Cali 1100 sucht Ölkühler

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Cx500cler » 17. September 2022 17:13

Hallo, für mein Caligespann mit EML-Mini suche ich eine Ölkühlerlösung. Ich war 5 Tage in den Vogesen mit dem Gespann, hab mir dann zu Hause ein Ölthermometer anstelle des Ölmesstabes gekauft bemerkt das über 100°C, bei kühlem Wetter ohne Berge und nur leicht beladen zu sehen waren. Die Genauigkeit des Ölthermometers möchte ich hier nicht diskutieren. Da ich lange Freude an dem Gespann haben möchte möchte ich ihr einen Ölkühler gönnen. Wer kann mir da helfen mit Ideen oder Tips. Die Cali ist von 1996.
Gruß
Christian
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Crazy Cow » 18. September 2022 08:56

Cx500cler hat geschrieben:Die Genauigkeit des Ölthermometers möchte ich hier nicht diskutieren.


Aber um genau die geht es eigentlich im Vorfeld. Es ist schon interessant zu wissen, ob regelmäßig Temperaturen über 130°C erreicht werden. Wenn nicht, baut man sich durch Bastelei auch neue Fehlerquellen ein.
Typisch für das was du suchst,ist sowas: Nebenstromölkühler
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Neandertaler » 18. September 2022 11:24

Ich hatte bei meiner Bandit auch das Problem, dass im "Zuckelbetrieb" Konvoi mit Kids, die Kiste richtig gut heiss wurde. Eben weil Öl/luftgekühlt.
Ich habe statt des Ori-Kühlers einen Setrab eingebaut. Dessen Kühlleistung ist erheblich besser als das Original. Ändert natürlich nix dran - wenn kein Wind da ist, wirde der Bock natürlich genauso heiß wie zuvor. Der Vorteil ist halt, es dauert länger bis er heiß wird und wenns dann wieder etwas mehr Fahrtwind gibt, kühlt er schneller wieder runter.

Ich hab mir auch als Winterbastelei so eine Ventilatorversion vorgenommen - aber bei der Bandit ist es saueng - schaun wer mal.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Kuckuck » 18. September 2022 12:04

Hallo Kalle,
ich habe in meinem Fundus noch eine nicht eingesetzte Nachrüstlösung (Neuwertig!). Falls Du Interesse hast sende ich Dir gern ein paar Fotos.
Preis: ich denke da an 30,-EUR (+Porto), aber wir können uns einig werden. Du kannst auch gern zu mir kommen, ist im Oberharz. Ich kann den Kühler auch gern zur IMOT mitbringen.
Näheres gern per PN.
mit harzlichem Glück auf,
Werner

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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Crazy Cow » 18. September 2022 12:35

Neandertaler hat geschrieben:Ich hatte bei meiner Bandit auch das Problem, dass im "Zuckelbetrieb" Konvoi mit Kids, die Kiste richtig gut heiss wurde. Eben weil Öl/luftgekühlt.
Ich habe statt des Ori-Kühlers einen Setrab eingebaut. Dessen Kühlleistung ist erheblich besser als das Original. Ändert natürlich nix dran - wenn kein Wind da ist, wirde der Bock natürlich genauso heiß wie zuvor. Der Vorteil ist halt, es dauert länger bis er heiß wird und wenns dann wieder etwas mehr Fahrtwind gibt, kühlt er schneller wieder runter.

Ich hab mir auch als Winterbastelei so eine Ventilatorversion vorgenommen - aber bei der Bandit ist es saueng - schaun wer mal.


Der Ventilator bringt weniger als das ständige Umwälzen. Das ist auch der Nachteil aller Nebenstromanlagen. Bei niedriger Drehzahl und geringem Öldruck wird nicht viel Flüssigkeit bewegt. Man darf auch nicht vergessen, das Öl kein fester Werkstoff ist. Mit zunehmender Temperatur wird er elastischer. Bei den käuflichen Anlagen geht es in den Ölkühler bevor es in den Zylinderkopf geht. Das kann von Vorteil sein wegen der Kühlung, aber auch von Nachteil, wegen der großen Ölmenge dazwischen.
Anständiger wäre eine hitzefeste elektrische Ölpumpe oder Wasserpumpe in einem Nebenkreis (vgl. Nasssumpfschmierung), die 2-3 Liter pro Minute schafft. Kein Peller, bloß Umsatz.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Neandertaler » 18. September 2022 13:00

Crazy Cow hat geschrieben:Der Ventilator bringt weniger als das ständige Umwälzen. Das ist auch der Nachteil aller Nebenstromanlagen. Bei niedriger Drehzahl und geringem Öldruck wird nicht viel Flüssigkeit bewegt.


Hmm - das würde ja bedeuten, wenn ich nur im Konvoi mit höherer Drehzahl fahren würde, z.B. kleineren Gang wählen, dadurch steigt die Drehzahl der Ölpumpe und der Motor würde besser gekühlt ? Das konnte ich bisher nicht feststellen. In der Garage bei Synchronisierungs und Einstellarbeiten ist es auch üblich einen großen Venti vor den Kühler zu stellen, weil der Fahrtwind fehlt.
Und auch auf dem Prüfstand, wo ja mit hoher Drehzahl gearbeitet wird und damit maximaler Ölförderung, sind Kühlventis üblich.

So ganz kann ich Deine Aussage nicht nachvollziehen - aber ich lern ja gerne dazu und bin da auch kein Fachmann drin.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Stephan » 18. September 2022 13:15

"Der Ventilator bringt weniger als das ständige Umwälzen. . ." Ich denke "weniger" ist hier das Stichwort. Es werden zuviel individuelle Fälle sein, wo Probleme mit der Ölkühlung existieren.

Ich hatte mit dem FengBao schon das Problem im Gelände, das ich nicht schnell genug fahren konnte, um Fahrtwind zu erzeugen und oder genug Öl umzuwälzen. Ausserdem war hatte ich gerade so viel Rückenwind, das es völlig windstill war. Also ist doch die einzige verbliebene Möglichkeit künstlich Fahrtwind zu erzeugen indem man einen Lüfter hinter den Ölkühler hängt, der ordentlich Luft durch den Kühler zieht. Schliesslich kann ich nicht immer den Motor höher drehen lassen um mehr Öl zufördern. . .


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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Crazy Cow » 18. September 2022 13:18

Neandertaler hat geschrieben:Und auch auf dem Prüfstand, wo ja mit hoher Drehzahl gearbeitet wird und damit maximaler Ölförderung, sind Kühlventis üblich.



Da werden sie ja auch gebraucht.
Bei Motoren mit Wasserkühlung geht es im Stau auch heiß zu. Am Berliner Ring schaffen es meine Ventis auch nicht. Ich musste von anderen lernen, dass man bei der Gelegenheit den Motor kurz hochjagen muss, damit die Suppe im Kühler endlich mal ausgetauscht wird.
Für die Kühlleistung eines Wärmetauschers sind Durchflussmenge und Zeit relevant bei konstanter Außentemperatur. Jetzt denkt das Mensch, der Kühler heizte die Umgebung auf, tut er auch, aber selbst bei Schritttempo bleibt es nicht dieselbe Umgebung.
Wat meinze wohl, wat dat Aggregat kühlen tut, wenn durch sein Vorhandensein die Ölmenge sich verdoppelt und pro Minute einmal durchgewälzt wird ?
Ist wie mit dem Heizkörper in der Wohnung. Wenze die Plumpe abstellz, wird keine Wärme mehr getausch.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon g-spann » 18. September 2022 19:04

Ich würde auf jeden Fall ein Thermostat einbauen, mit denen von Mocal hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Das erlaubt dir auch, einen größer dimensionierten Ölkühler einzusetzen...
Gruß aus dem Niederbergischen,
Gerd
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Zimmi » 19. September 2022 05:53

Ist zwar jetzt Äpfel mit Birnen verglichen, aber die Zweiventiler-BMWs vertragen klaglos > 120 °C Öltemperatur. Luft-/ölgekühlte Konstruktionen können das ab.
Einen Ölkühler nachrüsten wegen 100 °C < Öltemperatur < 120 °C würde ich mir sparen.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon dreckbratze » 19. September 2022 11:37

Sehe ich auch so, wo fängt denn die gesunde Betriebstemperatur an? Da sind wir doch auch schon locker bei 80-90°, oder nicht?
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Stephan » 19. September 2022 13:08

Jep. Mindestens. Bei den ollen BMW's haben nur die Probleme mit der Öltemperatur die wo eine Temperaturmessung haben. Aber das könnte bei einer Italienerin anders aussehen. . .


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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon der Gärtner » 19. September 2022 13:12

Ach was. Das können die ab. Guzzen werden im Betrieb gerne mal recht warm. Wie warm, will ich aber gar nicht wissen, sonst komm ich womöglich nicht mehr in den Schlaf... :fiessgrinz:
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Crazy Cow » 20. September 2022 08:25

der Gärtner hat geschrieben:Ach was. Das können die ab. Guzzen werden im Betrieb gerne mal recht warm. Wie warm, will ich aber gar nicht wissen, sonst komm ich womöglich nicht mehr in den Schlaf... :fiessgrinz:

Natürlich gilt: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Aber es gilt nicht: was ich nicht weiß, macht den Motor nicht heiß. ;)
Ich würde bei nem älteren Motor wennmöglich immer ins Öldatenblatt schauen, welche Viskosität das Öl bei 100 oder eben 150 Grad hat. Manchmal gibt es auch eine Kurve. Wenn auch der Flammpunkt guter Öle sehr viel höher liegt als beim Standard, ist meist über 130° schon eine wasserdünne Plörre im Keller am schmieren. Wenn die Guzzi nicht so laut wäre, könnte man es hören. Bei den neueren Guzzen ist 10W 60 oder 20W 60 vorgeschrieben, das wird seinen Grund haben. Ich weiß, dass 150°C Öltemperatur für Öl und Motor funktionieren, ich würde es aber nicht strapazieren. Alles was hierzu gesagt wird, ist für den Vierzylinder weniger dramatisch als für den Zweizylinder.

PS: bei dem Link unten handelt es sich um NachrüstÖlkühler für Pkw. Die Ø75mm sollten sich auf den Flansch, bzw. das Dichtgummi beziehen, ich würde es aber nachmessen bzw. klären, auch die Gewindebestimmung.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon rosthaufen » Heute 09:29

Die Guzzi liegt zw. 100°C-120°C im Normalbereich. Im Gespannbetrieb und über 30°C Außentemperatur geht es schon an die 140°C. Da wäre ein Ölkühler schon sinnvoll !!

Wenn besorge Dir eine V11/Norge Ölwanne mit Themostat und einen dazugehörigen Ölkühler.

Ölmenge: 3,8 L bei Neubefülllung !!
bleib dir treu
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon Bodo Scherz » Heute 10:43

Das gilt auch für ältere Guzzen aus den Siebzigern. Im Handbuch steht: Man nehme 10W60 Motoroel.
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Re: Cali 1100 sucht Ölkühler

Beitragvon scheppertreiber » Heute 10:57

Bodo Scherz hat geschrieben:Das gilt auch für ältere Guzzen aus den Siebzigern. Im Handbuch steht: Man nehme 10W60 Motoroel.

Vollsynthetisch :-D
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