Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo1958 » 29. April 2018 11:44

Hallo Zusammen,

für die ersten 4-Ventiler Typ 259 gibt es (wieder) ein RWG Getriebe,diesmal von der Fa. Roth. Siehe hierzu auch die Sidecar Traveller Ausgabe Dezember 2017. Es hat die üblichen 5 Gänge und zusätzlich den Rückwärtsgang. Ich bin jetzt erst 170 km damit gefahren, es funktioniert prima. Alles weitere muss die Zeit zeigen.

Das Getriebe steht noch nicht auf der Website von Roth. Ich habe das Getriebe wegen meines Handicaps angefragt und jetzt eines der ersten bekommen :) .

Bild

Bin weder verwandt noch verschwägert, nicht mit Roth & nicht mit Sidecar Traveller!
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon MichaelM » 29. April 2018 21:44

Pepo1958 hat geschrieben:Hallo Zusammen,

für die ersten 4-Ventiler Typ 259 gibt es (wieder) ein RWG Getriebe,diesmal von der Fa. Roth. Siehe hierzu auch die Sidecar Traveller Ausgabe Dezember 2017. Es hat die üblichen 5 Gänge und zusätzlich den Rückwärtsgang. Ich bin jetzt erst 170 km damit gefahren, es funktioniert prima. Alles weitere muss die Zeit zeigen.

Das Getriebe steht noch nicht auf der Website von Roth. Ich habe das Getriebe wegen meines Handicaps angefragt und jetzt eines der ersten bekommen :) .

Bild

Bin weder verwandt noch verschwägert, nicht mit Roth & nicht mit Sidecar Traveller!



Peter, danke für diesen Beitrag.
Zu meiner Schande muss ich gestehen das die letzte Sidecar Traveller, die ich geordert hatte, die Nr.34 ist :oops:

Wollte letzte Woche nachbestellen, ging aber nicht. Morgen noch mal probieren.
MichaelM
 
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Markus_plus4 » 1. Juli 2018 20:00

Hallo Peter

Es wäre interessant zu erfahren, in welcher Preisklasse so ein Getriebe liegt. Gibt es dazu schon Angaben?

Gruß
Markus
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon uplaender » 10. März 2020 10:17

Markus_plus4 hat geschrieben:Hallo Peter

Es wäre interessant zu erfahren, in welcher Preisklasse so ein Getriebe liegt. Gibt es dazu schon Angaben?

Gruß
Markus


O je, das ist jetzt aber wieder lange her, daß hier was gepostet wurde! Gibt's dazu keine neuen Infos?
Viele Grüße
Thomas
uplaender
 
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon frankie303 » 10. März 2020 11:34

uplaender hat geschrieben:
Markus_plus4 hat geschrieben:Hallo Peter

Es wäre interessant zu erfahren, in welcher Preisklasse so ein Getriebe liegt. Gibt es dazu schon Angaben?

Gruß
Markus


O je, das ist jetzt aber wieder lange her, daß hier was gepostet wurde! Gibt's dazu keine neuen Infos?
Viele Grüße
Thomas

Hallo Thomas,

aktuell gibt es auf der Homepage der Fa. Roth Angaben dazu.
https://r-o-t-h.com/Getriebe_09.htm
Und ich hab´s gefunden, indem ich bei Google "Roth" und "Getriebe" eingegeben habe.

Gruss Frankie
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 10. März 2020 12:30

Moin,

nun ja, da geht es um Getriebe für die 2Ventil BMWs. Gefragt wurde ja nach Getrieben für die 4 Ventiler.
Google brauchte man auch nicht benutzen. Im ersten Beitrag ist ja ein link.

Die Preise dürften sich wohl nicht groß unterscheiden. Wobei die Preise auf der Seite auch schon etwas älter sind.
Wenn ich Bedarf hätte, würde ich einfach mal Kontakt mit der Firma aufnehmen.
Gruß
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon frankie303 » 10. März 2020 14:45

Da hast du natürlich recht!
Hab ich wieder mal schlampig gelesen. :oops:

Gruss Frankie
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 10. März 2020 17:35

Wenn ich mich recht erinnere, bezüglich 2V, kann man ein entsprechend umgebautes Getriebe kaufen oder halt eins anliefern, das dann überholt und umgebaut wird. Allerdings sollte da hinter dem rechten Vergaser genug Platz sein.

Wenn man bei 'ner 4V gerade das Getriebe raus hat, würde ich es mir auch überlegen. Aber nur deswegen das Getriebe rausrupfen?


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Lukas » 10. März 2020 20:56

Hallo
Bei den BMW 2-ventiler Boxern das Getriebe wechseln ist bei mir Routine geworden.
Letzten Winter(2018) durfte ich das Getriebe bei unserer R1100S (Solo) aus und wieder einbauen,
Hatte einen Lagerschaden nach nur 76000 km.
Wirklich eine tolle Kostruktion, ein imenser Aufwand; hätte ich mir bei einem so neuzeitlichem Modell
leichter und schneller vorgestellt.
Mit Hebebühne und 2 Kettenzügen den ganzen Bock zerlegt. Kupplung gleich mitgewechselt, habe die Bremsleitungen
entgegen dem Werkstatthandbuch nicht vom ABS Block abgebaut. Sonst ist das noch mehr Aufwand.
Diese Aktion im Gespann, da lernt man bestimmt das Fluchen.
Gruß Lukas
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 11. März 2020 10:38

Moin,

ach komm, so schlimm ist das auch nicht.

Okay, bei den verkleideten brauchst was länger.

Aber sonst - ein "paar" Sachen abbauen, Heck hoch und raus mit dem Getriebe.

Kettenzüge braucht man nicht. Nur einen Gurt um das Heck hochzubinden.

$matches[2]


Wenn nur die Kupplung raus soll, brauchst nichtmal den Antrieb von Getriebe trennen.
Spart dann die Geschichte mit den Bolzen, Flamme und Loctite hochfest.
Bremsleitungen hab ich auch nie abgebaut.

IMG_1551.jpg


Ein Samstag langt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruß
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Peter Pan CR » 11. März 2020 16:09

doppelt gemoppelt, weg damit
Zuletzt geändert von Peter Pan CR am 11. März 2020 16:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Peter Pan CR » 11. März 2020 16:11

Chingoleta.

Die russische Cousine ist mir da sympatischer in der Hinsicht.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Aynchel » 12. März 2020 14:43

bei der Gelegenheit mal den Antriebsstrang zerlegen und mit Straburax balsamieren hat noch keiner Verzahnung geschadet
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Lukas » 12. März 2020 23:07

Hallo
Das mit dem Zerlegen geht halt nicht immer gut vonstatten.
Krümmerschrauben am Auspuffsammmler(V2A) festgerostet, musste ich ausbohren.
Schalldämpfer liesen sich auch nur mit großer Kraftanstrengung unter dem Heck lösen.
Am schlimmsten sind die Verzahnungen und das Kardangelenk, alle trocken und rostig da nicht im Ölbad laufend.
Soll wohl nicht lange halten.
Mal sehen wie lange das Staburags hilft.
Aber wer zerlegt schon das Motorrad nur um nachzusehen ob an wichtigen Stellen noch Schmierstoff ist.
Gruß Lukas
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon MichaelM » 13. März 2020 07:32

Ich habe vor einigen Wochen mit Hr.Roth telefoniert, wegen dem 3.Gang von meinem R853R :mrgreen: Getriebe. Er hat mir die Problematik ausführlich erklärt und mich etwas beruhigt.
Es bleibt erstmal alles so wie es ist, denn ich weiß wie ich damit zu fahren habe, bzw.fahren muss/kann.

Da war auch der RWG Thema.
Einen Preis nannte er mir auch, aber ich habe es wieder vergessen
:oops:
War aber dem des 2V-Getriebe ähnlich.

Er selbst fährt das jetzt auch in seiner 1100er 4Ventiler und er ist mit seiner Arbeit zufrieden.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Feinmotoriker » 13. März 2020 07:48

Lukas hat geschrieben:Hallo

Am schlimmsten sind die Verzahnungen und das Kardangelenk, alle trocken und rostig da nicht im Ölbad laufend.

Genau der Grund des Getriebeschadens

Soll wohl nicht lange halten.

Doch. Soll aber gewartet werden

Lukas hat geschrieben:Mal sehen wie lange das Staburags hilft.


Genau so lange, wie genug von dem Zeug in den Keilverzahnungen wohnt
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 13. März 2020 08:42

Moin,

meine "Kleine"mit Heeler macht bei mir im Durchschnitt 7000Km im Jahr, auch mit Winterbetrieb.
Bei 68000 habe ich mal das Getriebe (M94 mit Gangspringer) gegen ein gebrauchtes M97 getauscht. Sollte damals etwa 30000Km gelaufen sein.
Da habe ich mal was Staburags verschmiert. Nun stehen da knapp 140000Km auf dem Tacho. Es wurde nie was nachgeschmiert.
Da der Motor an allen erdenklichen Dichtflächen "geschwitzt" hat, habe ich den mal ausgetauscht, war günstiger als den alten auseinanderzureissen..
Bei der Gelegenheit habe ich auch mal die Kardanwelle begutachtet und neu geschmiert. Da war aber noch alles so wie es soll.
Sooo schlecht scheint die Konstruktion denn doch nicht zu sein.

Einzig die Verbindung Krümmer - Zylinderkopf konnte nicht getrennt werden. Die Muttern habe ich zwar noch gelöst bekommen, nur die Krümmer selber gingen nicht ab. Tagelang mit allen möglichen Wundermitteln bearbeitet. Alu-Stahl-Niro ist zusammen keine gute Verbindung.
Da half dann nur noch die Säge und gute gebrauchte Krümmer.

Aus Neugier habe ich mal angefangen den Motor zu zerlegen. Was ich bis jetzt gefunden habe, hätte noch lange Zeit weitergelaufen.
Wenn der "neue" Motor genauso lange hält wie der alte, brauch ich mir bis 80 keine Gedanken mehr machen. 8)
Gruß
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 13. März 2020 19:47

Wie, fährste jetzt nur noch Kurzstrecke?


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 13. März 2020 22:58

Moin,

Man(n) wird älter. :smt022

Ausserdem muss der ganze Fuhrpark auch mal bewegt werden.

Bis vor kurzem gab es noch eine R1100RT Solo - kam immer zum Einsatz mit den Solokumpels. VERKAUFT
Madam hat noch eine R1100RS. Da fahre ich bald mehr mit als sie.
Dann gibt es da noch eine R25/2. Wird wenig bewegt aber immerhin.
Dann war da ja noch die alte R1100RT von Madam, die ihr zu schwer war. Ist ja nun auch ein Gespann geworden.
Zur Arbeit hin kam bis vor etwas über einem Jahr noch ein 50er Kymco Roller zum Einsatz. ALTERSSCHWACH geworden.
Der Kymco wurde durch einen Piaggio X8 400 ersetzt - der macht aber auch mächtig Spass. Da man mit dem auch auf die Bahn darf, ist der fast im Dauereinsatz.
Und natürlich das 850er Gespann.

Wegen des miesen Wetters (Hitze) sind es letztes Jahr aber trotzdem nur ca 12000 Kilometer insgesamt geworden.
Urlaub war auch nix. Wegen Krankheit mit dem Auto. :cry:
Gruß
Rehder

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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 14. März 2020 08:58

Oh Mann, das Leben kann so unfair sein. . .


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pe-Po » 14. März 2020 18:26

Hallo Dreiradler,

nachdem es 2018 wenig Resonanz auf das Thema gab jetzt Bericht zu dem RWG-Getriebe, der eventuell aktuelle Fragen beantwortet:

An meinem Gespann wurde das RWG-Getriebe im April 2018 eingebaut. Ende Mai 2018 hatte ich dann nach nur 3.000 km einen kompletten Kupplungsausfall (siehe Bild unten). Das hatte mit dem Getriebe nichts zu tun, der Kupplungshersteller hat den Schaden anerkannt und eine (kleine) Entschädigung gezahlt. Leider hat die bis zum Abriss nicht mehr sauber geführte Nabe der Kupplung die Eingangswelle des Getriebes so beschädigt, dass ich es zum Tausch der Welle einschicken musste. Die Saison bin ich dann mit dem alten Getriebe weiter gefahren.

Im Herbst 2018 wollte ich das reparierte RWG-Getriebe dann selbst wieder einbauen. Da ich querschnittsgelähmt bin und im Rollstuhl sitze, ist das nicht so ganz einfach. Für den Getriebeeinbau hatte ich mich an das Werkstattbuch von Delius Klasing gehalten, das zwar schön bebildert ist, die Sache aber unnötig kompliziert darstellt. Außerdem brauchte ich an einigen Stellen Hilfe von meiner Frau (weil ich einfach nicht dran kam). Sie hat dann im Bereich der rechten Fußraste + Befestigung des hinteren unteren Anschlusses etwas ausgebaut, von dem ich erst nicht wusste, wie ich es je wieder zusammen bekommen soll. Dadurch kopfscheu geworden, habe ich schnell alles wieder zusammengebaut, und fürs Frühjahr einen Werkstatttermin vereinbart.

Den Werkstatttermin habe ich dann doch nicht wahr genommen, sondern im April 2019 einen zweiten Anlauf zum Einbau des Getriebes genommen. Ich habe jetzt als Anleitung das Werkstattbuch von Bucheli genommen, das kann ich für diese Arbeit empfehlen. Außerdem gibt es ja diverse YouTube Videos, die die Arbeit beschreiben.

Um an der rechten Motorradseite zu arbeiten, musste ich vom Rollstuhl in den Beiwagen klettern, was nicht so ganz ohne ist. Dabei muss man, bevor man in den Beiwagen klettert, alles, also jede Schraube, Kabelbinder, Werkzeug im Beiwagen haben. Wenn etwas fehlt, muss man wieder raus und so weiter. Hier hilft es natürlich sehr, wenn man eine Helferin hat, die einem die Teile anreichen kann. Gedauert hat die Zerlegung des Motorrad mehrere Sitzungen von je etwa 2 - 2,5 Stunden. Ich kann kaum länger als 2 Stunden am Stück arbeiten, da ich als Rollifahrer die halbe Zeit mit dem Bauch auf den eigenen Beinen liege, also in einer sehr ungünstigen Position, in der man sich alles abklemmt. Das macht leider häufige Pausen erforderlich und führt zu kurzen Gesamtarbeitszeiten. Außerdem brauchen die meisten Arbeit viel mehr Zeit als vor der Lähmung, da ich immer erst mal probieren muss, wie ich mich mit dem Rollstuhl so in Position bringen kann, um das das Objekt meiner Begierde überhaupt zu erreichen. Das beschreibe ich hier nicht, um Mitleid oder so zu erreichen, sondern um denen, die sich an die Arbeit nicht heran trauen zu zeigen, zu zeigen, dass diese Arbeit selbst unter widrigen Umständen zu schaffen ist.

Als dann Getriebe und Endantrieb frei lagen (siehe Bilder unten), kam ein Nachbar, der bei einem Gabelstaplerhersteller im Service arbeitet und hat mir das Getriebe getauscht. Nachdem ich nun gesehen habe, wie das Handling abläuft und was die einzelnen Teile wiegen, würde ich das beim nächsten mal vielleicht auch allein (mit Hilfe meiner Frau) versuchen. Für den Ausbau des Getriebes hatte ich mir vorher an langen M8er Schrauben die Köpfe abdrehen lassen, um diese als Führungen zu verwenden. Man kann dann das Getriebe beim Abziehen vom Motor auf diesen Schrauben nach hinten ziehen, bis die Kupplungsstange frei ist. Eventuell muss man diese Ausrückstange mit einer Spitzzange durch den entstehenden Spalt zwischen Motor und Getriebe greifen und nach hinten schieben.

Das ganze ist etwas zeitintensiv, aber selbst mit Handicap zu schaffen. Um den Heckrahmen anzuheben, braucht man keinen Flaschenzug. Den Rahmen kann ich, im Rollstuhl sitzend, mit einer Hand anheben. Meine Frau hat dann einen Strick durchgezogen und den am Lenker fest gemacht. In einem Video habe ich geschehen, dass da jemand mit einem Spanngurt mit Ratsche gearbeitet hat. Das ist völlig übertrieben. Bremsleitungen brauchte ich keine demontieren, auch der ABS Modulator und der Batteriehalter bleiben drin. Lediglich beim Abziehen des Getriebes macht der Batteriehalter etwas Probleme, da man ihn irgendwie anheben muss, damit die beiden Schraubenenden, die über Gummipuffer am Getriebe befestigt sind, nicht hängen bleiben. Die Bremsleitung zum Beiwagenrad mussten vom Rahmen gelöst werden (Kabelbinder), damit sie die für das Anheben des Heckrahmen erforderliche Bewegungsfreiheit haben. Das gleiche gilt für die elektrischen Leitungen zum Beiwagen. Das steht natürlich in keinem Handbuch.

Nachdem das Getriebe und der Endantrieb wieder drin waren, haben meine Frau und ich wieder alles zusammengebaut. Es sind auch nur ganz wenig Teile übrig geblieben :lol:. Wichtig ist sicher, alles gut mit Staburags zu schmieren. Ganz wichtig ist hier die Verzahnung von Kupplungsscheibe und Getriebewelle, aber natürlich auch die Verzahnungen am Kardan.

Mit dem RWG-Getriebe bin ich letztes Jahr 8.000 km gefahren, ohne Probleme. Ich fahre und parke allerdings nach wie vor vorausschauend, versuche also es zu vermeiden, den Rückwärtsgang zu brauchen. Das liegt nicht an Misstrauen gegenüber dem RWG, sondern an meiner Schaltung. Da ich mit dem Fuß nicht schalten kann, habe ich eine pneumatische Schaltung. Die ist digital und völlig gefühllos. Es ist nicht immer leicht, damit den Leerlauf des Getriebes zu finden. Und wenn man nicht im Leerlauf ist, kann man den RWG nicht einlegen. Da ich auch die Fußbremse nicht betätigen kann, brauche ich am Berg stehend beide Hände, für Bremse und Kupplung. Wenn ich den Leerlauf nicht mit der pneumatische durch Handschalter betätigten Schaltung finde, muss ich den Motor abstellen und mich runter beugen, um den Leerlauf mit der Hand einzulegen. Danach lege ich den RWG mit der anderen Hand ein und starte den Motor wieder. Das ist umständlich und ich versuche das zu vermeiden. Aber es ist gut zu wissen, dass ich mich aus entsprechender Lage ohne fremde Hilfe befreien kann. Und da meine Frau auch nicht jünger wird, ist der das Rumschubsen des Gespannes auch nicht immer zuzumuten.

Das Getriebe kostet etwa so viel wie die von Roth angebotenen 2-Ventiler Getriebe, und zwar im Austausch. Man gibt also das alte Getriebe dafür ab. Der genaue Preis hängt davon ab, was man noch haben will. Ich habe mir einen kurzen 1. Gang einbauen lassen. Das ist beim Gespann immer sinnvoll. Zuerst hatte ich auch einen langen 5. Gang drin, um die durch das gegenüber Serie ca. 10% kleinere Hinterrad gestiegene Drehzahl wieder zu senken. Das hat sich aber nicht als Vorteil herausgestellt. Auf Landstraßen, speziell in den Bergen, war ich dann meistens im 4. Gang unterwegs, weil mein 850er Motor das mit dem langen 5. Gang nicht mehr geschafft hat. Als die Eingangswelle wegen des Kupplungsschadens getauscht werden musste, habe ich daher wieder den normalen 5. Gang einbauen lassen.

Mit Herrn Roth habe ich zuletzt vor ca. einem ¾ Jahr gesprochen. Damals hatte er gerade eine Kleinserie von 10 RWG-Getrieben aufgelegt. Ich nehme an, dass er damit recht kurzfristig lieferfähig ist. Natürlich kostet so ein Getriebe viel Geld. Wenn man sich aber ansieht, was manche Gespannbauer (Mobec, Stern, ...) für „windige“ elektrische Hilfsantrieb nehmen, ist es m. E. nicht zu teuer. Und wenn man wegen Alter, Krankheit oder körperlicher Behinderung nicht mehr in der Lage ist, ein Gespann rückwärts zuschieben, womöglich noch bergauf, dann ist so ein Rückwärtsgang meines Erachtens eine große Erleichterung.

Ich fahre mein Gespann seit 8 Jahren. 7 Jahre habe ich es selbst geschoben, was sehr mühsam und langwierig ist und nur bis ca. 2% Steigung geht, oder meine Frau hat es geschoben, was auch nicht immer zumutbar ist. Außerdem bin ich auch allein mit dem Gespann unterwegs und dann darf nicht passieren, sonst hänge ich fest. Ich bin froh, dass ich jetzt den RWG habe.

Jetzt ist der Bericht leider sehr lang geworden. Ich selbst scheue immer davor zurück, so lange Texte am Bildschirm zu lesen. Ich hoffe, dass es für den einen oder die andere (nicht korrekt gegendert, ich weiß) doch interessant ist. Die anderen bitte ich, mir für den langen Sermon nicht böse zu sein :oops: .

Wer eine Rechtschreibfehler findet, darf ihn behalten :D
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 14. März 2020 18:43

Danke für's Mut machen. Ich leih mir dann, wenn's mal soweit ist, deine Mechanikerin aus.


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon dreckbratze » 14. März 2020 19:17

klar verständlich und unterhaltsam geschildert. danke!
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon derthomas » 15. März 2020 14:46

super , danke für den Bericht !
Er war auf keinen Fall zu lang !
Harzliche Grüße
Thomas
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Crazy Cow » 15. März 2020 16:24

@Pe-Po: den Leerlauf findest du wahrscheinlich leichter, wenn du zum Einlegen des RWG kurz den Motor ausmachst.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf
wir bedauern, Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 15. März 2020 16:26

So schreibt er es ja. . .


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pe-Po » 15. März 2020 16:34

Crazy Cow hat geschrieben:@Pe-Po: den Leerlauf findest du wahrscheinlich leichter, wenn du zum Einlegen des RWG kurz den Motor ausmachst.


Hallo Olaf,

ja, wie Stephan auch schon schrieb, so mache ich es dann auch so.

Dazu kommt noch, dass ich die rechte Hand für die Bremse brauche (Fußbremse is ja nicht), falls das Motorrad rollt weil ich in einem Gefälle/Steigung stehe. Dann kann ich den Rückwärtsgang nicht einlegen, dafür braucht man auch die rechte Hand. Also Motor abstellen. Das Bremsenthema werde ich aber jetzt wohl durch eine pneumatische Feststellbremse erledigen. Da die Fußbremse eh schon pneumatisch betätigt wird, brauchte es dazu nur eine weiteres handbetätigtes Ventil und etwas Schlauch. Und durch die Corona-bedingte quasi Ausgangssperre habe ich dann wohl auch genug Zeit dafür.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Crazy Cow » 15. März 2020 17:08

Pe-Po hat geschrieben:
Crazy Cow hat geschrieben:@Pe-Po: den Leerlauf findest du wahrscheinlich leichter, wenn du zum Einlegen des RWG kurz den Motor ausmachst.


Hallo Olaf,

ja, wie Stephan auch schon schrieb, so mache ich es dann auch so.

Dazu kommt noch, dass ich die rechte Hand für die Bremse brauche (Fußbremse is ja nicht), falls das Motorrad rollt weil ich in einem Gefälle/Steigung stehe. Dann kann ich den Rückwärtsgang nicht einlegen, dafür braucht man auch die rechte Hand. Also Motor abstellen. Das Bremsenthema werde ich aber jetzt wohl durch eine pneumatische Feststellbremse erledigen. Da die Fußbremse eh schon pneumatisch betätigt wird, brauchte es dazu nur eine weiteres handbetätigtes Ventil und etwas Schlauch. Und durch die Corona-bedingte quasi Ausgangssperre habe ich dann wohl auch genug Zeit dafür.


Huch! Ich dachte der RWG wird mit der linken Hand geschaltet. Da bin ich wieder bei meinem Thema: man braucht eine ordentliche Funktionsanalyse.
Ich würde davon ausgehen, dass du mit der rechten Hand bremsen kannst und den Motor abschalten/starten.
Mit der Linken den LL suchen, den RWG einlegen und beim Starten auskuppeln kannst. Auch sollte (besonders für Rollifahrer) ein Zwangsleerlauf beim Betätigen des RWG Hebels möglich sein. Gab es ja alles schon mal, bei Honda zum Beispiel, den Zwangsleerlauf jetzt.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon dreckbratze » 15. März 2020 18:21

eine feststellbremse wäre hier hilfreich.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pe-Po » 15. März 2020 18:21

Crazy Cow hat geschrieben:Huch! Ich dachte der RWG wird mit der linken Hand geschaltet. Da bin ich wieder bei meinem Thema: man braucht eine ordentliche Funktionsanalyse.
Ich würde davon ausgehen, dass du mit der rechten Hand bremsen kannst und den Motor abschalten/starten.
Mit der Linken den LL suchen, den RWG einlegen und beim Starten auskuppeln kannst. Auch sollte (besonders für Rollifahrer) ein Zwangsleerlauf beim Betätigen des RWG Hebels möglich sein. Gab es ja alles schon mal, bei Honda zum Beispiel, den Zwangsleerlauf jetzt.


Das mit dem Zwangsleerlauf beim Betätigen des RWG ist mir jetzt nicht ganz klar. Aber Du kannst den RWG nicht einlegen, wenn noch ein anderer Gang drin ist und umgekehrt. Das Gehäuse mit dem Radpaar für die Bewegungsumkehrung sitzt rechts unter der Drosselklappe, und da ist dann natürlich auch der Schalthebel. Theoretisch könnte ich dem natürlich auch einen Pneumaitkzylinder verpassen und ihn dann vom Handgriff aus betätigen, aber so lange ich für die Leerlaufsuche eh ausschalten muss...
RWG links einlegen würde ja nichts nützen, da ich mit links die Kupplung halten muss. RWG links einlegen ginge also auch nur mit stehendem Motor.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Aynchel » 15. März 2020 18:25

Pe-Po hat geschrieben:Hallo Dreiradler,

nachdem es 2018 wenig Resonanz auf das Thema gab jetzt Bericht zu dem RWG-Getriebe, der eventuell aktuelle Fragen beantwortet:.........


Respekt

gewonnen wird halt doch im Kopf :smt023
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Crazy Cow » 15. März 2020 18:49

dreckbratze hat geschrieben:eine feststellbremse wäre hier hilfreich.


Oder so.

Zwangsleerlauf ist, wenn das Getriebe unter bestimmten Voraussetzungen automatisch in den LL springt. Hatte Honda bei irgendeinem kleineren Modell.
Wenn man das Getriebe öffnet, das Gehäuse umschweisst und die Mechanik ändert, ist der Aufwand am geringsten, die Mechanik zu erweitern.
Handhebel halb gezogen: LL springt ein, ganz gezogen: RWG springt ein.

Hebel links: Wenn der Motor aus ist, brauchst du keine Kupplung zu halten. Stehen am Hang die Zahnräder unter Spannung, kann man mit der Handbremse den Stand ändern.
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon UKO » 15. März 2020 19:23

Ganz großen Hut gezogen. Ich werde auch nicht mehr meckern wenn kleine Schwierigkeiten auftauchen.
Chapeau!
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 24. Februar 2023 20:19

Off-topic: Ich musste mich leider neu anmelden, da ich beim Wechsel der Email rausgeflogen bin und mich als Pe-Po nicht mehr einloggen konnte. Mit keiner meiner Emails konnte ich das Passwort wiederherstellen. Keine Ahnung, was ich da gemacht habe.

Hier mal wieder ein Zwischenbericht zum Rückwärtsganggetriebe (RWG).

Das Getriebe ist inzwischen 28.000 km problemlos gelaufen und auch die Kupplung hat gehalten :P!

Es blieb das Thema Leerlauf einlegen zu bearbeiten, was ja Voraussetzung dafür ist, dass ich den Rückwärtsgang einlegen kann.

Zur Einstimmung ins Thema zitiere ich Beiträge von Crazy Cow, der das leider nicht mehr lesen kann, und von dreckbratze.

Crazy Cow hat geschrieben:
Pe-Po hat geschrieben:
Crazy Cow hat geschrieben:@Pe-Po: den Leerlauf findest du wahrscheinlich leichter, wenn du zum Einlegen des RWG kurz den Motor ausmachst.


Hallo Olaf,

ja, wie Stephan auch schon schrieb, so mache ich es dann auch so.

Dazu kommt noch, dass ich die rechte Hand für die Bremse brauche (Fußbremse is ja nicht), falls das Motorrad rollt weil ich in einem Gefälle/Steigung stehe. Dann kann ich den Rückwärtsgang nicht einlegen, dafür braucht man auch die rechte Hand. Also Motor abstellen. Das Bremsenthema werde ich aber jetzt wohl durch eine pneumatische Feststellbremse erledigen. Da die Fußbremse eh schon pneumatisch betätigt wird, brauchte es dazu nur eine weiteres handbetätigtes Ventil und etwas Schlauch. Und durch die Corona-bedingte quasi Ausgangssperre habe ich dann wohl auch genug Zeit dafür.


Huch! Ich dachte der RWG wird mit der linken Hand geschaltet. Da bin ich wieder bei meinem Thema: man braucht eine ordentliche Funktionsanalyse.
Ich würde davon ausgehen, dass du mit der rechten Hand bremsen kannst und den Motor abschalten/starten.
Mit der Linken den LL suchen, den RWG einlegen und beim Starten auskuppeln kannst. Auch sollte (besonders für Rollifahrer) ein Zwangsleerlauf beim Betätigen des RWG Hebels möglich sein. Gab es ja alles schon mal, bei Honda zum Beispiel, den Zwangsleerlauf jetzt.

dreckbratze hat geschrieben:eine feststellbremse wäre hier hilfreich.


Sowohl das Thema Leerlauf einlegen und als auch das Thema Feststellbremse habe ich inzwischen zufriedenstellend gelöst.

FESTSTELLBREMSE:

Natürlich habe ich schon 2012 für die Zulassung in Österreich am Gespann eine Feststellbremse gebraucht. Hierzu habe ich ein Blech zweimal gelocht, passend gebogen und hinter dem Lenkergewicht am rechten Lenkerende montiert (siehe Bild1). Wenn man die Feststellbremse benutzen will, zieht man den Handbremshebel an und schiebt das Blech mit dem Loch am Ende über die Kugel des Handbremsgriffs. Für die Zulassung ist das ausreichend, leider ist das aber keine echte Einhandlösung und der Bremsdruck lässt nach einigen Stunden nach, so dass sich das Fahrzeug eventuell sogar wieder schieben lässt.

Bild
Bild1

Zu meinem Handicap-Umbau gehört ja eine pneumatisch betätigte Fußbremse. Betätigt wird die über ein Schwenkhebelventil, das auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter der Handbremsarmatur sitzt (Bild1) und durch einen Schlepphebel mit dem Handbremsgriff betätigt wird. Schon lange ging mir die Frage durch den Kopf, warum nicht dieses Ventil bzw. den pneumatischen Zylinder am Fußbremshebel nutzen?

Im ersten Versuch habe ich in die Luftleitung vom Schwenkhebelventil zum Zylinder am Fußbremshebel ein 2/2-Wege-Kipphebelventil eingebaut. Wenn man dann die Handbremse zog bis das Schwenkhebelventil Druck auf die Fußbremse gab, konnte man dieses 2/2-Wege-Kipphebelventil schließen und damit "den Druck einsperren". Danach konnte der Handbremshebel loslassen werden, die Luft konnte ja nicht mehr über die Entlüftungsbohrung am Schwenkhebelventil entweichen. Diese Anordnung hat funktioniert, hatte aber mehrere Nachteile.
Zum Ersten habe ich den Schlepphebel des Schlepphebelventils für die Fußbremse so eingestellt, dass er nur bei einer Vollbremsung das Schwenkhebelventil betätigt. Man muss also ziemlich am Handbremshebel ziehen, damit das Schwenkhebelventil betätigt wird.
Zweitens ließ sich für das 2/2-Wege-Kipphebelventil kein wirklich guter Platz finden, so dass eine Einhandbedienung ging, aber schwierig war.
Der dritte und größte Negativpunkt war aber, dass man das 2/2-Wege-Kipphebelventil versehentlich schließen konnte, wenn das Bremssystem z.B. drucklos war. Dann konnte man losfahren, ohne eine funktionierende Fußbremse zu haben, da der Luftweg ja gesperrt war. Das war also keine Lösung, schon gar nicht eintragungsfähig.

Ich brauchte also ein 3/2-Wegeventil (siehe Bilder 2-5). Das 3/2-Wegeventil kann ich so vor dem Schwenkventil anordnen, dass der Weg der Druckluft entweder über das Schwenkhebelventil geführt wird und die Betriebs-Fußbremse anspricht, oder aber im zweiten Weg am Schwenkventil vorbei direkt zum Fußbremszylinder geführt wird, was dann als Feststellbremse wirkt.
Wenn jetzt jemand im drucklosen System, z.B. wenn das Motorrad länger auf einem Parkplatz steht, an dem Hebel des 3/2-Wegeventils spielt und auf Stellung Feststellbremse geht, ist das kein Problem. Während bei dem 2/2-Wege-Kipphebelventil so die Betriebs-Fußbremse unbemerkt ausgeschaltet war, füllt sich beim 3/2-Wegeventil nach Einschalten der Zündung, also wenn der elektrische Kompressor anläuft, das System mit Druckluft und betätigt die Fußbremse als Feststellbremse. Man kann also gar nicht losfahren und merkt sofort, dass das 3/2-Wegeventil falsch steht, auf Position Feststellbremse.
Zur Abrundung des Ganzen ist in der direkten Leitung vom 3/2-Wegeventil zum Pneumatikzylinder des Fußbremshebels ein Rückschlagventil montiert, so dass die Leitung nicht drucklos wird, wenn bei längerem Stillstand das pneumatische System Druck verliert.

Bild
Bild2

Bild
Bild3

Bild
Bild4

Bild
Bild5


Bei den ersten Fahrten habe ich bemerkt, dass das Ventil keine Selbsthaltung ind der von mir gewählten Fahrposition hat. Auf schlechtem Untergrund konnte es passieren, dass der relativ schwere Hebel in die Position "Feststellbremse" sprang. Das ist zwar nicht dramatisch, das Gespann macht dadurch keine Vollbremsung, aber es darf so nicht sein. Daher habe ich eine Feder (sieht man am besten auf Bild3) konstruiert, die jeweils eine von zwei Rastungen auf den Stiel des Hebels drückt. Hierdurch wird der Hebel besser in einer der beiden Positionen gehalten.

Jetzt kann ich also anhalten, üblicherweise bin ich dann im 1. Gang, halte links die Kupplung, ziehe rechts die Bremse und bei vollständigem Stillstand dann den Hebel für die Feststellbremse. Jetzt ist die rechte Hand frei, ich wechsele mit ihr nach links und halte mit Rechts die Kupplung gezogen. Hierdurch wird die linke Hand frei und kann mich runterbeugen um mit der Linken den Schalthebel leicht und gefühlvoll (was die Pneumatik ja nicht kann) in die Leerlaufposition zu ziehen.



LEERLAUFSCHALTHEBEL:

So weit, so gut. Den Leerlauf einlegen ist immer noch etwas Turnerei. Da das "Anlupfen" des Schalthebels zum Einlegen des Leerlaufes ja keine große Kraft braucht, bin ich auf die Idee gekommen, mir da eine Zugstange als Schaltstange anzubauen (sieh Bild6). Hierzu habe ich einen 6 mm Aluminium Rundstab auf die richtige Länge gebracht und in Form gebogen, anschließend an beiden Enden ein 6 mm Gewinde geschnitten. Unten habe ich ein Kugelgelenk angeschraubt, das auf der gleichen Schraube sitzt, mit der das Kugelgelenk des pneumatischen Schaltzylinders an den Schalhebel geschraubt ist. Oben wird eine Kugel aufgeschraubt, um das Ende besser greifen zu können und Verletzungen am Stabende zu vermeiden. Im oberen Bereich, auf Höhe des oberen Rahmenrohres, wird die Stange dann noch einmal geführt (Bild7).
Jetzt kann ich, was ich meistens schon während des Anhaltens beim noch rollenden Fahrzeug mache, die Schaltstange nach oben ziehe, nachdem ich zuvor in den 1. Gang runter geschaltet habe. Im Stand ziehe ich dann, je nach Bedarf, die Feststellbremse und kann z.B. an einer Ampel mit laufendem Motor warten ohne die Kupplung ziehen zu müssen. Früher ging das nicht, ich musste entweder die Kupplung gezogen halten oder den Motor ausmachen.

Bild
Bild6

Bild
Bild7

Alle schwarzen Befestigungsteile in den Bildern habe ich gezeichnet und dann in PLA 3-D-gedruckt. Bis Feder, die einmal gebrochen ist, hat bisher alles gehalten.

Wer das hier liest, der hat es geschafft, den ganzen langatmigen Text zu lesen. Wahrscheinlich sind das nur wenige Technik-Interessierte. Ich räume auch ein, das dieses Thema überwiegend Menschen mit Handicap betrifft. Ich hatte hier im Forum bisher nur mit Zweien Kontakt. Einer war querschnittsgelähmt und hatte ein Problem mit seiner Bremse. Wir haben einige Berechnungen und Erfahrungen ausgetauscht. Leider hat er sich dann nicht mehr gemeldet. Der andere ist einseitig beinamputiert und hat sich, von meinem Gespann inspiriert, eine pneumatische Bremse angebaut, die dann auch vom TÜV abgenommen wurde. Ich hatte ihm die Teileliste geschickt und ihn später beim Einbau beraten.
Ein Dritter hat mich über meine frühere Website erreicht, er suchte ein umgebautes Gespann um die Führerscheinprüfung abzulegen. Also den Führerschein hatte er, war aber die 25 Jahre seit seinem Unfall nicht mehr Motorrad gefahren und musste nun laut Gerichtsbeschluss den Nachweis erbringen, dass er auch mit Querschnittslähmung fahren kann, oder der Führerschein sollte gelöscht werden. Natürlich bekam er meinem Zweitgespann um ein paar Stunden zu üben und dann damit die Prüfung zu machen. Einige Zeit später hat er mein Zweitgespann, eine Jialing, dann gekauft. Nach 25 Jahren hatte er wieder Blut geleckt..
Es ist ja gut, dass es nicht mehr sind, die mit einem Gespann unterwegs sind. Allerdings könnten es vielleicht mehr sein, wenn sie wüssten, was geht.

Wer einen Schreib- oder Grammatikfehler findet, darf ihn behalten :smt005
Edit: 2/1-Wegeventil durch 2/2-Wege-Kipphebelventil erstezt.
Zuletzt geändert von Pepo2 am 25. Februar 2023 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
LG, Peter
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon BMW2Gespann » 24. Februar 2023 20:34

Respekt, was da geht. :smt023
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 25. Februar 2023 00:18

Reeder hat geschrieben:Moin,

....

...
Bild

Ein Samstag langt.


Sag mal Rehder, hat das Gestell die richtige Höhe, um das Getriebe vom Motor wegzuziehen? Eigentlich währen dann ja ein paar Rollen nicht blöd. Den Kardan würde ich wohl wieder abnehmen, um den Schiebsitz zu schmieren. Wobei die Kardanwlle meiner früheren GS auch mindestens 100 tkm nicht auseinander, also ohne neue Schmierung, war. Und trotzdem hat sie insgesamt nach 210 tkm immer noch fleißig gewerkelt.
Könnte ich die Abmessungen von dem Gestell bekommen, sieht ungemein praktisch aus :-)
LG, Peter
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 25. Februar 2023 08:51

Moin,

das "DING" habe ich mal schnell in der Mittagspause gebaut.
Es passt nicht zu 100% , war aber auch für die RT gedacht.

R1100RT-R - 1 von 1 (1).jpeg


Am besten geht es, wenn man den Motor unterlegt und so einen festen Punkt hat.
Dann unters Getriebe so einen Scherenheber. Wenn dann alles auf einer Höhe ist, einfach nach hinten wegziehen.
Rollen wären gut, aber das Getriebe will immer noch nach vorne kippen. Deswegen die waagerechten Füsse.
Könnet noch verfeinert werden - aber es funktioniert ja auch so.

Für Maße müßte ich das "DING" mal suchen und messen.

Der letzte Einsatz ist auch schon wieder etwas länger her.
Da habe ich mir auch ein Rückwärtsganggetriebe vom Roth eingebaut.
Funktioniert auch einwandfrei. Nur für den Schalthebel muß ich mir noch mal was einfallen lassen.
Der ist zu weit unten. Macht mein Rücken nicht mehr mit.
Wenn Frau im Beiwagen sitzt, schaltet diese den Rückwärtsgang - muß ja auch was zu tun haben. 8)
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 25. Februar 2023 09:33

?

Ich hab bei meinem 2V Getriebe dem Hebelchen eine Verlängerung nach Oben verpasst. Verbindungen mittels Kugelgelenken, wie du die am R1100 Schalthebel hast. . .


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 25. Februar 2023 10:52

Reeder hat geschrieben:...

Für Maße müßte ich das "DING" mal suchen und messen.

Der letzte Einsatz ist auch schon wieder etwas länger her.
Da habe ich mir auch ein Rückwärtsganggetriebe vom Roth eingebaut.
Funktioniert auch einwandfrei. Nur für den Schalthebel muß ich mir noch mal was einfallen lassen.
Der ist zu weit unten. Macht mein Rücken nicht mehr mit.
Wenn Frau im Beiwagen sitzt, schaltet diese den Rückwärtsgang - muß ja auch was zu tun haben. 8)


Hallo Rehder,

ich dachte, du hättest vielleicht eine Zeichnung. Bei mir steht zur Zeit auch keine Reparatur an. Wenn es so weit ist, werde ich mal selber messen.

Seit wann hast Du das RWG Getriebe drin? Hast Du auch den kurzen 1. Gang genommen?
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 25. Februar 2023 11:50

Stephan hat geschrieben:?

Ich hab bei meinem 2V Getriebe dem Hebelchen eine Verlängerung nach Oben verpasst. Verbindungen mittels Kugelgelenken, wie du die am R1100 Schalthebel hast. . .


Stephan


Hallo Stephan,

hast du mal Bilder von Deiner Verlängerung. Ich komme zwar gut runter zum Schalthebel, aber das lahme Bein ist manchmal im Weg. Mich interessiert vor allem das obere Lager der Verlängerung, was aber bei der $-V dann eh wieder anders aussehen wird wie bei der 2-V.
LG, Peter
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Reeder » 25. Februar 2023 13:06

Moin,

das Getriebe habe ich seit etwa einem Jahr verbaut.
Wegen Corona und dem Getüddel bin ich aber wenig gefahren. Mehr als 2000 km waren es wohl nicht.
Seit ich den 165/65 *15 Hinterradreifen fahre, war mir das Drehzahlniveau zu hoch.
Da ich recht wenig bis garnicht im Hochgebirge fahre, habe ich mich in der Norddeutsche Tiefebene gegen einen kurzen ersten, dafür aber einen langen fünften Gang entschieden.

An eine Umlenkung für den Schalthebel habe ich auch schon gedacht.
Nur habe ich noch keine Lösung gefunden, um an der Drosselklappe vorbeizukommen.
Bilder könnten helfen.
Gruß
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 25. Februar 2023 13:44

Mein Gespann steht im Moment im Winterlager, wird wohl noch 5-6 Wochen dauern, bis ich es nach Hause holen kann. Dann sehe ich mir das nochmal an. Mit einer geeigneten Kröpfung sollte das aber möglich sein. Damit der Stab durch die Kröpfung dann nicht zu stark federt, muss es wahrscheinlich schon ein 8 mm Rundstab aus rostfreiem Stahl sein.
Das obere Lager für des Stabs könnte man wahrscheinlich an der maschinenseitigen Befestigung der oberen Anschlusstrebe des Beiwagens mitanschrauben.
LG, Peter
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 25. Februar 2023 18:19

Bin Sonntag wieder daheim. Aber im Prinzip hab ich mir eine Alustange und eine Kugel mit Gewinde, als Abschluss bestellt. Alustange mittels Kugelgelenk mit dem VA-Hebel unten verbunden. Bei der Gelegenheit wurde mir ein Super Schmiermittel verkauft. Edelstahl lässt sich damit bohren wie St52.

Weiter Oben hab ich mir eine Schelle aus Vollmaterial geschnitzt. Die geht um die hintere obere BW-Strebe und hält die Alustange am oberen Ende. Prinzip KIS. . .


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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Pepo2 » 25. Februar 2023 20:19

Ja, die Schelle für oben habe ich im Thread "Guten Morgen" gesehen. Ist die Alustange 6 mm oder 8 mm? Meine Schaltstange für den Leerlauf ist mit 6 mm (Baumarktqualität) etwas instabil, was allerdings auch daran liegt, dass ich die schon mal mit dem Bein verbiege, wenn ich vergesse, das Klettband mit dem das Bein gegen "Auswehen" gesichert ist vor dem Absteigen zu lösen :roll: Wenn ich vom 1. Gang in den Leerlauf ziehe, ist das kein Problem, aber wenn ich damit alle Gänge schalten wollte, was ja grunrdsätzlich möglich ist, federt die Stange, auch durch die Kröpfungen, doch relativ stark durch.
LG, Peter
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Re: Rückwärtsgang-Getriebe R850/1100 Typ 259

Beitragvon Stephan » 27. Februar 2023 10:47

Hier ist alles drauf zu sehen. Das Maß muß ich nochmal messen. Würde aber eher auf 10mm tippen. Der kleine Hebel Unten hat eine neues Bohrung verpasst bekommen. Den Hebel müsst ich noch kürzen. Mit den oberen Kugelgelenken ist relativ viel Spiel im System. Da würde vielleicht ein Gelenk und eine lose Schraubverbindung (Bolzen in der Stange, Mutter drauf) besser sein.

EML_Gangschalthebel Kopie.JPG



P.S.: Mit den 10mm lag ich richtig. Die Kugel ist 20mm.


Stephan
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