Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Alle Technikfragen, die in kein Unterforum passen

Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Peanut » 4. November 2019 09:39

Hallo Dreiradler,
ich trage mich mit dem Gedanken, an mein Gespann einen Anhänger anzuhängen auf dem ein Dachzelt montiert sein soll.
Die Anhänger mit einem Meter Breite sind nicht gerade günstig und für ein fest montiertes Dachzelt eigentlich auch zu schmal (Ausnahme als Ladung).
Mir ist bekannt, dass für einen Anhänger >1 Meter Breite für ein Gespann mit mittig montierter Anhängerkupplung eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden kann. Hat hiermit jemand Erfahrungen? Kosten?
Da die 60 Km/h ja auch gesetzlich vorgegeben, in der Praxis aber gefährlich sind, könnte man das mit der Hängerbreite ja ähnlich handhaben….
Habt Ihr diesbezügliche Erfahrungen bzw. wie handhabt Ihr das, natürlich rein theoretisch…?
Gruß Micha
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon hubschraubär » 4. November 2019 11:00

Moin Micha,

Peanut hat geschrieben:Mir ist bekannt, dass für einen Anhänger >1 Meter Breite für ein Gespann mit mittig montierter Anhängerkupplung eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden kann. Hat hiermit jemand Erfahrungen?

...ja.

Wie fast immer beginnt alles mit der Abnahme der AHK durch einen aaS.
Dabei wird auch festgelegt wie viel gebremst/ungebremst gezogen werden darf, ebenso wie die Stützlast.
Im Rahmen dieses Gutachtens kann auch gleich geklärt werden wie breit der Anhänger max. sein darf, eine Gesamtzugbreite von 2m darf nicht überschritten werden.
Durchaus können Fahrversuche mit dem Gespann und einem entsprechenden Anhänger mit max. Beladung beider gefordert werden deren Umfang und Aufwand der aaS festlegt.
Die entstehenden Kosten können allerdings recht hoch sein.
Ergo ist es unabdingbar sich VORHER mit dem aaS zu besprechen.

Mit dem nun vorhandenen Gutachten müssen dann die Fahrzeugpapiere des Zugfahrzeuges entsprechend geändert werden.
Die Ausnahmegenehmigung zum Ziehen von Anhängern breiter 1m wird zeitgleich beantragt.
Entweder wird dieses dann in die Papiere des Zugfahrzeuges eingetragen oder als eigenständiges Papier zum ständigen Mitführen ausgehändigt.
Auch ist, je nach Landkreis, eine zeitliche Begrenzung der Ausnahmegenehmigung möglich...

Peanut hat geschrieben:Kosten?

...dazu läßt sich leider nichts konkretes sagen. Jeder Landkreis kocht da sein eigenes Süppchen, einheitlich ist da gar nichts!
Kann von EUR 70, - bis weit über EUR 300,- gehen.

Peanut hat geschrieben:könnte man das mit der Hängerbreite ja ähnlich handhaben….

...könnte?, vielleicht?, machen würd' ich das eher nicht!!!

Mit Gespann und Anhänger fällt man immer auf, erst recht den zivilen Video-Fahrzeugen der "Rennleitung".
Wenn dann nicht "alles in trockenen Tücher" ist, kann es sehr unangenehm und teuer werden.
Selbst wenn man an einem evtl. Unfall unschuldig ist, sich bei der Sichtung der Fahrzeuge und ihrer Papiere aber Unstimmigkeiten ergeben,
kann man nur sagen "Gute Nacht Marie".

Die Entscheidung liegt selbstverständlich bei Dir...

MfG hubschraubär
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon scheppertreiber » 4. November 2019 13:42

die Schnittlauchs müssen auf ihrer Spiielkonsole 9 Links abklappern,
dann eine lange Seite nach unten Scrollen und finden dann Tempo 60
und die max. Breite. So what :roll:
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dirkME » 5. November 2019 11:16

Moin.

Einspurige Fahrzeuge sind, wie hier schon geschrieben, auf max. 1 mtr. Breite für den Anhänger beschränkt.

Auch ein Gespann zählt als einspuriges Fahrzeug.

Ich bin 2011 mit einer Solo-K100 + Anhänger nach Norwegen, den 50. Geburtstag von Roy aus Svullrya zusammen mit ca. 70 anderen Bricklern feiern; er hatte zu "Elch am Spiess" gerufen :D

Norwegen ist endgeil. Ich war als Jugendlicher dort, WoWa-Scandinavien-Tour. Wollte während meines ganzen Lebens da nochmal hin. Der Geburtstag kam gerade recht.

Aber nur wegen einer dicken Geburtstagsparty die 1414 kms abreissen ??? Also habe ich mir drei Wochen Urlaub genommen. Und hab das so getimed, das die Fete als Abschluss kam. Passte.

Nun sind mir aber die Lebenshaltungskosten in Norway durchaus bewusst. Auf 2 Solos bekommst Du zwar Klamotten und sonstiges für 3 Wochen unter, aber dazu noch Zelt, Stühle, Lebensmittel, Kocher uswuswusf wird echt knapp.

Also habe ich mich um eine AHK für die Solo bemüht. Hat geklappt, zufällig gabs in der Bucht (Karlsruhe) eine niederländische AHK von EZS einer K1100LT. Ist inzwischen eingetragen. Ich habe dann, um die 1,0 mtr. Beschränkung damals nicht wissend, einfach einen kleinen Anhänger drangehängt, so ähnlich; auch von Westfalia, aber mit V-Deichsel:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anz ... 1-276-2351

Hat nur 3 Wochen gedauert, auf der 2. Fahrt in die Eifel auf der A1 Kelle bekommen, Endlosdiskussionen, Anzeige. 40 € waren es dann, plus Gebühren ….


Zuerst wollte ich die gezogenen Schwingen einfach li/re tauschen, und UNTER dem Anhänger montieren, damit kam der aber viel zu hoch, und da ich das Autodachzelt ja mittels Klapperatismus AUF den Kasten montieren wollte (um das Kastenvolumen als "geschützten Transportraum" nutzen zu können, war das definitiv unfahrbar.


Ich habe dann von DETLEVMK, auch ein Gespanner aus Altena, dessen 1 Mtr.-Anhänger leihweise erhalten. Zugrohr, Achse, Hilfsrähmchen, Alu-Riffelblech, Beleuchtung. Darauf habe ich dann das Autodachzelt als "Ladung" montiert. Darauf dann eine dicke Zarges-Kiste, und Zusatzzelt, Stühle, Tisch, 2-flammen Benzin-Kocher uswuswusf vergurtet.

Die AHK war mir aber nicht stabil genug (Stützlaststreben nur 15mm dick, und auch noch eigentlich am Heckrahmen verschweisst) Ein hier bekannter Gespannbauer hat mir das "Gerät" dann kopiert, allerdings in strammstabil, und die linke Zugstrebe NICHT an der Fußrastenplatte verschraubt, sondern genau wie die rechte auch, unterm Getriebe in den Hauptständerverschraubungen dran. Auch wurde der Kugelkopf dann unterhalb der Hinterachsmitte positioniert, damit die eingehende Kraft beim Bremsen die Solo nicht so schnell hinten aushebt. Und die Stützlaststreben am Heckrahmen mittels Rohrschellen verschraubt, und nicht geschweisst.

Der TÜVler hat DIE Konstruktion aber nicht gesehen, hatte ja schon einen AHK-Eintrag im Schein. Und genialerweise als ww, also wahlweise eingetragen.

Die max. Anhängelast war leicht überschritten, ca 11 %. Fuhr sich aber gut, je höher die Stützlast, so ruhiger die Fuhre (Leergewicht 239 kg + 75 kg / 2 = 175 kg max. Anhängelast) . Bin später mit 190 kg am Haken in Frankreich 130 kmh gefahren, kein Problem.

Der erste Montageversuch

$matches[2]




Mit Plane, ohne Gerödel

$matches[2]



Falls mal eine Fähre ausfällt :D :D

$matches[2]



Abfahrt nach Norwegen

$matches[2]



AHK mal anders genutzt :-D

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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 10. November 2019 18:59

Hallo,

ich hänge mich hier mal dran an die Frage von Micha.
Hab das hier gefunden:
"Für deutsche Gespannfahrer mit einer mittig zwischen Motorrad und Seitenwagen angebrachten Anhängerkupplung gibt es die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidiums nach § 70 StVZO zu erlangen. Damit kann nach positiver Beurteilung durch eine Fahrzeugprüfstelle im Einzelfall eine Ausnahme von § 32 StVZO genehmigt und eine größere Anhängerbreite als ein Meter beim Motorradgespann eingetragen werden."
Den Antrag auf Erteilung der Ausnahmegenehmigung habe ich auch schon gefunden.
Nun wäre es aber interessant zu erfahren, ob jemand genau das schon mal versucht hat - erfolgreich oder erfolglos.

Und falls das nicht zum Erfolg führt: wo (ausser bei Ural) ist ein 1m breiter Anhänger zu bekommen?

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Michael1234 » 10. November 2019 22:43

Hallo zusammen,
hallo Frankie

wie von Dir beschrieben habe ich das vor rd 3 Jahren gemacht, inkl. Abnahme der AHK am Gespann. Lief völlig problemlos. Habe das ganze ausführlich mit dem TÜV Ing. vorab besprochen und jeden Schritt mit Bildern etc. dokumentiert. Diese Unterlage natürlich auch dem TÜV Ing. vorgelegt.

Gruß Michael
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 11. November 2019 07:49

Hallo Michael,

meine AHK ist bereits eingetragen.
Mir geht es ausschliesslich um die Ausnahmegenehmigung wegen Anhängerbreite > 1Meter
Das kann den Sachverständige doch nicht im Alleingang eintragen?

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 11. November 2019 09:43

Hallo nochmal,

die Ausnahmegenehmigung wird doch (wenn überhaupt) für das Zugfahrzeug erteilt, oder nicht?

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Pappi » 11. November 2019 18:02

Hallo zusammen.

Das Thema würde mich auch interessieren.
Könnte man das Thema evtl. nochmal genauer erklären, für die langsameren unter uns. :lol: :lol: :lol:

Meine AHK ist eingetragen.

Wie ist das weitere Vorgehen ?

Wer muss bei wem den Antrag stellen ?

Ich beim TÜV?
Oder ich bei welchem Amt?
Oder der TÜV beim Amt?

Welche Unterlagen sind dafür Notwendig ?

Wäre für eure Hilfe echt dankbar.


Gruß aus der Oberpfalz

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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Calitreiber » 11. November 2019 18:30

Steffen, also 1. ruftst du bei deinem Regierungspräsidium ...Abteilung Verkehr an.
https://www.regierung.oberpfalz.bayern. ... /index.htm

vermutlich Bereich 2: Wirtschaft, Landesentwicklung, Verkehr,
Sachgebiet 23 Schienen- und Straßenverkehr

dort erzählst du deinen Wunsch und bekommst einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung..die sagen dir dann, wie es weiter geht.

das ist vermutlich der Antrag :https://formularserver.bayern.de/intelliform/forms/stmi+regierungen/rop/rop-zz/23/rop_23-032-zz/index?caller=9853952722101
file:///C:/Users/didi/Downloads/Stra%C3%9Fenverkehrszulassungsordnung%20-%20Antrag%20auf%20Ausnahmegenehmigung%20nach%20_%2070%20StVZO.pdf


Mit diesem Antrag muss du dann zu deinem Tüvprüfer und dir die Sonderbreite einträgt.

Dann muss der Antrag wieder zum REG-P...die genehmigen dann vermutlich.

Dann kannst du wieder zum TÜV und die genehmigte Breite eintragen lassen.

Dann damit zur Zulassung und habe fertig.

Die ganze Aktion ist also nicht ganz so ohne....wie du siehst...ist aber machbar.

Gruß Didi
Zuletzt geändert von Calitreiber am 11. November 2019 18:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Stephan » 11. November 2019 18:31

Das soll wohl von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein.


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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Pappi » 11. November 2019 19:15

Hallo Didi.

Danke für die schnelle Antwort werde das die nächsten Tage mal in Angriff nehmen und ein bisschen telefonieren.
Mal sehen was dabei rauskommt.


Gruß Steffen
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Calitreiber » 11. November 2019 19:58

Steffen...im Downloadbereich vom RP findest den Antrag...mein Verlinken hat ned geklappt
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dirkME » 12. November 2019 10:40

Hallo.

Meines Wissens nach, und ich habe vor 3 Jahren intensivste Recherche betrieben, gibt es keine/n Seriengefertigten Anhänger bis 1,0 mtr, von keinem Fahrzeughersteller.

Am dichtesten bei sind:

https://www.trelex.de/city-hochlader

http://mofag.ch/anhanger/9-daxara-107.html

Der Daxara 107 ist auch als 102 lieferbar.


Das sind meines Wissens derzeit die leichtesten und schmalsten Serienanhänger, die gebaut werden.


Ich habe mir vor gut 3 Jahren einen 1,00 mtr bauen lassen:

https://www.atv-teile.de/

Schaut unter Anhänger; der 4. von oben, Edelstahl / Hochlader gebremst.

Ohne Bremse, ohne zippzapp, mit Edelstahl-Rahmen und -Zugrohr, keine Stützen, kein Stützrad.

Lt. Papiere: 34 kg leer, 1,0 breit, länge 2,40; Basis war ein Daxra 102 (Beleuchtung und anderes)


Das Dingelchen läuft gut hinterher, nur hinterm PKW is blöd, den siehste gar nicht :D
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dirkME » 12. November 2019 11:19

Ausnahmen für die StvZO macht für über 3,5 tons in NRW die jew. zuständige Bezirksregierung, für mich ist das das Dezernat 25 (Verkehr) Herr Bohse.

Ausnahmen für StvZO UNTER 3,5 tons liegt im Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Zulassungsstelle.



Auskunft tel. von soeben, Hr. Bohse.
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dirkME » 12. November 2019 11:34

Mal ein, unübersichtliches, Foto von dem angefertigten 1 mtr.-Anhänger hinterm Gespann



Gespann + Anhaenger, 2x verkleinert.jpg
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 12. November 2019 12:18

Hallo Dirk,

ist das jetzt ein zugelassener oder ein zulassungsfreier Anhänger?
Und eine Ausnahmegenehmigung benötigst du ja für den nicht, da Breite nicht über einem Meter, richtig?

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Peanut » 12. November 2019 12:30

Hallo,
erstmal herzlichen Dank für die vielen hilfreichen Beiträge, sowohl hier als auch via PN.
Nach etlichen Telefonaten mit Prüfstellen und der Zulassungsbehörde habe ich letztlich den Aufwand der Sondergenehmigung gescheut. Es kommt allerdings hinzu, dass mir ein Gespannkollege hier aus dem Forum ein unwiderstehliches Angebot für einen neuwertigen Schuring CampStar (1 m Breite, aber auch zulassungsfähig) gemacht hat, den ich am Sonntag abholen konnte.
Den ziehe ich jetzt schwerpunktmäßig hinter dem Gespann, gelegentlich aber auch hinter dem PKW.
Viele Grüße,
Micha
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dirkME » 12. November 2019 14:26

Meiner ist zugelassen.
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon scheppertreiber » 12. November 2019 14:41

Meiner zulassungsfrrei (keine Haftpflicht, nie mehr TÜV). Breite <=1m
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Stephan » 12. November 2019 17:37

Aus Erfahrung würde ich eh sagen, auf den Anhänger gehört so'n Fähnchen, wie an 'nem Pucki-Rad. Die Truckisti können den leicht übersehen. . .



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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon UKO » 12. November 2019 17:45

Stephan hat geschrieben:Aus Erfahrung würde ich eh sagen, auf den Anhänger gehört so'n Fähnchen, wie an 'nem Pucki-Rad. Die Truckisti können den leicht übersehen. . .



Stephan



Jo. Vor allem, wenn Mann damit auf der Dosenbahn 60 kmh fährt. :smt005
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 3. Dezember 2019 10:17

Hallo,

so, ich hab mittlerweile Antwort vom Regierungspräsidium Stuttgart bekommen.
Eine Genehmigung nach §70 StVZO (€ 150,-) und eine Ausnahme nach §29StVO (€ 100,-) kann erteilt werden.
Voraussetzung dafür ist das Gutachten eines aaS (Kosten noch unbekannt; Anfrage läuft).
Allerdings wird dabei speziell diese Fahrzeugkonfiguration abgenommen und in die Ausnahmegenehmigung eingetragen.
D.h., bei Wechsel des Gespanns oder des Anhängers geht das Galama wieder los.
Desweiteren ist eine Warnblinkanlage erforderlich und die max. zul. Anhängelast wird nochmal verringert (50% des Leergewichtes des Zugfahrzeugs).

Von der Dekra habe ich derweil schon Bescheid bekommen:
"der vorhandene PKW Anhänger mit einer Breite von 1,30 Meter darf gem. der gültigen Richtlinien nicht hinter einem Motorrad betrieben werden.

Wir können Ihnen dafür keine Unbedenklichkeitsbescheinigung ausstellen."
So wie ich das verstanden habe, bildet sich mein Konversationspartner dort ein, er könne darüber entscheiden, ob ein "hinreichender Grund" für die Ausnahmegenehmigung vorliege... :rock:

Unterm Strich ist mir das auf diese Art zu teuer.
Aber jetzt weiss ich ja, wieviel mich ein Anhänger kosten darf, den ich dann einmalig abnehmen lassen und anschliessend zulassungs- und steuerfrei betreiben kann. Den kann ich dann mit Wiederholungskennzeichen an jedes Moped hängen.

Gruss Frankie

PS: wo bekomme ich so ein Fähnchen?
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon scheppertreiber » 3. Dezember 2019 11:36

Ich habe 2 Gespanne mit AHK. Also auch 2 Nummernschilder
am Hängerle - ich schraub das nicht dauernd um 8)
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 3. Dezember 2019 12:34

scheppertreiber hat geschrieben:Ich habe 2 Gespanne mit AHK. Also auch 2 Nummernschilder
am Hängerle - ich schraub das nicht dauernd um 8)

Auch ´ne Idee.
Einen zweiten Anhänger hast du nicht zufällig?
Um das Schild und das Fähnchen kümmere ich mich dann schon noch...

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon frankie303 » 5. Dezember 2019 15:25

Hallo,

Antwort vom TÜV ist jetzt da.
"Die Kosten für ein Ausnahmegutachten belaufen sich auf 400,- bis 500,- Euro,
Abhängig vom Aufwand."
Damit ist das Thema für mich endgültig vom Tisch.

Gruss Frankie
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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon fermoyracer » 5. Dezember 2019 15:59

Na ja. Die Kosten variieren erfahrungsgemäß von Prüfer zu Prüfer extrem. Ich würde einfach bei mehreren Stellen fragen.

Auch bei der Dekra und den anderen "freien" Prüfstellen. Denn dürfen tun das jetzt vom Gesetzgeber mittlerweile alle. Wobei das die Regelung für die alten Bundesländer ist...


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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon Stephan » 5. Dezember 2019 17:05

„Dürfen" im Prinzip ja. Nur muß derjenige entsprechend ausgebildet sein. Und die Menschen sind rar gesät.

„Meine" KÜS hat einen exTÜVi dafür eingekauft.


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Re: Anhänger hinter dem Gespann, Breite > 1 Meter

Beitragvon dieter » 5. Dezember 2019 18:33

Ich bin gerade, ähh schon länger bei der GTÜ dabei wegen etwas vorzusprechen. Seit über 4 Wochen habe ich noch keine Rückmeldung zu dem Thema. Soviel zu kann jetzt jeder. Die haben wohl auch nur einen. An den kommt man zumindest bei uns nicht so ohne weiteres dran.

Gruß
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