HCS

Alle Themen, die professionelle Gespannbauer betreffen, bzw. Angebote von diesen.

HCS

Beitragvon HU » 26. November 2012 08:08

Die HCS-Federbeine haben jetzt beim TÜV-Rheinland eine Betriebsfestigkeitsprüfung als Austauschfederbeine für Gespanne bestanden.

Sind wahrscheinlich die einzigen Stoßdämpfer mit Prüfung für Gespanne, da die sonst mitgelieferten ABE oder Teilegutachten in der Regel nur auf Solomaschinen gültig sind. Allerdings werden diese normalerweise vom TÜV ja immer akzeptiert.

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Re: HCS

Beitragvon flybywire » 13. Mai 2013 20:10

Hallo zusammen,
bin neu hier im Forum und wollte direkt mal ein Lob in Richtung HU zum Thema HCS-Dämpfer loswerden.
Ich fahre eine alte XS 1100 - die zart sportlich umgebaut wurde.
Aus dieser Zeit stammten auch die Koni bzw. Ikon Federbeine. Das Fahrverhalten war gelinde gesagt verbesserungswürdig. Änderungen im Strassenbelag, oder sonstige Unregelmäßigkeiten in der Fahrbahn führten regelmäßig zu einem mulmigen Gefühl - Die ganz große Kohle wollte ich auch nicht investieren, so dass ich schliesslich bei HU ein Termin vereinbart habe - bereits am Telefon wurde mir erläutert, dass meist der wesentliche Änderungsbedarf bei den hinteren Dämpfern und dem Seitenwagendämpfer gegeben ist.
- das würde bedeuten, dass ggf. die vorderen Dämpfer weiterverwendet werden können.
Dann mit einem Tag Urlaub bin ich in Richtung Gedern aufgebrochen- was ich nur empfehlen kannn- die Strassen dorthin sind dermaßen schlecht- was die Vorfreude anzukommen -um mit einem besseren Fahrwerk ausgestattet zu werden- deutlich gesteigert hat.
Nachdem die Federraten ermittelt waren, wurden dann die passenden Dämpfer - in Längenabstufungen von 5 mm vorrätig - montiert und eingebaut.
Die Rückfahrt war dermaßen überzeugend und mit der gewählten Voreinstellung der vielfach verstellbaren Zugstufendämpfung absolut klasse zu fahren- die vorderen Dämpfer sind noch die alten und unauffällig.
Wo das Gespann vorher richtiggehend um die Hochachse eierte und der Beiwagen nur planlos hüpfte- liegt das Gespann jetzt wie ein Brett - und schluckt auch kurze Stöße, was die härteren IKONs nie geschafft haben.
Insgesamt für mich eine runde Sache !
Grüße aus Rheinhessen
Gerhard
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Re: HCS

Beitragvon eichy » 17. Mai 2013 20:32

Darf ich fragen (PM geht auch) was sowas ungefähr kostet? Habe fast 30 Jahre alte Konis in meiner "Wing" und könnte mir "Verbesserungspotential" vorstellen.
Fuhrpark: BMW R1100RT, MZ-ETZ250(300), MZ ETS250, Stahmer GL1100Sidecar, Vespa GT, Royal Enfield 500Bullet, NSU Quickly, MZ TS250/1-PSW, Motobecane Mini-Moby, Freeliner, E-Scooter. Under Construction: MZ TS250/0, CZ453.
Dosen: Fiesta 1,5TDCI & VW Touran TDI DSG
Viele Grüsse:
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Re: HCS

Beitragvon Nattes » 17. Mai 2013 21:19

Kannst du beim Horst auf der Seite alles nachlesen.

http://www.hu-sidecars.de/s/unsere-mode ... mpfer.html
Das er kein Geheimnis um seine Preise macht, wie heute allgemein üblich, war eines meiner Kaufkriterien.

Gruß Norbert, der mit den Teilen sehr zufrieden ist. Seit letzte Woche sind die auch ohne Probleme eingetragen.
Wenn Gott gewollt hätte das Motorräder sauber sind,hätte er Spüli in den Regen getan.
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Re: HCS

Beitragvon Martin Weiss » 29. Mai 2013 16:18

Schön daß es solch positive Rückmeldungen gibt. Ich habe mich ebenfalls vor über einem Jahr, auch aufgrund ähnlichlautender positiver Rückmeldungen hier im Forum für HCS entschieden und leider von Anfang an extrem schlechte Erfahrungen mit Produkt und mittlerweile auch mit After-sales gemacht bzw. mache sie bis jetzt. Mittlerweile ist es so weit daß ich die Rückabwicklung einklagen muß.

Näheres wenn gewünscht per PN

Martin
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Re: HCS

Beitragvon Vitus » 29. Mai 2013 16:37

Hi
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Re: HCS

Beitragvon Martin Weiss » 29. Mai 2013 16:58

Hallo Vitus,

nein das liest Du nicht richtig.

Es gab von Anfang an Probleme, die bis heute trotz mehrfacher Nachbesserungsversuche nicht gelöst wurden. Ich habe inzwischen Bilsteins. Einwandfrei. Bloß halt 2 Mal bezahlt...

Ja, und ich bin mit den Teilen auch trotz der Probleme gefahren weil ich immer auf eine Lösung gehofft hatte. Die Original verbauten EML waren ölundicht, also nicht mehr nutzbar.

Das mit dem Vergleich mit dem Hochzeitsanzug im Kaufhaus trifft auf den Fall aber definitiv nicht zu.

Alles weitere wenn gewünscht per PN. Ich würds gern öffentlich schreiben aber das ist aus offensichtlichen Gründen nicht möglich. Ich möcht weder das Forum in Gefahr bringen noch mich einer Abmahnung aussetzen.

Ich weiß daß es viele gibt, die mit den HCS zufrieden sind. Aus persönlichen Gesprächen weiß ich aber mittlerweile daß es nicht alle sind.
Ich wäre wirklich froh wenn ich selber einen positiven Bericht schreiben könnte, hätte ich mit Sicherheit auch getan, aber leider ists in meinem Fall anders.

Martin
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Re: HCS

Beitragvon Crazy Cow » 1. Juni 2013 14:05

Ist natürlich ein heisses Thema, zu dem man kaum was sagen kann, ohne es sich mit allen zu verderben. Aber es sollte was gesagt werden, denn die Verbreitung bösen Blutes hat es imho auf dem Privatkanal nicht schwerer.

Wir stehen in D und in Europa erst am Anfang einer Entwicklung, mit der Verbraucher und vor allem Kleingewerbetreibende erst umgehen lernen müssen.

Zunächst das Brautkleid:
Natürlich ist es verbraucherseits hinterlistig, das Hochzeitsgewand nach der Trauung zurückgeben zu wollen, aber: der Verkäufer hat diesem Vorgang die Tür geöffnet, ist voll ins Risiko gegangen, obwohl er die Regln kannte, sollte sich also nicht wundern.
Wenn die Verbraucher ein Rückgaberecht haben, dann kann ich als Unternehmer eben nicht auf diesem Wege dieses Produkt verkaufen, sofern ich die Menge der Rückgaben nicht auf den Verkaufspreis umlegen kann. Lege ich ihn um, bin ich auf einmal teurer als ein bereits etablierter Fachhandel.
Gleiches gilt doch für die provozierten Ladendiebstäle. Je besser der kapitalistische Kaufanreiz funktioniert, desto größer ist sein Appell an die niedrigen und unmoralischen Instinkte im Menschen.

Im Bereich der Stoßdämpfer heisst das:
Es gibt bereits Hersteller, die aufgrund des Umsatzes, der Verkaufszahlen, also langjähriger Erfahrung rel. treffsicher Fahrwerkskomponenten kalkulieren können. Die ihre Rückläufer in jährlich festen Größen auf der Kostenseite verbuchen können und sie sind groß genug um Fachleute ein zu setzen, damit die Zahl der Rückläufer möglichst klein bleibt.
Diese Lieferanten sind aber inzwischen ewig teuer. Auch Alpahtec zum Beispiel mit seinen Bitubo Stoßdämpfern.

Das ermutigt natürlich weitere kleine Newcomer in diesen Markt ein zu steigen, nicht nur HU. Denn der Einkauf von günstigen Komponenten ist zunächst nicht das Problem. Der Verkaufsakt, der Moment mit dem Kunden ist in D immer noch am teuersten. Aber: wenn ich mich in der Kalkulation verdonnert habe, ist es nicht vernünftig, das an der bestehenden Kundschaft aus zu lassen. D.h.: wenn ein Kunde wandeln möchte, nimmt man halt zurück, es gibt ja eine Rechtsgrundlage, interpretationsfähig zwar, aber es ist auch besser für's Geschäft.
Es scheint zwar unfair, dass die Kosten dafür die künftigen Kunden tragen müssen, aber das ist das Wesen des Kapitalismus, früher "Freier Markt" genannt.

Und in der Zukunft zeigt sich dann, ob man wirklich konkurrenzfähig ist gegenüber den etablierten Betrieben. Es war noch nie leicht, in einen bestehenden Markt ein zu dringen und man braucht ein bisken Kapital, um aus seinen Fehlern zu lernen.

Diese Einsichten habe ich als Unternehmer, als Verbraucher und als kritischer, mehrfacher Besucher der USA gewonnen. Erst spät, oft gar nicht danach gehandelt, weil mein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn natürlich auch dem die Kosten aufegeben wollte, der sie verursacht hat und auch entsprechend darunter gelitten.
Heute weiß ich, dass die Schuld nicht beim Kunden lag. Wenn ich Hähnchen mäste, muss ich auch damit leben, dass es einige gibt, die nicht recht wachsen wollen.

Es empfiehlt sich grundsätzlich, für komplexe Aftersales-Situationen eine freundliche Dame ein zu setzen, die nichts verdirbt und nichts verspricht, aber in der Lage ist, den Kunden zu halten und dem Chef auch mal den Kopf zu waschen. (Bei weiblichen Kunden würde ein junger Herr gebraucht, aber keinesfalls der Chef.) Solche Mädels und Jungen sind aber im Prinzip unbezahlbar und die Produkte wären es damit auch.
Ich hatte in meiner operativen Zeit meist en passant derartige Unterstützung. Einige Kunden fanden meine Arbeit aber dann auch viel zu teuer. Ich weiß heute, es waren die, welche die Probleme nicht durchschauten sondern sie verursachen halfen.

Wer ein Problem hat, schaut normal erst mit dem zweiten Blick auf den Preis. Wer das mit dem ersten Blick tut, ist evtl. bereit, etwas zu kaufen, was er gar nicht braucht. Das ist doch wieder eine ganz andere Baustelle.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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Re: HCS

Beitragvon Dingens » 28. August 2013 19:37

Hmm, was sagt mir jetzt der Beitrag? Ich bin auf jeden Fall mit meinen Federbeinen von HU zufrieden. Die YSS und HCS sind einwandfrei.

Ralph
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Re: HCS

Beitragvon Endurotraibär » 26. Januar 2014 21:08

Nabend,

Hatte an meinem letzten Gespann auch Bielsteine verbaut , haben eigendlich gut funktioniert.

Beim neuerlichen Aufbau wollte ich auf die HCS an meinem Dreirad wechseln. Hab noch alte original EML .

Welcherlei Probleme sind da bekannt ??

Grüße aus Duisburg
Das kann schon sein , wenn es nicht anders ist .
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Re: HCS

Beitragvon rosthaufen » 29. März 2018 08:07

Die Dämpfer sind nicht schlecht..

Über Erfahrungen im Langzeittest werden bestimmt einige berichten

Mein persönlicher Eindruck:

Die Zugstufe: es gibt für mich nur die Option "leicht" und "voll zu" --> bei den ganzen Zwischenstufen merke ich kaum Unterschiede !!

Die Gummilager sind schon nach kurzer Zeit platt, die dünne Wandstärke kann die Kraft nicht aufnehmen --> dann sollte man lieber die mit Gelenkköpfen nehmen ! Das geht aber ins Gebälge :-D

Die Bilstein-Gummi's haben ca. 8 Jahre gehalten

Ich denke das ist ein generelles Gummi-Thema, es gibt im allen Bereichen Probleme damit..
Zuletzt geändert von rosthaufen am 29. März 2018 11:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: HCS

Beitragvon schauglasgucker » 29. März 2018 09:11

Moin,

habe keinerlei Erfahrung mit HCS.

Ich empfinde es jedoch als ein Gebot der Fairness, nicht nur positive, sondern auch negative Erfahrungsberichte zuzulassen.

Alles andere würde das Thema ad absurdum führen.

Gruß Werner
Alla gudar, alla himlarna, alla helgerna, de bor i dig.
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Re: HCS

Beitragvon Eisbaer1959 » 29. März 2018 19:04

rosthaufen hat geschrieben:Die Dämpfer sind nicht schlecht..

Über Erfahrungen im Langzeittest werden bestimmt einige berichten

Mein persönlicher Eindruck:

Die Zugstufe: es gibt für mich nur die Option "leicht" und "voll zu" --> bei den ganzen Zwischenstufen merke ich kaum Unterschiede !!

Die Gummilager sind schon nach kurzer Zeit platt, die dünne Wandstärke kann die Kraft nicht aufnehmen --> dann sollte man lieber die mit Gelenkköpfen nehmen ! Das geht aber ins Gebälge :-D

Die Bilstein-Gummi's haben ca. 8 Jahre gehalten

Ich denke das ist ein generelles Gummi-Thema, es gibt im allen Bereichen Probleme damit..


Also bei meinen Bilstein kann ich hinten jedes Jahr die Gummi wechseln, dann sind sie gerissen oder platt.
Wenn die Bilstein dann mal hinüber sind kommen dafür dann auch HCS mit Gelenkaugen dran.
Am Boot hab ich auch einen HCS dran, allerdings mit Gelenkaugen und Fernverstellung.
Gruss
Michi
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Re: HCS

Beitragvon rosthaufen » 30. März 2018 11:29

@ Michi: Ja das ist ein konstruktives Thema ! Die Gummiteile sind alle samt Müll.

z.B. : bei Koni sind die inneren Buchsen einvulkanisiert! Die Teile habe ich seit 30 Jahren drin und alle top !!

Ich werde es mal mit denen probieren..

https://gummi-metall-puffer-shop.de/silentbuchsen_s2

Da hier die Schorhärte höher ist sollte das länger halten und die kleinen härten Schläge noch etwas absorbieren!

Die Radial-Gelenklager sind dann die letzte Lösung..

Ich werde es in Zukunft mit Öhlins probieren..ich kenne nichts besseres :wow: :smt023 :smt023
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Re: HCS

Beitragvon HU » 31. März 2018 09:16

Zu dem oben negativen Bericht möchte ich mal meine Sichtweise schildern.

Die HCS-Federbeine wurden mit Federn nach Erfahrungswerten geliefert. Nach ein paar Tagen kam ein Anruf, die Federn würden durchschlagen. Also wurden härtere Federn geliefert. Ein weiterer Anruf, immer noch zu weich. Also nochmal härtere Federn geliefert, obwohl es gegen jede bisherige Erfahrung sprach. Dann wieder Anruf, schlägt immer noch durch. Daher wurde dann ein persönlicher Termin gemacht. Dabei stellte sich heraus, daß die Federung viel zu hart war. Also wieder eine Stufe zurück. Bei einer Probefahrt meinerseits kam es beim starken Einfedern zu Geräuschen aus dem Bereich des Koffersystems. Der Kunde war aber anderer Meinung. Daraufhin machte ich das Angebot, er solle nach Hause fahren und mir die Federbeine zurücksenden und ich würde den Kaufpreis erstatten.
9 Monate später bekomme ich einen Karton mit Einzelteilen von komplett vergammelten Federbeinen und auch zum Teil mechanisch bearbeitet, geschickt, mit der Auffordrung, den Kaufpreis zu erstatten. Dabei ein Hinweis, daß man sich schon andere Federbeine besorgt hätte, diese aber im Winter nicht einbauen wollte und daher noch die HCS verwendet hätte.
Da habe ich dann den Karton zurückgeschickt und die Rücknahme verweigert. Nun kamen Androhungen mit Klage und eben Bericht im Internet und erweiterte "Berichte" per PN, welche mir z.T. vorliegen. Mehrere Mails mit Drohungen und widersprüchlichen Aussagen, mal sei man nur ca. 9.000 km gefahren, dann wieder fast gar nicht gefahren.
Eine Klage wurde nie eingereicht, da diese nicht die geringste Aussicht auf Erfolg gehabt hätte.

Einige Zeit später wurden die Federbeine hier unter der Rubrik "Biete " angeboten. Die Bilder dazu entsprachen aber nicht dem original Zustand, sonder sind illegal von meiner Webseite verwendet worden. Es sollte wohl der Anschein erweckt werden, daß es sich um "neuwertige" Federbeine handelt.

Nun kann sich der Leser vielleicht seine persönliche Meinung bilden.

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Re: HCS

Beitragvon HU » 31. März 2018 09:22

Die Stoßdämpfergummis sind übrigens nicht zur Dämpfung da, sondern um Fluchtfehler auszugleichen und eben die Winkelbewegung zu ermöglichen, welche beim Einfedern auftritt. Die Dämpfung übernimmt das Federbein. Sonst könnte man ja gleich Eisenstangen mit Gummielementen einbauen. Gelenklager sind immer die beste Lösung, werden aber aus Kostengründen nur bei den hochpreisigen Federbeinen verwendet.
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Re: HCS

Beitragvon Stephan » 31. März 2018 10:35

Und ich hatte mich schon gewundert, was für Schläge diese kleinen Gummis dämpfen sollen.


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Re: HCS

Beitragvon Pepo1958 » 31. März 2018 11:16

Stephan hat geschrieben:Und ich hatte mich schon gewundert, was für Schläge diese kleinen Gummis dämpfen sollen.


Stephan


Wie HU ja schreibt, sollen die Gummis keine Schläge dämpfen. Aber sie sitzten natürlich in der Kraftübertragungskette. Das heißt, die Kraft wird von der Schwinge durch das Gummi in das Federbein eingeleitet und auf der anderen Seite die Kraft vom Federbein durchs Gummi in den Rahmen, wobei die Kraft da ja wegen des Federbeines deutlich weniger impulshaltig ist.

Ich hatte bisher noch kein kaputtes Gummi an einem Federbein, die hatten bisher aber auch immer Hülsen, zumindest zwischen Gummi und Befestigungsschraube, wenn auch nicht immer einvulkanisiert. Übermäßigen Verschleß an der Stelle kann ich mir nur erklären, wenn z.B. völlig ungeeignete Gummis (Elastomerart und Härte) bzw. falsche Abmessungen gewählt werden. An solchen Stellen sollte das Gummi vorgespannt sein. Bei Verwendung von Innen- und Außenbuchse macht man das üblicherweise so, dass nach der Vulkanisation die Außenbuchse auf Maß kalibriert wird, also im Durchmesser reduziert wird, z.B. indem man sie ein- oder mehrstufig durch ein konisches Rohr zieht. Wenn das Gummi nicht unter Vorspannung steht, gibt es eine stärkere Walkarbeit im Gummi wenn nicht sogar eine Relativbewegung zwischen Federbeinauge und Gummi bzw. Innenhülse und Gummi, was zu höherem Verschleiß führt. Ein platter Reifen hält im Fahrbetrieb auch nicht so lange wie ein richtig aufgepumpter Reifen. Das hat etwas mit innerer Reibung im Gummi (die im übrigen für die Dämfpungseigenschften von Gummi verantwortlich ist) und daraus resultierender Wärmeentwicklung im Gummi zu tun. Das beste Beispiel für so etwas sind Profilstreifen von LKW, die man schon mal am Straßenrand liegen sieht. Das liegt meist nicht an Fehlern bei der Herstellung, sondern an Überhitzung der Reifen wegen zu geringem Luftdruck und damit erhöhter Walkarbeit im Reifen, was zu Wärmeaufbau und dann zur Zerstörung des Gefüges führt

Das Problem ist also nicht das Gummi, sondern der Konstrukteur oder Anwender, der die konstruktiven und materialbedingten Rahmenbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt.
Hier mag auch "Geiz ist geil" bei der Ersatzteilbeschaffung eine Rolle spielen. Für die meisten Endkunden ist Gummi schwarz = Gummi schwarz. Das ist es natürlich nicht.

Im Gegensatz zu einem Kugelkopf, ist ein korrekt sitzendes Gummi warungsfrei und völlig unempfindlich gegen Feuchtigkeit und Straßendreck.
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Re: HCS

Beitragvon Pepo1958 » 31. März 2018 11:24

rosthaufen hat geschrieben:@ Michi: Ja das ist ein konstruktives Thema ! Die Gummiteile sind alle samt Müll.

Die Radial-Gelenklager sind dann die letzte Lösung..



Und aus welchem Werkstoff sind die Bauteile, die das Gelenklager vor Nässe und Straßendreck schützen? Wie lange hält das Lager, wenn die Dichtungen, meistens ja aus dem Werkstoff = Müll (Deiner Meinung nach), den Geist aufgeben?
Zuletzt geändert von Pepo1958 am 31. März 2018 16:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: HCS

Beitragvon Stephan » 31. März 2018 14:06

Aus dem gleichen, welche vorne die Kugelgelenke der Bremszangendrehmonentstütze schützen.

Und da die alle Müll sind, musste ich noch keins ersetzen.

Merke: Verallgemeinerungen helfen nicht wirklich.


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Re: HCS

Beitragvon Schwadlapp » 31. März 2018 16:09

Hallo Stephan, meinst du diese süßen kleinen Schmutz-Verhüterlies?
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Re: HCS

Beitragvon Pepo1958 » 31. März 2018 16:22

Stephan hat geschrieben:Aus dem gleichen, welche vorne die Kugelgelenke der Bremszangendrehmonentstütze schützen.

Und da die alle Müll sind, musste ich noch keins ersetzen.

Merke: Verallgemeinerungen helfen nicht wirklich.


Stephan


Hallo Stephan,

Du gehst wahrscheinlich von Kugelgelenken wie der Nr. 1 im Bild unten aus, und die wahrscheinlich wartungsfrei, also ohne Schmiernippel wie auf dem Bild. Das ist aber eine unzulässige Verallgemeinerung :-D .

Ich hatte bisher erst ein Federbein mit Kugelgelenk, und das war aufgebaut wie die Nr. 2 im Bild. Das abgebildete Federbein war ca. 5.000 km / 1 Jahr in einem Beiwagen eingebaut. Das Lager hat bereits leichtes Spiel, was bei dem einfachen Aufbau der Dichtung nicht verwundert. Die Dichtung ist maximal als Staubschutz geeignet, was aber nicht am Gummi liegt, das ist noch vollkommen in Ordnung. Aber so eine einfache Gummischeibe ohne Dichtlippe und ohne richtige Dichtungsfläche auf der Gegenseite ist für die Abdichtung gegen Wasser nicht besonders geeignet. Wenn dann noch eine geringe Schiefstellung der Buchse, auf der die Dichtung sitzt, gegenüber dem Federbeinauge kommt, kann das viel zu dicke Gummi das nicht ausgleichen und es öffnet sich ein Spalt, in den Wasser eindringt.

Man kann das Gummi auch auf den kleinsten Durchmesser der Buchse aufziehen, dann dichtet das Gummi radial im Federbeinauge ab. Aber dann stoßen die beiden Buchsen beim Anschrauben des Federbeines nicht mehr in der Mitte zusammen und man würde die Gummischeibe zwischen Buchse und Kugel quetschen, was nicht Sinn der Sache ist.
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Re: HCS

Beitragvon Pepo1958 » 31. März 2018 16:25

Schwadlapp hat geschrieben:Hallo Stephan, meinst du diese süßen kleinen Schmutz-Verhüterlies?

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Hallo Robert,

wie sieht denn das aus, nachdem die Befestigungsschraube angezogen ist?
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Re: HCS

Beitragvon Stephan » 31. März 2018 16:56

Das Dichtelement wird mehr oder weniger flachgedrückt. Von einer zuverlässigen Abdichtung würde ich nicht ausgehen. Sowas hatte ich bei meinem HU verbaut. Allerdings braucht das auch Platz.

Bei einigen Teilen am Gespann, gibt es die Problematik der mangelnden Wasser/Schmutzdichtigkeit.

Manches war halt beim spendenden Solo schon so, es ist dem mangelnden Bauram geschuldet, oder, oder. . .


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Re: HCS

Beitragvon Pepo1958 » 31. März 2018 17:54

Stephan hat geschrieben:Das Dichtelement wird mehr oder weniger flachgedrückt. Von einer zuverlässigen Abdichtung würde ich nicht ausgehen. Sowas hatte ich bei meinem HU verbaut. Allerdings braucht das auch Platz.

Bei einigen Teilen am Gespann, gibt es die Problematik der mangelnden Wasser/Schmutzdichtigkeit.

Manches war halt beim spendenden Solo schon so, es ist dem mangelnden Bauram geschuldet, oder, oder. . .


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Es ist ein Jammer. Es gibt Firmen, die verdienen ihr Geld mit Dichtungslösungen, auch bei kleinem Bauraum. Aber natürlich haben wir bei unserem Hobby wieder das Problem der fehlenden Stückzahlen.

Unten ein Beispiel eines Händlers, der die Wälzlagerdichtungen von INA/FAG als Katalogware vertreibt.
Die Dichtungen mit der Kennzeichung G haben außen einen Gummisitz, innen gibt es eine Dichtlippe die eigentlich zur Abdichtung am Wälzlager Innenring gedacht ist. Aber die würde es wohl auch als statische Dichtung besser machen, als die Gummischeibe, die in dem von mir gezeigten Federbein als Dichtung dient. Außerdem gibt es die Ausführung SD mit eienr zusätzlichen Schutzlippe zur Außenseite, die groben Schmutz fernhalten soll.
In das von mir gezeigte Federbein würde der Dichtrung G17x25x3 =oder SD17x25x3) passen. Dass Federbeinauge hat einen Durchmesser von 25 mm bei 3,5 mm Tiefe bis zum Segering des Lagerringes. Eventuell müsse man die beidseitig eingesetzte Aluminiumbuchse etwas ändern, damit der 17 mm Innendurchmesser des Dichtungsringes sauber sitzt. Und dann wäre noch zu prüfen, wie viel Schiefstellung das Paket dann noch erlaubt, ohne undicht zu werden.

Da ich das Federbein aber nicht mehr in Gebrauch habe, macht es für mich auch keinen Sinn mehr, das auszuprobieren. Aber das Argument mit dem Bauraum stimmt beim Federbein meines Erachtens nicht.
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Re: HCS

Beitragvon Stephan » 31. März 2018 20:08

Bei denen die ich kenne, reichts nicht. Allerdings ist es mir beim Federbein noch nicht als Problem untergekommen.

Radlager schon eher. Aber wenn da mal alles konstruiert/verschweisst/verschraubt ist, dann wird's schwierig im Nachhinein etwas zu ändern.


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