Was bringt eine Heizpatrone?

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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon schauglasgucker » 15. Januar 2019 05:41

Stephan hat geschrieben: Aussentemperatur gleich Öltemperatur?!?



Hallo Stephan,

jawohl.

Ich habe diesen Versuchsaufbau extra gewählt, weil ich ja gerne ein autarkes System, unabhängig vom Hausstromnetz, gehabt hätte.
Desweiteren habe ich mich bei der Dauer der Aufheizphase an den Webasto/Defa Werten orientiert. Die sehen sogar eine Aufheizung von ca. 3x3 Std. täglich vor. :smt009

Gruß Werner
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Stephan » 15. Januar 2019 05:54

3*3h? Bei meiner ist von 1h die Rede. Allerdings istt immer nur ein Zeitpunkt wählbar.


Stephan
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Matthieu » 15. Januar 2019 11:44

Die wählbaren Zeiträume hängen ja stark vom Steuermodul ab. Keine Ahnung was da die neuen können.
Meine 15 Jahre alte Eberspächer kann auch nur einen Zeitpunkt pro Tag. Allerdings kann ich jeden Tag nen anderen Zeitpunkt programmieren.
Mit einer 180 AH Batterie (um so ne LKW-Batterie ging es ja weiter vorn) kann ich die Standheizung (=Luftheizung) ca 4 Tage am Stück laufen lassen.
Allerdings ist diese Batteriegröße am Gespann indiskutabel.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon scheppertreiber » 16. Januar 2019 16:44

Wieso zu groß ? Seid sie die Meßvorschriften geändert haben
passen doch 47 Ah in eine 34 Ah rein :twisted:
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon BigNoce » 17. Januar 2019 12:34

Hallo zusammen,

worin liegt eigentlich genau nochmal der Sinn darin,
das Motoröl im Winter vorzuwärmen?

Viele Grüße
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pfuscher » 17. Januar 2019 13:49

Hi,
bin gerade auf diesen Diskussionspunkt gestoßen. Dazu meine Erkenntnisse :

Diese Art von Nirosta Heizstäbe sind für Wohnmobile/Wagen gebaut, um freiliegende Wasser/Abwassertanks bei Frost vor dem Einfrieren zu bewahren. Da machen sie Sinn, weil am Campingplatz 220V zur Verfügung steht bzw. Dauer-12V von der LIMA/Spannungswandler vom Batterielader beim Fahren bereitgestellt wird.
Beim Gespann habe ich diese Dinger ( allerdings nur mit etwa 30 Watt ) benutzt, um das mitgeführte Campingtrinkwasser im Kanister vor dem Einfrieren bei der Anfahrt zu schützen. Es gab noch keine Petflaschen vom Discounter.

Ganz oben wird der Vorschlag gemacht mit einem ( hier ganz speziellen Relais ) Akkuspannungswächter die Batterie vor Entladung zu schützen. Dieses Relais ist beim Motto nicht praxistauglich, weil meine BMW z. B einen Startstrom von etwa 150 Ampere zieht. Welcher Relaiskontakt macht das schon ? Selbst spezielle extra Relais zum Kuppeln von Batterien können nur 70 Ampere. Also auch Sackgasse.

Gruss Pfuscher
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon scheppertreiber » 17. Januar 2019 15:17

Klar gibt es solche Relais. Schau dir mal deinen Anlasser genauer an 8)

Ein Extrarelais braucht ja nur die Heizung abzuhängen, das sind 3 A.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pfuscher » 17. Januar 2019 15:26

Ja, ich weiß - ein Bosch oder Valeo-Anlasser hat einen eingebauten Startrelaiskontakt, den man manchmal mit dem ' Hämmerli' auf seine Arbeit ansprechen muss. Die Guzzi ist dafür bekannt und der R4 und der Käfer usw.
Das angesprochene Unterspannungs-Relais hat einen Lastkontakt von 10 Ampere, das reicht nicht mal den Leerlaufgrundstrom zum Erhalten des Motorlaufes zu erhalten. Typisch alte BMW 60 bis 80 Watt Eigenverbauch; also schon 7 Ampere.
Gruss Pfuscher

Edit Nochn Anhang. Wenn dieses Relais abgeschaltet hat, braucht es wieder über 12Volt um die Hystereseabschaltung zu umgehen man kann dann nicht mal mehr Anschieben :-(

Muss nochmal nachlegen . Bei 250 Watt sind das etwa (250/12 = ) 20,8 Ampere und nicht drei
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Stephan » 17. Januar 2019 21:54

BigNoce hat geschrieben:Hallo zusammen,

worin liegt eigentlich genau nochmal der Sinn darin,
das Motoröl im Winter vorzuwärmen?

Viele Grüße
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon dreckbratze » 17. Januar 2019 23:08

das öl ist schneller an den schmierstellen.9
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Aynchel » 18. Januar 2019 10:53

neulich in der Kältekammer:

https://www.youtube.com/watch?v=-AHxQP1YAaw
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Neandertaler » 18. Januar 2019 11:16

Aynchel hat geschrieben:neulich in der Kältekammer:

https://www.youtube.com/watch?v=-AHxQP1YAaw


interessant - aber da ich so selten in der Kältekammer rumfahre, würde mich eher interessieren, wie die Schmierfähigkeit und Viskosität bei 120°C Öltemperatur ist.

(auch wenn das jetzt nicht zum Thema Heizpatrone passt) :D
Die gewonnene Erfahrung steigt direkt proportional mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.

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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 18. Januar 2019 11:43

Stephan hat geschrieben:
BigNoce hat geschrieben:Hallo zusammen,

worin liegt eigentlich genau nochmal der Sinn darin,
das Motoröl im Winter vorzuwärmen?

Viele Grüße
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Mit angewärmten Motoröl ist der Start wesentlich ruhiger und besser für das gesamte Kfz.

Merke ich derzeit jeden Morgen. . .


Stephan


Moin,

ich bin mir nicht ganz sicher, ob ihr von den gleichen Dingen sprecht. Stephan, du hast eine Standheizung im Golf, die nur eine halbe Stunde laufen darf?
Dann ist das imho eine elektrische Kühlwasserstandheizung, die mit Zeituhr eine halbe Stunde vor dem Weg zur Arbeit versucht, dir schnell angenehme Innenraumtemperaturen zu verschaffen?
Ich glaube nicht, dass sie irgendeinen Einfluss auf den Ölkreislauf hat. im Gegenteil: je mehr Energie in die Öltemperatur geht, desto weniger bleibt für das Kühlwasser.

Eine Schwingfeuerstandheizung wäre für Norwegen natürlich nicht schlecht. Sie braucht kaum Strom und kann je nach Ausführung die ganze Nacht laufen. Im Fußraum des SW könnte sie den Motorölkühler befeuern und gut ist. Am besten ein druckloser Nebenstromölkühler, so dass das Motoröl dabei in den Motor umgewälzt werden kann.

@Werner: mir ist nicht klar, wofür du die Anstrengungen unternimmst. Planst du eine Eisarschfahrt oder hast du generell Startschwierigkeiten im Winter?
Beim XJ 750 Motor werden durch den Bypass Ölkühler und Ölfilter gebrückt, solange der Öldruck höher als 4,5bar ist. Zum Starten muss nur eine Ölmenge von gut 2l beheizt werden.
Für die Fernfahrt würde ich schon eine Traktorbatterie in SW stellen. Sie lässt sich während der Fahrt beladen, wenn ein Umschaltrelais bei ausreichender Kapazität den Ladestrom von der Starterbatterie (die originale im Mopped) auf die Zusatzbatterie schleift. Man muss aber den Licht-/Zündstrom mitschalten. Diese Relais gibt es im Camping-/Wohnmobilbedarf.

Wenn du generell Startschwierigkeiten hast: Du hättest vor dem Motorumbau (750er in den 650er Rahmen ?) den Anlasser inspizieren sollen. Meist sind alte ungereinigte nicht in der Lage, die Energie aufzunehmen, die der Akku ihnen spendet. Konkret: der XJ Anlasser wird nur durch einen Simmering von der Motornasszelle getrennt. Wenn der undicht wird, bildet sich vom Kohleabrieb ein (leitender) Ölschlamm am Kollektor. Wenn alles in Ordnung ist, brauchst du nur eine gute Batterie zum Starten und ab -15°C ein dünneres Öl, 10W40 zum Beispiel.
Wenn du mal fürchtest, nicht weg zu kommen, dreh am besten zum Starten die äußeren Zündkerzen raus. Ein paar Umdrehungen genügen schon, um das Öl an den Lagern flüssig zu machen, falls der Moder mit zwei Zylindern nicht anspringt.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 18. Januar 2019 12:18

Neandertaler hat geschrieben:
Aynchel hat geschrieben:neulich in der Kältekammer:

https://www.youtube.com/watch?v=-AHxQP1YAaw


interessant - aber da ich so selten in der Kältekammer rumfahre, würde mich eher interessieren, wie die Schmierfähigkeit und Viskosität bei 120°C Öltemperatur ist.

(auch wenn das jetzt nicht zum Thema Heizpatrone passt) :D


Die Viskositäten bei 120°C unterscheiden sich nicht großartig. Die Hersteller versuchen, sie ü. 10 (Quadratmillimeter pro sekunde) zu stabilisieren. Die Zahlen die auf den Dosen stehen, werden von den Herstellern selbst verliehen, es gibt aber auch "Leichtlauföle", die eher gegen Null fallen, Werte nahe 20 sind auch von hochviskosen Ölen kaum zu halten. Es macht einen großen Unterschied, ob die Motortemperatur 120° oder 150° beträgt. Im Mittel ( 5 bis 100°C) sind die Öle schon ähnlich. Gute Hersteller bieten ein Datenblatt zu jedem Produkt mit genau diesen Werten.
Im Minusbereich macht es zwar einen Unterschied, ob du bei -10 oder bei -30° C eine Viskosität von 4000 hast, aber die ist eh nicht für eine effektive Motorschmierung brauchbar.
Zur Veranschaulichung ist so ein Filmchen ganz nett, aber in der Praxis ist entscheidend,

1. wie schnell erwärmt sich das Öl (durch Reibung) auf schmierfähige Temperatur?
2. wieviel Scherstabilität bleibt bei geringer Viskosität (ü 100°C) erhalten?
3. Wieviel Öl verbleibt beim Abstellen in den Lagern, wieviel tropft ab?

Der dritte Punkt ist ganz interessant, weil die Werbung von Syntheseölen darauf abzielt. "Dünnflüssiges Öl gelangt bei Kälte schneller zu den Lagern" . Das ist eigentlich nur nötig, wenn kein Restöl mehr an den Schmierstellen ist. Tropft Syntheseöl etwa vollständig ab? Dann bleibe ich lieber bei mineralischem. Es ist die Frage, wie schnell hochviskoses Öl an den Lagern sein muss.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Aynchel » 18. Januar 2019 15:15

Neandertaler hat geschrieben:
Aynchel hat geschrieben:neulich in der Kältekammer:

https://www.youtube.com/watch?v=-AHxQP1YAaw


interessant - aber da ich so selten in der Kältekammer rumfahre, würde mich eher interessieren, wie die Schmierfähigkeit und Viskosität bei 120°C Öltemperatur ist.

(auch wenn das jetzt nicht zum Thema Heizpatrone passt) :D


ich fahre meine Winterkuh selten im Sommer und schon garnicht bei Hitze auf der Autobahn
von da her habe ich keine Bedenken ihr das 0W30 zu verpassen
der Ölverbauch ist in den letzten Jahren recht gering
jedenfalls solange der Ölfilter nicht durchgerostet ist :roll:

meine Sommerkuh, ebenfalls eine R1100GS bekommt 10W40

jeder Motorenhersteller und jeder Ölhersteller kocht irgendwo sein eigens Süppchen
aber ganz grob kann kann man solche Tabellen als Richtwert nehmen

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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Stephan » 18. Januar 2019 15:41

Da liegste falsch, Olaf. Die Heizung läuft auf Diesel. Die 1/2h ist der Batterie geschuldet. Zwar wird das Kühlwasser wie schon erwähnt geheizt, aber dadurch ist der gesamte Motorblock (Öl) warm. Und den Unterschied merkt man.

Zwar können 3 Termine eingegeben werden. Aber das dient der Benutzerfrundlichkeit. Damit muß man beim Einstellen der Zeit nicht immer die ganze Uhrzeit (24h) durchlaufen.


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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Matthieu » 18. Januar 2019 17:38

@ Crazy Cow: Beim Werner geht es nicht um ne XS, sondern um sein GS-Gespann. Und ja, Eisarsch steht an.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pepo1958 » 18. Januar 2019 18:37

Neandertaler hat geschrieben:interessant - aber da ich so selten in der Kältekammer rumfahre, würde mich eher interessieren, wie die Schmierfähigkeit und Viskosität bei 120°C Öltemperatur ist.

(auch wenn das jetzt nicht zum Thema Heizpatrone passt) :D

Wenn Du aus de Datenblatt die Werte für 40°C und 100°C hast, kannst Du die hier eingeben und extrapolieren: http://www.meguin.de/meguin/web.nsf/formular?OpenForm&formular=mdcalcviskositaet&lang=md

P.S.: Habe es gerade mit den Daten aus diesem Datenblatt versucht, geht nicht, gibt den Wert NaN bei 120°C an :cry: .
LG
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon side-bike-rudi » 18. Januar 2019 19:23

Ich fahre in der GS 0W-40 und das war auch gut genug für letzten Sommer.
Gruß
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 18. Januar 2019 20:48

Matthieu hat geschrieben:@ Crazy Cow: Beim Werner geht es nicht um ne XS, sondern um sein GS-Gespann. Und ja, Eisarsch steht an.


Ah ja. Als er diesen Fred vor zwei Jahren startete, war es wohl noch die XJ.
0/30er Öl sollte eigentlich bei einem Motor mit separater Getriebeschmierung immer gehen, bis 15 Grad jedenfalls. Ich glaube, ich hatte das Thema "Dekompressionsventil" bei Olli schon mal angesprochen. :)
Ein typisches Startproblem machen ja die großen Zylinder und die "vollautomatischen" Motoren. Bei nem 50er Jahre Bock mit 100% Kaltstartschieber oder manuell verstellbarer Spätzündung konnte man vlt. eher eine Einstellung finden, die das Starten etwas erleichtert.
Die ganze Ölvorheizerei hilft bestimmt, wenn genügend Energie zugeführt werden kann, aber ich denke, dass 2 minuten Motorlauf vlt. ebensoviel Öltemperatur bringen, wie 2 Stunden vorheizen.

Pepo1958 hat geschrieben:Wenn Du aus de Datenblatt die Werte für 40°C und 100°C hast, kannst Du die hier eingeben und extrapolieren:
http://www.meguin.de/meguin/web.nsf/formular?OpenForm&formular=mdcalcviskositaet&lang=md

P.S.: Habe es gerade mit den Daten aus diesem Datenblatt versucht, geht nicht, gibt den Wert NaN bei 120°C an :cry: .


Das ist ja interessant. Und ich habe mich schon gewundert, wieso die Graphen von der Kurve her alle gleich aussehen. In meiner Erinnerung haben Synthese-Winter-Mehrbereichsöle haben ihre Null Y-Achse bei etwa -35 Grad, Einbereichs-Mineralöle bei etwa -15 oder -20Grad.
Ganze Kurven habe ich vor Jahren mal bei Ravenol gefunden.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Stephan » 19. Januar 2019 15:26

Tja, um aber die 2 Minuten Motorlauf honzubekomme , muss er eben halt auch erstmal drehen. . .


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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon schauglasgucker » 19. Januar 2019 17:15

Crazy Cow hat geschrieben:Ah ja. Als er diesen Fred vor zwei Jahren startete, war es wohl noch die XJ.



Irgendwann werden wir halt alle erwachsen. :smt005

Gruß Werner
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 19. Januar 2019 19:15

schauglasgucker hat geschrieben:
Crazy Cow hat geschrieben:Ah ja. Als er diesen Fred vor zwei Jahren startete, war es wohl noch die XJ.



Irgendwann werden wir halt alle erwachsen. :smt005

Gruß Werner


Woran merkt man das?

Zurück zu "Heizpatrone am Eisarsch" ;):
Ich glaube, ich habe neulich einen Fernsehbeitrag zum Eisarsch gesehen, war ein ziemlich lahmer Zock (der Beitrag jetzt) :D. Geführte kleine Gruppe mit Tageszielen, die bisweilen an gesperrten Straßen scheiterte und ansonsten lokale Sehenswürdigkeiten aufsuchte, ist das richtig? Ich meine, da wurde auch einmal eine Morgentemperatur von Minus 30 Grad erwähnt.

Gut, es gibt Gelegenheiten, da weiß man, dass man sein Pferd zu Schanden reitet, einmal um die Welt (oder Wanderdünenclimbing in die Sahara) usw. Polartemperaturen gehören imho auch dazu, wenn man seinen Bock nicht über nacht laufen lassen kann. Der "Poor-Point" der besten Mehrbereichs-Winteröle liegt bei -35°, aber nicht garantiert, das ist imho vom Fabrikat abhängig. Die Viskosität kurz vor diesem Punkt liegt zw. 6000 und 10000, am PP schmiert das Öl nicht mehr, es reibt nur noch. Insofern kann ich gut verstehen, dass man über eine Heizung nachdenkt, aber die sollte nicht nur das Öl betreffen, sondern den ganzen Block etwas erwärmen, in den Gleitlagern ist es ja auch kalt. (Steckdose mit Netzanschluss)

Vielleicht ist es ganz gut, wenn ein Motor im Zweifel nicht anspringt, (meinem Gespann würde ich es verbieten). Ein Thermometer am Motorblock wäre für mich die erste Investition, wenn ich weiß, dass der Bock draußen schlafen muss. Die final gültige Temperatur ist natürlich Spekulation. Ich erinnere mich die Autotests von Rainer Günzler aus den späten 1960er Jahren. Die Autos kamen für eine Nacht bei -15° in die Kältekammer. Günzler über den Opel Kadett: "auf 15 Grad unterkühlt springt er an, als ob nichts gewesen wäre."
https://youtu.be/5M1Y7gC0vkE?t=694
Also: bei minus 15° muss/darf auch ein BMW Boxer anspringen, ab minus 25 wäre ich vorsichtig. Ich würde den Motor immer ein paar Umdrehungen ohne Kerzen laufen lassen, dass die Lager und die Gleitflächen etwas warm werden. Da lacht der Anlasser drüber.

Ich wünsche dir viel Glück, Werner, und dass du ohne Probleme hin-, durch- und auch wieder zurückkommst.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Stephan » 19. Januar 2019 19:48

Das sind Temperaturen, da darfste normal nur noch überwacht draussen arbeiten. . .


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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon side-bike-rudi » 19. Januar 2019 21:20

Meine Probleme im Winter:

1. Eingefrohrenes Lenkerschloss
2. Eingefrohrener Starterknopf. Wenn er dann mal rein geht, kommt er nicht mehr raus.
3. Eingefrohrener Gasdrehgriff oder der Bowdenzug. Jedenfalls wenn er dann mal gedreht wurde, geht er nicht mehr zurück.

Mit Öl oder Anlassen habe ich keine Probleme. Ich bräuchte also eine Lenkerheizungshaube. Ist einem sowas vielleicht schon über den Weg gelaufen? (Die unbeheizte Version der Haube habe ich schon.)
Gruß
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pfuscher » 19. Januar 2019 21:34

Hi,

als alter UHU kann ich nur empfehlen

zu 1) alten Fahrradschlauch überstülpen oder abgesägten 'irgendein-Schlüssel' und untergelegte Plastikscheibe größer als Zylinderdurchmesser beim Parken; damit kein Wasser durch die Schlüsselabdeckung kommt. Sieht Scheixxe aus, aber es hilft bei jedem Wetter.

zu 2) und gleich auch 3) Lenkerstulpen, leichte Wollhandschuhe und Handgriffheizung, wenn die LIMA das mitmacht

Damit geht jeder Winter und Frost.

Gruss Pfuscher
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 19. Januar 2019 23:05

zu 1) London Rubber Produkt aus dem Automata. Kann auch beim Fahren drüberbleiben.

zu 2) zweiten Starterknopf unter der Sitzbank montieren

zu 3) Lenkerenden Heizpatronen und die Bowdenzüge neu beseelen. Zugseile aus dem Schiebedach- Hubfensterbedarf sind deutlich dünner und extrem belastbar. Bei Frost brauchste Laufspiel, wussten schon die russischen Büchsenmacher in WW2.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pepo1958 » 19. Januar 2019 23:44

Aynchel hat geschrieben:ich fahre meine Winterkuh selten im Sommer und schon garnicht bei Hitze auf der Autobahn
von da her habe ich keine Bedenken ihr das 0W30 zu verpassen
der Ölverbauch ist in den letzten Jahren recht gering
jedenfalls solange der Ölfilter nicht durchgerostet ist :roll:

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Das sehe ich auch so, wenn man bei so niedrigen Temperaturen fahren will, auf vollsynthetisches Öl 0W30 umstellen. Laut Hersteller kann das -35°C, Pourpoint -60°C und Pumpfähigkeit bis -40°C. Was will man mehr :-) .
Zuletzt geändert von Pepo1958 am 19. Januar 2019 23:56, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pfuscher » 19. Januar 2019 23:48

Kann deine Kupplung Synthetik-Öl????
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pepo1958 » 19. Januar 2019 23:56

Pfuscher hat geschrieben:Kann deine Kupplung Synthetik-Öl????


Warum soll die Trockenkupplung mit Synthetiköl können :-D ?
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pfuscher » 19. Januar 2019 23:59

Wer eine Trockenkupplung hat wird kaum über das Problem nachdenken, der Rest merkt es dann, wenn es soweit ist.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pepo1958 » 20. Januar 2019 00:07

Pfuscher hat geschrieben:Wer eine Trockenkupplung hat wird kaum über das Problem nachdenken, der Rest merkt es dann, wenn es soweit ist.


Das hier kann auch knapp -30°C und ist laut Hersteller für Nasskupplungen geeignet: https://www.ravenol.de/uploads/tx_ravenol/pdf-print/RAVENOL_Motobike_4T_Ester_SAE_5W30_0.pdf

Wer suchet, der findet :-) .

Das ist aber nicht wriklich mein Problem, da ich weder eine Nasskupplung habe, noch Winterfahrer bin.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon dreckbratze » 20. Januar 2019 00:15

@pepo: weil der kurbelwellensimmerring suppt? :lol:
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 20. Januar 2019 01:13

Pepo1958 hat geschrieben:Das sehe ich auch so, wenn man bei so niedrigen Temperaturen fahren will, auf vollsynthetisches Öl 0W30 umstellen. Laut Hersteller kann das -35°C, Pourpoint -60°C und Pumpfähigkeit bis -40°C. Was will man mehr :-) .


Interessant, ein Superöl. Was glaubst du, warum es nicht für Motorräder angeboten wird?

" RAVENOL SSO SAE 0W-30 nutzt die positiven Eigenschaften von Wolfram, dass die Oberflächenstruktur im Motor stark glättet, damit Reibung und Verschleiß vermindert und die mechanische Effizienz deutlich verbessert. "

Hängt vlt. mit nikasilbehandelten Leichtmetall-Zylindern zusammen. Da ist Glättung imho kontraproduktiv und vlt. gar nicht mal erwünscht. Lieber mal nachfragen.

Wie gesagt: die Viskositätsklassen werden von den Herstellern selbst zu geordnet. Es kann durchaus sein, dass Öle mit gleicher Bezeichnung von anderen Herstellern andere Einzelwerte ergeben. In jedem Fall bei Einsätzen in extremen Temperaturen das Datenblatt lesen. Wenn es keines gibt (war bei Castrol lange der Fall), das Öl nicht kaufen.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Pepo1958 » 20. Januar 2019 11:34

Crazy Cow hat geschrieben:Interessant, ein Superöl. Was glaubst du, warum es nicht für Motorräder angeboten wird?

" RAVENOL SSO SAE 0W-30 nutzt die positiven Eigenschaften von Wolfram, dass die Oberflächenstruktur im Motor stark glättet, damit Reibung und Verschleiß vermindert und die mechanische Effizienz deutlich verbessert. "

Hängt vlt. mit nikasilbehandelten Leichtmetall-Zylindern zusammen. Da ist Glättung imho kontraproduktiv und vlt. gar nicht mal erwünscht. Lieber mal nachfragen.

Wie gesagt: die Viskositätsklassen werden von den Herstellern selbst zu geordnet. Es kann durchaus sein, dass Öle mit gleicher Bezeichnung von anderen Herstellern andere Einzelwerte ergeben. In jedem Fall bei Einsätzen in extremen Temperaturen das Datenblatt lesen. Wenn es keines gibt (war bei Castrol lange der Fall), das Öl nicht kaufen.


Man Olaf,

sinnerfassend lesen würde helfen :wink: . Wenn Du Dir die Mühe machen würdest, meinen letzten Beitrag zu lesen, würdest Du erkennen, dass ich da das Öl RAVENOL Motobike 4-T Ester SAE 5W-30 angegeben habe. Das ist ebenfalls ein vollsynthetisches Leichtlauföl das bis nahe an -30°C verwendet werden kann. Nicht ganz so gut wie das 0W30, aber für Motorräder mit Nasskupplung geeignet.

Dass für Nikasilbeschichtete Zylinder Leichtlauföl grundsätzlich nicht geht, wage ich mal zu bezweifeln. Gibt es diese Beschichtung bei PKW Motoren nicht? Wie beschichten die die Laufflächen in Leichtmetallmotoren? Ist mir jetzt aber zu mühsam, das herauszubekommen :-).
LG
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 20. Januar 2019 13:42

Pepo1958 hat geschrieben:
Man Olaf,

sinnerfassend lesen würde helfen


Hallo Peter,
genau das habe ich getan, deshalb auch mein letzter Absatz.

Wie gesagt: die Viskositätsklassen werden von den Herstellern selbst zu geordnet. Es kann durchaus sein, dass Öle mit gleicher Bezeichnung von anderen Herstellern andere Einzelwerte ergeben. In jedem Fall bei Einsätzen in extremen Temperaturen das Datenblatt lesen.


Denn das Ester SAE 5W-30 bringt nun mal die Werte, wie ich sie schon vorher beschrieben habe, die des "Superöles" liegen aber deutlich darüber. Es wird einen Grund geben, weshalb es nicht für Motorräder angeboten wird, den würde ich beim Hersteller erfragen. Der LM Motor ist nur eine Idee, ein Erklärungsversuch.
Mir ist nicht bekannt, welche und wieviele LM-PKW Motoren auch Laufbüchsen haben.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon scheppertreiber » 20. Januar 2019 14:02

Gerade hat mich äptn angerufen, er ist aus Murmansk zurück.
Bei -30°C läuft 0W30 wie Himbeersirup aus der Dose. Ihm hat es
vermutlich wegen des sehr zähen Öls einen Simmering zerlegt.
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon Crazy Cow » 20. Januar 2019 14:39

scheppertreiber hat geschrieben:Gerade hat mich äptn angerufen, er ist aus Murmansk zurück.
Bei -30°C läuft 0W30 wie Himbeersirup aus der Dose. Ihm hat es
vermutlich wegen des sehr zähen Öls einen Simmering zerlegt.


Die kleinen Kollateralschäden ...

Es muss gar nicht mal das Öl gewesen sein. Wenn du bei den Temperaturen den Motor nicht durchlaufen lässt, ist die Chance sehr groß, dass sich mehr Kondenswasser im Motorraum bildet, als bei der Fahrt zwischen den Pausen verdunsten kann. Wenn das gefriert, sind vlt. Simmeringe nur der kleinste denkbare Schaden.
Vlt. ist das ein wesentlicher Vorzug der Heizpatrone, dass das Wasser schnell taut oder verdampft, wenn es mit der Patrone in Berührung kommt.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Was bringt eine Heizpatrone?

Beitragvon W-L » 20. Januar 2019 17:55

Hallo Peter,
Alu-Pkw Motorblöcke werden meist nicht beschichtet. Sie bestehen vielmehr aus einer Aluminiumlegierung plus einem Siliziumanteil. Beim Abkühlen (nach dem Gießen) entsteht eine mit Siliziumkristallen angereicherte Randschicht. Nach der mechanischen Zylinderbearbeitung wird durch Ätzen eine hauchdünne Alu-Schicht abgetragen wodurch die Si-Kristalle hervortreten. Sie bilden die verschleißfeste Laufschicht für die Kolbenringe. In den kleinen Taschen zwischen den Kristallen haftet das Öl.
Ich habe vor einigen Jahren einen BMW V12 Motor aus diesem Material überholt. Trotz einer Laufleistung von über 180 tkm waren die Hohnspuren über den gesamten Hub noch deutlich erkennbar.
Gruß Walter
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