Wieder mal Radlager beim Dingeling

Für das Dingeling

Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Lordhelmchen » 20. Mai 2019 20:47

Servus Leutz,
da ja anscheinend am virtuellen Jialing-Stammtisch nix los ist kann ich Euch nur von meinen Ereignissen in der vergangenen Saison - sprich im letzten Winterhalbjahr berichten.
Hatte ja schon im Jahr zuvor sprich 2017 mal sämtliche Radlager und das Kettenradlager gegen die "Guten" aus Deutscher Fertigung gewechselt.
Im Frühjahr 2018 hatte sich das Kettenradlager durch einen undichten Wellendichtring und das Salzwasser wieder verabschiedet.
In diesem Frühjahr war das Lager Bremsscheibenseitig am Vorderrad samt Wellendichtring fällig.
Es stellte sich raus dass wieder Salzwasser durch sämtliche Dichtungen und das zusätzliche Fett gedrungen war und es zerstört hatte.
Auch eine Speiche am Hinterrad war wieder gerissen obwohl die Speichen von mir noch im Herbst kontrolliert und nachgezogen wurde.
Speichen lassen sich aber auch recht gut bei montiertem Reifen wechseln und sind somit kein Problem.
Ansonsten lief die Saison unspektakulär, sie sprang immer gut an, ein Reifen am Hinterrad verbraucht und gaanz wenig Öl ( zu wenig zum nachfüllen! ).
Nun ist Sommersaison und Solozeit.
Die Ping-Pong-Peng wird nur noch sporadisch verwendet und darf sich ausruhen - bis zur nächsten Saison!

Gruß an alle Ganzjahresfahrer :grin: .
Peter
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon klafin55 » 20. Mai 2019 21:19

Servus, Peter,

Radlager sind ein Dauerproblem, letztes Wochenende musste ich sogar die vom Reserverad tauschen, obwohl ich dort beidseitig abgedichtete verbaut hatte, wie bei allen Rädern. Das SW-Rad habe ich nur mit einem Abzieher abbauen können, ein Lagerring war auf der Achse festgerostet. Genauso schlimm die Schwimmsattelbremsen am Seitenwagen- und am Hinterrad, alles fest, stark verrostet und, obwohl noch scheinbar voll funktionsfähig, mühevoll zu zerlegen. Mindestens einmal pro Jahr, muss man alle Stifte und Bolzen ausbauen, auf der Drehbank entrosten und mit viel Kupferpaste wieder einbauen. Auch die Schwingenachsen am Seitenwagen und an der Hinterradschwinge sollte man einmal pro Jahr herausziehen und fetten, wenn die erst mal fest gehen, hat man ein Riesenproblem. Eine Tour im Salz genügt.Wegen der Folgen mag ich garnicht mehr fahren, solange noch gesalzt wird.

Grundsätzlich ist der Rostschutz bei allen Schrauben, Bolzen und Stiften recht nachlässig. Die Gelenklager der Seitenwagenlenkung musste ich schon dreimal tauschen, inzwischen nehme ich das Spiel hin, beim Fahren merkt man es sowieso nicht. Aber wenn wieder alles richtig funktioniert, macht das Gespann immer noch einen Riesenspass. Man muss halt dranbleiben...

Grüße aus München, ich freue mich, wenn wieder Leben in unser Forum kommt!
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Stephan » 21. Mai 2019 00:50

Auch Doppel-Z-Lager sind nie 100% dicht. Bei meinem HU war wenigstens am Hinterrad und BW-Rad genug Platz, das ich da jeweils ein Kunststoffkappe aufsetzen konnte.

Ungenügend geschützte Lager sind bei Gespannen eigentlich'n Dauerthema


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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Lordhelmchen » 23. Mai 2019 20:39

Servus,
da habt ihr Beide recht:
Die Lager sind ein Dauerthema bei Winterfahrern und eine RS-Dichtung am Lager dichtet nicht 100Prozentig.
Auch ein vorgesetzter Radialdichtring ist halt manchmal nicht in der Lage alles Salzwasser abzuhalten.
Kaufe mittlerweile Radlager und Dichtringe im 10'er Pack und nicht mehr die von SKF - ( gute Asia-Qualität ) hält genau so lange und ist günstiger.
Da ich ja schon ( mit wechselnden Fahrzeugen ) seit ca 35 Jahren im Winter unterwegs bin weiß ich um die Übel der Winterstreuung.
Z.B. reinige uund schmiere ich jedes Jahr meine Bremszangen rundum.
Dann hab ich noch JEDE Schraubbefestigung am Mopped der ich irgendwann mal habhaft wurde auseinander geschraubt und mit Kupferpaste wieder verschraubt.
Mir Egal was "Manche" dazu sagen: mir ist noch nie während des Betriebes die Kiste zerfallen weil sich plötzlich alle Schraubverbindungen lösten!
Also pflegt die Gespanne und ich meine nicht nur Putzen 8) .
Viel Spass noch
Peter

Ach ja Klaus: die Gelenklager der Beiwagenlenkung vor dem Verbau unter die Staubmanschette ordentlich Salzwasserbeständiges Fett rein schmieren und es passen billige Gelenke vom Quad-Bereich M10 ( Links- und Rechtsgewinde beachten )
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon g-spann » 23. Januar 2023 12:14

Nachdem nun über ca. 15 Tkm der Kelch mit der Radlagerproblematik komplett an mir vorüber gegangen ist, hat es mich Ende letzter Woche auch erwischt:
Ein gar grässlich Geräusch während der Fahrt mahnte mich, mal ein Auge auf mein Hinterrad zu werfen und siehe da: Das Stützlager des Kettenradträgers hatte sich derart in seine Bestandteile zerlegt, dass sowohl Innen- als auch Außenring sehr ausführlich überredet werden mussten, sich von ihren Sitzen zu lösen (wer hat sich das eigentlich ausgedacht, die Distanzbuchse zum linken Radlager mit einem Paßsitz für das Stützlager zu konstruieren??).

Eine genauere Untersuchung förderte auch zwei gebrochene Kugeln zutage, ein Schadensbild, was ich selbst live noch nie gesehen (im Erstberuf als Elektromaschinenbauer habe ich einige Tausend Lager gewechselt), jedoch von anderen Jialing-Fahrern schon mal gehört hatte. Ok, hatte insgesamt wohl 24 Tkm gehalten, aber normal erscheint mir das nicht!

Da es nun aber nächste Woche nach Norwegen geht, war ich schon froh, dass mir das zu Hause passiert ist, wo ich alle erforderlichen Werkzeuge zur Hand habe...die Radlager kann man notfalls am Straßenrand wechseln, oder einfach das Rad, heiter weiter, und sich dann an geeigneterem Ort um die Radlager kümmern. Beim Kettenradträger sieht das schon deutlich anders aus...

Trotzdem habe ich dann direkt mal prophylaktisch alle Radlager durch solche von SKF ausgetauscht, weil es sicherlich angenehmer ist, bei -20°C den Anderen bei der Behebung ihrer Schäden zuzusehen (am besten noch mit einem Heißgetränk in der Hand gute Tipps geben :lol: ), als es selbst tun zu müssen mit Gedanken wie: "Hätteste das doch mal direkt in der warmen Werkstatt gemacht, wo du eh schon grade dabei warst..."
Gruß aus dem Niederbergischen,
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Aynchel » 23. Januar 2023 12:33

das Dauerthema Radlager hatte der Georg doch schon beim Eisarsch
mE liegt das an dem Stützrohr zwischen den Lagern
denn wenn das gestaucht ist haben die Lager Druck und es zerlegt sie recht schnell
MZ Fahrer kennen das auch
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Stephan » 23. Januar 2023 12:36

Wobei es in dem Falle nicht viel bringt SKF oder FAG Lager zu verbauen. die halten unter den Bedingungen nicht unbedingt länger. Das Problem, nicht nur beim Jialing, ist die Einbauposition der Lager, nicht unbedingt die Qualität.


Der seinen Gesellenbrief nach 42 Jahren, nun nicht mehr braucht. . .


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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon g-spann » 23. Januar 2023 12:46

Ich weiß 8) , das hatte aber auch noch andere Gründe...
Gebrochene Kugeln sind trotzdem nicht normal und deformierte Stützrohre haben mit dem Lager im Kettenradträger auch nichts zu tun...eine 20 mm Achse ist schon deutlich stabiler als eine 15 mm MZ Achse...ich vermute mal eher minderwertige Kugellager...

Die Geschichte mit den Distanzrohren ist eh schon klar: Hab nach Anfertigung von stabilen Distanzrohren (aus dem Vollen gedreht mit 4mm Wandstärke) bei der MZ nie Probleme mit Radlagern gehabt und die sind noch zwei Nummern kleiner, dafür auch noch enger zusammen...
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon g-spann » 23. Januar 2023 12:49

Stephan hat geschrieben:Wobei es in dem Falle nicht viel bringt SKF oder FAG Lager zu verbauen....

...bei deformierten Strützrohren ist es tatsächlich egal, welches Fabrikat die Lager sind, da hast du natürlich recht...
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon klimax » 23. Januar 2023 14:17

Ein bekanntes Thema, auch bei meinem HU.
Ich nehme die Dichtrinhe vor dem Einbau raus, fette nochmal nach und tu die Dichtringe wieder rein. Diese homöopathischen Original Fettmengen sind mir zu wenig.
Grüsse
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon Gespannklausi » 23. Januar 2023 14:23

Gute Idee, das mit mehr Fett....
Yamaha XJR 1300 mit EML Roadstar S1, Yamaha YP 400 Majesty mit Tremolino, MZ ETZ 250 mit Beiwagen.
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Re: Wieder mal Radlager beim Dingeling

Beitragvon g-spann » 23. Januar 2023 14:32

Stimmt, Martin, das kann man machen...
Gruß aus dem Niederbergischen,
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