Interessant?

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Beitragvon Stephan » 27. Mai 2011 10:05

Uwe, Du hast doch n Landrover. . .


Fragen nach nem Preis, sind immer gefährlich.



Stephan
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Beitragvon Richard aus den NL » 27. Mai 2011 10:38

Stephan hat geschrieben:Uwe, (...) Fragen nach nem Preis, sind immer gefährlich


Sind natürlich teure Komponenten verbaut, die Beiwagenantrieb kostet glaube Ich schon über 5.000 bei Mobec, zwei Odyssey Batterien = 150, das Getriebe mit Rückwärtsgang von Jan Gol bestimmt auch 2.000, drei Wilbers Federbeine (weiss Ich nicht) usw.

Selbstverständlich ist keinen Boot verbaut (Schätzung - 3.000) und nur den Stern Nase und ein paar Zarges Kisten. Die zwei Metal Mules kosten glaube Ich auch ein Tausender. Und vier BMW Speichenräder (4 x 880 neu :roll: ) sind bestimmt das zehnfache (30 x ? vielleicht) von vier Smart Räder (die mir letztes Mal glaube Ich 35 Euro pro Stück neu gekostet haben).

Was kostet eigentlich ein "normales" Gespann? Zum Vergleich?

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Beitragvon Nattes » 27. Mai 2011 10:45

Gibt es überhaubt ein "normales Gespann"?

Für den einen kostet das 2000€ für den anderen womöglich 35000€.

Gespannfahrer und ihre Fahrzeuge passen in keine Norm.

Da gibt es doch fast nur Individualisten. Das sieht man doch auf jedem Gespann Treffen.
Das macht es ja gerade so interessant. :-)

Gruß Norbert
Wenn Gott gewollt hätte das Motorräder sauber sind,hätte er Spüli in den Regen getan.
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Beitragvon Richard aus den NL » 27. Mai 2011 11:03

Nattes hat geschrieben:Das macht es ja gerade so interessant. :-)

8) War den Überschrift eigentlich noch nicht so schlimm. :|

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Beitragvon Hauni » 27. Mai 2011 13:38

Das mit der Überschrift geht schon in Ordnung,
mir gefällt das Gespann nach wie vor ausgesprochen gut!!!
Ob es qualitativ mit HU mithalten kann, spielt für mich keine Rolle.....ich kann mir das Gespann sowieso nicht leisten......
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Beitragvon Uwe » 28. Mai 2011 20:09

...kann heute erst wieder ins Netz...Danke Richard :grin:

Uwe 8)
.
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Re:

Beitragvon G/S Martin » 19. Januar 2013 02:16

Vitus hat geschrieben: bei sehr dickem Material sollte mann sogar 2 Lagig schweissen, ist zwar sehr aufwendig da die Naht vorher sauber geputzt werden muss, Einbradkrater sollten nicht sein besonders nicht an hoch belastet stellen.
Weiterhin ist im KFZ bereich kein Schweisserbrief erforderlich.

Gruss Vitus



Hallo, angesichts des netten Freds viewtopic.php?f=3&t=10282 wieder mal aktuell!

Ich habe mal gelernt, das es nicht schaden kann, eine zusätzliche Lage auf die Naht zu schweißen und diese dann wieder weg zu flexen. Warum? Durch die Wärmeeinwirkung wird die darunter liegende Naht quasi "normalgeglüht" und das Gefüge von grob-auf feinkörnig umgewandelt. Hält dann wesentlich besser. (Man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch verstanden haben sollte).
Der Baurat, der mein Eigenbau-Gespann §21-mäßig abgenommen hat, wollte sehr wohl einen Schweißerbrief sehen! Und das zu Recht, wenn man die Bilder in o.G. Fred gesehen hat!
Mein Sw ist russischen Ursprungs (Ish). Beim genauen Anblick der russischen Schweißnähte (nach Entfernen der Lackierung) wurde mir schlecht: in den Poren hätte man eine Drahtbürste feststecken können!
1 cm Schlacke hält 100 Kilo haben wir schon damals gewitzelt...(statisch natürlich, nicht dynamisch).
Für den Gespannbau müssen wir den übelsten Belastungsfall annehmen: auf-und abschwellende wechselseitige Belastung, im Extremfall auch über die Streckgrenze hinaus (deshalb hat rostfreier Stahl auch hier nix zu suchen).
Desweiteren ist bei sicherheitsrelevanten Bauteilen 3fache Sicherheit vorzusehen. Man kanns also nicht stabil genug bauen...
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Re:

Beitragvon G/S Martin » 19. Januar 2013 04:59

jules hat geschrieben:Very nice mate,very nice indeed.......but
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Angesichts dieser Tatsache gehört das Moped in die Kategorie "Showbikes", zusammen mit den unfahrbaren Harley-Verschnitten von Arlen Ness.
Wenns drauf ankommt, ist das Teil technisch überfordert. Isso! Optisch hui, technisch pfui! :rock:
Nicht ausreichend durchdacht, das Ganze! Hydraulikpumpe am Achsgetriebe und Schläuche zum Beiwagenantrieb, der dann noch mit einem Hydro-Motor versehen werden müßte, würdens wieder rausreißen! Aber wohin mit dem Ölbehälter und der notwendigen Peripherie (Ventile, Leckölausgleich)? Kofferraum?
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Re: Interessant?

Beitragvon Stephan » 19. Januar 2013 22:22

Hm, sowas mit 'ner 1150ADVent. ABER Smartfelgen, kein BW Antrieb. Und Straßenbereift. Und der Ersatzreifen nach Hinten. . .


Stephan. Ich such' schon mal 'ne ABS-lose ADVent. . .
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Re: Re:

Beitragvon Beste Bohne » 20. Januar 2013 10:34

G/S Martin hat geschrieben:Hydraulikpumpe am Achsgetriebe und Schläuche zum Beiwagenantrieb, der dann noch mit einem Hydro-Motor versehen werden müßte, würdens wieder rausreißen!


Ah, ein Bruder im Geiste! :-) Sowas schwirrt mir schon lange im Kopf rum, die nötigen Fachkenntnisse fehlen mir aber... :smt009
Grüße, Jens

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Re: Interessant?

Beitragvon scheppertreiber » 20. Januar 2013 10:43

Schlachte halt mal 'nen Bagger aus :wink:
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Re: Re:

Beitragvon wolfgangv » 20. Januar 2013 13:24

Beste Bohne hat geschrieben:
G/S Martin hat geschrieben:Hydraulikpumpe am Achsgetriebe und Schläuche zum Beiwagenantrieb, der dann noch mit einem Hydro-Motor versehen werden müßte, würdens wieder rausreißen!


Ah, ein Bruder im Geiste! :-) Sowas schwirrt mir schon lange im Kopf rum, die nötigen Fachkenntnisse fehlen mir aber... :smt009

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Gruß, Wolfgang
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Schaut doch mal rein: https://www.seitenwagen-antrieb.de/
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Re: Interessant?

Beitragvon mecki » 20. Januar 2013 13:54

Wieso eigentlich einen mechanischen Rückwärtsgang. Müsste doch genügen den E-Motor mittels Schalter umpolen damit die Fuhre rückwärts geht.
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Re: Interessant?

Beitragvon Stephan » 20. Januar 2013 19:34

Hydraulikmotor? Muß 'ne elende Ölpanscherei sein. Die neueren Containerschiffe haben meist E-Motoren. Ist halt einfacher. 'n Stück Kabel dran. Fertig!


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Re: Interessant?

Beitragvon G/S Martin » 29. Januar 2013 01:10

Stephan hat geschrieben:Hydraulikmotor? Muß 'ne elende Ölpanscherei sein. Die neueren Containerschiffe haben meist E-Motoren. Ist halt einfacher. 'n Stück Kabel dran. Fertig!


Stephan

Na, Stephan, sooo einfach dürfte das dann wohl auch nicht sein mit der Elektrik. Das braucht zumindest wohl einen "kleinen" Schaltschrank, um das ganze Elektronikgeraffel unter zu bringen...Zuzüglich Generator und Motoren.
Mit der Hydraulik isses aber ähnlich schwierig: Da es sich um einen geschlossenen Kreislauf handelt, benötigt es schon mal eine Förderpumpe, zwei Hydromotoren (einen fürs SW-Rad), eine Speisepumpe (für den internen Leckölausgleich), einen Vorratsbehälter (groß genug oder Ölkühler einplanen) und einige Ventile. Da die Hydropumpen in der Regel nicht mit Drehzahlen über 2000/min zurecht kommen, brauchts auch noch ein Untersetzungsgetriebe. Von der Verrohrung/Verschlauchung haben wir auch noch nicht geredet. Fahrtrichtungsumkehr (Rückwärtsgang) wäre relativ simpel bei beiden Systemen zu bewerkstelligen (Wegeventil, Wendeschütz). Eine Bagger/Schlepperhydraulik auszuschlachten und zu implantieren dürfte auf einige Schwierigkeiten stoßen...Das System muß ja erstmal mit der Motorleistung zurecht kommen. Je höher die Leistung, um so schwerer die Bauteile, da beisst sich dann die Katze in den Schwanz! Irgendwann haben wir dann keine Nutzlast mehr...oder wir bauen alles aus Titan.
Der (ganz alte) Porsche hatte schon im ersten Weltkrieg el. Radnabenmotoren am Start...Das System hat sich aber allerhöchstens im Schienenverkehr oder eben jetzt im Schiffbau durchgesetzt.
Mittlerweile setzen sich im Maschinenbau (z, B. Pressen) el. Servoantriebe durch, deren Leistung sich schon oberhalb von 2500 tonnen Druckleistung bewegt, direkt angetrieben ohne Zwischengetriebe wohlgemerkt (Exzenter/Kurbeltrieb). Die Dinger haben allerdings ein el. Schwungrad (!) und Kabel in der Stärke von Schwarzeneggers Oberschenkel! Keine Ahnung, was da an Ampere drüber geht, muß aber gewaltig sein!
Mein Fazit: Derzeit beide Systeme zu erträglichen Kosten unrealisierbar. :smt022
Von den neuen Hybrid-Antrieben in den Dosen hab ich keine Ahnung, vielleicht weiß da jemand anderes mehr?

Grüße, G/S Martin
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Re: Interessant?

Beitragvon Stephan » 29. Januar 2013 06:46

Bei den Elektromotoren hängt's halt an der benötigten Leistung. Bei den kleineren Dinger ist die Steuerung noch nicht mal mehr Schuhkartongroß. Generator haste eh an Bord.

Aber wenn man mal hört, welchen Palaver Richard mit dem Antrieb hat, und dabei höchstens Schnee umd Schlamm hatte(?), dann scheint mir der Nutzen gering. Selbst dieser Superantrieb von MOBEC wurde immer im Schlamm und Dreck gezeigt. Was ist denn dann mit richtigem Gelände? Da wo ordentlich Schläge auf das ganze System kommt. Und nicht nur einmal, sondern ausdauernd?



Stephan, ich liebe glatten Asphalt
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Re: Interessant?

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2013 00:43

G/S Martin hat geschrieben:Mein Fazit: Derzeit beide Systeme zu erträglichen Kosten unrealisierbar. :smt022
Von den neuen Hybrid-Antrieben in den Dosen hab ich keine Ahnung, vielleicht weiß da jemand anderes mehr?

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Hier ist die Seite, die jeden deutschen Schmalhans rest- und schwanzlos glücklich macht, denn wer Elektro sagt, muss auch China sagen!
schwanzlose Nabenmotoren

Und wem 36 oder 48Volte nicht geheuer, oder 4 Bleiakkus für den SW zu schwer sind,
noch ein Rat "vom Mann, der alles kann" :D :D :
"Landwirtschaft dient allen!" speziell wenn sie anfängt, Ihren alten Kram zu verschrotten. John Deere Allradschlepper, auch die kleinen, haben Hydraulikmotore in den Vorderrädern, man kann mutmassen, dass Pumpen und Regelung nicht unbedingt beim Bauern im Stall montiert sind. Gleiches gilt für Claas Mähdrescher jeder Größe und jeden Alters ab BJ 1955. Eigentlich unverzichtbar für MZ Gespanne mit Hatz Diesel Motor.
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Re: Interessant?

Beitragvon G/S Martin » 30. Januar 2013 02:28

Crazy Cow hat geschrieben:
G/S Martin hat geschrieben:Mein Fazit: Derzeit beide Systeme zu erträglichen Kosten unrealisierbar. :smt022
Von den neuen Hybrid-Antrieben in den Dosen hab ich keine Ahnung, vielleicht weiß da jemand anderes mehr?

Grüße, G/S Martin

Hybrid Antriebe sind scheixxe, Ökobilanzmäßig eine Katastrrophe. Der Opel Ampera isses. Diesel-Elektrisch, alt und bewährt.
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Zum "schwanzlosen" (soll wohl "bürstenlos" heißen): Ununterbrochene Drehkraft: 0.14Nm
Das zieht keinen Heringsschwanz vom Teller!
Die "olle" Mobilhydraulik aus Land-und sonstigen Maschinen dürfte leider nicht auf unsere Bedürfnisse zurecht geschnitzt sein :smt004

Die hydraulische Sache wäre aber unter bestimmten Vorassetzungen realisierbar:

Hier könnte man sich schon mal die passende Pumpe raussuchen: http://www.boschrexroth.com/mobile-hydr ... geID=m3439
Und hier dazugehörige Motoren: http://www.boschrexroth.com/mobile-hydr ... geID=m3675

Nun fehlen nur noch der Steuerteil (Ventile, Elektrik), ein passender Öltank, Filter, Kühler, ein Reduziergetriebe, um die Drehzahl des Verbrennungsmotors an die Höchstdrehzahl der Pumpe anzupassen sowie ein kleines Kontingent an Schläuchen, Rohren, dazugehörigen Flanschen und Verschraubungen. Vergessen dürfen wir auch nicht die mechanischen Übertragungselemente, um die Motoren an die Räder und die Pumpe an den Fahrzeugmotor anzukoppeln. Etwas Platz für das Geraffel sollte ja an jedem Gespann vorhanden sein :smt017 .
Eine Fahrt zu Eurem Kreditinstitut sowie zum Dampfkesselverein und zur Zulassungsstelle wird Euch schon mal auf das neue Fahrvergnügen einstimmen :smt005
Ich denke mal, elektrisch wird ähnlich aufwendig: ein Generator passend zur Leistung Eures Verbrennungsmotors, Steuer-u. Leistungsteil in einem Schaltschrank (IP 76), Radnabenmotoren und etwas Kabelgedöns...
Tja, leider...
Egal wer hier so etwas auf die Räder stellt, TÜVt und eine Kostenrechnung nachvollziehbar auf den SW klebt, kriegt von mir zwei Kästen Bier, versprochen!
Gruß, G/S Martin
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Re: Interessant?

Beitragvon Crazy Cow » 30. Januar 2013 13:07

G/S Martin hat geschrieben:Zum "schwanzlosen" (soll wohl "bürstenlos" heißen): Ununterbrochene Drehkraft: 0.14Nm
Das zieht keinen Heringsschwanz vom Teller!


Wieviel Drehmoment brauchst du denn? Es kommt ja immer drauf an, bei welcher Drehzahl gemessen wird.

Leider ist Papier geduldig und China weit weg, aber die e-Nabenmotoren scheinen mir das einzig sinnvolle für ein mit- oder rückwärtstreibendes Seitenrad zu sein. Ich bin übrigens einige Lösungen auf der Intermot probegefahren. Zunächst ist es ja mal so, dass die erforderliche Leistung allein an der SW Radlast fest gemacht werden muss. Bei zuviel dreht es durch.
Also, was brauchmer für Leistung bei 50kg? VeloSolex Motor, oder wat? 0,5 bis 0,8 PS, sowas. 20km/h , langt doch, um im ersten Gang aussem Dreck zu fahren, oder Rückwärts aus der Parklücke. Also tut´s auch ein Roller E-Nabenmotor mit der gleichen Leistung.
Der eine macht bei 68V 1500W Katalogleistung. Das sind bei einem Wirkungsgrad von 83%:

22A Stromaufnahme
1245 W Leistung
3 Ohm Innenwiderstand

16A Strom bei 48Volt
768 W bei 48 Volt.

Ein PS, das ist nicht wenig. Etwa so viel, wie ein Wettbewerbs-Vierer beim Rudern zustand bringt.
Und Rollerchen fahren ja auch damit.

Vorausgesetzt, es stimmt alles, was die chinesischen Hersteller und die Sportmediziner so veröffentlichen.
:|
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Re: Interessant?

Beitragvon G/S Martin » 1. Februar 2013 01:44

Crazy Cow hat geschrieben:
G/S Martin hat geschrieben:Zum "schwanzlosen" (soll wohl "bürstenlos" heißen): Ununterbrochene Drehkraft: 0.14Nm
Das zieht keinen Heringsschwanz vom Teller!


Wieviel Drehmoment brauchst du denn? Es kommt ja immer drauf an, bei welcher Drehzahl gemessen wird. :|

Leider Falsch, Drehmoment bleibt Drehmoment! Da verwechselst Du das mit Leistung!
Wenn Wir eine bestimmte Last anheben, haben wir Kraft. Wenn wir die Last auf eine bestimmte Höhe anheben, haben wir gearbeitet. Wenn wir dann auch noch auf die Uhr sehen, haben wir was geleistet. Hastes?
Crazy Cow hat geschrieben:Leider ist Papier geduldig und China weit weg, aber die e-Nabenmotoren scheinen mir das einzig sinnvolle für ein mit- oder rückwärtstreibendes Seitenrad zu sein. Ich bin übrigens einige Lösungen auf der Intermot probegefahren. Zunächst ist es ja mal so, dass die erforderliche Leistung allein an der SW Radlast fest gemacht werden muss. Bei zuviel dreht es durch.:|

Wir wollen aber genügend Leistung auf dem SW-Rad, aber nicht zuviel. Also.Regelelektronik (Schaltschrank)! Das muß im Idealfall so ablaufen wie bei 'ner Dnepr mit SW-Antrieb und zuschaltbarer Diff-Sperre, aber ohne daherfliegende Zahnräder bei Anheben und abruptem Aufsetzen des SW-Rads.
Crazy Cow hat geschrieben:Also, was brauchmer für Leistung bei 50kg? VeloSolex Motor, oder wat? 0,5 bis 0,8 PS, sowas. 20km/h , langt doch, um im ersten Gang aussem Dreck zu fahren, oder Rückwärts aus der Parklücke. Also tut´s auch ein Roller E-Nabenmotor mit der gleichen Leistung.:|

O.K., das reicht vielleicht um mit dem SW-Rad aus 'ner Schneewehe rauszukommen...aber 50 Kg? Mein SW wiegt deutlich mehr, vor allem, wenn meine Frau noch drin sitzt und nicht schiebt :wow:
Crazy Cow hat geschrieben:
Der eine macht bei 68V 1500W Katalogleistung. Das sind bei einem Wirkungsgrad von 83%:

22A Stromaufnahme
1245 W Leistung
3 Ohm Innenwiderstand

16A Strom bei 48Volt
768 W bei 48 Volt.:|

Wir haben aber nur 12V! Das wären dann bei gleicher Leistung 64A! Da kannste ja schon mit E-Schweissen (1,5mm Elektroden auf Dünnblech, Vorsicht, könnte auch Durchbrennen)! :-D :-D :-D
Crazy Cow hat geschrieben:Ein PS, das ist nicht wenig. Etwa so viel, wie ein Wettbewerbs-Vierer beim Rudern zustand bringt.
Und Rollerchen fahren ja auch damit.:|

Ein Rollerchen ist aber nun mal kein Gespannchen mit 500++ ccm bzw. ges.Gew. von ca. 600 Kg und mehr! Und unsere Kaffeemaschine hat deutlich mehr an Leistung!

Crazy Cow hat geschrieben:Vorausgesetzt, es stimmt alles, was die chinesischen Hersteller und die Sportmediziner so veröffentlichen.
:|

Da muß ich an Maos Witwe und Lance Armstrong denken :rock:
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Re: Interessant?

Beitragvon Slowly » 1. Februar 2013 07:25

Hallo, Martin,

Deine praxisorientierten Stellungnahmen sind immer sehr verständlich und lehrreich
und machen auch diesen Thread sehr interessant!

Gruß
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Bei Nebenwirkungen fragen Sie Herrn W. Enauchimmer oder Frau M. Irdochegal !

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Re: Interessant?

Beitragvon Crazy Cow » 1. Februar 2013 15:20

Aber er liegt leider vollkommen falsch.

1. Drehmoment mal Drehzahl gleich Leistung. Nicht das Drehmoment treibt ein Fahrzeug an sondern die Leistung.
Beispiel: 4kp ist die Antwort, wie lautet die richtige Frage? (Physikbuch Mittelstufe)

Welche Kraft treibt einen Volkswagen 30PS bei 100km/h voran?

Ein durchnittlicher Gaul leistet etwa 1PS, 735W. Ein Mann, der in die Speichen greift, zieht so viel wie wie ein Pferd vor dem Wagen...(obwohl er nur 100W auf dem Leistungsprüfstand bringt. Warum? er braucht mehr Zeit. Leistung ist auch Arbeit durch Zeit (nicht mal Zeit. Mahlzeit).

2. Natürlich gibt es unterschiedlich schwere Frauen. Stell doch mal eine Personenwaage unter dein SW Rad, wenn keiner drin sitzt.
Dann legst du nen Zentner Kartoffeln in deinen SW und darfst dich wundern, wieso ein Zentner Kartoffeln nur 20-25 kg wiegt.

3. "Gebt mir einen festen Punkt und ich werde die Welt bewegen", Archimedes von Syrakus glaube ich, er hatte dabei einen Seilzug mit sechs Flaschen im Sinn, und war sich wohl durchaus dessen bewusst, dass er selbst nur eine solche ist mit max. 100W Leistung.

4. Komm mir nicht mit Physik von der Erdscheibe. "Mein Gespann ist schwerer, da brauch ich mehr Drehmoment". Folgender Versuchsaufbau, solltest du drauf haben, wenn du in der Fahrschule aufgepasst hast:
PKW, vollbesetzt bleibt wegen Spritmangel mitten auf einem Bahnübergang stehen. Fahrgäste sind besoffen oder Rentner, was tun?
Antwort: der 1 PS Anlasser zieht das 1,5t schwere Fahrzeug im ersten Gang von den Gleisen.

5. Ein Getriebe ist per se ein Drehmomentwandler, genau wie ein Flaschenzug.
Habe ich Leistung aber kein Drehmoment (Gleichstrommotor mit einer LL-Drehzahl von 15000 1/min), hänge ich ein Getriebe dran.
Für den SW Antrieb an einem Gespann ist einzig ausschlaggebend: Wieviel Leistung wendet der Moped Motor am Hinterrad auf, wenn es
a) im Dreck durchdreht? (eher 1 oder eher 30PS?)
b) sich mit 20km/h im Schnee vorwärts bewegt? (eher 1 oder eher 30PS?)
Welche Leistung wird am SW Rad unter den Bedingungen a und b benötigt. (Rel. eher die gleiche oder eher 1/3?)

Ausrechnen bitte, bevor du hier mit weiteren Plattheiten aufwartest.
Kleiner Tipp: ein Motor wendet auch bei hoher Drehzahl nur die Leistung auf, die ihm vom Widerstand abverlangt wird.

Und lass dir mal ne Treckerfahrt auf nem ausrangierten Bauernhof schenken, gibt es ab 25 Taler. Leider sind die berühmten 15er Deutz, 17er Bulldog, Fendt, Güldner oder Bautz nicht mehr im Einsatz, sonst könntest du mal sehen, wie solch ein Motor 2,5to Rüben durch einen herbstlichen Dreckweg ziehen.
Gute Fahrt, Gruß
Olaf

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