Umbau BMW 4V

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Umbau BMW 4V

Beitragvon pw73 » 23. Februar 2017 08:48

Hallo Gemeinde,

ich habe an meiner R1100R Solo den Simmering der Abtriebswelle gewechselt. Dabei musste die Schwinge ausgebaut werden. Ich war doch sehr überrascht, als ich die Konstruktion gesehen habe. Die Schwingenbolzen sind im verlängerten Getriebegehäuse eingedreht. Die Wandstärke des Aluguss habe ich nicht gemessen, schätze so 5mm. Ich frage mich, ob diese Konstruktion dauerhaft den Kräften im Gespannbetrieb gewachsen ist.
Hat da schon mal jemand Risse im Alu gehabt?
Von Touratec gibt es für die GS Verstärkungsplatten für den Schwingenbereich. Die sind sicherlich auch im Gespannbetrieb sinnvoll.
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Feinmotoriker » 23. Februar 2017 09:02

Genau diese Platten sollte man unbedingt einbauen, um das Getriebegehäuse zu schützen. Eigentlich sind sie für Solos gedacht, bei denen auch schon mal ein Getriebegehäuse bricht, wenn man zu zweit hart über einen Randstein fährt.Beim Gespann umso wichtiger.
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Tilo » 24. Februar 2017 07:25

Hallo,

bei mir hält es seit 40.000 km (R1100R mit Heeler). Der Seitenwagen bleibt aber dem Gepäcktransport vorbehalten und im Wissen das bei diesem Gespann praktisch alles am Motor angeschraubt ist, fahre ich auch nicht gerade auf der letzten Rille.

Beste Grüße
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Stützradler » 24. Februar 2017 09:11

Mein Getriebegehäuse hat immerhin auch schon ca. 15000 km als Gespann hinter sich gebracht, darunter auch ein Kurventraining in Lüneburg, bei dem der Beiwagen alsbald das Fliegen lernte, und zwar mit Frau im Boot. Das war vielleicht nicht so hart, wie ein Gelände-Einsatz, aber dafür ist ja so ein Motorrad wie die BMW GS nicht ernsthaft gebaut. Das ist ja ähnlich wie bei einem Edel-SUV. Ein richtiges Geländefahrzeug findet man eher in der Enduro-Ecke oder bei den Cross-Fahrern.
Bild, BMW R100R Mystic mit Sauer Bruno, Bj. 1996, Bild, Yamaha TDM 900 mit Ott Euro I, Bj. 2002
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Feinmotoriker » 24. Februar 2017 09:55

Es MUSS auch nicht kaputt gehen. Es wird sehr wahrscheinlich auch nicht kapüutt gehen. Aber ich hatte schon 2 Fälle mit Solomotorrädern und einen mit einem Gespann, wo genau da das Gehäuse gebrochen ist.Alle ohne Stützblech. Alle Motorräder wurden aber viel im harten Einsatz mit viel Gepäck, leichtem Gelände/Schotterstraßen bewegt.
Ich denke nicht, daß es beim "Herumrollern" vorkommt.

Es wird ja auch öfter berichtet, daß die Paralever-Schwingen zu schwach für den Gespannbetrieb seien und gegen Stahlschwingen ausgetauscht würden. Das sehe ich komplett entspannt. Außer bei Unfällen mit Krafteinwirkung direkt auf die Schwinge ist da noch nie irgendwas kaputt gegangen.

Von daher würde ich persönlich eventuell die paar Euro als Beruhigung einsetzen und mir die Bleche einbauen. Nur so als Sicherheitsplus.
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Rolli_58 » 24. Februar 2017 18:48

Hier bringt Ihr aber ganz schön etwas durcheinander :-D

Die TT Getriebeverstärkungen haben gar nichts mit der Schwingenlagerung zu tun. Die Getriebeverstärkung gibt es nur für die 850/1100er Baureihe und sie betrifft die Befestigung des Heckrahmens. Der Heckrahmen ist am Getriebe fliegend gelagert, das bedeutet, da sind am Getriebe links und rechts Zapfen am Aluminiumgehäuse mit einer Gewindebohrung. Die vorderen unteren Befestigungsaugen des Heckrahmens sitzen davor und es wird eine Schraube durchgesteckt. Wenn jetzt viel Belastung auf den Heckrahmen kommt, zum Beispiel neben Fahrer und Sozia auch noch die Gepäckbrücke vollgeladen, dann hebelt es an den Zapfen des Getriebegehäuses ganz schön, vor allem, wenn man in unebenem Gelände fährt. Die Verstärkungen von Touratech stützen den Heckrahmen hier zusätzlich auf der Schraubenkopfseite ab, damit es an diesen Stellen nicht zum Bruch im Getriebegehäuse kommt. Man sieht die Getriebeverstärkung auf den Bildern unten.

Ob die Getriebeverstärkung sich zum Beispiel an einem Heeler auf der rechten Seite überhaupt anbringen lässt, weiß ich gar nicht. Beim Heeler wird ja der Hilfsrahmen für die beiden unteren Befestigungspunkte unter anderem an diesem Befestigungspunkt des Heckrahmens mit verschraubt, siehe Bild unten. Wer dann bei Belastung wen stützt, der Hilfsrahmen das Getriebe oder das Getriebe den Hilfsrahmen, vermag ich nicht zu sagen.

Es sind aber inzwischen wohl einige hundert Tripteq Gespanne unterwegs, und sicherlich viele davon mit der 1100er Baureihe von BMW. Von Problemen an der Stelle habe ich noch nichts gelesen. Und normalerweise sind doch solche Pannen das erste, was man im Forum liest :wink: .

Die 1150er wurde die Getriebekonstruktion dann ab Werk ganz anders ausgeführt, so dass es hierfür gar keine Getriebeverstärkungen gibt.

Bildquelle Getriebeverstärkung: Touratech
Gruß
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Reeder » 24. Februar 2017 19:48

Moin,

wenn die Teile von Tripteq alle so verbaut wurden wie vorgeschrieben, passt da die Touratechverstärkung auf der rechten Seite nicht mehr ran.
Denn da sollte die Verstärkungsstrebe von Tripteq ja schon sein, die genau diesen Sinn ergibt.

Im übrigen habe ich jetzt auch schon über 70.000 Kilometer mit dem Heeler abgespult.
Bis jetzt ist da nix gebrochen. Und ich alleine bringe schon fahrfertig mehr als 120 Kilos auf die Waage. :oops:

Kaputt sieht übrigends so aus: http://www.zeebulon.de/Mot/BMW_R1100GS. ... begehaeuse

Da werden beide Varianten der "Zerstörung" gezeigt.
Gruß
Rehder

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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Feinmotoriker » 25. Februar 2017 11:50

Ich bin jetzt von der 1100er ausgegangen die 1150er hab ich noch nicht umgebaut. Bei beiden 1100ern hab ich die Touratech-Abstützung problemlos mit dem Heeler verbaut bekommen.
Allerdings hab ich bei beiden Motorrädern auch Kleinigkeiten geändert, was die Aufhängund des Tripteq am Motorrad betrifft. Das hatte aber weniger mit der Zusammenpassen des Tripteq mit dem Touratech- Blech zu tun.
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Rolli_58 » 25. Februar 2017 13:55

Hallo Claus,
die Bilder oben sind von der 1100er, respekitve einer 850er von 1997. Wenn man da zwischen Heckrahmen und das Teil vom Tripteq Unterzug das sicherlich 4-5 mm dicke Touratech Blech schieben will, muss man dann nicht am Tripteq Rahmen etwas verbiegen? Oder hat der an den anderen Befestigungspunkten so viel Spiel, dass man ihn um die Blechdicke nach hinten schieben kann?
Gruß
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Reeder » 25. Februar 2017 14:07

Moin,

genau so meine ich es auch. Und wird nicht die Verstärkung von Tripteq noch in das Loch der Innensechskantschraube geschoben? Weiss es nicht mehr genau, ist schon was her wo ich da das angeschraubt habe.

Hier auf Seite 2 kann man den Anbau sehen: http://tripteq.com/de/wp-content/upload ... 0-1100.pdf
Gruß
Rehder

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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Rolli_58 » 25. Februar 2017 14:19

Reeder hat geschrieben:Moin,

genau so meine ich es auch. Und wird nicht die Verstärkung von Tripteq noch in das Loch der Innensechskantschraube geschoben? Weiss es nicht mehr genau, ist schon was her wo ich da das angeschraubt habe.

Hier auf Seite 2 kann man den Anbau sehen: http://tripteq.com/de/wp-content/upload ... 0-1100.pdf


Die Bilder auf Seite 2 zeigen ja, dass an der Stelle die Touratech-Verstärkung gar nicht gebraucht wird, da das Tripteq Teil die gleiche Aufgabe übernimmt, wenn auch nur mit der hinteren Schraube der Fußrastenplatte und nicht mit allen dreien. Mit den Bildern ist mir aber noch unverständlicher, wie man da noch zusätzlich das Teil von TT verbauen kann.
Gruß
Peter
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Re: Umbau BMW 4V

Beitragvon Alm-Olli » 14. Mai 2017 19:36

Hi Peter,
genau das ist mir nachträglich vor ei paar Wochen auch nicht gelungen und ich sehe aus gleichem Grund auch keinen Sinn darin. Der Aufwand wäre schon mehr als erheblich....
Gruß
Oliver
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