R1100 Kupplung verbrannt

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon Aynchel » 8. Februar 2019 09:26

moin auch

ich hab mir letztes Wochenende aufm Tauern Treffen die Kupplung verbrannt

Bild
http://oi59.tinypic.com/2po3a82.jpg

nagut, vielleicht ein bisschen viel geladen, reichlich Schnee unter der Schneekette und etliche Kontrollfahrten
aber ohne grosse Kupplungszauberei, sinnfreies Anfahren am Berg oder sonstigen Unsinn

zZ montiert ist eine ölfeste Siebenrock Kupplung

https://www.ebay.de/itm/OLFESTE-Premium ... ctupt=true

jetzt frage ich mich ob es vielleicht haltbareres Material gibt

Teuertech bietet eine Sinterkupplung an, die mir sehr überteuert erscheint

https://shop.touratech.de/sinter-kupplu ... 80-mm.html

erst recht wenn man sie mit der Sachs Standard Kupplung vergleicht

https://www.ebay.de/itm/132803262262

was meint Ihr dazu ?
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Re: R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon FietePF » 8. Februar 2019 20:39

Mein Beileid,

das ist aber nicht schön und etwas unüblich :?
War da Eis, Schnee oder sonstiger Schmodder in der Mimik, oder zu wenig Kupplungsspiel?

VG
Alfred
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Re: R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon FietePF » 9. Februar 2019 09:45

Oder einfach zu lang übersetzt :wink:
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Re: R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon Pepo1958 » 9. Februar 2019 11:18

Mit dem Thema ist Anychel ja schon seit 5 Jahren im powerboxer-forum.de aktiv. Da wurde doch schon alles gesagt.

Die ölfeste Kupplungsscheibe zu nehmen, war sicher eine Fehlentscheidung. Wofür braucht man die, wenn das Mopped nicht Öl schmeißt ohne Ende :?:

Und so ein Mirakle ist das doch gar nicht. Wenn die Scheibe auf 4,5 mm zu geht, reicht dieSpannug irgendwann nicht mehr zur Übertragung des Drehmomentes, und wenn man dann zur Edelraute hoch will, rutscht die Kupplung irgendwann durch, ist ja stellen weise steil und der Weg ist uneben. Und dann geht es ganz schnell, auch ohne Fahrfehler.
LG
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Re: R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon side-bike-rudi » 9. Februar 2019 13:13

Aynchel hat geschrieben:Teuertech bietet eine Sinterkupplung an, die mir sehr überteuert erscheint


Außerhalb von TT ist die Art Kupplung auch nicht viel billiger.

http://www.swt-sports.de/de/sinter-kupplung-sachs-bmw-r80gs-r100gs

Im Vergleich zu solchen Kupplungsscheiben beim Auto ist die allerdings ein Schnäppchen.

Zum Thema ölfeste Kupplung. Ich hoffe es ist allen klar, dass diese mit Öl nicht funktionieren! Die Beläge quellen nur nicht auf und lassen sich (wie auch immer) im nachhinein entsprechend säubern um sie wiederzuverwenden. Rutschen wird die Kupplung mit Öl trotzdem.
Gruß
Rudi
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Re: R1100 Kupplung verbrannt

Beitragvon Crazy Cow » 9. Februar 2019 16:46

side-bike-rudi hat geschrieben:
Zum Thema ölfeste Kupplung. Ich hoffe es ist allen klar, dass diese mit Öl nicht funktionieren! Die Beläge quellen nur nicht auf und lassen sich (wie auch immer) im nachhinein entsprechend säubern um sie wiederzuverwenden. Rutschen wird die Kupplung mit Öl trotzdem.


Dazu kommt die Ölbeständigkeit der organischer Bindung. Die Beläge zerbröseln nicht.

Klugscheißermodus an:
Im Grunde verschleisst eine Kupplung überhaupt nicht und es dringt auch kein Öl ein, wenn sie nicht geöffnet wird und die Federspannung so hoch ist, dass die Beläge nicht auf der Scheibe reiben. Es ist eine kraftschlüssige Verbindung, die durch die Härte der Federn bemessen ist. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Die Federn sind so bemessen, dass bei einer an der Abtriebswelle angreifenden Kraft Fx kein Schlupf innerhalb der Kupplung auftritt und die Hand des Fahrers das System noch öffnen kann.

1. Wird die Kraft Fx größer vergrößert sich auch die Schlupf- oder Schleifneigung.
2. Die Kraft wird größer, je kleiner der Gang gewählt wird und je kürzer die Übersetzung gewählt wird.
3. In genau dem Maße, wie die Übersetzung kleiner gewählt wird, müsste auch die Anpresskraft der Federn steigen, das ist aber bei einer Tellerfederkupplung meist nicht der Fall.
4. Bei erhöhter Schleifneigung wie 1 besteht erhöhte Gerfahr, dass die Beläge verglasen, unabhängig davon wie sie gebunden sind, organisch oder ölfest.
5. Bei gesinterten Belägen ist die Gefahr des Verglasens so zwar nicht vorhanden, aber es besteht immer noch die Gefahr, dass die Späne ausglühen und danach auch keinen ordentlichen Kraftschluss bieten, wenn die Kupplung zum Schleifen neigt.

KSM aus.

Mit anderen Worten: es ist durchaus möglich, dass gesinterte Beläge belastbarer sind und auch der Preis für ein Kleinserienprodukt ist angemessen. Wenn aber der Andruck der Federn nicht zu der angehängten Last passt, wird auch diese Kupplung stärker gleitreiben als bei einem getesteten Solorenneinsatz. Benötigt wird also eine Kupplung, die insgesamt eine größere Reibhaftung aufweist. Entweder durch mehr Belagfläche oder durch höheren Anpressdruck, wobei erstere eben länger halten würde. Die Kraft Fx ist nie die Motorleistung, sondern immer die angehängte oder aufgelegte Last, die als Gegenkraft auf die Kupplung würgt. Beispiel: Hänge dein Gespann an eine Mauer und lasse im ersten Gang die Kupplung kommen. Auch eine gesinterte Kupplung ist in wenigen Augenblicken platt, (wenn die Reibhaftung des Antriebsrades größer ist als die in der Kupplung.)

Und das wäre noch ein Punkt, der bei der Beurteilung der Kupplungsgüte zu beachten ist. Wenn bei einem Gespann mit Serien-Solohinterrad die Serienkupplung schon 100 tkm hält, sagt das gar nichts über die Haltbarkeit der gleichen Kupplung bei einem Breitreifenantrieb mit Raduntersetzung aus. Wenn die Kupplung nicht easy zu reparieren ist, sollte sie nicht das schwächste Glied in der Antriebskette sein. Ich weiß leider nicht, ob es härtere Tellerfedern für die Sachs-Kupplung gibt. Frickeln ist da nicht, es besteht immer die Gefahr, dass dabei der Ausrückhub der Kupplung reduziert wird.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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