Rückwärtsgang

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 29. Januar 2016 17:37

bf109v7 hat geschrieben:Zur Bordsteinkante: Als Mensch kann ich da Anlauf nehmen und nicht nur ich, sondern die kinetische Energie schiebt mit. Der Emotor fährt schön langsam dagegen.
Und die meister Energie setzt der Mensch durch runterfallen frei. Wurde ausgenutzt beim Red Bull Flugwettbewerb. Statt das Fluggerät anzuschieben, sind die ins Wasser gesprungen, mit Fallschirmgurt und Seil über Rolle zum Fluggerät.
Alex


Na gut, Wochenend.

Der Mensch kann auf Grund seines Körperbaus alles nur mit Schwung und mit nem Ruck, was die Grenzen seiner Vorstellungskraft überschreitet. Ob Gespann oder Gewichtheben. Mit einem Flaschenzug (das ist ein Übersetzungs-Getriebe) oder einem Hebel (geistiger Mehrwert im Marxschen Sinne) kann er die Welt bewegen. Alle Zweifler mögen sich mal einem Praktikum auf dem Lande oder in einem Fuhrbetrieb unterziehen, das seinen Namen verdient. Ackerwagenwinden bestanden aus einem kleinen Getriebe in einem Holzblock, LKW Winden gibt es immer noch, die sehen genau so aus. Damit hebt der schwächliche Achtzigwattler aus der Großsstadt mal locker sechs Tonnen.

Ein E-Motor ist geistiger Mehrwert, er wächst nicht an Bäumen, sondern wurde vom Menschen erfunden. Und der kann genau das, was der moderne Mensch nicht mehr kann: die Arschbacken zusammenkneifen und durchhalten. Er kniet sich in sein Getriebe und dreht. Gleichmäßig und ohne Ruck. Mein 100W Motor hebt stur die 280kg, die dem Gewichtheber beim Reissen die Gase aus den Körperöffnungen treiben.

Ein Watt ist die Einheit für eine Hebearbeit von ein Nm, die in einer Sekunde verrichtet wird. Wieviel Arbeit kann ein 100W Treibling in 100 Sekunden verrichten? Oder welche Last kann er in 100 Sekunden 0,1m hochheben? (Ein Tipp: es ist der zehntausendfache Faktor)

Willi-Jens! Mal vorrechnen. :D
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Rebel-CMX250 » 29. Januar 2016 18:23

Sorry, aber 100 Watt Glühbirnen gibt es doch gar nicht, es sei man nimmt sich eine halbe Flasche Williams Christ Birne zur Brust dann brennt die Birne natürlich ganz schön.
Und die 100Watt Glühlampen hat unsere Doktorin der Physik ja höchst persönlich verboten weil die so umweltschädlich sind.
Dafür wurden dann ja die umweldfreundlichen Sparlampen mit Quecksilber und Co eingeführt.
Und die gesparte Wärmeleistung der Glühlampe muss jetzt unsere Heizung mehr aufbringen.

Soll heißen: nicht jede Logik eines Physikers ist nachvollziehbar, mal so frei nach Dürrenmatt.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 29. Januar 2016 18:55

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Slowly » 29. Januar 2016 19:40

Gut erklärt und nachvollziehbar :!:
Danke.

Flankierend zu solchen Betrachtungen lasse ich immer gern im Hinterkopf eine visuelle Brechstange mithebeln.
Denn damit haben wir sicher alle schon Erleichterungen im Alltag erfahren.
Bedarf auch keiner besonderen Schulbildung, wenn es um die Wirkung einer Brechstange geht.
Ist Praxis aus dem prallen Arbeitsleben.
Ein "Hoch!" auf die Hebelgesetze!"

:grin:

Robert "Rebel",
noch so eine Bemerkung und Du kriegst mit meinem Baseballschläger watt Schläge auf Deine Birne, bis sie glüht,
obwohl dat mehr 'ne Rübe ist. :-D :-D :-D

:smt005
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 29. Januar 2016 19:40

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 00:20

Um die Diskussion zu einem konstruktiven Ende zu bringen, ist mir wieder etwas ein gefallen, eine Kleinerfindung im wahrsten Sinne des Wortes. Ein Rückwärtsgang im Westentaschenformat aber absolut für Freunde von Powerantrieben. Ich werde sie nicht zum Patentamt schleppen, sondern hier veröffentlichen. Es kann sich nur um Stunden handeln. Das wird ein Spass... :)
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Stephan » 30. Januar 2016 03:06

Was die Garage mit der kurzen steilen Auffahrt angeht. Da kann ein Schwerlastdübel, nicht wegen dem Gewicht, eher wegen der Konstruktion, mit aufgeschraubeter Augenschraube, schon helfen. Stichwort; Winde.


Stephan, der nur für das alte Gespann so eine Garage hat. Und die alte Möhre ist (noch) leicht zuschieben. . .
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Rebel-CMX250 » 30. Januar 2016 06:37

@Stephan:
Schrägen sind doch wunderbar wozu denn " Schwerlastdübel und Augbolzen"?
Vorwärts reingefahren und zum wieder raus geht doch auch Rückwärts an der Schrägen mit der gespeicherten Enegie des Gespannes.
Aufsitzen und rausrollen.
Auf unserer Hof-Schrägen muss ich sogar beim Rückwärts rollen noch bremsen soviel Energie hat das Gespann beim hochfahren gespeichert.
Eine Garage oder Bike-Port habe ich leider noch nicht. Noch muss die Plane als Wetterschutz dienen und da geht eh nichts mit Schwerlast-Dübel ;-)
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 30. Januar 2016 08:49

Danke Peter :!: 8) Und wie schon geschrieben, wenn da die besagte Kante eines nicht ganz abgesenkten Bordsteins (selbst in der Ebene) & der höhere Fahrwiderstand eines Gespanns (wie auch von Peter hier schon erläutert) hinzu kommen, dann sind wir eben bei Geschwindigkeit ca. 0 (wenn sich überhaupt noch der Übergang von Haft- auf Gleitreibung in allen Lagerstellen bewirken läßt :roll: ) mit den von Olaf empfohlenen 100W.
Und dafür dann der Aufwand sich so einen Antrieb zusammen zu basteln und beim TÜV eintragen/abnehmen zu lassen, der immer dann nicht mehr funktioniert, wenn es auch schwerer wird das Gespann selber zu schieben :smt017

Grüße

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon saschohei » 30. Januar 2016 09:33

Moin Jungs,

bei einer Garage oder Mopedport könnte man auch an die Stirnwand ne starke Feder häkeln, so vom alten Auto, Kleinlaster oder so.

Da fährt man dann, wenn man los will, einfach mit Schmackes vorwärts dagegen (Prallplatte am Gespann nicht vergessen) und kuppelt aus - und schwupps wird das Gespanntier rückwärts beschleunigt. :lol:

Warum also so einfach wenn es doch auch kompliziert geht? :-D

Mein Mopedport habe ich übrigens vor 30 Jahren tatsächlich mit ordentlich Gefälle gebaut, aber leider echt totaler Mist, lieber nicht nachmachen! :smt009

Zwar laufen leichte Gespanne tatsächlich von alleine rückwärts wieder raus, aber meine Gespann-Dinger eben nicht, die bewegen sich keinen Millimeter.

Und der gravierende Nachteil ist, dass ich nun keine parallele Fläche habe, was z. b. beim Vermessen der Spur oder bei irgendwelchen Schweißarbeiten richtig Mist ist, weil man alles mühsam durch unterlegen auf Höhe bringen muss.

Da nützt es dann leider echt gar nichts , dass man 50qm überdachte Carportfläche mit Kranbahn hat - aber irgendwas ist ja immer. :rock:

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende vom verrückten Schaf, dass bisher auch noch mit ohne Rückwärtsgang fast alle Gespanne händeln konnte :roll:

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Slowly » 30. Januar 2016 10:10

saschohei hat geschrieben: ... Mein Mopedport habe ich übrigens vor 30 Jahren tatsächlich mit ordentlich Gefälle gebaut,

War denn damals Deichbebauung erlaubt ? :?: :wink:

:-D
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 11:05

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon FredB » 30. Januar 2016 11:11

Slowly hat geschrieben:...
Beachte bitte mal bei den Leistungsmerkmalen u.a. die Geschwindigkeit von max. 3 km/h.

Wär ich ohne, hätte mich das spontan herausgefordert.

Gruss,
Hartmut


...da wärst Du ja rückwärts schneller unterwegs als vorwärts.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 11:19

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 11:38

Mann, wie kann man sich so da rein knien? Und wenn das Problem mit der Bordsteinkante gelöst ist, fängt einer an: "Un was ist bei Gladdeis? Un bei Gladdeis bergauf? Un bei Gladdeis anner Bordsteinschwalbe, äh, -kande?" :?

:smt009 :smt015

Meine Meinung: Wer sein Gespann so bescheuert parkt, hat keinen Rückwärtsgang verdient.

Hier nun meine Idee. Es ist kein Rückwärtsgang, sondern eine Rückwärtsrangierhilfe. Besonders gekennzeichnet durch... wie der Patentanwalt sacht:
einen stabilen Metallrahmen mit zwei parallelen, arretierten Gummiwalzen, die nach dem Überfahren mit dem Antriebsrad und lösen der Arretierung den Drehsinn des Antriebes umkehren.

Inspiriert hat mich da nicht nur das Auto von Fred Feuerstein, sondern auch der Gedanke, dass für die Rückwärtsfahrt generell sich ein (Zahn-) Rad mehr im Getriebestrang befinden muss. Zunächst denkt man an das Getriebe selbst, oder nur den ersten Gang, es ist aber genau so gut möglich, diese zusätzliche Rad ganz hinten an zu hängen. Auch eine klappbare Rolle ist möglich, die wie ein Hinterradständer unter das Rad geklappt wird.
Das Ding kann sicher keinen Bordstein hochfahren, aber eine Steigung zum Beispiel auf befestigtem Untergrund. Und es steht die volle Motorleistung zur Verfügung. Das Teil benötigt dazu nicht mehr Handarbeit, als die umstandlichen Wohnwagenrangierhilfen vor dem Start.

Ach ja, wie sieht das nun aus? So.
Erst mal die Funktion als Prinzipzeichnung (Animation) in Seitenansicht.
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edit: Ich habe das Gif jetzt auf meinen Webspace verlinkt, hier können offensichtlich keine Animationen angehängt werden.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 11:55

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 12:01

gast hat geschrieben:Das würde funktionieren. Allerdings muss man die Rollen zum Einfahren und vor allem zum Ausfahren bremsen können, siehe Bremsenprüfstand. Solange die Rollen sich drehen, kommt man mit dem Rad nicht heraus.


Besonders gekennzeichnet durch... wie der Patentanwalt sacht:
einen stabilen Metallrahmen mit zwei parallelen, arretierten Gummiwalzen, die nach dem Überfahren mit dem Antriebsrad und lösen der Arretierung den Drehsinn des Antriebes umkehren.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Slowly » 30. Januar 2016 12:09

FredB hat geschrieben:
Slowly hat geschrieben: ... Geschwindigkeit von max. 3 km/h. ...

...da wärst Du ja rückwärts schneller unterwegs als vorwärts.

Du Frechdachs, badensischer Geeltreter,
aber nee, bist ja ein Frechfredchen

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 12:10

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Stephan » 30. Januar 2016 12:12

Und den Boden immer penibelst sauber halten. Da stört das kleinste Steinchen. . .



Stephan, der auf'm Garagenhof immer aufpassen muß, das sein Gespann nicht zu weit rollt. Obwohl da kein offensichtliches Gefälle ist. . .
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 13:06

Stephan hat geschrieben:Und den Boden immer penibelst sauber halten. Da stört das kleinste Steinchen. . .



Stephan, der auf'm Garagenhof immer aufpassen muß, das sein Gespann nicht zu weit rollt. Obwohl da kein offensichtliches Gefälle ist. . .


Ja, schon klar. Und vor allem, was ist bei Glatteis?

Stephan, so findet man keine Lösungen, gruppendynamisch schon gar nicht. Manche Kritik hier ist nicht nur konzeptionslos, sie ist geradezu antikonzeptionell. Nicht teamfähig. :oops: :(

Du arbeitest doch in der Industrie, du weisst doch wie es geht, oder?
Zunächst mal wird eine Lösung in den Raum gestellt, ein Konzept, ein Prinzip, wie es funktionieren könnte und dann (kommen die Bordsteinschwalbenbesucher), nein dann wird überlegt, was geändert werden muss, damit dieses und jenes auch funktioniert.
Mein Konzept ist gut, denn es ist einfach, leicht und preiswert und es funkt schon mal bergauf auf festem Untergrund. Für die Wiese oder den Schotter könnten jetzt die überlegen, die es interessiert,
- ob die Fa. Dunlop zum Beispiel bereit wäre 300 Gummiwalzen mit Stollenprofil her zu stellen.
- ob man beide Walzen mit einer Kette verbindet, damit eine, die weniger belastete, aus strukturiertem Metall zur Aufnahme des Drehmomentes aus dem Hinterrad und die andere aus hartem profilierten Gummi zur Übertragung des Drehmomentes auf den Untergrund ausgeführt werden können.
- ob man nicht gleich drei Walzen im Winkel zueinander verbaut, damit das Ding auch Treppen steigen kann
- ob man nicht drei Walzen mit einer Antriebskette miteinander verbindet,... usw, usf
- ob man nicht das Teil an der Hinterradschwinge mit einem Schwingarm und zwei Anschlägen...

Antikonzeptionell. Irgendwie komme ich jedesmal zu der Einsicht, dass es sinnlos ist, den Dreiradlern Ideen vor zu stellen oder Lösungen an zu bieten.

edit: - ob man nicht ein über alle drei Rollen laufendes, strukturiertes Gummi-Flachband laufen lässt, wie eine Gleiskette für die ultimative Traktion und Kletterfähigkeit...
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 13:22

Stephan hat geschrieben:Und den Boden immer penibelst sauber halten. Da stört das kleinste Steinchen. . .


Edit ihre Schwester hat Rollschuhe...

http://www.rollschnellauf.de/mediac/400 ... l2~008.JPG
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Stephan » 30. Januar 2016 13:40

Olaf, ich schreib was ich weiß. Und ich hab so 'ne Rangierhilfe für Solos. Da fällt das Moped fast runter, wenn das Teil mit den ähnlich kleinen Rädern, harter Kunststoff, gegen 'n Steinchen stösst. . .


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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Rebel-CMX250 » 30. Januar 2016 14:24

Peter sein Dank! Jetzt habe ich endlich mal die Steigung bei uns auf dem Hof vermessen.
Was die Nachbarn wohl gedacht haben: da rennt er im Regen mit dem Holzgliedermaßstab (Zollstock) und Alu-Leiste auf dem Hof herum...
@Peter: gute Darstellung.
Unser Hof hat zwischen 9cm bis 11cm auf 2 m Gefälle. 4,5% bis 5,5% Steigung, damit ein Winkel von ca. 2,5 bis 3 Grad.
Mein leichtes Gespann mit schwerem Fahren wiegt 470kg und wird beim Rückwärtsrollen so schnell das ich bremsen muss.
Vorwärts stimmt die Berechnung wohl , denn alleine bekomme ich das Gespann nicht hochgeschoben (erf. 270Nm)

@Deichschaf: genau so einen überdachten Abstellplatz mit Schräge wollte ich allerdings auch bauen (3x5m, davon 3x3m überdacht).
(dank Peter's Berechnungen sollte ich auf den 5m also so ca 27cm Höhenunterschied einbauen)

@slowly: ich glaube ein Besuch bei dir wird anstrengend: zuerst zur Grillglutüberwachung mit dem vom Brandmeister aus dem Neandertal empfohlene Löschwasser, dann die Williams Christ Birne und zum Schluss gibt es noch den Krautinger Rübenschnaps (48%!) auf die Rübe.
Das bedeutet Fahruntüchtig auch für den Tag danach! ;-)

Als ernsthafte technische Garagenlösung wären natürlich auch zwei Auffahrrampen vom Anhänger möglich und am Garagenend an der Decke eine elektrische Seilwinde die man nach dem Aufsitzen über die Fernbedienung so weit hochzieht das es zum rausrollen reicht.
Eine Zeitsteurung läst die Winde mit der Rampe nach 5Min. autom. wieder runterlaufen. So kann man den Vorteil des geraden Garagenboden bei behalten.

Gruß Robert
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon bf109v7 » 30. Januar 2016 14:37

Ich dachte, die 100W Birnen gibt es noch, nur dürfen die nicht mehr als Leuchtmittel, sonder nur noch zu Heizungszwecken verkauft werden. Oder ist das jetzt auch untersagt?
Und, Hier fahren ja viele kleine zierliche Frauen mit Gespann zum Supermarkt einkaufen, wo das Gespann dann Rückwärts eingeparkt werden muss. Und die steigen dafür nicht mal ab, die haben eine viel einfachere Lösung zu Rückwärtsfahren gefunden-














Die rufen den Wachmann, und der schiebt.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 15:33

Stephan hat geschrieben:Olaf, ich schreib was ich weiß. Und ich hab so 'ne Rangierhilfe für Solos. Da fällt das Moped fast runter, wenn das Teil mit den ähnlich kleinen Rädern, harter Kunststoff, gegen 'n Steinchen stösst. . .


Stephan



Ach, da musst du nicht bange sein, Stephan, so schnell kippt ein Gespann nun auch wieder nicht.... ;)
Ausserdem bleibst du doch bei meinem Entwurf auf dem Bock sitzen und gibst Gas. Da kannst du auch die Beine unten behalten.

Der Vollständigkeit halber:
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Vielleicht tut es ja sogar ein grobes Schleifband als Gurt, es gibt aber durchaus textilarmierte Gummibänder zu kaufen
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 30. Januar 2016 15:40

gast hat geschrieben:
willi-jens hat geschrieben:Danke Peter :!: 8) Und wie schon geschrieben, wenn da die besagte Kante eines nicht ganz abgesenkten Bordsteins (selbst in der Ebene) & der höhere Fahrwiderstand eines Gespanns (wie auch von Peter hier schon erläutert) hinzu kommen, dann sind wir eben bei Geschwindigkeit ca. 0 (wenn sich überhaupt noch der Übergang von Haft- auf Gleitreibung in allen Lagerstellen bewirken läßt :roll: ) mit den von Olaf empfohlenen 100W.
Und dafür dann der Aufwand sich so einen Antrieb zusammen zu basteln und beim TÜV eintragen/abnehmen zu lassen, der immer dann nicht mehr funktioniert, wenn es auch schwerer wird das Gespann selber zu schieben :smt017

Grüße

Jens


Hallo Jens,

das ist richtig, siehe auch meinen Beitrag zum Thema Kante. Wenn Du aber zum Beispiel behindert bist, und das Gespann nicht wie ein normaler Geher schieben kannst, ermöglicht ein E-Antrieb von 100 W oder 200 W Dir alles das, was ein einzelner Gespannfahrer sonst auch kann. Und wenn das Teil entsprechend übersetzt ist, geht da auch etwas mehr. Es ist also nichit so ganz sinnlos, über so einen Antrieb nachzudenken. Die Frage ist, was Du damit machen willst.


Ja Peter,

klar ist mit Antrieb besser als ohne, aber gerade dann eben gleich mit ausreichender Kraft und nicht mit 100W, die bei Einbeziehung der tatsächlichen Fahrwiderstände selbst auf ebener Fläche ohne Steinchen oder irgendwelchen sonstigen Widrigkeiten nur für Geschwindigkeiten < ca. 2 km/h reichen. Bei solchen körperlichen Gegebenheiten ist man ja quasi auf Gedeih & Verderb auf die sichere Funktion der Rückfahrhilfe angewiesen und kann mit etwas was bei einer Ablaufrinne oder einem nicht ganz abgesenkten Bordstein die Funktion einstellt nichts anfangen.

Grüße

Jens

P.S. Und Deine Rechnung zeigt imho auch sehr schön auf warum der Bruno mit seiner Meinung bezgl. der Limitierung der üblichen wesentlich krätigeren E-Antriebe für Wohnwagen bzw. dem Vorteil eines echten Rückwärtsganges nicht so ganz falsch liegt.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon FredB » 30. Januar 2016 16:46

Crazy Cow hat geschrieben:
Ja, schon klar. Und vor allem, was ist bei Glatteis...
...
Antikonzeptionell. Irgendwie komme ich jedesmal zu der Einsicht, dass es sinnlos ist, den Dreiradlern Ideen vor zu stellen oder Lösungen an zu bieten.


...irgendwie furzt Du da schon recht diffus in die Menge - ich furze halt mal zurück und denke mir so: wer für nahezu jedes Problem eine "Lösung" in der Tasche hat (hier unterbreche ich besser meinen urprünglichen Gedanken) sollte notphalls auch für allfälligen Gegenwind eine (praktikable) Lösung finden können, so wie "segeln hart am Wind" oder so ähnlich. Kann manchmal ganz befruchtend sein, so konzeptionell gesehen.

Aber, es gibt hier, wie fast immer, auch was zu lernen: "Antikonzeptionell" - muss ich mir mal eben merken.

Nee, mal im ernst. Irgenwie gibst Du hier gerne so'n bissle den Daniel Düsentrieb - nur: nicht jede Idee ist tatsächlich eine Lösung. Zumindest mal hier was die praktikable Nachvollziehbarkeit für das geneigte Publikum (so mal im Durchschnitt gedacht) betrifft. Und gerechtfertigte Einwände von der Theke zu putzen, weil sie das theoretische Konzept stören, finde ich zumindest nicht zielführend oder meinetwegen ebenso antikonzeptionell - das mit den Steinchen oder unebenem Untergund zum Beispiel ist ein Aspekt, der durchaus einleuchtend ist. Alleine das ist m. E. ein Killerargument für einen solche Lösungsansatz - es wird nicht zuverlässig funktionieren können (zumindest jenseits eines sauglatten Werkstattbodens, und genau da braucht man sowas nicht wirklich).
R.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 30. Januar 2016 16:53

Gegen unkonventionelle Ideen ist ja imho gar nichts einzuwenden, WENN sie denn wenigstens halbwegs durchdacht (das Beispiel mit den 3 Rollen mit dem Umlaufband z.Bsp. also vielleicht mal außen vor...) sind und berechtigte Einwendungen auch zur Kenntnis genommen werden.

Grüße

Jens
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon saschohei » 30. Januar 2016 18:12

Hallo Robert,

da Du ja quasi bei mir um die Ecke wohnst, kannst du gerne jederzeit mal vorbei gerollert kommen und Dir das mit dem Gefälle ansehen, bzw. probieren... :wink:

Meine Einfahrt ist z.B. schon deutlich schräger, da geht das von alleine mit jedem Fahrzeug, selbst mit Stapler und Radlader.
Aber leider nützt das weniger als man denkt, weil die Einfahrt direkt auf die Straße mündet, man also anhalten muss um zu sehen, ob gerade ein T 34 angerumpelt kommt, dann könnte es sonst komisch werden. :cry:
Und dann müsste man eben doch noch wieder 2 Meter rückwärts schieben, bis man vorwärts losdüsen kann.

Deswegen überlege seit geraumer Zeit, ob ich mir eine elektrische Drehscheibe im Boden einbaue, unter dem Carport oder so, dann ist das Problem gelöst. Wollte ich vor Jahren schon machen, bin aber wieder von abgekommen, und noch geht es ja auch ohne. :-D

Mal sehen, was die Zukunft so bringt.... :lol:

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende für alle Gespanntreiber - mit und mit ohne Rückfahrhülfe :roll:

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon scheppertreiber » 30. Januar 2016 18:33

"T34 Sport" - dat is 'ne Dnepr :-D :-D :-D
frisierte Dnepr MT11 "Toter Oktober" * frisierte Guzzi 1000SP "donnaccia rossa" * 1000SP solo natur "milanese nera"
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon itzefritz2013 » 30. Januar 2016 20:58

die spinnen die röm..... äääh ...gespannfahrer. :lol: :grin: :-D

:oops:
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon scheppertreiber » 30. Januar 2016 21:00

itzefritz2013 hat geschrieben:die spinnen die röm..... äääh ...gespannfahrer. :lol: :grin: :-D

:oops:

Na und ? :-D :-D :-D

Normal ist Durchschnitt und Durchschnitt ist sterbenslanweilig.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 22:37

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 22:48

FredB hat geschrieben:Aber, es gibt hier, wie fast immer, auch was zu lernen: "Antikonzeptionell" - muss ich mir mal eben merken.


Mein lieber R.

als wir anfingen mit dem PC zu arbeiten, ist jetzt fast 30Jahre her, lernten wir als erstes, dass man ein Konzept benötigt und regelmäßig seine Arbeit sichert, denn die Arbeit am PC ging langsam voran und war teuer. Diese beiden Maximen sind bei den meisten Leuten noch nicht angekommen, was das wahre Leben betrifft.

Nee, mal im ernst. Irgenwie gibst Du hier gerne so'n bissle den Daniel Düsentrieb


Na und, im richtigen Leben werde ich mitunter sogar dafür bezahlt.

Und gerechtfertigte Einwände von der Theke zu putzen, weil sie das theoretische Konzept stören,...

ich putze die Einwände von der Theke, weil sie nicht konstruktiv sind, nicht weil sie stören. Da hast du was falsch verstanden. Ich verstehe jedes der technischen Probleme hier als Ansporn mir Gedanken zu machen, eine Lösung zu finden. Jeder der mit destruktiven Einwänden kommt, sollte wenigstens mit einer Alternative in die andere Richtung aufwarten, andernfalls tritt er eine geleistete Arbeit, in diesem Falle immerhin eine ausgearbeitete Idee (die auch ganz sicher funzt) mit Füßen.
Wenn einer keinen Rückwärtsgang will, soll er sich raushalten. Wenn mir einer nicht traut, mich nicht kennt, soll er den Gedanken bei BMW überprüfen lassen, oder eine umständlichere Lösung beim Gespannbauer seines Vertrauens erwerben. Wir leben in D., da gibt es alles zu kaufen und Geld ist ja da.

das mit den Steinchen oder unebenem Untergund zum Beispiel ist ein Aspekt, der durchaus einleuchtend ist. Alleine das ist m. E. ein Killerargument für einen solche Lösungsansatz - es wird nicht zuverlässig funktionieren können


Kaum zu glauben,... (so einen Blödsinn habe ich von meiner zahlenden Kundschaft noch nie gehört). Wir leben in D., da gibt es alles zu kaufen und Geld ist ja da.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2016 22:58

gast hat geschrieben:...die Rückfahrhilfe braucht noch irgendwie ein Fangseil oder so :?, sonst sieht es so aus :wink: :

Bild

Peter aus Entenhausen :)


Hallo Peter,

das ist mal eine konstruktive Kritik. Aber irgendwie widersprichst du damit deinem Einwand oben selbst, dass die Rollen gebremst sein müssen, damit man drüber fahren kann. Unter dem Rad sind sie nicht mehr gebremst, die Chance dass das Teil hinten rausschießt wird also deutlich geringer. Aber es käme auf den Versuch an und ja, man sollte gleich ein paar Montagefinessen zur Lösung dieses Problems mit einplanen, falls es auftritt.

Wenn ich es für mich realisieren sollte, wäre es mir zu blöd, mich jedes mal zu bücken, um rückwärts zu fahren. Ich würde das Teil mit einem Doppelgelenkarm und einer Raste für den Ruhezustand vor dem Hinterrad zu montieren versuchen. Mit einem umlaufenden Band können die Rollen deutlich kleiner ausfallen, so dass der Verlust der Bodenfreiheit nicht gleich wieder die Schreier auf den Plan ruft. Mit einem beidseitigen Doppelgelenkarm wäre das Teil auch gut geführt, würde sich nicht bei längerer Fahrt seitlich herauswirtschaften.

Aber ein Fangseil ist für ein mobiles Teil sicher die beste Lösung, weil simpel. Fix einhaken und gut ist.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 30. Januar 2016 23:31

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Slowly » 30. Januar 2016 23:53

Crazy Cow hat geschrieben: ... Aber ein Fangseil ist für ein mobiles Teil sicher die beste Lösung, weil simpel. Fix einhaken und gut ist.

Ich würde gern schon mal das zu erwartende Thema "Fangseil" vorbereiten,
da Seilerwaren zu meinem beruflichen Bereich gehören.
Berechnung der am Seil auftretenden Kräfte* nach der Formel

1. Wenn es lose daneben liegt:

K* = G · (sin α + μs · cos α)

2. Wenn es auf eine Abrolltrommel mit Schmierlager gewickelt ist:

K*=G · (sin α + μs · cos α) · (1 + μz)
----------------------------------
(1 -μz)


Danach kann der Seildurchmesser bestimmt werden.

Das Seil brauchen wir in Kürze für Olafs Praxis-Versuche mit TüV-Abnahme.
Olaf, dafür erbitte ich das Gesamtgewicht Deiner Erfindung.

:oberlehrer: :wink:
WARNUNG: Beiträge könnten Humor enthalten!
Bei Nebenwirkungen fragen Sie Herrn W. Enauchimmer oder Frau M. Irdochegal !

-----------------------
Zum Gucken und Lesen: http://oldslowly.magix.net
1 Gäste-Fotoalbum "Begegnungen freundlicher Art"
1 Motorrad-Album "Das moderne Motorrad 1915" Fachliteratur (144 Seiten, 72 Abb.)
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon gast » 31. Januar 2016 00:19

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 31. Januar 2016 02:22

gast hat geschrieben:Hallo Olaf,

das Teil fix montieren wäre sicherlich am schönsten. Aber wie kommst Du da wieder raus? Das Hinterrad dreht nur in eine Richtung,...


:grin:
Hallo Peter,
denk mal einen Schritt weiter in Bezug auf Fixmontage. Wo ist der meiste Platz am Hinterrad, wo ist draußen?
Wer nicht "drinnen" ist, muss auch nicht wieder raus, oder?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon scheppertreiber » 31. Januar 2016 07:23

Die grundlegende Idee iat: Ich lasse das Getriebe in Ruhe und verlege den
Rückwärtsgang ans Hinterrad. Ungefestigt kann das wegfliegen, also sichern
(Fangseil, vielleicht eine Konstruktion zum Herunterklappen).

Die Nachteile (kleine Rädchen die auf einer Wiese verhungern, Wirkungsgrad)
bleiben zwar, aber es geht überhaupt rückwärts.

Und glaubt mir, ein RWG ist elend praktisch 8)

Grüße Joe
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 31. Januar 2016 08:14

Crazy Cow hat geschrieben:
Stephan hat geschrieben:Und den Boden immer penibelst sauber halten. Da stört das kleinste Steinchen. . .


Edit ihre Schwester hat Rollschuhe...

http://www.rollschnellauf.de/mediac/400 ... l2~008.JPG


Nix für ungut, aber fahr mal selbst Rollschuh oder Skateboard dann merkst Du wie das mit der Steinchengröße ist ab der es Probleme gibt. Hat zudem den Vorteil gleich noch diverse Untergrundarten zu testen wo so etwas noch rollt.
So als konstruktiver Einwand bei den geplanten Rädern und der Größe.

Grüße

Jens
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 31. Januar 2016 08:35

scheppertreiber hat geschrieben:Und glaubt mir, ein RWG ist elend praktisch 8)

Grüße Joe


Aber nur deswegen meine Moppedauswahl auf die wenigen Modelle einschränken, die so etwas haben bzw. für die es Anbieter mit einem anderen Getriebe inkl. Rückwärtsgang gibt? :smt017

Mit dem Motorrad kommt man doch auch ohne aus, seit zig Jahren schon. Und zumindest mit dem Schwenker drehe auf einer kleineren Fläche als ich es mit der Solo schaffe ;-)
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon side-bike-rudi » 31. Januar 2016 09:41

Also selbst wenn das Prinzip mit der Rolle funktioniert, wer würde das nutzen? Man würde ja doch nach praxistauglicheren Lösungen Ausschau halten und die sollte es auch geben. Und bei Schneeketten (wahrscheinlich schon bei Schnee) funktioniert die Rolle auch nicht. Außerdem muss man erstmal das Rad darauf bekommen, das schwerlastige Rad würde die leichte Rolle wohl eher vor sich her schieben.
Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 31. Januar 2016 10:25

side-bike-rudi hat geschrieben:Also selbst wenn das Prinzip mit der Rolle funktioniert, wer würde das nutzen? Man würde ja doch nach praxistauglicheren Lösungen Ausschau halten und die sollte es auch geben. ....... Außerdem muss man erstmal das Rad darauf bekommen, das schwerlastige Rad würde die leichte Rolle wohl eher vor sich her schieben.


David,

damit gehörst Du sicherlich auch zur Gruppe die mit
destruktiven Einwänden kommt
;-)

Grüße

Jens
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 31. Januar 2016 12:38

side-bike-rudi hat geschrieben:Also selbst wenn das Prinzip mit der Rolle funktioniert, wer würde das nutzen? Man würde ja doch nach praxistauglicheren Lösungen Ausschau halten und die sollte es auch geben. Und bei Schneeketten (wahrscheinlich schon bei Schnee) funktioniert die Rolle auch nicht. Außerdem muss man erstmal das Rad darauf bekommen, das schwerlastige Rad würde die leichte Rolle wohl eher vor sich her schieben.


:D :D :D

Wasch mich aber mach mich nicht nass!

Den Einwand bringt einer, der ein Gespann für den Sommer und eines für den Winter hat.
Ja, wenn die fest installierte Rückwärtsfahrhilfe funzt, steht evtl. eine harte Entscheidung an: "Will ich lieber einen Rückwärtsgang oder will ich lieber im Schnee fahren?"
So eine Entscheidung schon von Seiten des Konstrukteurs zu fordern, ist natürlich unbillig und schränkt die Freiheit des Gespannfahrens, die man sich teuer erkauft hat, ungebührlich ein! Aber es gibt eine Entscheidungshilfe: meine Antriebseinheit ist schneller demontiert, als eine Schneekette aufgezogen.

Diese Rückwärtsfahrhilfe, die bisher nur ein Gedankenspiel ist und zu der noch kein Wort und kein Bild über die Gestalt der Laufrollen verloren wurde, (jedenfalls nicht von mir) -
- ist eine kostengünstige Erweiterung für Weicheier, für Gespanne mit Saisonkennzeichen.

Ich hatte ganz vergessen, dass nur ich ein solches Gespann habe! Wie konnte ich?

Willi-Jens: sei mir nicht böse, aber ich glaube, dir fehlt einfach die Vorstellungskraft und die Erfahrung. Wenn wir irgendwann mal auf die Rollen oder das Antriebsband zu sprechen kommen, zeige ich dir Bilder von Beispielen, die unter härteren Einsätzen funktionieren. Sie waren bis Ende der 1960er Jahre modern. Wenn ich auf meinem Gespann hocke, lasten über 250kg auf dem Hinterrad, das ist schon ne andere Nummer einem Steinchen gegenüber als bei einem Rollschuh.

David: Möglicherweise ist dein (Mobecs) Seitenradantrieb mit Rückwärtsgang im Bild weiter oben vollständig und genial, aber die häufigsten Reparaturen an meinem Gespann sind Ölwechsel und Hinterreifenwechsel. Wird das auf einem anderen Zeitkonto verbucht, wenn man mehrere Tausende für diesen Antrieb ausgegeben hat? Für die Kosten des Antriebes und den Zeitaufwand beim Radwechsel kann man mehrere Male einen Kran oder einen Bergedienst bestellen und eine Übernachtung im Skigebiet bezahlen, wenn ich so einen Antrieb nicht habe. :D :D :D Es gibt für alles ein Gegenargument.

Sorry, aber ich kann solche Einwände einfach nicht ernst nehmen, weil sie nicht zu Ende gedacht sind. Über zwei Drittel der Beiträge zu dieser Idee befassten sich mit einer mobilen Rückwärtsfahrhilfe, die von Hand vor das Hinterrad gelegt wird. Da kommt ein Einwand mit Schnee...Im Schnee biste mit dem Gespann schon froh, wennze vorwärts kommz.
Von den Rollen gibt es bisher nur eine Seitenansicht, aber es scheint bei den Zweiflern doch ziemlich sicher, datt dat nich funz.


:smt015
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon willi-jens » 31. Januar 2016 12:55

:lol:

Ja, stimmt mir fehlt die Erfahrung und die Physikkenntnisse für Deine Rechnungen, aber wenigstens muß ich keine Prämie ausloben damit mir jemand die
Physik Mittelstufe
vorrechnet.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon side-bike-rudi » 31. Januar 2016 13:18

Crazy Cow hat geschrieben:David: Möglicherweise ist dein (Mobecs) Seitenradantrieb mit Rückwärtsgang im Bild weiter oben vollständig und genial


Ja Olaf, sicherlich ist die Lösung von Mobec super. Aber ich habe die Rückfahrhilfe noch nicht und die würde mich mehr als die Hälfte von meinen gezahlten Gespannpreis (inkl. Seitenwagenantrieb) kosten. Deshalb bin ich auch sehr an Alternativlösungen interessiert, die für einige sicherlich sehr teuer erscheinen, mir aber gegenüber der Mobec-Lösung eine Menge Einsparung bedeuten. Allerdings müssen die Lösungen auch praktikabel sein.

Ich habe zwei Fälle, wo ich den Rückwärtsgang bräuchte. Sicherlich ging es bis jetzt auch ohne irgendwie.

1. Ich stehe auf Arbeit vorwärts in der Tiefgarageneinfahrt vor dem Einfahrtstor mit ca. 15 - 18 % Gefälle. Greife in meine Tasche und stelle fest ich habe den Schlüssel vergessen. Alleine bekomme ich das Gespann nicht rückwärts geschoben, bekomme es kaum gehalten mit gezogener Kupplung. Es ist 6:00 Uhr morgens, alle die 6:00 Uhr anfangen zu arbeiten sind auf Arbeit. Die um 7:00 Uhr anfangen zu arbeiten, sind noch zu Hause. Weit und breit auf der Straße keiner zu sehen, der mit anpacken könnte. Bei mir auf Arbeit ist auch keiner, ich bin gewöhlich der Erste, vor 8 siehst da mau aus. Ist nicht nur einmal passiert.

2. Mein Gespann steht sonst ja draußen im Schnee. Rückwärts schieben ist eher eine Qual, da man mit den Füßen mehr rutscht, als dass das Gespann (auch wenn keine Schneeketten drauf sind) bewegt wird.

Ansonsten komm ich eigentlich auch ohne Rückwärtsgang aus.
Ich hätte noch den Vorteil am Beiwagenantrieb anzusetzen. Bis jetzt ist es an einer geeigneten Möglichkeit Motor und BW-Antrieb zusammen zu bringen und wieder enkoppeln zu können gescheitert.
Gruß
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon Crazy Cow » 31. Januar 2016 13:42

willi-jens hat geschrieben::lol:

Ja, stimmt mir fehlt die Erfahrung und die Physikkenntnisse für Deine Rechnungen, aber wenigstens muß ich keine Prämie ausloben damit mir jemand die
Physik Mittelstufe
vorrechnet.


Du hast schon ganz andere Prämien ausgelobt. Ich verkneife mir mal einen Link in den Federnfred.
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Re: Rückwärtsgang

Beitragvon FredB » 31. Januar 2016 14:11

Crazy Cow hat geschrieben:
FredB hat geschrieben: das mit den Steinchen oder unebenem Untergund zum Beispiel ist ein Aspekt, der durchaus einleuchtend ist. Alleine das ist m. E. ein Killerargument für einen solche Lösungsansatz - es wird nicht zuverlässig funktionieren können


Kaum zu glauben,... (so einen Blödsinn habe ich von meiner zahlenden Kundschaft noch nie gehört). Wir leben in D., da gibt es alles zu kaufen und Geld ist ja da.


Irgendwie hat das ganze mehr Unterhaltungs- als echten Nutzwert.

Blödsinn - mag sein. Dieses Gegenargument sowie den subtil eingfädelten Qualitätsanspruch vermag selbst ich bei gedämpftem Geist durchaus zu vernehmen :-D Na ja, nicht jeder ist mit einer derartig apathischen Klientel gesegnet (hier auf'm flachen Land ticken die leider anders), die vorm Straßencafé im Posermodus 'ne viertelstunde den kiloschweren "Rückwärtsgang" aus'm Kofferraum zerrt und (mit Fangseil! versteht sich) montieren mag, um anschließend den ganzen Krempel wieder einzusammeln und zu verstauen. Als Showelement ist das jedoch durchaus nachdenkenswert, hat Unkiatpotenzial - und ist so gänzlich abseits vom Mainstream.

Die siehst, es geht auch ohne Mittelstufenphysik.
R.
FredB
 
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