Temperaturmessung

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Temperaturmessung

Beitragvon Crazy Cow » 1. Oktober 2021 17:41

Moinsen,

da ich sonst keine techn. Probleme habe, hier mal was spezielles. Mein neuer Kühler lässt mir wegen der Originalgewinde keine Schangze, das Wasserthermometer wieder einzubauen. Es ist ein Daytona mit zweipoligem Spezial Hochohmsensor. Den habe ich jetzt an eine Schelle der Rücklaufleitung geklemmt. Es hat eigentlich nur die Funktion, dass ich früher als die automatische Regelung die Lüfter manuell zuschalten kann. Folgendes ist vorhanden.

1. Lüfterschalter am Kühler, schaltet bei 108°C die Lüfter ein und bei 103° ab. Mit der automatischen Regelung muss ich auf der sommerlichen Autobahn mit dem Tempo runter sonst kommen sie nicht gegen an. Mit Handschaltung kann ich die Temp. unter 105 Grad halten.
2. Heißleiter am Kühler, schaltet bei 120°C ein Warnlämpchen ein, evtl. bei 117 wieder ab, hab ich noch nicht ausprobiert.
3. Daytona Sensor und Anzeige, Regelbereich -300 bis +300°C. Bei sinkendem Widerstand zw. den Signaleingängen steigt die Temperaturanzeige. Bei Signalkurzschluss zeigt das Display 9.999°C.

Durch die Montage auf der Rücklaufleitung ist die Anzeige bei 100 Grad Sollwert etwa 77 Grad Istwert.
Schalte ich einen 10kOhm Widerstand seriell in die Signalleitung, sinkt die Temperaturanzeige von 20 auf 18 Grad. Schalte ich ihn parallel steigt die Anzeige von 20 auf 85 Grad. Ich dachte daran, einen 25-Gang 100kOhm Präzisionspoti parallel über die Signaleingänge zu legen und fein zu justieren, habe aber keinen.
Ist der Ansatz richtig? Schätzungen für den Widerstand?

PS: Natürlich reicht mein Intellekt gerade noch, um die Lüfter bei 75°C zuzuschalten, es ist also ein Problem, das nicht wirklich eines ist, es geht nur um die Optik. ;)
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon scheppertreiber » 1. Oktober 2021 18:29

-300 °C gibt es nicht.
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Crazy Cow » 1. Oktober 2021 18:40

scheppertreiber hat geschrieben:-300 °C gibt es nicht.


Was war vor dem Urknall?
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Peter Pan CR » 1. Oktober 2021 20:41

mit Widerständen spielen bringt Deine Messungen noch mehr durcheinander. werde erstmal den Dreck und Korosion los. wenn dann immer noch Chaos angesagt ist dann hol Dir besser einen neuen Sensor. (Achtung manchmal ist es auch die Ausleseelektronik die vermurkst, korodiert oder verstellt ist)*
Auch darfst Du den ach so sehr beliebten Infrarottemperaturpistolen nicht all zu sehr vertrauen… Oberflächenbeschaffenheit und Farbe schicken sämtliche Messungen in den April. die können nur als Plausibilitätsprüfung verwendet werden.

Ein Sensortyp mit dem ich gerne arbeite ist KP10 mit Interner Alterungskompensierung und simplen Spannungsausgang praktisch Volt = Kelvin von -50•C -+150•C = 223K-423K = 2,21V-4,23V dadrüber schaltet er sich selbst ab und fängt wieder an zu arbeiten, wenn er sich abgekühlt hat. Einige Kunden hatten dolle Eigentore damit angestellt - machmal brauchte ich nur Leiterbahnen nachlöten und weiter ging der Prozess ohne grosse Abweichungen.
http://www.rinck-electronic.de/rinck2001/pdf/AN_T309_D_Temperaturtabelle_KP10.PDF


* an der Stelle könnte man sich an der Normenänderung ca 1999 mofieren als plötzlich das verifizieren zum kalibrieren befördert wurde und seitdem zumindest in diesem Land CR mit der Trasierbarkeit Geldschneiderei und Humbug betrieben wird.
Zuletzt geändert von Peter Pan CR am 1. Oktober 2021 21:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Stephan » 1. Oktober 2021 20:55

Infrarotmessungen wurden wohl nur wg ihrer einfachen Ausführungen so beliebt. Ich würde denen Zahlenmässig niGS glauben, was nicht durch'ne Messung per Quecksilbermessinstrument verifiziert ist.


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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Crazy Cow » 1. Oktober 2021 21:20

Stephan hat geschrieben:Infrarotmessungen wurden wohl nur wg ihrer einfachen Ausführungen so beliebt. Ich würde denen Zahlenmässig niGS glauben, was nicht durch'ne Messung per Quecksilbermessinstrument verifiziert ist.


Stephan


@Sven: Der Sensor war bisher sehr präzise, solange er im Wasser steckte.Ich gehe davon aus, dass sich das nicht geändert hat, er misst halt jetzt die Außentemperatur des Gummischlauches. Anderes Instrument scheidet aus. Die Uhr im GTS Display war defekt und die Scheibe verkratzt. Da habe ich das Daytona Teil Uhr/Temp ins Glas eingelassen. Das muss getz für alle Zeit so bleiben.
KP 10 wäre eine Alternative. Muss aber auch probiert und evtl. angepasst werden.

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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Peter Pan CR » 2. Oktober 2021 01:20

da gehört er ja auch wieder hin. Wenn Anlegefühler, dann immer an Metal und mit Wärmeleitpaste und guter Isolierung auf der Umgebungsseite. Die Temperaturabweichung ist wegen dem Umgebungseinfluss aber immer noch vorhanden (bei Warmwasserrohren 2-4 Grad ist üblich, bei Dampf locker und leicht 10Grad Unterschied zwischen Tauchrohrsensor und Anlegesensor - es sind einfach mehr Einflußvariablen, die einem ins System pfuschen)
viel Spass beim Suchen.

wie sieht es mit T-Stück im Gummischlauch für den Sensor aus?
Nachdem Kumpel Richard ein 3/4 Jahr mit meinem Zündkerzenschlüssel in der Kühlerleitung seiner Aprilla herumfuhr, sehe ich da keine Probleme einfach mal etwas anzuzapfen für so kleine Helferlein.
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon FietePF » 2. Oktober 2021 09:30

Schelle der Rücklaufleitung

Gummi isoliert gut, nicht nur elektrisch ;-)!

Ein T-Stück bzw. Rohr in die Leitung, oder einen Adapter für den Sensor
aus Metall (Kupfer/Messing) bauen und den auf den Kühler setzen.

Gruß
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Crazy Cow » 2. Oktober 2021 11:10

Das wäre ja keine elektrische Lösung. Die mechanische widerstrebt mir aus beschriebenen Gründen allerdings zutiefst.
viewtopic.php?f=21&t=18895

Ich könnte auch meine Adapterölablassschraube durchbohren und mit der Messung der Öltemperatur zufrieden sein, oder auf Messung ganz verzichten, das Display nur als Uhr benutzen, aber wehret den Anfängen.
Besonders kritisch bei vielen Wasserkühlungen sind die Mess- und Regelschalter im Kühler. Sie sind meist weit oben angebracht. Verliert oder verdampft das System Wasser, steht der Pegel der Kühlflüssigkeit gerne mal unterhalb der Regler. Theoretisch ist der Dampf oberhalb heiß. Aber die besten Motoren sind schon an Anzeige- und Regelfehlern gestorben. Ein geschlossenes System sollte erst bei 120° kochen, aber wie groß muss ein Löchlein oben im Kühler sein, damit aus dem geschlossenen ein offenes System wird?
Und wie heiß müssen Außentemperatur und Fahrbahnoberfläche sein, bis die kalkulierte Kühlleistung nicht mehr ausreicht? Beim Gespann steht zudem anders als bei der Solo meist eine fette Vorderradaufhängung und ein üppiger Kotflügel dem Wind im Weg.

Also auch liebe K- und Wing-Fahrer, die Wassertemperatur ist nach meinem Dafürhalten wichtiger als die Öltemperatur.
Zuletzt geändert von Crazy Cow am 2. Oktober 2021 11:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Temperaturmessung

Beitragvon Aynchel » 2. Oktober 2021 11:14

kein CU oder Messing Rohr verwenden,
es bildet ein galvanisches Element mit dem Alu Stahl und Magnesium in dem ganzen Materialgemenge

meine Wahl wäre ein einfaches verzinktes Stahlrohr
mit aussenen aufgeschellten Sensor,
der in Wärmeleitpaste eingebettet ist
und mit etwas Aramflex Klebeband gegen die Umwelt abgeschirmt wird

Tante Edith meint
den Sensor könnte man auch auf einen Stahl Rohrbogen oder Fitting des Kühlers anschellen
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