Beiwagentank anschliessen

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Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Raccoon » 24. Januar 2020 16:14

Hi zusammen, ich habe eine Moto Guzzi Jackal (mit Einspritzung) und will einen Beiwagentank anschließen.
Der Tank ist schon vorhanden, ich bin jetzt am überlegen ob ich den Tank als Reservetank nutze und damit den Haupttank auffülle.
Dabei dachte ich an eine zusätzliche Pumpe die Über ein zeit Relais mit Druckknopf gesteuert wurde ( Pumpe läuft nur im vier Minutenpaket damit’s er Haupttank nicht überfüllt wird).
Oder den Tank generell an das System anschließen damit der Zusatztank zuerst geleert wird und danach der Haupttank.
Jetzt ist die Frage wo ich den Anschluss an den Haupttank mache.
Bei der ersten Option dachte ich ihn an den Rücklauf zum Haupttank anschließen um dann über ein t Stück einen Zugang zu legen.
Hat das schon jemand bei einer Jackal gemacht? Ich währe für Tipps sehr dankbar
Viele Grüße Ralf
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon gd926 » 24. Januar 2020 16:23

Tja, so einfach geht das nicht.
Ich habe einen EML GT2001 mit Tank.
Der Gespannbauer (Motek) hat mir es ausgeredet den Tank anzuschließen.
Die TÜVabnahme ist gnadenlos.
Du brauchst eine spezielle Pumpe mit Neigungssensor damit die Pumpe abgeschaltet wird falls die Räder nicht mehr am Boden sind.
Und noch so andere Gimmicks.
Habe es daher gelassen.
Auf Langstrecke gehe ich eh nicht mehr (Hüfte und Knie).
Denkbar wäre für mich aber eine stille Reserve die dann im Stand in den Tank umgepumpt wird.
Gruß Günter

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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon klimax » 24. Januar 2020 17:28

Hallo
Ich würde da erst mal nicht so pessimistische Nachrichten verbreiten.
Klar sollte das vorher mit einem Prüfer des Vertrauens abgestimmt werden. Technisch gibt es vielerlei Möglichkeiten. Bei meinen EML Gespannen mit BMW K Motoren wurde mit einer separaten Pumpe aus dem Zusatztank in den Rücklauf von der Einspritzpumpe in den Tank über ein T Stück eingebunden. Funktionierte Klasse. Damals habe ich auch wie Du ein Zeitschaltrelais eingebaut. Ich habe da immer noch ein Magnetventil dazwischen geschaltet, die Rückschlagklappe in der Pumpe hat schon mal nicht funktioniert.
Bei meinen letzten HU Gespann war das genau wieder so gelöst. Wichtig dabei ist das der für den Haupttank vorhandene Überlaufschlauch an den Reservetank angeschlossen ist und dieser dann entlüftet wird. Da sollte man auch peinlich drauf achten das dieser Entlüftungsweg nicht versperrt wird bei der Montage. Da kam doch beim letzten Treffen auf der Alpenroder Hütte ein Kollege mir dem Guzzi Schmid Gespann an und wollte, kaum stand die Maschine, mal schauen ob das mit dem Umpumpen geklappt hat. Leider nicht. Da hatte sich reichlich Druck aufgebaut und als er den Deckel öffnete spritzte jede Menge Spritt in die Umgebung. Nix passiert war aber auch nicht wirklich lustig.
In dem Sinne, es werden noch weitere Vorschläge kommen, nicht bange machen lassen.
Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Magirus » 24. Januar 2020 17:43

Umpumpen mit Zeitsteuerung.
Ist bei mir auch eingebaut.
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Gruß Bernd
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon blacknorge » 24. Januar 2020 18:44

Hallo Waschbär,

wenn ich mich nicht irre, hat die Jackal eine außenliegende Einspritzpumpe unter dem Tank, oder?

In diesem Fall ist das mit dem Anschließen recht einfach: Du pumpst mit einer einfachen Membranpumpe (gesteuert über ein Zeitschaltrelais) in den Kraftstoffschlauch, der vom Tank zum Kraftstofffilter (der der Einspritzpumpe vorgeschaltet ist) geht. So hab ich das bei meiner ex. V11 gemacht, und es hat bestens funktioniert.

In den Rücklaufschlauch kannst du nicht pumpen, weil da Einspritzdruck (ca. 3 bar) drauf ist.

Beste Grüße
Borni
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Stephan » 24. Januar 2020 18:49

Wenn das 'ne aussenliegende Pumpe ist, funktioniert das dann nicht, das man die den Zusatztank leerpumpen lässt und der Haupttank läuft dann in den Zusatztank leer?



Stephan
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon blacknorge » 24. Januar 2020 19:08

Stephan hat geschrieben:Wenn das 'ne aussenliegende Pumpe ist, funktioniert das dann nicht, das man die den Zusatztank leerpumpen lässt und der Haupttank läuft dann in den Zusatztank leer?



Stephan


Nein, das funktioniert deshalb nicht, weil der Rücklaufschlauch des Einspritzsystems in den Druckregler mündet, der bei den älteren Einspritzguzzis direkt am Tank sitzt. Du würdest bei der von dir vorgesschlagenen Lösung den Sprit aus dem Beiwagentank "entnehmen", der "Überschuss" würde aber in den (ggf. vollen) Motorradtank zurück geführt.
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 24. Januar 2020 19:36

blacknorge hat geschrieben:
Nein, das funktioniert deshalb nicht, weil der Rücklaufschlauch des Einspritzsystems in den Druckregler mündet, der bei den älteren Einspritzguzzis direkt am Tank sitzt. Du würdest bei der von dir vorgesschlagenen Lösung den Sprit aus dem Beiwagentank "entnehmen", der "Überschuss" würde aber in den (ggf. vollen) Motorradtank zurück geführt.

Das ist seltsam und ich kann mir auch nicht vorstellen, wie das zusammenhängt. Aber ich glaube dir zunächst mal.

Im allgemeinen ist eine Rücklaufleitung drucklos, damit überschüssige Flüssigkeit ablaufen kann.
Zum Zusatztank:
1. Normal muss die Umtankvorrichtung mit dem Tankeintrag in den Papieren beschrieben werden, hat aber bei mir auch niemand gemacht. Der TüV hat als erstes Problem immer nur die geänderte Zuladung. Das Gewicht des vollen Tanks wird natürlich dem Fahrzeugleergewicht zugeschlagen, die resultierende Zuladung muss zur Zahl der Sitzplätze passen.
2. Ich würde der Einfachheit halber immer bei einem Einfüllstutzen für jeden Tank bleiben. In dem Moment benötigst du auch nur eine 12V Benzinpumpe zum Umtanken.
3. Die Umtankleitung wird wennmöglich an die Rücklaufleitung des Einspritzsystems angeschlossen, der Tank füllt sich so allmählich.
4. Ich habe die elektrische Pierburg Benzinpume für den VW Bulli angeschlossen, die ist im Web unter 50 Euro zu haben. Die Umtankleitung kommt mit einem Innendurchmesser 6,5mm aus, 8mm wären besser.
5. Die Pumpe schafft etwa 1L pro Minute. Mit einem einstellbaren Timer kann man das Pumpenrelais schalten. Meiner ist so eingestellt, dass ich zwei Portionen aus dem Zusatztank entnehmen kann. Die zweite kann als Reserve verwendet werden und sollte eine Mindestgröße von 5l haben.
6. Der Timer reagiert auf einen Masseschluss (Impuls), der kann mit einem Taster ausgelöst werden oder mit der Signallampe des oberen Tanks. (Man hängt ein hochohmiges (Fernmelderelais) Relais an den Signallampenanschluss, das braucht nur einen ganz schwachen Schaltstrom, und schaltet mit dem Relais die Masse für die Signallampe und den Timerimpuls). Meist passen dann 12 - 16l in den Haupttank, der ist dann spätestens nach einer Viertelstunde wieder voll.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon blacknorge » 24. Januar 2020 20:03

Moin Olaf,

die älteren Guzzi-V11 mit außenliegender Einspritzpumpe haben definitiv keine drucklose Rücklaufleitung. Das Einspritzsystem mit entsprechendem Druck "beginnt" an der Einspritzpumpe und "endet" am Druckregler, der direkt an der Unterseite des Tanks sitzt.

Die einzige drucklose Leitung bei den V11 ist die vom Tank zum Spritfilter und der dahinter angeordneten Einspritzpumpe.

Nur in diese drucklose Leitung kann umgepumpt werden. Auch hier ist es so, dass sich der Motorradtank dann langsam füllt.

Aber Achtung: Habe eben noch mal in den Ersatzteillisten bei Wendel geschaut: Die California-Einspritzer (zu denen ja die Jackal auch gehört) haben den Druckregler nicht am Tank (wie die V11) sondern separat. Da geht dann in der Tat eine drucklose Leitung vom Druckregler zum Tank zurück, in die umgepumpt werden kann.

Sorry, dass ich davon ausgegangen bin, dass meine V11-Erfahrung auch auf die Cali anzuwenden ist.

Gruß Borni
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 24. Januar 2020 23:10

Hallo Borni,

es fehlt mir halt die Idee, wie auf dem kurzen Stück vom Druckregler zum Tank der Druck abgebaut werden kann. In einer Zwischenkammer, in Intervallen? Sachen gibt's.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon W-L » 24. Januar 2020 23:33

Hallo Ralf,
wenn Du einen separat zu betankenden Zusatztank hast, kommt noch eine andere Lösung in Betracht, die auch von einigen Gespannherstellern so angewandt wird. Sie ersetzen den Schlauch der Tankentlüftung durch eine druckstabilere Ausführung und schließen ihn an den Entnahmestutzen des Zusatztanks an. Da die Einspritzpumpe den Kraftstoff aus den Motorradtank saugt, entsteht dort ein Unterdruck, der wiederum dafür sorgt, dass Kraftstoff aus dem Zusatztank in den Motorradtank strömt. Du benötigst weder eine aufwendige Elektrik noch eine elektrische Zusatzpumpe wohl aber einen Motorradtankdeckel der luftdicht schließt (sollte, wenn er technisch i.O. ist, der Fall sein). Der Deckel des Zusatztanks muss über eine Be- und Entlüftung verfügen (ist in der Regel der Fall).
Gruß Walter
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon corv » 25. Januar 2020 09:29

W-L hat geschrieben:Hallo Ralf,
wenn Du einen separat zu betankenden Zusatztank hast, kommt noch eine andere Lösung in Betracht, die auch von einigen Gespannherstellern so angewandt wird. Sie ersetzen den Schlauch der Tankentlüftung durch eine druckstabilere Ausführung und schließen ihn an den Entnahmestutzen des Zusatztanks an. Da die Einspritzpumpe den Kraftstoff aus den Motorradtank saugt, entsteht dort ein Unterdruck, der wiederum dafür sorgt, dass Kraftstoff aus dem Zusatztank in den Motorradtank strömt. Du benötigst weder eine aufwendige Elektrik noch eine elektrische Zusatzpumpe wohl aber einen Motorradtankdeckel der luftdicht schließt (sollte, wenn er technisch i.O. ist, der Fall sein). Der Deckel des Zusatztanks muss über eine Be- und Entlüftung verfügen (ist in der Regel der Fall).
Gruß Walter


Moin,
Genau so habe ich das bei meiner r1150 mit einem Blechkanister gelöst und fahre damit durch die Welt.
Ich bin mir nur nicht sicher, in wie weit so etwas dann ggf. doch eingetragen werden muss. Mein System ist beispielsweise ohne Werkzeug in 10 Sekunden Rückbaubar (bis auf den Eisenträger, auf dem der Kanister wohnt).
Funktioniert aber nur Unterdruck wunderbar.
Grüße
Corvin
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon blacknorge » 25. Januar 2020 09:38

Crazy Cow hat geschrieben:Hallo Borni,

es fehlt mir halt die Idee, wie auf dem kurzen Stück vom Druckregler zum Tank der Druck abgebaut werden kann. In einer Zwischenkammer, in Intervallen? Sachen gibt's.


Moin Olaf, so eigenartig ist das Ganze doch gar nicht: Beim System mit Rücklaufleitung geht der "Überschuss" über die Leitung in den Tank und bei dem System der V11 geht er direkt in den Tank.
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 25. Januar 2020 11:54

W-L hat geschrieben:Hallo Ralf,
wenn Du einen separat zu betankenden Zusatztank hast, kommt noch eine andere Lösung in Betracht, die auch von einigen Gespannherstellern so angewandt wird. Sie ersetzen den Schlauch der Tankentlüftung durch eine druckstabilere Ausführung und schließen ihn an den Entnahmestutzen des Zusatztanks an. Da die Einspritzpumpe den Kraftstoff aus den Motorradtank saugt, entsteht dort ein Unterdruck, der wiederum dafür sorgt, dass Kraftstoff aus dem Zusatztank in den Motorradtank strömt. Du benötigst weder eine aufwendige Elektrik noch eine elektrische Zusatzpumpe wohl aber einen Motorradtankdeckel der luftdicht schließt (sollte, wenn er technisch i.O. ist, der Fall sein). Der Deckel des Zusatztanks muss über eine Be- und Entlüftung verfügen (ist in der Regel der Fall).
Gruß Walter


Ja, die einfachen Dinge sind`s. Und trotzdem fehlt der Aspekt Messen und Regeln. M.E. kann der Unterdruck im Tank nicht mehr Benzin fördern, als durch den Motor verbraucht wird.
1. Es wird also immer zuerst der Zusatztank leer gesaugt, also auch die Aspekte Ballast und Reserve entfallen.
2. Der Haupttank füllt sich immer nur bis zu der Marke, an der er steht, wenn der leere Zusatztank befüllt wird.

blacknorge hat geschrieben:Moin Olaf, so eigenartig ist das Ganze doch gar nicht: Beim System mit Rücklaufleitung geht der "Überschuss" über die Leitung in den Tank und bei dem System der V11 geht er direkt in den Tank.


Moin Borni,

man stellt sich vlt. den "scharfen Strahl" vor, mit dem das überschüssige Benzin in den Tank entweicht... ;)
Aber du hast schon recht, der Druck eines Systems wird durch den Gegendruck bestimmt. Der Tank ist drucklos und der Druckregler trennt zwei Systeme.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon W-L » 25. Januar 2020 16:32

Hallo Olaf,
man kann eben nicht alles haben. Es ist eine preiswerte Lösung und sie funktioniert problemlos, wenn der Fahrer beim Tanken immer beide Tanks befüllt (wird ja wohl auch der Normalfall sein). Ich bevorzuge bei meinen Umbauten eine andere Lösung, bei der zuerst der Motorradtank geleert wird. Sie funktioniert ohne Steuerungselektronik und verlangt vom Fahrer auch keine zusätzlichen Aktivitäten. Getankt wird immer nur in den Motorradtank. Ist jedoch von der Herstellung wesentlich aufwendiger.
Gruß Walter
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 25. Januar 2020 18:01

W-L hat geschrieben:Hallo Olaf,
man kann eben nicht alles haben. Es ist eine preiswerte Lösung und sie funktioniert problemlos, wenn der Fahrer beim Tanken immer beide Tanks befüllt (wird ja wohl auch der Normalfall sein). Ich bevorzuge bei meinen Umbauten eine andere Lösung, bei der zuerst der Motorradtank geleert wird. Sie funktioniert ohne Steuerungselektronik und verlangt vom Fahrer auch keine zusätzlichen Aktivitäten. Getankt wird immer nur in den Motorradtank. Ist jedoch von der Herstellung wesentlich aufwendiger.
Gruß Walter


hallo Walter,

bei einer meiner vielen Regenfahrten hat auch irgendwann die Zeitschaltuhr aufgegeben. Sie sitzt unter der Fuge von Sitzbank und Heckverkleidung. :(
Seitdem tanke ich mit dem Ein/Aus - (Not-) Schalter für Pumpe und Magnetventil um. Wenn man selbst auch weiß, was zu beachten ist, meine Zusatztank ist immerhin kleiner als der Haupttank, fällt mir doch immer wieder auf, das an den Schaltern herumgespielt wurde, wenn man auf belebten Plätzen hält und ein Eis holen oder Trecker angucken geht. Ich muss also drauf achten. dass nicht die Pumpe läuft, wenn der Haupttank noch voll ist.

Seitdem mache ich mir Gedanken, welche Sicherheitsanforderungen ein Zusatztank haben müsste, kann gut verstehen, dass der TÜV mit den Augen rollt und selbst auch nicht die Anforderungen formuliert, weil die Tanks meistens schon fertig sind, wenn sie gezeigt werden. Und ich betrachte auch den Eintrag für die Tanks durchaus als Good-Will-Aktion der oft geschmähten Blaukittel.

Da die Tanks meist tief sitzen ist normal kein manueller Benzinhahn möglich, ohne dass Abrissgefahr besteht. Insofern sollte ein Kofferraumtank einen hoch gezogenen Auslauf haben, der deutlich über die Tankhöhe hinausragt. Dann kann man mal den Schlauch abziehen, ohne dass was schief geht. Ich habe dazu seitlich eine Schlaufe gelegt, hoch und wieder runter das ist schon mal ein Anfang. Das größere Problem ist wahrscheinlich auch die Rücklaufgefahr aus dem oberen Tank. Ich weiß nicht warum, aber irgendwann hatte sich auf einem Parkplatz der Schnellverschluss des Schlauches geöffnet und es roch nach Benzin.* Gut, dann schaut man wenigstens nach, aber generell würde ich lieber auf das Ding verzichten. Das geht auch, wenn der Auslauf hochgezogen ist. Trotzdem tut dann immer noch ein Magnetschalter auf der Maschinenseite not, beim Anschluss an die Tankentlüftung natürlich weniger.

Luftüberdruck im Zusatztank ist ein gutes Regulativ, welches Umtanken nach Wunsch und auch änderbare Portionsgrößen erlaubt. (Zwei Stöße mit der Luftpumpe fördern z.B. einen Liter. Alles schon mal da gewesen.)

* Vor dem Einbau von Schnellverschlüssen immer das Ding öffnen und an beiden Teilen saugen. Evtl. Hat das Ding nur ein einseitiges Rückschlagventil.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Stephan » 25. Januar 2020 20:50

Tja, die Verbindungsschläuche sind ja selten groß genug. Sonst könnte man über den Haupttank den zusatztank füllen. Und dann eben von dort die Einspritzanlage versorgen. . .


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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon W-L » 25. Januar 2020 21:21

Hallo Stephan,
auch durch kleine Schlauchquerschnitte fließt pro Zeiteinheit eine Menge Kraftstoff, mehr jedenfalls als man gemeinhin glaubt.
Ich befülle meine Zusatztanks nun schon seit rund 30 Jahren über den Motorradtank und verwende hierfür -je nach Motorradmodell- entweder einen Schlauch mit 14 mm Innendurchmesser oder zwei 12 mm Schläuche. Selbst ein 40 ltr. Zusatztank lässt sich auf diese Weise ohne zeitintensive Tankakrobatik befüllen.
Gruß Walter
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Stephan » 25. Januar 2020 22:56

Stephan hat geschrieben:Wenn das 'ne aussenliegende Pumpe ist, funktioniert das dann nicht, das man die den Zusatztank leerpumpen lässt und der Haupttank läuft dann in den Zusatztank leer?

Stephan


Das sollte funktionieren. Das der Rücklauf dann wieder in den Haupttank läuft, sollte doch kein Problem sein. Oder man ändert das. Aber vom Haupttank liefe es zwar eh wieder in den Zusatztank. Aber bei nur noch wenig Sprit im Zusatztank, könnte ich mir trotzdem Probleme vorstellen. . .

Demnach könnte das auch bei den BMW 4V Modellen klappen. Deren Spritpumpe sitzt zwar im Haupttank, aber die ausbauen und die Öffnung verschliessen, sollte gehen.

Die Schläuche vom Haupttank zur Einspritzpumpenversorgung haben Innen 8mm. Die würden dann ja zum Ersatztank als Befüllungsschläuche führen. Der Sprit kommt dann von der Pumpe im oder am Zusatztank. Dorthin führt dann auch der Rücklauf.


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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon UKO » 26. Januar 2020 18:13

Wer fährt denn mit nem Zusatztank zum Tüff? :roll: Das ist doch kein Dampfkessel.
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Stephan » 26. Januar 2020 22:31

Pssst!


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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 26. Januar 2020 23:11

So, liebe Kinder und Leidensgenossen,

neues aus der Malklasse. In Anlehnung an Walters Beschreibung der Vereinfachten Installation verschiedener Gesopannbauer und meiner eigenen Einsichten und Mindestanforderungen an einen Zusatztank komme ich zu folgendem Ergebnis. Beide Tanks in Walters Beschreibung bilden ein System, das bestimmte Vor- und Nachteile aufweist. Durch einen einfachen Kunstgriff kann man das System öffnen und bei Bedarf zwei daraus machen. Das besorgt ein kleines Luftventil, welches für kleines Geld im Kfz-Bedarf erhältlich ist.

1. Geht die Zündung an, schließt es und der Unterdruck saugt Treibstoff aus dem unteren Tank nach oben.
2. Bei Zündung aus öffnet das Ventil und der Umtankschlauch entleert sich in den unteren Tank.
3. Der untere Tank ist so gebaut, dass auch bei unerlaubtem Zugriff im Stand oder bei Dummheit kein Benzin auslaufen kann.
4. Legt man einen manuellen Schalter in Reihe zur Zündung, kann man während der Fahrt das Ventil öffnen, und der Motor bedient sich ausschließlich aus dem oberen Tank. Das Benzin im unteren Tank kann als Ballast genutzt und erst bei Bedarf beliebig zuschaltet werden.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Sidecar-Fan » 1. Februar 2020 18:14

Also ich habe mir die Sache ganz einfach gemacht.
Da die Gold-Wing eine elekt. Benzinpumpe hat, habe ich das Kabel, für die Pumpe, auf ein Relais (mit 5 Abgängen) gesteckt, den Ruhekontakt für die Hauptpumpe (im Motorradtank), den anderen Kontakt für die Pumpe am Zusatztank, die beiden Schaltanschlüsse einen auf Masse den anderen zum Schalter, der über Zündung (15) sein Strom bekommt.
In der Kraftstoffleitung ist ein T-Stück und 2 Einwegventile eingebaut. Denn man möchte den Sprit ja nicht wieder in den anderen Tank befördern. Natürlich benötigt der Zusatztank eine Entlüftung, die befindet sich bei mir im Kotflügel des Seitenwagens. Wenn beide Tanks voll sind fahre ich zuerst den Zusatztank leer und schalte dann auf den Haupttank (weger der Tankanzeige) um.
Schöne Grüße vom Sidecar-Fan Udo
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon pewibro » 1. Februar 2020 19:50

Moin!
Bei meinem Vmax-Gespann habe ich das Problem ähnlich gelöst:
statt einem T-Stück und einem Relais habe ich ein elektromagnetisches Tankventil von einem alten Jaguar (der hatte nämlich zwei Tanks :wink: ) eingebaut. Umgeschaltet wird über den serienmäßigen Reserveschalter der Vmax. Funzt prima!
Tschüß dann :smt039
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Aynchel » 1. Februar 2020 21:40

moin auch
mein Cali Gespann hat eine Stöselpumpe, die über ein Zeitrelais gesteuert wird
sie drückt über ein Y Stück den Sprit auf die Doppelanschlüsse der Delorto Vergaser
wenn der Haupttank auf Reserve runter ist drücke ich den Taster und die Pumpe fördert ein paar Minuten lang nach oben
das mache ich zwei mal und dann ist der 25l SW Tank leer
in einem Zug kann ich nicht umtanken sonst läuft der Haupttank über
erst wenn ich das dritte mal auf Reserve runter bin stelle ich dann auch die Benzinhähne auf Reserve um

https://www.gepco.de/Universale-Kraftst ... nge-650-mm

https://www.ebay.de/itm/174150488649
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon rosthaufen » 18. Februar 2020 09:37

Hallo zusammen,

ich sag nur "Zurück zum Ursprung"..einfach..funktionell..sicher :bart:

Ich hatte an meinem V10 Gespann auch einen Zusatztank mit Pumpe, 3 m Benzinschlauch, 3m Kabel, Sicherung, Schalter, Anschluss an Benzindruckregler ect. !

Hier die Nachteile..

1. alternde Gummi Teile --> Stutzen, Schläuche, Dichtungen, O-Ringe ect.

2. der alte Sprit, sollte alle 3 Jahre raus oder muss immer wieder mit verbraucht werden

3. Leitungen, Kabel, Sicherungen ect. müssen gelegt werden und oxidieren gerne unterm Beiwagen


Vorteil: Gewicht auf der 3 Achse


Ein einfacher Kanister (z.B.: 3 Liter) reichen vollkommen aus. Den kann man mitnehmen oder nicht, je nach Bedarf oder Länge der Reise

Und mal ehrlich, es ist heutzutage auch garnicht mehr notwendig, außer mach reist in ferne Länder !

Wenn der Tank natürlich schon einmal drin ist, dann würde ich den über einen Einschrauber in den Benzindruckregler anschließen (es gab unterschiedliche Varianten in der Cali --> wie Borni auch schon geschrieben hat, aber bei der Jackal sollte es wie bei der V11 sein).

Ich hatte eine Benzinpumpe mit sehr geringer Förderleistung drin. D.h. wenn die gelbe Lampe (Reserve) leuchtet, kann man den Schalter für den Zusatztank betätigen und bis zur nächsten Tank fahren..
bleib dir treu
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Crazy Cow » 18. Februar 2020 20:37

rosthaufen hat geschrieben:Und mal ehrlich, es ist heutzutage auch garnicht mehr notwendig, außer mach reist in ferne Länder !




Oder man fährt sommertags nach 22.00 Uhr. :roll:
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Beiwagentank anschliessen

Beitragvon Stephan » Gestern 06:50

Oder in etwas einsamere Gegenden und hat eh nur für 250km Tiger im Tank. . .


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