielleicht schlüpft da bald ein niedliches kleines Schraubstock-Baby raus.
kennst Du zufällig die Schwangerschaftsdauer der Riesen-Schraubstöcke :?:

Grüße in die hoffentlich nicht zu sehr ausgetrocknete Heide
aus dem jetzt sehr angenehm-kühlen Rheinland,
SL :grin: LY,
der es aber hier mit highgates Avatarspruch hält und Riesenspaß an diesem Trennungsobjekt hat :!:

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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon highgate » 13. August 2018 12:55

¿ Was macht eigentlich die " Einweich-Orgie " ?
Un saludo, Hans-Jürgen


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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 13. August 2018 19:10

highgate hat geschrieben:¿ Was macht eigentlich die " Einweich-Orgie " ?

Seit gestern badet die Spindel noch orgiastischer in 85-prozentiger Phosphorsäure,
die mir ein wohlgesonnenes, freundliches Forumsmitglied geschenkt hat :grin:

Bei nicht ausreichendem Ergebnis erfolgt Steigerung durch 31-prozentige Salzsäure,
wie unser Werner "Neandertaler" ihre entrostende Wirkung in seiner letzten Bildfolge so schön demonstriert hat.

WARNUNG für eventuelle Nachahmer
Gemäß dem Sicherheitsdatenblatt gehört auch ganz besonders diese Säure nur in fachkundige Hände.
Bitte alle 17 Seiten aufmerksam lesen:

http://www.i-m.de/gefahrstoffe/258939.pdf

Und beim Verdünnen immer schön beachten:
"Erst das Wasser - dann die Säure,
sonst geschieht das Ungeheure :!: :!: :!:


Gruß,
SL :grin: LY
Zuletzt geändert von Slowly am 14. August 2018 08:48, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Peter Pan CR » 14. August 2018 00:14

Das letzte hat uns wohl jeder Chemie-Profe als erstes eingebläut...jetzt kommt es dick...Als ich mal in Leon, Nicaragua mich höchst erfreut in einer Unibibliotek mit Büchern aus der ehemaligen UDSSR und Kuba eindeckte, schmuggelte sich da ein US-amerikanisches Chemiebuch dazwischen...
Text war richtig: "Erst Wasser dann Säure unter ständigem Rühren langsam zugeben"
Die illustrierende Zeichnung zeigte aber genau das Gegenteil...
Ich bin überfragt, aber ich vermute mal, das das Buch den Flammen übergeben wurde, weil das nicht der einzige Fehler war.
Sven
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon side-bike-rudi » 14. August 2018 06:21

Hm, hätte ich eigentlich selbst drauf kommen können. Was beim Entrosten des Tankes funktioniert, muss sonst ja auch funktionieren.
Gruß
Rudi
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Neandertaler » 14. August 2018 06:32

Ich mache es an sich immer umgekehrt - erst die salzige Säure, die den Rost weg knabbert und nach Spülen und trocknen dann die Phosphorsäure, weil die eine dunkle Phosphatschicht bildet, die als schutzschicht erneute Rostbildung verhindert.
Verfolge aber diese Aktion mit Interesse :)
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Re: Rostlöser für festgefressene Schraubstockspindel!

Beitragvon Slowly » 14. August 2018 08:01

Neandertaler hat geschrieben:Ich mache es an sich immer umgekehrt - erst die salzige Säure, ...

Völlig korrekt, Werner,

aber meine Salzsäure ist noch nicht eingetroffen, weil ich zuvor noch eine Endverbleibs-Erklärung (s.Anlage) abgeben mußte.
Ohne deren Anerkennung erfolgt keine Lieferung.

Beim jetzigen Versuch folge ich nur dem Beitrag vom 2. August von Joe "Scheppertreiber" !
Fortsetzung folgt, auch über sinnvolle Nachbehandlungen für den Oberflächenschutz, wie beispielsweise Deine Phosphatierung.

Gruß,
Hartmut
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Zuletzt geändert von Slowly am 14. August 2018 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
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