Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Die Kneipe an der Ecke: Für Freud und Leid, Off-Topics, Rechnerfragen etc.

Hier kann man auch als Gast schreiben. Anonyme Beiträge sind möglich, aber nicht erwünscht, man sollte wenigstens seinen Namen drunter setzen.

Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 2. Oktober 2017 18:20

Hallo zusammen!

Fahr' ich heute früh bei meiner Unterkunft nahe der Henneburg weg, da macht es schepper-rassel-peng, und Zappen ist. Diagnose: Die Schraube, die das Schwungrad hält (und das ist groß und schwer!) ist abgeschert innen im Kurbelwellenstumpf. Das Schwungrad hat sich verselbstständigt (saß also nicht richtig!) und könnte durchaus auch die Kurbelwelle am Stumpf in Mitleidenschaft gezogen haben, auf jeden Fall den Justierkeil.

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Da half' sich nix, zum ersten Mal ein Möpp von mir auf dem Schandwagen, ab zur Sammelstelle und in die Halle, Mietauto und Gedöns ... seit der Moderüberholung hat das 650 km gut getan :( .

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Sejerlänner Jong » 2. Oktober 2017 18:47

Oh hoffentlich nix schlimmes am Kurbeltrieb defekt. Ich bin neulich auch so heimgekommen. Wofür hat man die Clubkarte sonst?
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 2. Oktober 2017 19:11

Hey Karsten!

Ich habe die Karte bisher immer wie einen Regenschirm betrachtet. Hast Du den, regnet's nicht, vergisst Du ihn, wird's blöd :grin: .

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Blaue Elise » 2. Oktober 2017 19:20

Glaubt mir, Jungs, beim zweiten Mal tut es schon nicht mehr so weh.
Meine 15er hatte eine schwache Lichtmaschine (ein bekanntes Übel), da geht auch nix mehr.
Leider hat sich immer nur ein Teil verabschiedet.
Aber besser ein technisches Problem als ein Unfall mit womöglich schmerzhaften Begleiterscheinungen.
Tröstende Grüße und allen einen schönen Abend
wünscht :smt039 Lieserl, die zum Glück auch so ein Kärtchen hat und es schon für beide Fälle einsetzen musste.
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Stephan » 2. Oktober 2017 19:58

Tja, blöd. Aber hätte 'ne Sackkarre nicht gereicht?

Ohne die Karte verlass ich nicht die Wohnung. Wäre voriges Jahr echt schwierig geworden. . .


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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 2. Oktober 2017 20:19

Stephan hat geschrieben:Aber hätte 'ne Sackkarre nicht gereicht?

Was hast Du denn für Vorstellungen von Sackkarren-Kapazitäten und -Größen, und höre ich da leisen Spott heraus :) ? Noblesse oblige, also möchte ich einen gestandenen Schandwagen, wenn überhaupt! :grin:

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Cali » 2. Oktober 2017 20:38

Stephan hat geschrieben:Tja, blöd. Aber hätte 'ne Sackkarre nicht gereicht?

Stephan


:smt005 :smt005 - ja wer den Schaden hat - spottet jeder Beschreibung :D

@Langer - ich wünsche dir gutes Gelingen für die anstehende Reparatur :smt023

Beste Güße / Bernd
BESSER SPÄT ALS NIE !

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Peter Pan CR » 2. Oktober 2017 22:53

Thomas ich drücke Dir die Daumen, das es Eurer Victoria victoriosa nicht so traurig wie meiner Jawa ergeht...Die steht immer noch, trotz neuen Motors der schon dinnen ist im Rahmen.
Auch mir passierte es weniger als 2000km nach der Motoröffnung, das der jetzt absolut auf immer und ewig fest sitzt.
Das war meine 2. Schamfahrt bisher. Die erste war noch schändlicher: Wasserhydrant umgenietet, weil eingeschlafen auf dem Bock.

Also solange es keine Verletzten gibt, ist alles halb so schlimm.
Kopf hoch alter Junge und krämpel die Ärmel wieder hoch... da zieht Töchterchen dann auch bestimmt den Anzugwunsch zurück.
"No hay mal, que por bien no venga."
"Es gibt nichts Schlechtes, das nicht glücklicherweise kommt."

Wer weis ob Victoria nicht in der Zwischenzeit eine angemessene Gesellschaft "als Übergangslösung" bekommt und dann so wie meine Sophie in Töchterchen's Händen landet.
(Seit vor 2 Jahren Sohnemann den Führerschein auf Sophie gemacht hat, hat er sie konfisziert.)

Beschweren bringt es nicht...leg Dich erneut ins Zeug.
Toi, toi, toi.
Sven
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 3. Oktober 2017 10:36

Hallo!

Tja, eben wird's doof. Der ADAC weigert sich, das Dingen auf der Straße abzuladen - in Frage kommen nur Werkstätten, wo von 8:00 bis 18:00 Uhr jemand da ist.

Frage ich, wie ich das Motorrad denn nach Hause bekommen soll. "Wieso, dann steht's doch in einer Werkstatt!". Ich, geduldig: "Es gibt aber keine Werkstatt, die das reparieren kann [weitere Erklärungen]. Das Fahrzeug muss zu mir nach Hause.".

Meint der Typ: "Wir können das zu Safar in der Homburger Landstraße schaffen, das sind nur 5 Kilometer zu Ihnen.". Ich: "Motorräder dürfen nicht abgeschleppt werden, und ich kann das Gespann nicht 5 Kilometer heimschieben.".

Fazit: Um den Heimtransport (beispielsweise eben mit Safar) muss ich mich selbst kümmern - und den auch selbst bezahlen :roll: .

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon gd926 » 3. Oktober 2017 10:46

Leider ist auch hier mittlerweile das Denken verboten.

Für das Geld gibt es halt nicht mehr Qualifikation beim Personal.
Wenn ihn der Chef anpinkelt such er sich auch jemand dafür.
Leider ist das dann oft der Kunde.

Schreib halt schnell ein Schild Werkstatt an deine Tür, evtl. lädt er dann da ab.
Gruß Günter

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon hensmen » 3. Oktober 2017 10:55

Grüss dich Langer, geht es denn noch,
der Unterschied ist ADAC und die Abschleppfirma. Wenn du das Fahrzeug vors Haus haben willst dann ruf doch bitte nochmal beim gelben Dienst an, die sollen das mit der Firma klären.
Wir mussten unsere Teile zweimal heimbringen lassen, der Einzige Grund, nicht vors Haus gefahren zu werden, war einmal ein Sammeltransport aus Korsika. Aber selbst da konnte ich den Fahrer erreichen und er hielt mit seinem Transporter auf der Durchgangsstrasse wo wir gemeinsam abladen konnten.
Sprich Anfahrtsmöglichkeit und Erreichbarkeit waren Ausschlaggebend und nicht irgendwelche Öffnungszeiten.
Hab selber gerade eine Schiene am Arm sonst hätte ich dich einfach abgeschleppt, vielleicht gibt es aus dem AIA Dunstkreis jemand der näher bei dir wohnt ?!
Viel Kraft noch, Hans
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Gespannklausi » 3. Oktober 2017 11:04

Servus,

bei mir ging es letztes Jahr auch ohne Probleme, direkt vor der Haustür abladen! Allerdings, war net der ADAC, sondern einer aus Schwabach!
Ach so, obere Pleuellager MZ ETZ 250 am Ende nach 57 000 km.

Gute Besserung!!

Klaus
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 3. Oktober 2017 11:22

Hallo!

Es klemmt wohl genau am Sammeltransport - das ist ein 40-Tonner.

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Blaue Elise » 3. Oktober 2017 13:42

Hallo Langer,
soweit ich weiß heisst es in den Statuten
"Abschleppen und Kostenübernahme nach Panne oder Unfall zur nächsten geeigneten Werkstatt/Fachwerkstatt bis zu 300 Euro inkl. Gepäck und Ladung"
Beim ADAC muss man hin und wieder nochmal nachbohren. Die Leute am Telefon haben häufig keine Ahnung (eigene, schlimme Erfahrung).
Sollte der Abschleppdienst Dein Fahrzeug wirklich nicht dorthin verbringen wo es sinnvoll ist, dann würde ich mich an Deiner Stelle direkt an die Zentrale wenden.
Trau mich fast wetten, dass der Abschlepper nochmal tätig wird.
Übrigens hat man uns jedesmal sogar die Telefonkosten (ohne Nachweis, pauschal nach unserer Angabe) erstattet.
Zäh dranbleiben, das bist Du Deiner Möhre schon schuldig. Besonders jetzt, wo sie gerade erst wieder fuhr.
Viel Erfolg!
:smt039 Lieserl
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Reeder » 3. Oktober 2017 14:04

Moin,

oha, da haben wir wohl letztes Jahr mächtig Glück gehabt.
Auf der Rückreise von Island auf der A1 höhe Bockel liegen geblieben. Es hat aus Kübeln geschüttet und war auch schon mächtig dunkel so bei 21:30 Uhr rum.
Da hatte ich keinen Bock den Fehler zu suchen. ( War dann ein appes Kabel vom Seitenständer)

Also den ACE angerufen. Gegen 24:00 Uhr wurde dann vor meiner Garage abgeladen.

ACE schreibt auch was von max 75 Kilometer bis zur nächsten Werkstatt. Nach Hause waren es knapp 70 Kilometer. :roll:

Gibt da aber noch eine Ausnahme:

Pick-up-Service
Wenn wir Ihr Fahrzeug nach Panne oder Unfall im Inland weder vor Ort noch in einer Werkstatt am nächsten Tag wieder flottbekommen, dann bringen wir Sie und alle Mitreisenden zusammen mit dem Fahrzeug nach Hause. Panne oder Unfall müssen dazu allerdings weiter als 50 Kilometer von zu Hause entfernt passiert sein.


Welche Werkstatt repariert schon ein Gespann inerhalb zwei Tagen?? 8) Zumal es ja schon Nacht war.
Gruß
Rehder

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon dreckbratze » 3. Oktober 2017 14:39

lieserl, dein 1ter satz bezieht sich auf normale mitgliedschaft. heimtransport ist im plusbrief mit drin, da hast du die wahl zwischen heimtransport und du fährst mit oder sammeltransport und leihwagen. bei letzterem wollen die ne werkstatt als lieferadresse wo sie ihren sattelschlepper abladen könmen.
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 3. Oktober 2017 14:45

Hallo!

Lieserl hat schon Recht, und Plus-Mitgliedschaft ist gegeben. Ich habe eben nochmal 'rumtelefoniert, und die Leute, die ich diesmal am Apparat hatte, haben mir zugesichert, dass ich den Heimtransport bezahlt bekomme (das mache ja sonst wenig Sinn). Ich soll mich nochmal bei denen melden, wenn das mit der Anlieferung klar ist, der Safar würde das Gespann dann schon bringen, und sie würden auch die Kosten übernehmen. Sowohl der Call-Center-Mitarbeiterin wie auch dem rückrufenden Schichtleiter war klar, wo das Problem liegt (samt Abschleppverbot).

Zu dem Thema habe ich auch die Rennleitung angerufen, die waren zwar hilfsbereit, jedoch eher ratlos.

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Blaue Elise » 3. Oktober 2017 15:09

dreckbratze hat geschrieben:lieserl, dein 1ter satz bezieht sich auf normale mitgliedschaft. heimtransport ist im plusbrief mit drin, da hast du die wahl zwischen heimtransport und du fährst mit oder sammeltransport und leihwagen. bei letzterem wollen die ne werkstatt als lieferadresse wo sie ihren sattelschlepper abladen könmen.

Kann durchaus sein, dass ich das evtl. durcheinander gebracht hab, da wir auch die Plus haben.
Unsere beiden Motorräder wurden damals aus Italien per Sammeltransport zu unserem Händler gebracht.
Eines war nicht mehr fahrbereit und beim anderen war es die Fahrerin :cry:
Meines Wissens nach hat der Transporter damals die gesammelte Ware ;-) nach und nach dort abgeliefert, wo es die Mitglieder gewünscht hatten.
Immerhin ist unser Händler auch ca. 220 km von unserer Heimatadresse entfernt.
Uns hat man dann sogar mit einem Mietwagen samt Fahrer abgeholt und der Wagen musste erst dach drei Tagen in Heimatnähe wieder abgegeben werden.
Nach einigen Vorfällen ist es schon beruhigend, sowas im Rücken zu haben. Wir haben damit nur gute Erfahrungen gemacht, wenngleich auch manchmal nur mit nachbohren.
Aber am Ende wurde alles wirklich gut geregelt und wir blieben auf keinerlei Kosten sitzen. Sogar die 15 € Krankenhausgebühr wurde erstattet.
Schönen Feiertag noch
:smt039 Lieserl
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 3. Oktober 2017 15:29

Nur zur Abrundung: Ich hätte auch eine Woche lang einen Mietwagen haben können - aber what gives? Ein Auto hier in Frankfurt ist ein Ärgernis. Parkplätze findest Du eh' nicht, also habe ich verzichtet - bis zur Reparatur (weiß Gott wan und wie) tun's das Fahrrad, der Kinderwagen für das Bier oder die Öffentlichen.

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Stephan » 3. Oktober 2017 17:29

Das mit vor die Haustür abladen, war bisher nie Thema. Gut, letztes Mal, Sonntagmorgens, defekte Zündspule an der /5. Mitten im dörflichen Kreisverkehr. Auch die 50km bis nach Hause hätte ich nur mit vielen Umwegen zusammenbekommen. . .

Als das Gespann in der Gewährleistung das Getriebeausgangslager defekt hatte, wurde es von Besacon, es bis zur niederländischen Werkstatt gebracht.

Wurde samt Moped vor der Garage abgestellt.

Thomas, ich! spotten? Niemals nicht.
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon hensmen » 3. Oktober 2017 21:52

Dafür hatte ich kürzlich mit dem Gespann einen gestrandeten Harley Fahrer bis vor dessen Garage abgeschleppt. Samstagsnachmittag unter anderem durch seine ganze Siedlung, all men waren dabei ihre Autos zu wienern oder die Hecken zu schneiden, oder war es umgekehrt ?
Zumindest waren wir so eine Combo, daß uns selbst die Polizei kopfschüttelnd weiterwinkte, ist manchmal gar nicht so schlecht auf dem Land.
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon urban warrior » 11. Oktober 2017 21:21

N'Abend,

als ich mit meinem Helix Gespann mit Motorschaden liegen geblieben bin, wurde mein Gespann mit einem recht großen Transporter abgeholt. Auf meine Frage, das Gespann zu mir nach Hause zu bringen, ist der Kollege dann mit mir zu seiner Zentrale gefahren und das Gespann wurde auf einen kleineren Transporter umgeladen und dann bei mir zu Hause wieder abgeladen.

War seinerzeit die Firma Höhl ... da gab es glücklicherweise keine Diskussionen. Der ADAC hatte das auch anstandslos übernommen.

Hoffe, dass Deine Victoria bald wieder knattert!

Cheers
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Zimmi » 12. Oktober 2017 07:25

Ich bin seinerzeit mit dem Gespann auf der Überführungsfahrt liegengeblieben. Der Regler war tot und hat mit Überspannung die Zyndspule gegrillt - aber das wusste ich erst einige Tage später nach ein paar Messorgien. :-D Der Abschlepper kam mit 'nem mickrig wirkenden Hänger am SUV. Die ADAC-Dame hatte ihm nix vom Beiwagen gesagt, obwohl ich das explizit erwähnt hatte. War ihm etwas peinlich - das Gespann passte dann aber doch ganz gut drauf. Er hat mir die Kiste dann vor die Haustüre gebracht, alles easy - und der Hinweis, dass es keine Dnepr-Werkstätten mehr gibt, war vermutlich gar nicht notwendig. :) Beim ADAC und seinen Vertragspartnern menschelt es auch, da gibt's alles vom Paragraphenreiter bis zum lockeren Vogel.
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon T. » 12. Oktober 2017 10:13

HM..blöd gelaufen.

Wie gesagt klappt bei mir meistens besser.

Aktuell ist mir auf der Rückreise vom EGT kurz vor Bitburg an der T-34 die Hinterradbremse implodiert.
Wegen Ferienende war 1,5 Std der Abschlepper da, wie angefordert ein Plattformfahrzeug.

Nach 3 Std rumsitzen vor der regionalen Abschleppzentrale in Bitburg und Bespassung der Bevölkerung, kam ein Grieche mit einem ADAC-Hybridabschlepper von Nissan (sehr interessantes Fahrzeug) und hat mich in's Kloster gebracht.

Alles fast Gut und sogar "umweltfreundlich" ;-)
(Wartezeit in BIT hätte kürzer sein können, die Münchner Zentrale hat den Griechen erstmal an den Pannenort geschickt, anstatt an nach BIT)
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 12. Oktober 2017 12:03

Hallo!

Das Möpp ist eben wohlbehalten wieder zuhause angekommen. Netter Fahrer und überhaupt Service beim Safar in Frankfurt, auch am Telefon :smt023 !

Schwieriger gestaltete sich das mit dem ADAC. Erst hieß es "Die letzten 5 km sind Dein Bier", dann "Kann ja nicht sein, klar schaffen wir das heim", gestern wieder "Keinesfalls, wir sind da 'raus".

Ich habe also solange gewartet, bis ich erneut vernünftige Leute an der Strippe hatte, und die haben das sofort und abends noch mit dem Safar klargemacht mit Auftrag und allem pipapo. Der Fahrer kam auch pünktlich - alles gut. Also Tipp: Einfach mit langer Pause nochmal anrufen, und das solange, bis es klappt.

Jetzt fehlt nur noch die Schlacht um die Erstattung der Standgebühren (25,- €) und die Kosten für die Abholung durch die Mietwagenfirma (50,- €).

Ein blanke Katastrophe war die Abgabe des Mietwagens bei Hertz am Bahnhof :roll: . 45 Minuten lang an einem Werktag nachmittags bei keiner Frankfurter Filiale jemand telefonisch zu erreichen, dann insgesamt über eine Stunde Wartezeit (!), nur ein überforderter Mitarbeiter, der nicht wusste, wo ihm der Kopf steht, und die Kaution war zwar schnell weg, hat sich aber eine Woche und zwei Telefonate Zeit gelassen, bis sie wieder da war. Andere Benutzer haben da wohl sehr ähnliche Erfahrungen gemacht.

Ansonsten danke für die Genesungswünsche :grin: ! Volker hat auf der Veterama ein Super-Schwungrad für mich geschossen, das muss ich nur noch in Wiesbaden abholen, und eine neue Schraube sollte auch morgen eintrudeln. Henrik hat wohl bei seiner Freundin hier in der Straße Werkzeug für den abgerissenen Gewindestumpf hinterlegt.

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 15. Oktober 2017 14:20

Hallo zusammen!

Alles gut, die "Sackkarre" (eine Karre, die einen alten Sack trägt, gelle, Stephan :grin: ) läuft wieder. Das Gewinde im Kurbelwellenstumpf konnte ich dank Henriks Helferlein von Schraubenresten säubern, nachschneiden und verlängern. Da sitzt jetzt eine 70 statt 65 mm lange Schraube M10 mit 10.9 Festigkeit statt Feld-, Wald und Wiesenstahl.

Das von Volker organisierte Schwungrad ist zwar nicht völlig identisch mit dem alten, sitzt aber saustark und passt gut (was auch für den Kontaktnocken und die Kohlen gilt). Die Mopete ist auch sofort angesprungen, so als habe ich sie erst gestern abgestellt.

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Yeah!
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon FietePF » 15. Oktober 2017 15:32

Sauber Langer,

die alten Säcke bzw. Karren sind die besten :smt041
Es freut mich sehr für dich, daß alles so gut geklappt hat und das Motorle wieder läuft!

VG
Alfred
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Das Leben ist verdammt kurz (meine Meinung)!
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Stephan » 15. Oktober 2017 16:31

Herzlichen Glühstrumpf zur Wiederbelebung!


Stephan
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Zimmi » 16. Oktober 2017 06:59

Ein sehr erfreuliches Ende einer unerfreulichen Begebenheit. :smt023 Freut mich!
Dann mal weiter gute Fahrt! Die Tage ist das Wetter ja nochmal richtig goil...

Grysze, Michael
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 16. Oktober 2017 15:34

Hallo!

Hier nochmal ein paar Details. Die Schraube ist nicht abgeschert (Gottseidank), sondern hat sich nur gelöst und ist am Ende ausgenudelt, die drei Gänge davor sind gelängt.

Ursache: Wegen der untauglichen Kurbelwellendichtringe (Juli 2016 eingebaut, April 2017 verreckt, Juli 2017 ersetzt) musste ich den Motor erneut zerlegen. Dabei hat sich anscheinend auf dem konischen Stumpf für das Schwungrad ein Grat gebildet, sodass das Rad nicht mehr richtig saß. Ich hatte da zwar nachgearbeitet, aber scheint's nicht genug. Das Dingen hat also 650 km lang gearbeitet (aber gehalten).

Die Schraube habe ich mit Hebelkraft relativ gut 'rausgekommen und das olle Schwungrad auch. Wie erwartet sind jedoch Gewinderinge der Schraube im Kurbelwellenstumpf verblieben, sodass ich da mit keinem Einweg-Gewindebohrer 'reinkam (ich habe das mit drei Sorten probiert).

Lösung: Den ersten Bohrer aus einem 3er-Satz HSSE einschlagen, etwas nachdrehen und den wieder 'rausholen. Das hat die zwei verbliebenen Ringe an's Tageslicht gefördert. Dann habe ich komplett nachgeschnitten und dabei das Gewinde auch verlängert (da gibt's genug Luft).

Sehr stolz bin ich auf unsere extrem verstärkte Kupplung. Bei eingelegtem vierten Gang und angeklemmten Bremsen konnte ich amtlich Drehmoment auf die neue Schraube (10.9) geben. Das neue Schwungrad hat auf der Kurbelwelle (leicht geölter Stumpf zum Schließen der Poren) viermal geknackt, dann saß es wie gemalt und stangerlgrad.

Da das Ding ist nicht baugleich mit dem alten, musste ich gestern und heute etwas mit der Zündungseinstellung experimentieren. Da ich ja auch einen neuen Kolben von Wahl im Einsatz habe, habe ich irgendwann Messungen bleiben lassen und nach Bauchgefühl gehandelt. Scheint zu passen, vielleicht etwas viel, aber der Motor tuckert warm im Leerlauf wie ein Diesel mit 300 rpm vor sich hin.

Und siehe da, die Möhre geht ab wie Schmidts Katze :grin: ! Solo sollte so eine Victoria 36 km/h im ersten Gang von vier laufen, hier sind 40 mit Boot und 44 kg + kein Thema. Das heißt, hier werden bald 5.800 statt 5.200 rpm erreicht. Zuletzt gemesser Verbrauch: 5,45 Liter/100 km - was sehr wenig ist.

Das alte Schwungrad dürfte (leider) unrettbar verloren sein - der abgescherte Federkeil hat im Konus böse Riefen hinterlassen, und dieser Konus ist leider eine Art Sackloch mit Nut.

Kurzum, die Sackkarre ist fast wieder bereit für die "Lächerlichmach-Achtelmeile".

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon UKO » 16. Oktober 2017 17:15

Ich ziehe sowieso schon dauernd meinen Hut vor Dir, das Du mit sonem Oldie tägliche Fahrten machst. Andere würden das Teil in der Garage verhätscheln und nur bei garantiertem Sonnenschein vorsichtich um drei Ecken chauffieren.
Glückwunsch zur Wiederbelebung. 8)
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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon Thomas Heyl » 16. Oktober 2017 17:41

Danke, UKO!

Oldie - na ja, sind ja erst 63 Jahre :-D … Die Dinger wurden damals für den täglichen Betrieb gebaut, also warum sollten sie's heute nicht mehr können? Dass es bei Gespannen amtlich extra-Verschleiss gibt, ist eh' klar und war damals sicher auch nicht besser.

Dieses Jahr war bisher eher doof mit bisher 13 Wochen Ausfall, das gebe ich zu. Davon war jedoch einer der Unfallflüchtling, der das Teil amtlich krummgefahren hat, und der Rest waren fast alles Folgen dieser ver[zensiert] Kurbelwellendichtringe. Und Materialschlacht gab's als Bonus (Kette, Kettenrad, Speichen und sowas).

Der Moder ist jetzt jedoch in einem weit besseren Zustand als orischinol, und glaub' mir, auch so kleine "Sackkarren" können richtig Spaß machen. Sehr gutes Fahrwerk, super Einstellung, saustarke drei Bremsen, geringes Gewicht (190 kg fahrfertig), tiefer Schwerpunkt, "genug" Leistung (nicht unter 17 PS, eher 18, denke ich) - da können so alte und zaghafte Säcke wie ich schon Spaß mit haben.

Jedenfalls werde ich nicht mehr den Fehler wie bei der früheren Möhre machen und sie irgendwann entnervt abstellen - da war ich einfach noch zu jung :grin: . Das ist einfach eine Herausforderung: die 1954 beendete Entwicklung weiterführen. Und da ist noch reichlich drin!

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Re: Premiere: Das Gespann auf dem Schandwagen

Beitragvon dieter » 17. Oktober 2017 13:01

Also ich hatte am letzten langen Wochenende kein Problem mein Gespann dort hin zu bringen wo ich es hin haben wollte. Denen war es egal. Die sagten nur die bringen es dann aber nicht mehr zur Werkstatt. Darum muss ich mich dann kümmern. So weit so gut.

Also von vorne. Wir wollten das lange Wochenende nutzen und sind am Donnerstag nach der Arbeit los. Meine Tochter mit der Solo ich mit dem VX Gespann aus dem Pott bis in den Harz. Die A44 war recht gut gefüllt. Wir waren schon über eine Stunde länger unterwegs. Von Kassel sind wir die A7 hoch bis zur A38. Hinter Kassel lief es schon deutlich besser. Gegen 20:00 Uhr waren wir im Bereich Heilbad Heiligenstadt. Da hat es meinen vorderen Reifen erwischt. Plattfuß. Nichts zu machen. Ventil war weg. War schon eine rumeierei bis ich zum halten kam, kurz vor der Abfahrt. Langsam Gas weggenommen und vorsichtig die Mototorbremse eingesetzt. Zum Schluss vorsichtig mit den Bremsen nachgeholfen. Da stand ich im Dunkeln am rechten Rand der Bahn. Gott sei Dank hat der Verkehr schon nachgelassen. Also erst einmal das Moped gesichert, Warndreieck aufgestellt, Kofferraum geöffnet und die eingebaute LED Lampe angemacht. Anschließend noch den kleinen dreieckigen Warnblinker angemacht. So war das Gespann recht gut zu sehen. Dann den ADAC gerufen und meine Tochter weiter zum Treffen geschickt. Nach relativ kurzer Zeit meldete sich der Fahrer und fragte ob ich bis zur Abfahrt fahren kann. Dann geht es schneller. Das habe ich nicht gemacht. Wollte die Felge nicht auch noch zerlegen. Also gewartet bis er da war. Dann das Gespann auf die Platte gefahren und angebunden. Also habe ich die Nacht in einem Hotel verbracht und bin am nächsten Morgen zur Werkstatt. Einen neuem Reifen könnten sie mir erst am Mittwoch oder Donnerstag besorgen. Wahrscheinlich wollten sie auch ins lange Wochenende. Reparatur war also keine Option. Also mit dem ADAC telefoniert. Die boten mir dann einen direkten Rücktransport an. Das habe ich auch angenommen. Gespann stand dann nach 250 Km auf der kleinen Pritsche wieder in der heimischen Garage. Dann die Dose genommen, Hänger besorgt, Solo aufgeladen und wieder ab in den Harz. Gegen 23:00 Uhr war ich dann am Ziel. Das Wochenende konnte beginnen. Der neue Reifen ist drauf, das Gespann ist wieder auf der Straße.

Gruß
Dieter
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