Öltemperatur

Vom Kolben bis zum Endantrieb ...

Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 12:40

Hallo Leute,
vielleicht gibt es welche von Euch mit ähnlichem Problem.
Bei Maschinen mit Ölkühler oder Wasserkühlung ist es wohl eher nicht.
Als ich vor knapp zwei Jahren mein Schwenkerumbau abgeholt habe, ist die Öltemperatur bei der Autobahn Etappe über 100 Grad angestiegen.
Muß natürlich dazu sagen, bei starkem Gegenwind und probiert was geht.
Wie genau so ein so ein Ölmeter am Motor anzeigt, kann man wohl nicht sagen.
Natürlich ist der Motor einer höheren Belastung ausgesetzt.
Yamaha Bulldog Luftölgekühlt ohne Ölkühler.
Bei einer kurzen Pause an der Raste konnte ich Geruch, ich schätze vom Motor, ausmachen.
Das hat mich natürlich gewurmt und nachdenklich gemacht.
Bei einem Ölkühler könnte man natürlich einen größeren verbauen oder einen zusätzlich und bei Wasserkühlung gibt es wohl eher keine Probleme.
Ich bin noch in der Testphase mit einem anderen Öl der Viskosität 20W 60, wobei der zweite wert die Dickflüssigkeit bei Betriebstemperatur angibt durch Recherchen und Info vom Großhändler vor Ort.
Bis jetzt sieht es sehr gut aus damit, nicht mehr über 100 Grad.
Vorher lief Sie mit Standard Öl 10W 40.
Angegeben laut Anleitung ist das Standard Öl 20W 50.
Es muß auch bei Motorrädern nicht immer das teure Motorradöl sein.
Man sollte halt nur darauf achten, sobald ein Synthetik Anteil im Öl enthalten ist, kann es zu Kupplungsrutschen kommen.
Die Norm mit der Bezeichnung Jaso MA oder MA2 verhindert dieses Rutschen.
Ich habe auch schon überlegt einen Ölkühler zu montieren, aber mit dem Anschluss wird es wohl nicht so einfach werden.
Die aussenliegende Steigleitung scheint mir vielleicht zu eng um abzugreifen.
Dann müßte man sich selbst was basteln anhand eines neuen Deckels für den Ölfilter der sich dahinter im Motor befindet mit zwei Anschlüssen.
Nach Recherche gibt es für den Chopper XVS, gleicher verbauter Motor, einen nach Aussen verlegten Ölfilter der dann schraubbar ist mit Leitungen und Anschlüssen.
Vielleicht weiß jemand Rat oder kennt einen gleichgesinnten mit einem starren Bulldog Gespann.
Bis dahin.
Gruß
marcu
 
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Neandertaler » 7. Januar 2018 13:00

Ich hatte zwar ein ähnliches Problem - aber anderes Modell halt. Die Bandit hatte auch ein Kühlproblem bei hohen Temperaturen und geringer Fahrgeschwindigkeit. Das tritt auf wenn ich des öfteren Kinder mitnehme und im Korso fahre. Aber die Bandit hat schon von Hause aus einen Ölkühler. Der war halt nur zu klein. Die Nachfolgemodelle haben einen größeren Kühler bekommen. Ich konnte einen besseren Kühler von der Fa. Setrab einbauen. Seitdem dauert es deutlich länger bis sie heiß wird und bei Fahrtwind kühlt dieser Kühler auch schneller runter. Ich habe auch von 10W-40 auf 20-W50 gewechselt und damit schaltet es sich besser.
Obwohl - mir ist keine Bandit bekannt, die den Hitzetod gestorben wäre. Und bei mir standen in einem Stau auch schonmal 130 - 140°C auf der Anzeige. Aber diese Einscharubthermometer sind ja auch kein Ausbund der Exaktheit. Vielleicht hast Du die Möglichkeit erst einmal die Temp. exakt zu messen um zu wissen, wie hoch die Temperatur in Deinem Fall überhaupt ist ?

Gruß
Werner
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Re: Öltemperatur

Beitragvon ingo62 » 7. Januar 2018 13:39

Hallo zusammen,

ich fahre ein Moto Guzzi California Classic Gespann mit Watsonian GP700,
luftgekühlt, ohne Ölkühler, Motoröl 10W60 oder 20W50,
Temperatur normal 90 bis 110°C, Peilstabthermometer (ungenau),
Öldruck 3 bis 4bar, wenn heiß bei 130 bis 140°C, Öldruck 2bar, bei 150°C und < 1,5bar mache ich aus.
Der Anbau eines Ölkühlers würde vielleicht 10°C weniger bringen, der Aufwand ist mir aber zu groß,
da einiges geändert werden müsste, Ölwanne, Pumpe, Druckregelventil usw.,
da halte ich lieber zum abkühlen an und versuche Autobahnen, Staus und Stop and Go zu vermeiden.
Öl- und Luft-Öl-gekühlte Motoren werden irgendwann immer zu heiß, wenn der Fahrtwind fehlt.

Gruß Ingo
ingo62
 
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Gespannklausi » 7. Januar 2018 13:53

Servus,

ich hab ne XJR 1300 mit EML Roaster S1 dran, hab Serienmäßig einen Ölkühler dran, braucht sie auch! Mess die Temperatur am Kupplungsdeckel Einfüllöffnung, klar, eher ungenau! Ist auch zur Überprüfung, wann und bis wann wird sie warm? Wie sieht es im Stau aus, auf der Bahn?
Hatte bis etz, 23 000 km, nur einmal 120° drauf!!! Kreuz Weinsberg, Superstau!!! Bin dann ab gefahren und dann hat sich die Temperatur wieder beruhigt! Wenn sehr warm ist und flüssig unterwegs bin sind es max. 100 °.
Wäre ohne Ölkühler sicher mehr! Klar, Luftgekühlter Motor, da muss die Wärme irgendwie abgeleitet werden!

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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 13:58

Hallo,
erstmal herzlichen Dank für die fixe Anteilnahme.
Wenn ich mich dazu durchringe das Projekt mit dem Ölkühler zu wagen, dann würde ich wohl auch zusätzlich ein Thermostat mit verbauen.
Dann wär das Problem, wie Du Werner es beschrieben hast, behoben.
Lange Kaltlaufphase und Temperatur zu gering bei kühlen Temperaturen.
Sicherlich sieht alles zusätzlich Verbaute am Moped immer unschöner aus, aber so ein Thermostat von dem Hersteller Mocal ist vielleicht noch gut versteckt anzubauen.
Ich habe es jetzt mit dem Motorradöl 20w60 mit Ester Anteil versucht und bin bis jetzt zufrieden wie gesagt.
Bei dem Autoöl 20W60 von Motul ist angeben, übrigens auch mit Ester Anteil, das es sogar die Öltemperatur um bis zu 10 Grad senken kann.
Sicherlich würde auch das alte Auto Oldtimeröl 20W60 von früher gehen was heute übrigens auch nicht gerade günstig ist.

Bis dahin
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Neandertaler » 7. Januar 2018 14:09

marcu hat geschrieben:Wenn ich mich dazu durchringe das Projekt mit dem Ölkühler zu wagen, dann würde ich wohl auch zusätzlich ein Thermostat mit verbauen.
Dann wär das Problem, wie Du Werner es beschrieben hast, behoben.
Lange Kaltlaufphase und Temperatur zu gering bei kühlen Temperaturen.


Nur zur Richtigstellung - ich hab mich da wohl unglücklich ausgedrückt - ich hab da kein Problem - die Kaltlaufphase ist nur minimal länger als zuvor. Mit dem neuen Kühler dauert es im Stau deutlich länger bis sie richtig heiß wird. Der Kühler ist also deutlich leistungsfähiger als der alte. Obwohl es die Setrab-Kühler auch mit Thermostat gibt, wäre der Einbau von meiner Sicht aus gesehen nicht notwendig - aber ich fahre auch so gut wie nie im Winter.
Mich hat nur der Preis von 400 Krachern gestört, den der Einbaukit für die Bandit gekostet hat - aber machen würde ich das jederzeit wieder.

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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 14:22

Hallo nochmal,
dann würde ich es auch dabei belassen Werner.
Da man ja sein Schätzchen liebt ist es einem manchmal faßt egal wieviel etwas kostet was dem Moped gut tut.
Im Gegensatz zum Chopper hat die Dogge einen kleinen Luftleitkanal für die Kühlung des hinteren Zylinders, was bei dem Vzwo ja ein generelles Problem darstellt und früher bei dem Urmotor aus der TR1 auch zu Motorschäden geführt hat.
Vielleicht kann man in der Hinsicht auch noch etwas verbessern.

Alsdann
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Stephan » 7. Januar 2018 14:37

Deswegen hat die Buell ja auch diesen Lüfter der die heiße Luft des hinteren Zylinders absaugt.

Was Zusatzkühler ect. angeht, da haste beim 2V Boxer ein einfaches Leben. Wobei, wenn schon einer da ist, zu überlegen einen Lüfter hinter denselben zu bauen. Beim Langsamfahren kommt halt nicht soviel Luft durch den Kühler.


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Re: Öltemperatur

Beitragvon Nattes » 7. Januar 2018 15:05

100° Oltemperatur halte ich für völlig unbedenklich.
Bei dauerhaft über 120° würde ich mir Gedanken machen.

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Re: Öltemperatur

Beitragvon UKO » 7. Januar 2018 17:25

Wo sitzt denn bei Deinem Moped der Temperaturgeber? In der Ölwanne ist das Öl am kühlsten. Bei meinem letzten Luftgekühlten 4 Zylinder ging die Temperatur im Stau mal auf 160 Grad. Dann fing auch die Öldrucklampe an zu flackern. Ich bin dann durch die Mitte gefahren und die Temperatur ging sofort wieder runter. Das ist allerdings gute 30 Jahre her. Heute sind die Öle besser und ich würde mir bis 140 Grad keine Sorgen machen. Synthetik Öle haben eine höhere Restschmierfähigkeit, da geht zeitweiser Druckverlust nicht gleich auf die Lager. Sicher, die Kupplung muss das vertragen.
Aber 120 Grad schaffte das Moped auch auf der Nordschleife bei voller Attacke und ca 12 Grad Lufttemperatur.
Mach Dir mal keine Sorgen.
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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 18:36

Hallo,
also das Thermometer geht lange nicht bis in die Ölwanne.
Das sitzt faßt am obersten Punkt vom Motorblock, wie bei den meisten Maschinen, und der Fühlerstab reicht vielleicht etwa zwei bis drei Zentimeter in den Motor kupplungsseitig hinein.
Die andere Version wär, wenn der Öleinfülldeckel seitlich am Motordeckel sitzt.
Ich kann ja bei Gelegenheit mal ein Foto machen.
Mit dem jetzigen Öl, wie gesagt, sieht es bis jetzt auch ganz gut aus.
Dann würde ich es höchstwahrscheinlich auch dabei belassen.
Ich habe auch glaub ich schonmal gehört, das die Maschinen einen Schutz haben sollen und bei Überhitzung sogar einmal ausgehen können.
Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber möglich wäre es vielleicht.
Testen möchte ich das persönlich aber nicht so gerne.

Gruß
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Re: Öltemperatur

Beitragvon UKO » 7. Januar 2018 18:56

Schutz vor Überhitzung gibt es nicht. Wenn der Motor ausgeht isser dann auch fest. :D
Es gibt Temperaturfühler für die Ablasschraube, die sind schon besser. Hauptstrom ist noch besser. Mit den Dingern im Einfüllstutzen misst Du nur die Gehäusetemperatur.
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Eisbaer1959 » 7. Januar 2018 19:02

Viel interessanter als die Oeltemperatur ist der Oeldruck :-D :-D

Und in einen Grossvolumigen Luftgekühlten Zweizylinder sollte das Oel schon mindestens xx/50 haben.

Und 120 Grad machen dem Motor garnix, ausser bei falschem Oel.
Zuletzt geändert von Eisbaer1959 am 7. Januar 2018 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss
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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 19:15

Hallo,
wo gibt es solche Fühler für die Ablaßschraube?
Gruß
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Re: Öltemperatur

Beitragvon HelmutAN » 7. Januar 2018 19:23

Racimex in Hamburg hat solche Fühler.
Gruß Helmut
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Stephan » 7. Januar 2018 19:52

Jeder gut sortierte Kfz-Handel. Öleinfüllstutzen macht halt nur Sinn, wenn da der Stab bis in‘s Öl reicht.

Natürlich kann die Elektronik den Motor bei einer vorgegebenen Temperatur aus dem Rennen nehmen. Dann würde ich mich aber schlau machen, so deine Maschine solch einen Schutz hat, wo da gemessen wird. Und ob man vielleicht dort die Tempersturanzeige abgreifen kann.


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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 7. Januar 2018 21:41

Nochmals danke vorab.
Die Abschaltung muß nicht sein, auch wenn es für mich als Radio und TV Techniker wohl nicht das Ding wäre.
Viel wichtiger ist eine sehr schöne und dezente Temperaturanzeige, die man gut und problemlos unterbringen kann.
Da keine Verkleidung, nur Tourenscheibe.
Also ich werde wohl schleunigst mal Zeit opfern und doch baldig mal zwei drei Bilder reinsetzen.
Grüße
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Re: Öltemperatur

Beitragvon W-L » 7. Januar 2018 21:44

Hallo Marcu,
die Beurteilung, ob ein Motoröl im Betrieb zu heiß wird, kann zuverlässig nur erfolgen, wenn der Motorhersteller eine maximale Öltemperatur sowie die entsprechende Meßstelle vorgegeben hat. Dies ist aber bei vielen Motorradmotoren nicht der Fall. Hier im Forum empfohlene Temperaturangaben beruhen daher vorwiegend aufgrund persönlicher Einschätzungen oder aber gesammelter Erfahrungen.
Wichtig für die Bewertung, ob ein Motoröl nun tatsächlich zu heiß wird, wäre eine Messung der Temperatur unmittelbar an den Stellen, an denen es besonders viel Wärme aufnimmt bzw. dort, wo es aufgrund der hohen Temperatur so dünnflüssig ist, dass es seinen Schmier- /Trennaufgaben nicht mehr zuverlässig nachkommen kann. Und das sind die Pleuel- /Kurbelwellenhauptlager. Da eine Messung an diesen Stellen jedoch technisch nicht möglich ist, legen die Motorenhersteller eine definierte Meßstelle (meist im Ölsumpf) und eine entsprechende Maximaltemperatur auf Basis unzähliger Versuche fest. Diese Temperatur stellt also nur eine indirekte Messung der Maximaltemperatur dar. Fehlen entsprechende Herstellerangaben, ist es durchaus sinnvoll –so wie Michi (eisbaer1959) empfahl- den Öldruck als Maßstab zu nehmen, da bei einem mechanisch gesunden Motor ein im Betrieb zu geringer Öldruck darauf hinweist, dass das Motoröl zu heiß geworden ist. Verwendet man zur Abhilfe ein höher viskoses Öl (z.B. ein 20W60), so erzielt man damit zwar einen höheren Öldruck, aber keine niedrigere Motoröltemperatur. Das Gegenteil kann der Fall sein, weil das Öl aufgrund seiner höheren Viskosität minimal länger in den hochbelasteten Lagerstellen verbleibt und dadurch mehr Wärme aufnehmen kann.
Überhitztes Motoröl führt zu einer vorzeitigen Alterung, was zu einer Zersetzung der Additive und somit zu einer Minderung der Schmieröleigenschaften führt. Motul nennt hierfür z.B. eine maximale Öltemperatur von 140 Grad Celsius gemessen im Ölsumpf (leider keine präzise Angabe wo dort).
Gruß Walter
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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 8. Januar 2018 08:21

Hallo Leute,
wo würde man wenn, den Öldruck am Motor abgreifen?
Geht an Ölablaßschraube oder eher im Kreis der Ölpumpe?
Gruß
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Aynchel » 8. Januar 2018 08:28

wenn das Öl nie über 100°C kommt sammelt sich das ganze Kondensat darin und der Motor verschlammt
ein typisches Problem von Kurzstrecken und Winterfahrer
von da her ist 120°C völlig in Ordnung
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Stephan » 8. Januar 2018 10:45

marcu hat geschrieben:Hallo Leute,
wo würde man wenn, den Öldruck am Motor abgreifen?
Geht an Ölablaßschraube oder eher im Kreis der Ölpumpe?
Gruß


Das muß sozusagen vom Motorenhersteller festgelegt werden. An der Ölablasschraube sollte doch, bei einem Ölsumpf, kein Motordruck anstehen.

Hier muß man sich mal durchwühlen :billgates:

http://de.lmgtfy.com/?s=b&q=yamaha+bulldog+%C3%B6ldruck


'tschuldigung LoL

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Re: Öltemperatur

Beitragvon Wintertourer » 8. Januar 2018 10:45

Moin,

meine XJ650 Turbo mit Ölkühler zeigt im Sommer nach längerer Vollgasfahrt auch schon mal 160°C an.
Öl fahre ich Castrol 20W50
Grüße
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Re: Öltemperatur

Beitragvon W-L » 8. Januar 2018 11:08

Hallo Marcu,
üblicherweise greift man den Öldruck dort ab, wo sich auch der originale Öldruckschalter befindet. Dazu wird anstelle dieses Schalters ein spezieller Adapter angeschraubt, der sowohl den Anschluss des originalen Druckschalter als auch den Anschluss des Öldruckmeßgerätes ermöglicht. Ob es die Platzverhältnisse an Deinem Motor zulassen, vermag ich nicht zu sagen.
Gruß Walter
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Re: Öltemperatur

Beitragvon MartinA » 8. Januar 2018 15:52

Hallo marcu,
hat dein Motorradtyp den ein generelles Öltemperatur Problem? Also ist da was bekannt in den einschlägigen Foren?
Ich fahre nen alten BMW 2-Ventiler im Gespann und da steigt auf dem Schätzeisen (Ölmesstab mit Temperaturanzeige)
die Temperatur auf der Autobahn immer auf mindestens 120°C.
Im Hochsommer im Stau fängt mein Motor bei knapp 150° im Leerlauf an zu klappern.
DAS ist der Moment wo ich mir Sorgen mache und den Motor abstell.
Der letzte Motor hat unter diesen Bedingungen 140tkm gehalten. Dann war die 2. Kopfüberholung nötig
und ich hab alles zerlegt und die Verschleißteile erneuert. Aber es war kein schwerer mechanischer Schaden vorhanden.
Also gutes Markenöl rein, und zwar bestenfalls, das was der Hersteller vorschreibt und gut ist.
Wenn du nie über 100°C kommst, sammelt sich hingegen, wie oben beschrieben, das Kondenswasser im Motor.
Grüße MartinA-GS
Wer Rechtschriebbelfehler findet, darf sie bei ebay versteigern
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Re: Öltemperatur

Beitragvon UKO » 8. Januar 2018 18:09

marcu hat geschrieben:Viel wichtiger ist eine sehr schöne und dezente Temperaturanzeige, die man gut und problemlos unterbringen kann.
Da keine Verkleidung, nur Tourenscheibe.

Grüße


Wie Helmut oben schrub - Racimex. Die gibts mit Lenkerhalterung und der Fühler ist auch dabei (jedenfalls vor 30 Jahren :D )

Luise hat die nicht mehr. Aber sowas gibts da
https://www.louis.de/katalog/suche/prod ... ory_id=480
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Nattes » 8. Januar 2018 18:23

Wenn du nie über 100°C kommst, sammelt sich hingegen, wie oben beschrieben, das Kondenswasser im Motor.


Hmmm, dann wären die meisten Autos ja nur mit Emulsiom unterwegs.
Bei 90° hast du da mit Waaser im Öl kein Problem.
Bei den meisten Motorrädern auch nicht.
Im Winter komme ich mit meinen Luftgekühlten Motorrädern selten über 70° und auch da ist das Öl klar.

Gruß Norbert
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Eisbaer1959 » 8. Januar 2018 18:29

Gruss
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Stephan » 8. Januar 2018 20:39

Sowohl bei meinem 2V Gespann, als auch bei meinem alten Diesel kommt die Temperatur nie über 90°. Meist klebt sie bei knapp 85°.


Stephan
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Cali » 8. Januar 2018 22:23

Hallo - ich denke dass Thema wird viel zu hoch "aufgehängt" - da sieht man Probleme, wo gar keine sind :lol:
Ich hab weder Öltemperatur noch Öldruckmesser dran - da brauch ich mir auch keine Gedanken zu machen ob zu hoch oder zu tief -
und fahr einfach - und das jetzt 150.000 km - ohne Motorschaden :D

Gruß / Bernd
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Nanno » 9. Januar 2018 07:39

Servus Marcu,

als TR1-Fahrer fühle ich mich berufen, dir da ein bisserl deine Ängste zu nehmen. :D

Öltemperaturen (je nach Fahrweise) bis zu 120-130 Grad am Ölpeilstab-Temperatur-Messer sind ganz normal bei dem Motor wenn er artgerecht bewegt wird.

marcu hat geschrieben:Im Gegensatz zum Chopper hat die Dogge einen kleinen Luftleitkanal für die Kühlung des hinteren Zylinders, [...]früher bei dem Urmotor aus der TR1 auch zu Motorschäden geführt hat.


Da weißt du was, was ich in 17 Jahren TR1-Fahrerei noch nicht gehört habe, die Kopfdichtungen der TR1 hat gern mal durchgehaut, das lag aber an einem Bearbeitungsfehler der Zylinder, weil der Asbestring (=Kopfdichtung) nicht zum Steuerkettenschacht hin abgestützt war. Bei der TR1 ist der rechte Seitendeckel gleichzeitig ein Spoiler, der Luft zum hinteren Zylinder befördert. Der ist im Fahrbetrieb lt. Infrarot-Thermometer nur unwesentlich wärmer als der vordere. Was schon sehr hilft bei der TR1 ist eine Auspuffanlage mit dickerem Krümmer hinten, damit die Hitze schneller vom Zylinderkopf wegkommt. Das hat bei mir die Öltemperatur dauerhaft nach unten gedrückt.

marcu hat geschrieben:Hallo Leute,
wo würde man wenn, den Öldruck am Motor abgreifen?
Geht an Ölablaßschraube oder eher im Kreis der Ölpumpe?
Gruß


Ich hab eine Gewinde (m10x1.00) vorne unterhalb des Startermotors ins Motorgehäuse geschnitten und nehme den Druck im Ölfiltergehäuse, direkt nachdem er die Kurbelwelle verlässt.

Bild

(Mehr Bilder hier: http://greasygreg.blogspot.co.at/2017/1 ... g-oil.html )

Ich glaube allerdings, die Bulldog hat diesen wunderschönen Anguss nicht mehr, die Wandstärke ist aber trotzdem überall ausreichend. Ansonsten kannst du auch einfach dir eine Hülse drehen, ein Loch bohren und die Hülse dann einkleben oder einschweißen.

Der Öldruckgeber ist der "graue" vom VW Diesel/TDI/so ziemlich überall, ein Öffner, der bei 0.8 oder 0.9 Bar aufmacht. Selbst bei extremen Öltemperaturen (130 am Peilstab bei 40° im Schatten im Stau) hab ich so bei 1200-1300 U/min schon genug Öldruck.

Ein Ölkühler ließe sich an der selben Stelle gut realisieren. Den gabs (zumindest in den USA) auch mal als Zubehör von Lockhart.

LG
Greg
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Aynchel » 9. Januar 2018 08:02

Suzuki DR Motoren haben neben dem Ölfilterdecker eine Schraube als messstutzen für den Hauptöltunnel
dort lässt sich ein Druckschalter einschrauben

Bild

Quelle: http://www.dr-big-shop.de/902.html

für die Ölthemperatur bietet sich die Ölleitung am Zylinderkopf an
da sieht man dann wie lange es braucht bis so ein luftgekühlter Motor endlich mal auf 70°C ist
vorher sollte man ihn eh nicht jagen

Bild

Quelle: http://www.dr-big-shop.de/BIG_TuningSpecial_778.html
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Re: Öltemperatur

Beitragvon marcu » 9. Januar 2018 10:06

Danke Leute,
das sind mal ein paar gute Tips.
Das ist natürlich ganz schön gewagt von Dir Greg.
So ein Loch zu bohren tut einem im ersten Moment immer ganz schön weh, aua.
Würde es reichen, wie bei einem Ölwechsel den Motor zu öffnen?
Ansonsten wär es nicht ganz einfach, weil der Motorblock ja aus zwei Hälften besteht, um sicher zu gehen, das keine Späne beim Bohren in den Motor gelangt.
Gruß
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Nanno » 9. Januar 2018 12:02

Da du das Loch VOR dem Überdruckventil bohrst, reicht es, wenn du dort reichlich Papier reinstopfst und gut festdrückst. Dann das Moped nach getaner Arbeit nach rechts lehnen und die Späne mit Bremsenreiniger oder dgl. rauswaschen.
Beim alten Motor hab ich es zwischen durch gemacht, hier bei diesem Motor BEVOR ich die neue Kurbelwelle eingesetzt habe und deswegen sowieso alles zerlegen musste.
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Re: Öltemperatur

Beitragvon Crazy Cow » 19. Mai 2018 11:49

marcu hat geschrieben:Im Gegensatz zum Chopper hat die Dogge einen kleinen Luftleitkanal für die Kühlung des hinteren Zylinders, [...]früher bei dem Urmotor aus der TR1 auch zu Motorschäden geführt hat.


Dieser Luftleitkanal hat w.W. nie zu Motorschäden geführt, sondern nur dazu, dass die Kopfdichtung frühzeitig verbrennt, genau an der Stelle, wo sie auf diesen Kanal trifft. Sie franst dort aus und wird nach und nach aus ihrer Nut geblasen.

Ich hoffe, du hast nun kein Loch gebohrt, für irgendwelche Ölmessungen. Was machst du denn, wenn du eine Druckanzeige von 0,8bar bekommst, oder Temperaturen von 130°, weißt du dann mehr als vorher?
Hier ein Link zu einem Ravenol Produkt, dass für die BT1100 vorgesehen ist. Ein teilsynthetisches Motoröl, dass beim UR-XV Motor noch verpönt war. Da sieht man, dass die Viskosität bei 100° noch weit über zehn liegt. Zum Vergleich: allgemein und aktuell wird probiert, die Ölviskosität bei laufendem Motor auf einen Wert zwischen 5 und 10 zu bekommen, weil dann der Motor leichter läuft und weniger Energie für sich selbst braucht.
Das ist wohl bei wassergekühlten Motoren mit Ölwärmetauscher durchaus möglich, bei luftgekühlten Motorradmotoren eher nicht.
http://www.ravenol.de/uploads/tx_raveno ... 0W40_0.pdf
100° sind für moderne Mehrbereichsöle überhaupt kein Problem, 130° auch nicht. Das Öl gelangt in einem unkritischen Moment am Umkehrpunkt der Kolben an die Gleitlager, bei niedriger Temperatur ist es dickflüssiger, bei höheren Temperaturen ist es dafür mehr. Entscheidend ist, dass bei höherer Temperatur die Scherstabilität des Öles erhalten bleibt. Das leisten zur Zeit alle Mehrbereichsöle.

Der Bulldog Motor verfügt wie alle XV Motoren über Gleitager an den Pleueln und Rollenlager an an den Hauptlagern (Drei Stück, KW und Getriebehauptlager an der Kupplung). Wenn nach 250.000km der Motor der Lager wegen überholt werden muss, dann meistens wegen der Rollenlager. Die kannst du schmieren, wie du willst, die Kugeln werden mit der Zeit nunmal kleiner, oder es gibt Rostfraß an den Schalen bei zu langer Standzeit.
Dazu hat er eine andere konstruktive Eigenart, an der wegen der Probleme bei der Ventileinstellerei nach weniger als 100.000km gern herumgedoktert wird. Oft mit falschem Ansatz. Die Zylinderköpfe werden durch dünne außenliegende Steigleitungen an einer Doppelhohlschraube mit Öl versorgt. Die Schmierölversorgung im Kopf wird schlechter, wenn das Öl zu kalt ist! Es leiden dabei übrigens die Lager der Kipphebelwellen, die nicht ausgebüchst sind, die Kipphebelwellen sind schwimmend gelagert, der auftretende Stick-Slip Effekt* ist die Ursache für ausgeschlagene Lager und Defizite bei der Ventileinstellerei. Vergrößern der Bohrungen (was bei der TR1 gern gemacht wurde), führt m.E. eher dazu, dass Öldruck im Keller verloren geht.
Die Geschichte ist in und vor dem Schadensfall einfacher zu beheben, als ein Loch für zweifelhafte Öldruck- und Temperaturmessung ins Motorgehäuse zu bohren: Man bohrt kleine Löcher quer zu den angegriffenen Lagern im Zyl. Kopf und setzt die Kipphebelwellen an der Stelle mit einer Madenschraube fest. Fortan bewegen sich nur noch die Kipphebel auf ihrer Welle. Im Verschleißfalle tauscht man beide aus.
@Greg: danach lassen sich auch die Ventile wieder einstellen, auch ohne spezielle Kipphebelschrauben.

Das XV Motorkonzept kommt aus den späten 1970er Jahren, ist für damalige Öle (mineralisch 20W40) entworfen und der Motor ist aufgrund der Rollenlager von sich aus leichtlaufend und kann mit jedem Öl betrieben werden. Durch die Gleitlager an den Pleueln ist er absolut standfest. Übervorsichtiges dran herum kurieren, machen m.E. den Motor eher krank. Lieber im Winter bei Standzeit den Motor einmal die Woche starten, damit die Rollenlager nicht angammeln.

*Stick-Slip Effekt: Tritt auch bei Kolbenbolzen auf. Ist eine Welle schwimmend gelagert, bleibt sie mal an dem einen, mal an dem anderen Lager stehen. Die auftretende Reibung bei der Wiederaufnahme der Drehbewegung ist größer als bei bei fortlaufender Drehbewegung.

PS: die elektronische Dreh- und Leistungsbegrenzung des Motors hat weniger mit der Schmierung zu tun. Zwar hat der 1100er Motor einen größeren Hub, mit 74 mm mit der Laverda SF vergleichbar, aber aufgrund des aufregenden Ventilsteuerkonzeptes dürfen die Zylinder nicht höher sein, als die des 750/1000er Motors mit 69mm Hub. Dazu wurden Pleuel und Kolbenböden verändert. Kolbenaugen wandern näher an den Kolbenboden, was zu thermischen Problemen führen kann. Dazu kommt das Problem, was auch alle BMW 2V und Guzzi Motoren haben: Das Motorgehäuse ist ursprünglich nicht für die höheren Lasten aus Vibration und (Un-)Wucht konzipiert, insofern hält man bei Yamaha den Ball lieber flach. Wenn man mal bei 100.000km den Motor aufmacht, sieht man, dass nur der Guss des Motorgehäuses wirklich gelitten hat. Es sind aber m.W. Blackboxes mit ü. 80PS für die Bulldog verfügbar.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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