Gelenkköpfe wechseln

Dämpfer, Räder, Bereifung usw.

Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 22. Juli 2018 21:55

Hallo Liebes Forum,

meine Gelenkköpfe an der Vorderrad Bremse sind nicht mehr so tolle und ich wollte diese Auswechseln. R100 RTGespann mit EML Rahmen und Schwinge.

Der Hintere GelenkkopF ist schwer zugänglich, weil das Schutzblech im Weg ist. Innen ist ein Inbus. Da gibt mein Werkzeugkasten nichts passendes her. 6er ist zu klein und 8. zu groß. 7er gibt es in meinen Inbus Sätzen nicht. Ist das was spezielles ?

Gruß
Martin
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Stephan » 23. Juli 2018 10:32

"... 6er ist zu klein und 8. zu groß..." sieht so aus. Halt mal 'n Siebener kaufen/leihen und testen. Könnte ja auch was Zölliges sein. Auch bei der Gelenkköpfe gibt es ja viele Muster. . .


Stephan
Jeder Idiot kann eine Krise meistern.
Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

A.Tschechows

Bild
Benutzeravatar
Stephan
Moderator
 
Beiträge: 12005
Registriert: 30. Oktober 2005 10:32
Wohnort: 4050 Rheydt

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon ecosse » 23. Juli 2018 16:05

Schutzblech ab, dann kommst Du auch ordentlich an die Schrauben. Original hat EML Sechskantschrauben damals von der Schutzblechseite eingesteckt, da dann mehr Platz vom flachen Schraubenkopf zum Schutzblech als bei einer selbstsichernden Mutter mit U-Scheibe ist (geht dort schon recht knapp zu)

Müssten EML-Standard M6er sein. Neue Gelenkköpfe gibt es im einschlägigen Handel oder beim Stahmer.
ecosse
 
Beiträge: 279
Registriert: 24. April 2012 17:11
Wohnort: Südhessen/Odenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 24. Juli 2018 12:45

Schutzblech ganz ab gar nicht so einfach. Ist unten breiter und geht nicht durch die Schwinge. Müsste wohl erst das Rad raus. Mit einem kurzen Inbus müsste es aber bei losem Schutzblech auch gehen nur ist halt der 7er Inbus nicht üblich. Scheint aber bei Bremsen oft benutz zu werden, wie ich inzwischen im Netz gelesen hab. Mal sehen, wo ich den her bekomme.
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon ecosse » 24. Juli 2018 16:00

capcuadrate hat geschrieben:geht nicht durch die Schwinge


...kann ich mir gar nicht vorstellen. Ist doch ein orig EML-Schutzblech, die gingen m.W. alle durch die Schwinge (evtül mit etwas zur Seite drehen). Aber die ältere Version wie bei Deiner hatte ich noch nicht unter dem Schraubenschlüssel, obwohl dieser sogar schmäler erscheint als die nächste Generation.
ecosse
 
Beiträge: 279
Registriert: 24. April 2012 17:11
Wohnort: Südhessen/Odenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon ecosse » 24. Juli 2018 16:02

... und falls es doch wieder M7 werden soll, schau im einschlägigen Schraubenfachhandel. Ich bestelle immer beim Wegertseder.

Und immer schön die EML-Fahne hochhalten...
ecosse
 
Beiträge: 279
Registriert: 24. April 2012 17:11
Wohnort: Südhessen/Odenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Pepo1958 » 24. Juli 2018 16:14

capcuadrate hat geschrieben:Schutzblech ganz ab gar nicht so einfach. Ist unten breiter und geht nicht durch die Schwinge. Müsste wohl erst das Rad raus. Mit einem kurzen Inbus müsste es aber bei losem Schutzblech auch gehen nur ist halt der 7er Inbus nicht üblich. Scheint aber bei Bremsen oft benutz zu werden, wie ich inzwischen im Netz gelesen hab. Mal sehen, wo ich den her bekomme.


Den Schlüssel braucht man zum Beispiel, wenn man bei den BMW R11xx die Mutter vom Kugelkopf des Telelever lösen/anziehen will zum Gegenhalten. Ich habe mir den in einem bessern Autozubehörgeschäft gekauft. Ich weiß leider nicht mehr, ob ich den bestellen musste oder ob er vorrätig war. Ist aber kein Problem, ihn zu bekommen. Du bekommst ihn nur nicht in der guten Baumarktqualität. Der aus dem Autozubehör tut es aber auch :wink: .
LG
Peter
Benutzeravatar
Pepo1958
 
Beiträge: 196
Registriert: 8. Oktober 2017 10:11

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 24. Juli 2018 16:15

nicht M7, das ist alles M 10 aber der Inbus ist wohl 7. Hoffe nicht, dass ich da ausser den Gelenkköpfen was tauschen muss.

Martin

PS kann ja nur die EML Fahne halten, hab ja nix anderes.
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 10. August 2018 19:48

So nun hab ich die Gelenkköpfe demontiert und mal wieder nicht genau aufgepasst. Klar das die neuen schwergängiger sind aber nach der Montage fand ich das zu stramm. Zieht man die Schrauben der Bolzen nur leicht an ? Auch hab ich mir nicht richtig gemerkt wo die Unterlegscheiben hingehören. Wahrscheinlich nicht auf die Gelenke. Die selbst sichernden Schrauben kauf ich sicher lieber noch neu.

Danke schon mal. dass Ihr mich erhellen werdet. :idea:

Martin
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 10. August 2018 23:49

Ich würde dir ja gerne helfen, aber ich weiß nicht, was du da treibst.
Sag doch zuerst mal, welche Gelenkköpfe du verwendest. Vom Typ 3 gibt es welche, bei denen man mit der eingedrehten Gewindestange mittelbar auf die Kugel drücken kann. Alle drei müssen in jedem Fall gekontert werden.

Typ 1

Typ 2

Typ 3
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Stephan » 11. August 2018 04:55

Ich verwende so "Druckscheiben". Die sind leicht rund in der Fläche. Und achte darauf das ich die gewölbte Seite auf das Gelenk lege. So übt die Mutter nur Druck auf den inneren Teil des Gelenks aus und blockiert nicht die Bewegungsfreiheit.


Stephan
Jeder Idiot kann eine Krise meistern.
Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

A.Tschechows

Bild
Benutzeravatar
Stephan
Moderator
 
Beiträge: 12005
Registriert: 30. Oktober 2005 10:32
Wohnort: 4050 Rheydt

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Michael1234 » 11. August 2018 09:21

Stephan hat geschrieben:Ich verwende so "Druckscheiben". Die sind leicht rund in der Fläche. Und achte darauf das ich die gewölbte Seite auf das Gelenk lege. So übt die Mutter nur Druck auf den inneren Teil des Gelenks aus und blockiert nicht die Bewegungsfreiheit.


Stephan


So mache ich das auch. Funzt seit Jahren gut.
Martin mach doch mal ein Bild wie die ganze Sache bei Deinem Gespann aussieht (und wenn Du das für's Foto nur kurz zusammensteckst weil es ja grade wohl auseinandergebaut ist). Das würde die Hilfe deutlich erleichtern.

Gruß Michael
Suzuki-VX 800 mit EZS-Rally Yamaha XJ900S mit EML GT 2001
BMW R 850 R Heeler
Benutzeravatar
Michael1234
 
Beiträge: 1144
Registriert: 2. September 2014 21:18
Wohnort: Schwäbische Alb, Großer Heuberg

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 11. August 2018 09:23

Stephan hat geschrieben:Ich verwende so "Druckscheiben". Die sind leicht rund in der Fläche. Und achte darauf das ich die gewölbte Seite auf das Gelenk lege. So übt die Mutter nur Druck auf den inneren Teil des Gelenks aus und blockiert nicht die Bewegungsfreiheit.


Stephan


Wenn die Muttern richtig angezogen werden, sind die Scheiben aber doch platt. :?

Aber ein generelles Problem bei kleinen Gelenkköpfen sind zu große Scheiben. Man muss drauf achten, dass das Gehäuse nicht an der Scheibe anliegt. Es gab von EML für bestimmte Bremsen gekröpfte Zugstangen, damit das nicht passiert. Ansonsten sollten die Befestigungspunkte möglichst fluchten. Im Durchmesser angepasste Scheiben oder kurze Hülsen tun ein gutes Werk.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Pepo1958 » 11. August 2018 10:22

Hallo Martin,

ein Foto von der Einbausituation würde vielleicht bei Erklärungsversuchen helfen.

Wie Du unten auf dem Foto siehst, beeinflusst die Gabel, in der der Gelenkkopf sitzt, oder alternativ der Durchmesser des Schraubenkopfes oder der Unterlegscheibe, die mögliche Schiefstellung. Der Schraubenkopf, die Unterlegscheibe etc. darf im Betrieb nicht am äußeren Gehäuse anliegen, da sonst Spannungen auftreten, die durch den Gelenkkopf ja gerade vermieden werden sollen. Bei Bremsankern an Vorderradschwinggabeln sollen mit den Gelenkköpfen Fluchtungsfehler ausgegleichen werden. Da geht es meist um geringe Schiefstellungswinkel. Wenn Du die Schrauben und Unterlegscheiben verwendest, die vorher drin waren, sollte es funktionieren. Das Problem ist, dass Du nicht mehr weist, wie sie verbaut waren. Stell daher mal ein Foto ein.

Für die Zukunft als Tipp: Mache vor und eventuell während des Ausbaus aussagekräftige Fotos von der Anordnung der Bauteile. Die Fotos helfen später beim Zusammenbau.

Frag doch mal Schwadlapp hier im Forum, ob seine Schwinggabel von EML ist. Er hat recht gute Fotos von den Bremsankern.

Bildquelle: Fluro Gelenklager GmbH
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG
Peter
Benutzeravatar
Pepo1958
 
Beiträge: 196
Registriert: 8. Oktober 2017 10:11

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 11. August 2018 14:24

So erster Versuch ein Bild zu verkleinern
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Pepo1958 » 11. August 2018 14:32

capcuadrate hat geschrieben:So erster Versuch ein Bild zu verkleinern


Könnte sein, dass die Bilder sehr klein sind. Die kann ich gar nicht durch anklicken vergrößern.
Aber wichtiger: Fotografiere bitte mal von vorne oben, damit man sieht wie die beiden Lager fluchen und was da an Unterlegscheiben oder Buchsen verbaut ist.
LG
Peter
Benutzeravatar
Pepo1958
 
Beiträge: 196
Registriert: 8. Oktober 2017 10:11

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 11. August 2018 14:35

So nun das 2. Bild.

Die Gelenkköpfe sind etwas dicker, so dass die vorne anstoßen Deshalb bewegten sie sich kaum. Da hab ich etwas Material weggenommen. Nur wo sollen Unterlegscheiben hin. Auf die Innenteile oder die direkt ohne was unter zu legen?

Gruß
Martin

PS komme grad rein und hab erst mal die Bilder gemacht, bevor ich eure Beiträge alle genau studiert habe.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 11. August 2018 14:43

das von vorne noch mal etwas größer.
Vorne innen die 1. Mutter ist nur als Distanzstück aufgesteckt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Pepo1958 » 11. August 2018 16:19

Hallo Martin,

im Moment sieht es so aus, als ob alles fluchtet.

Die Mutter als Distanzscheibe ist recht unschön. Außerdem hast du wahrscheinlich einen M10 (M12) Mutter als Distanzstück auf eine M8 (M10) Schraube geschoben? Schöner wäre es, eine richtige Buchse zu drehen, oder wenigstens eine M8 (M10) Mutter auszubohren. Aber wenn es mit dem zur Verfügung stehenden Material vorher gepasst hat, wieso dann jetzt nicht mehr?

Der vordere Gelenkkopft hat am Bremssattel angestanden? Und da hast Du etwas Material weggenommen? Wie viel?

Ist da im Bremsattel ein Reduzierstück von Ø 12 oder Ø 10 auf Ø 10 oder Ø 8 mm? Hatte ich an menem Zweiventiler (12 auf 10) auch.

Der Schraubenkopf sieht für mich komisch aus. Es sieht für mich aus, als hättest Du da eine Schlosschraube (Torbandschraube) eingesetzt, ist aber sicher eine optische Täuschung :-) .
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG
Peter
Benutzeravatar
Pepo1958
 
Beiträge: 196
Registriert: 8. Oktober 2017 10:11

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Stephan » 11. August 2018 16:33

Crazy Cow hat geschrieben:
Stephan hat geschrieben:Ich verwende so "Druckscheiben". Die sind leicht rund in der Fläche. Und achte darauf das ich die gewölbte Seite auf das Gelenk lege. So übt die Mutter nur Druck auf den inneren Teil des Gelenks aus und blockiert nicht die Bewegungsfreiheit.


Stephan


Wenn die Muttern richtig angezogen werden, sind die Scheiben aber doch platt. :?

. . .


Nö. Du übst ja auf den äusseren Rand der Scheiben keinen Druck aus.


Stephan
Jeder Idiot kann eine Krise meistern.
Es ist der Alltag, der uns fertig macht.

A.Tschechows

Bild
Benutzeravatar
Stephan
Moderator
 
Beiträge: 12005
Registriert: 30. Oktober 2005 10:32
Wohnort: 4050 Rheydt

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 11. August 2018 18:49

Pepo1958 hat geschrieben:Der Schraubenkopf sieht für mich komisch aus. Es sieht für mich aus, als hättest Du da eine Schlosschraube (Torbandschraube) eingesetzt, ist aber sicher eine optische Täuschung :-) .

:D :D :D Ich glaube fast nicht (dass das eine optische Täuschung ist, obwohl auf dem seitlichen Foto ein Inbus zu sehen ist). Das kann auf keinen Fall so bleiben. Es sieht mir auch nach 8er Gelenkköpfen aus.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 11. August 2018 20:00

hab grad Besuch und komm nicht zum Schrauben :(

Der Gelenkkopf und die Schrauben sind M10 Oben ein Inbus von innen und M10 selbst sichernde Mutter von aussen.
An der Bremse Inbus von Aussen Distanzstück Gelenkkopf M10 selbst sichernder Mutter. Bin mir nicht sicher aber ich glaub die Unterlegscheiben waren außen und nix vor den Gelenkköpfen.

Ja der Kopf kam vorne gegen die Bremse. Da hab ich was weggenommen. Da der alte Gelenkkopf dünner ist, sollte das aber doch reichen.

Werde morgen noch mal kritisch prüfen, ob das mit den Brensscheiben fluchtet. Mittwoch solls ja losgehen zur Zehrer Mühle.

Muss mich wieder um die Gäste kümmern.

Danke schon mal für die Orientierung

Martin
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 12. August 2018 14:07

kurzes Update.

Mal wieder dank Forum allerlei gelernt. So ganz fluchten die Gelenkköpfe mit der Scheibe nicht. Ich habe da mit Unterlegscheiben nachgeholfen. Dann eine kurze Rune gedreht und siehe da, das Klackern vorne ist weg. War wohl doch noch nicht das Lenkkopflager. Schrauben nachgezogen und gut ist.

Martin
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon dreckbratze » 12. August 2018 15:07

auf den ersten beiden bildern scheint mir die schraube etwas kurz, die selbstsicherung der mutter sieht wirkungslos aus.
Benutzeravatar
dreckbratze
 
Beiträge: 2153
Registriert: 27. Oktober 2005 19:16

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 12. August 2018 17:39

Mach dir einen ordentlichen Aufbau aus Linsenkopf- oder Flachkopf-Inbusschrauben, Hülsenmuttern (Gewindemuffen) und Muttern.
Die Hülsenmuttern auf das richtige Maß kürzen, sie müssen nicht besonders fest angedreht werden, im Gegenteil: gut handfest, damit die Spannung auf dem Gewinde nicht zu groß wird. Sie haben einen Durchmesser von 13mm und stabilisieren das Gewinde.
Schrauben und Muttern
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon UKO » 12. August 2018 17:44

Moin Martin.
Wenn Du nochmal sowas anfängst, mache VORHER aussagekräftige Fotos. Dann weißt Du hinterher auch wie alles zusammengehört. Alternativ kannst Du Dich auch bei mir melden, BEVOR Du anfängst zu schrauben. :wink:
So weit wech von mir wohnste ja nich.
Menschen ohne Macke sind Kacke!
Benutzeravatar
UKO
 
Beiträge: 1284
Registriert: 17. August 2016 18:38
Wohnort: Bremen

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Mönch » 12. August 2018 19:35

Crazy Cow hat geschrieben:Mach dir einen ordentlichen Aufbau aus Linsenkopf- oder Flachkopf-Inbusschrauben, Hülsenmuttern (Gewindemuffen) und Muttern.
Die Hülsenmuttern auf das richtige Maß kürzen, sie müssen nicht besonders fest angedreht werden, im Gegenteil: gut handfest, damit die Spannung auf dem Gewinde nicht zu groß wird. Sie haben einen Durchmesser von 13mm und stabilisieren das Gewinde.
Schrauben und Muttern


Hallo Martin,

bitte verwende keine Edelstahlschrauben und auch keinerlei Schrauben mit Vollgewinde für die Befestigung an der Bremsanlage wie oben vorgeschlagen.

Gruß Andreas
Mönch
 
Beiträge: 106
Registriert: 21. November 2015 17:35

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 12. August 2018 20:54

Hallo Andreas,

Es sind wieder die Schrauben im Einsatz, die sowieso dran waren. Lediglich die selbstsichernden Muttern hab ich ersetzt und natürlich die Gelenkköpfe. Da werde ich noch mal weiter suchen ob es in 10 mm auch welche gibt die einen dünneren Ring haben.
Behagt mir nicht besonders, dass ich da was wegfeilen musste.

Habe dann erst mal fertig damit.

Martin
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 12. August 2018 23:53

Mönch hat geschrieben:
Hallo Martin,

bitte verwende keine Edelstahlschrauben und auch keinerlei Schrauben mit Vollgewinde für die Befestigung an der Bremsanlage wie oben vorgeschlagen.

Gruß Andreas


Dazu gibt es unterschiedliche Lesarten.
Edelstahl ist klar, hat nur die Festigkeit von 4.6er Schrauben, im Zweifel sind mind. 8.8er (typisch 10.5er) an fahrgestellrelevanten Verschraubungen ein zu setzen.
Was aber der Deutung bedarf: Wird eine Schraubverbindung, in der zur Distanzierung eine Hülse verarbeitet worden ist, auf Schub belastet, wird die Bruchdehnung ihres Gewindes aufgrund des Hebelarmes schnell überschritten, wenn die Mutter mit mind. dem typischen Anziehmoment angezogen wird. Bruchstelle ist üblicherweise die Kerbe am Gewindehals, also dem Übergang vom Gewinde zum Schaft.
Die Gewindemuffen auf der Gewindeschraube haben den Vorteil, dass ihr Durchmesser bestens zum Kugelanschnitt passt und die Festigkeit des Gewindes unterhalb auf die eines dreizehner Schaftes erhöht. Was bleibt, ist die Überlastbruchstelle am Übergang zum Gewinde, am unteren Ende der Gewindemuffe.

Aus meiner Sicht gibt es in beiden Fällen die gleichen Nachteile. Bedenke, dass eine lange Schraube (mit Hülse) beim Festdrehen der Mutter schon 90% der Bruchdehnung bzw. der Fließgrenze erreicht. Kraftschlüssige Schraubverbindungen leben von kurzen Schrauben, was Martin da hat, geht aus meiner Sicht schon eher Richtung Scherbolzen. Ich bleibe bei meiner Einschätzung: was da auf den Fotos zu sehen ist, sollte nicht so bleiben.

Für bessere Einzelteile als das Schraubsortiment hat der Herr einmal die Dreherei erschaffen. Wenn es mein Gespann wäre, würde ich die Hülsen, die im Bremssattel stecken, durch passende ersetzen. Je weniger Teile, desto besser.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Pepo1958 » 13. August 2018 16:46

Hallo Zusammen,

die Diskussion wird mal wieder sehr akademisch :-D .

Schrauben der Festigkeitsklasse 10.5 gibt es glaube ich gar nicht. Üblich sind die Klassen 8.8, 10.9 und 12.9. Bitte dabei beachten, dass nicht immer gilt: "Viel hilft viel." Schrauben einer höheren Festigkeitsklasse haben eine geringere Reißdehung und sind spröder, gegen Schläge und auch gegenüber Scherung empfindlicher. Da kann es schon mal sein, dass die nächst größere Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 besser ist.

Dass Schrauben aus rostfreiem Stahl der Festigkeitsklasse 4.6 entsprechen, muss nicht sein. Schrauben der Klasse A2-80 kommen mit einer Rpo,2 von 600 N/mm² schon recht nah an Schrauben der Klasse 8.8 mit Rpo,2 = 640 N/mm².

Und wie groß sind die Kräfte, die da überhaupt auf den Zuganker wirkten? Anbei mal ein Entwurf eines Berechnugnsblattes mit den Werten einer BMW 4-Ventiler Vorderradbremse. Mit eine Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 in der Größe M6 hätte man da noch eine Sicherheit von 2.
Wenn jemand einen Fehler findet, darf er ihn behalten, aber bitte Bescheid sagen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
LG
Peter
Benutzeravatar
Pepo1958
 
Beiträge: 196
Registriert: 8. Oktober 2017 10:11

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon capcuadrate » 13. August 2018 18:50

Leute das wird mir zu hoch. Ich gehe mal davon aus dass EML schon weiss, was sie nehmen. Olav, da ist nirgends eine Buchse. Ich werde mir aber mal eine längere Schraube besorgen.Dazu was besseres als die Muttern als Distanzstücke. Dazu werde ich mal das Deich Schaf befragen. gibt es auch so manches EML Teil.

MARTIN
Benutzeravatar
capcuadrate
 
Beiträge: 358
Registriert: 12. Juli 2016 07:49
Wohnort: Nähe HH im Sachsenwald

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Mönch » 13. August 2018 18:54

Pepo1958 hat geschrieben:Hallo Zusammen,

die Diskussion wird mal wieder sehr akademisch :-D .

Schrauben der Festigkeitsklasse 10.5 gibt es glaube ich gar nicht. Üblich sind die Klassen 8.8, 10.9 und 12.9. Bitte dabei beachten, dass nicht immer gilt: "Viel hilft viel." Schrauben einer höheren Festigkeitsklasse haben eine geringere Reißdehung und sind spröder, gegen Schläge und auch gegenüber Scherung empfindlicher. Da kann es schon mal sein, dass die nächst größere Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 besser ist.

Dass Schrauben aus rostfreiem Stahl der Festigkeitsklasse 4.6 entsprechen, muss nicht sein. Schrauben der Klasse A2-80 kommen mit einer Rpo,2 von 600 N/mm² schon recht nah an Schrauben der Klasse 8.8 mit Rpo,2 = 640 N/mm².

Und wie groß sind die Kräfte, die da überhaupt auf den Zuganker wirkten? Anbei mal ein Entwurf eines Berechnugnsblattes mit den Werten einer BMW 4-Ventiler Vorderradbremse. Mit eine Schraube der Festigkeitsklasse 8.8 in der Größe M6 hätte man da noch eine Sicherheit von 2.
Wenn jemand einen Fehler findet, darf er ihn behalten, aber bitte Bescheid sagen.


Hallo,

Was mir hier etwas fehlt ist die Betrachtung der dynamischen Kräfte die in der Berechnung zusätzlich notwendig wären. Das wird vermutlich der schwierigere Teil sein der durch mich nicht sicher definiert werden kann.
Aber bestimmt wird sich jemand finden.

Gruß
Mönch
Mönch
 
Beiträge: 106
Registriert: 21. November 2015 17:35

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon dreckbratze » 13. August 2018 18:54

:lol: so würde ich es auch machen.
Benutzeravatar
dreckbratze
 
Beiträge: 2153
Registriert: 27. Oktober 2005 19:16

Re: Gelenkköpfe wechseln

Beitragvon Crazy Cow » 13. August 2018 20:39

capcuadrate hat geschrieben: Olav, da ist nirgends eine Buchse. Ich werde mir aber mal eine längere Schraube besorgen.

MARTIN


Peter hatte ursprünglich da eine Buchse vermutet, ich dann auch, er meinte den Distanzring neben dem Bremssattel. Im Falle, dass nur 8er Gelenkköpfe und Schrauben verwendet worden wären, hätte halt eine Buchse mit Anlagering in dem 10er Loch des Bremssattels gesteckt. (12er Bohrungen in Bremssätteln sind mir nicht bekannt.)

Ist aber nicht so, hätte, hätte, Jazztrompätte...
Die Buchse hat eine andere Funktion.*

Mir geht es um was anderes. Wenn ein TÜV Prüfer sieht, wie leidenschaftslos an der Bremsenbefestigung rumgebastelt wurde, wird er das ganze Dreirad durchleuchten und pisaken, bis er noch was findet. Die Situation beim TÜV ist zwar insgesamt besser geworden, aber es wäre fatal, wenn durch launige Bastelei der ein oder andere Jung beim Verein irgendwann wieder die Lust verlöre. Nichts gegen dich, Martin, aber ich finde, die Dinge sollten so aussehen, als würde man sie ernst nehmen.

* Zur Funktion der Buchse bzw. des Distanzringes: Das Alugehäuse des Bremssattels ist natürlich von der Festigkeit das schwächste Glied in der Schraubenkette. Nicht dass es unbedingt bricht, aber es ist weich und bei regelmäßiger Biegebelastung würde es dem Druck nachgeben und die Schraube sich unmerklich lockern. Dann kann man alle Zahlen aus Datenblättern in der Pfeife rauchen. So hat EML da eine Hülse mit großem Durchmesser aufgesteckt. Es wird also hier eine einteilige Hülse benötigt, damit sich nichts lockert und die Anlage plan bleibt. So könnte sie aussehen:

dist.png


Man kann sie mit einer Durchgangsbohrung versehen und eine Schaftschraube durchstecken, oder ein Gewinde hineinschneiden und von beiden Seiten eine kurze zehner Schraube hineindrehen. Der "Schuh" mit dem größeren Durchmesser läge am Bremssattel an. so dass der bei auftretenden Scher- oder Biegekräften nicht verdrückt. Das dünne Ende ist so klein zu halten, dass der Bewegungsspielraum des Gelenkes nicht eingeschränkt wird, z.B. ø13mm x Ø20mm.

Zu den Kräften: Man muss bei der Vollbremssung davon ausgehen, dass das Fahrzeug hinten angehoben wird. Es wirkt also eine Last von min 250kg (2500N) auf den Radius des Vorderrades. Ist der Bremsanker nur 12cm lang, ehöht sich die Zugkraft auf das Gestänge auf das 2,5fache (6250N).

Das hört sich nicht so viel an, die Kraft wirkt aber auch als Biegekraft auf die Schraube. Bei einem Fuß mit dem Radius 10mm am Bremssattel und einer Hülsenlänge von 40mm vervierfacht sich die Kraft, die in dem Moment als Zugkraft auf das Gewinde wirkt. Wir sind jetzt statisch bei 25.000N, wenn ich das richtig sehe, ohne dynamischen Zuwachs durch Geschwindigkeit. Dazu kommt die Kraft, die bereits durch das Anziehen der Schraubmutter als Zug auf das Gewinde wirkt, im günstigsten Fall etwa 60% der Bruchdehnung, also weitere 27.000N. Zusammen 53.000N.

Kaum zu glauben und trotzdem hält es. Warum? Das Hinterrad wird bei der Scheibenbremse nicht ruckartig angehoben, das Alu gibt im Zweifel unter dem Druck etwas nach und ein Teil der Hinterradlast wird vom Seitenrad übernommen. Als Grenzwerte für die Belastungsrechnerei würde ich aber nicht in der Schraubentabelle nachsehen, sondern im Datenblatt des Gelenkkopfherstellers. Es gibt Unterschiede bis zu 50% in der ausgewiesenen Bruchlast, sofern sie überhaupt ausgewiesen wird.

Und man muss sich auch abschließend fragen, was denn der Aluguss des Bremssattels zu einer Biegebeanspruchung durch eine eingesteckte "Brechstange" sagt. Denn nichts anderes ist es. Ich will es aber nicht schwärzer malen als es ist, am Ende hält es doch, nur wenn ein Kfz-Ing draufschaut, sollte er vlt. doch den Eindruck haben, dass die ein oder andere Eventualität gewürdigt wurde.

Ist meine Meinung.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

Bild
Der Hundertjährige meint:
Lich un Luf gibt Saf un Kraf
Benutzeravatar
Crazy Cow
 
Beiträge: 10518
Registriert: 12. Mai 2006 17:05
Wohnort: Paläozoikum


Zurück zu Fahrwerk

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast