Elektronische Kontaktzündung

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Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon Crazy Cow » 29. September 2019 18:29

viewtopic.php?f=8&t=17279

was mich mal interessieren würde: Sollte es nicht möglich sein, mit den Zündkontakten nicht die Zündspulen selbst, sondern jeweils ein Paar Leistungstransistoren zu schalten?
Denn die Kontakte verbrennen eigentlich nur wegen des hohen Schaltstromes und der begrenzten Kondensatorgröße. In einer elektronischen Zündbox befinden sich aber typisch Transistorpaare in der Endstufe, die z.B. bei 1 Ohm Ausgangswiderstand immerhin rd. 150 W einer Primärwicklung schalten könnten, oft wird nur ein Viertel gebraucht (4 Ohm).
Ist auch möglich, dass es Thyristoren sein müssen, weiß ich jetzt nicht, hängt ja damit zusammen, ob man die Strompulse als Gleich- oder Wechselstrom identifizeiren möcht'.
Eine kleine Endstufe praktisch zw. Kontakte und Zündspule gehängt, dann spart man sich die mechanische Anpasserei, oder watt?
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon dreckbratze » 29. September 2019 19:11

machen transistorzündungen nicht genau das? der "abbrand" ist zwar nicht mehr in dem masse da, alle anderen schwachstellen, wie alle mechanischen übertragungsteile, zahnrad der welle usw. gibt es aber weiterhin.
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon Crazy Cow » 29. September 2019 19:20

dreckbratze hat geschrieben:machen transistorzündungen nicht genau das? der "abbrand" ist zwar nicht mehr in dem masse da, alle anderen schwachstellen, wie alle mechanischen übertragungsteile, zahnrad der welle usw. gibt es aber weiterhin.


Hat die Guzzi sowas? Ich hab jetzt die Zündung der Guzzi nicht vor Augen, aber beim Einz. Zwodakter ist der Nocken auf der Kurbelwelle und beim Vierdakter auf der Nockenwelle, beim Honda 4-Zyl. links und rechts. Gut, beim V-Motor ist das etwas anders.
Transistorzyndungen haben halt noch eine Vorstufe und eine Mechanik für das Signal, muss ja irgendwo herkommen.
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon dieter » 29. September 2019 19:27

Sicher geht so etwas. Die Zündungselektronik benötigt nur zum richtigen Zeitpunkt einen Impuls um zu arbeiten. Woher der stammt ist egal. Er muss nur an die Elektronik angepasst sein. Ob er von einem Kontakt oder einem Hallgenerator kommt ist halt egal wenn er zu den Eingangswerten der Elektronik passt. Beim Kontakt kann es bei der geringen Leistung dann aber passieren, das der Kontakt verdreckt und die Energie für den Impuls nicht mehr ausreicht. Die ersten Anlagen und Umrüstsätze haben so gearbeitet. Heute bekommt man solche Anlagen teilweise auch noch.

Gruß
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon norton » 29. September 2019 19:32

Crazy Cow hat geschrieben:https://www.dreiradler.org/viewtopic.php?f=8&t=17279

was mich mal interessieren würde: Sollte es nicht möglich sein, mit den Zündkontakten nicht die Zündspulen selbst, sondern jeweils ein Paar Leistungstransistoren zu schalten?
Denn die Kontakte verbrennen eigentlich nur wegen des hohen Schaltstromes und der begrenzten Kondensatorgröße. In einer elektronischen Zündbox befinden sich aber typisch Transistorpaare in der Endstufe, die z.B. bei 1 Ohm Ausgangswiderstand immerhin rd. 150 W einer Primärwicklung schalten könnten, oft wird nur ein Viertel gebraucht (4 Ohm).
Ist auch möglich, dass es Thyristoren sein müssen, weiß ich jetzt nicht, hängt ja damit zusammen, ob man die Strompulse als Gleich- oder Wechselstrom identifizeiren möcht'.
Eine kleine Endstufe praktisch zw. Kontakte und Zündspule gehängt, dann spart man sich die mechanische Anpasserei, oder watt?


moin olaf,
so was gibt es für batteriezündung/unterbrecherkontaktgesteuert vorkonfektioniert:
http://www.helotronik.de/
gibt bestimmt noch andere anbieter (kenne ich nur nicht). die elektronikfüchse unter uns machen sowas selber (da gehöre ich leider nicht zu).
beste grüße aus HH, thorsten
ps
die erfahrungen mit der helotronik sind unterschiedlich (siehe nachbarkneipe 2v-forum).....
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon dreckbratze » 29. September 2019 19:38

nein, olaf, die älteren guzzen haben eine herkömmliche kontaktzündung. aber transistorzündungen zum nachrüsten gab es ja im kfz bereich recht früh, ich hatte sowas schon vor knapp 35 jahren im opel manta.
da scheint es mir nicht unwahrscheinlich, dass es passendes auch im 2radbereich gab und gibt.
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon Crazy Cow » 29. September 2019 21:22

norton hat geschrieben:moin olaf,
so was gibt es für batteriezündung/unterbrecherkontaktgesteuert vorkonfektioniert:
http://www.helotronik.de/
gibt bestimmt noch andere anbieter (kenne ich nur nicht). die elektronikfüchse unter uns machen sowas selber (da gehöre ich leider nicht zu).
beste grüße aus HH, thorsten
ps
die erfahrungen mit der helotronik sind unterschiedlich (siehe nachbarkneipe 2v-forum).....


Wie sagte schon Ben Akiba? "allet schon mal da jewesen" ;)

Sollte eigentlich mit einer 50-80 W NF-Endstufe funzen, oder?
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon Zimmi » 30. September 2019 07:05

Da gibt's auch was sehr preisgynstiges zum Selberbasteln, hab ich schon daheim liegen und werde es voraussichtlich im Winter in mein Gespann einbauen: https://metriccustom.de/doku.php?id=fridazsg Die Leute, die das montiert haben, waren alle sehr zufrieden...

Grysze, Michael
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Re: Elektronische Kontaktzündung

Beitragvon scheppertreiber » 30. September 2019 07:23

NF-Endstufen gehen nicht (Kondensator am Eingang, Wechselstromverstärker).
Da reicht eine einfache Schaltstufe aus 2 Transistoren. Gibtr's genug bei eBay und Alibaba.

Nachteil der TZ: Es gibt zwar erheblich weniger Verschleiß am U-Kontakt, aber immer noch
den gleichen am Nocken. Also nicht "wartungsfrei".

Ich habe in beiden Guzzen die Sachse mit Dioden-/Reglerplatte drin. Arbeitet unauffällig und
gut, der hable Kabelbaumm und diese saublöde Diodenplatte sind passee.

In TO werkelt eine Ducati-Energia-Zündung, dito.
frisierte Dnepr MT11 "Toter Oktober" * frisierte Guzzi 1000SP "donnaccia rossa" * 1000SP solo natur "milanese nera"
http://murxvonmarx.de
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