Neues vom Wochenmarkt

Die Kneipe an der Ecke: Für Freud und Leid, Off-Topics, Rechnerfragen etc.

Hier kann man auch als Gast schreiben. Anonyme Beiträge sind möglich, aber nicht erwünscht, man sollte wenigstens seinen Namen drunter setzen.

Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 9. Januar 2019 20:39

Harley - Davidson, gebeuteltes Opfer im Trumpeten Wirtschaftskrieg, hat zur Consumer Electronics Show in Las Vegas sein neues Modell "Panasonic" (Name vom Autor geändert :)) vorgestellt. Es beschleunigt in 3,5 sek. auf 90km/h und hat Energiereserven für 110 britische Landmeilen. Es vermehrt sich durch Akkuzellteilung und sagt kein einziges Wort. Kick-Starter abbauen ist auch nicht mehr möglich, weil keiner dran ist.
Eine "Bike", das dem Namen "Electra-Glide" Ehre machen würde. Ich denke, mit Beiwagen dran, ließe sich der Aktionsradius schon deutlich vergrößeren.

http://www.manager-magazin.de/unternehm ... 46930.html

KTM wurde heute in den österreichischen Wirtschaftsnachrichten (3Sat) ein wiederum erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 mit erneut ü. 10% Verkaufswachstum nachgesagt.
Gedruckte Zahlen habe ich noch nicht gesehen, schein aber gut zu laufen. Alle am strahlen.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Zimmi » 9. Januar 2019 22:00

Das ist ein Moped für 'ne Runde um den Kirchturm, mehr nicht. Ich habe damals die 180 km Reichweite der XT500 schon Stoffwechselendprodukt gefunden und entgegen ursprünglicher Absicht das hässliche Plastikfass mit 22 Liter Inhalt wieder draufgespaxt...
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 9. Januar 2019 23:15

Zimmi hat geschrieben:Das ist ein Moped für 'ne Runde um den Kirchturm, mehr nicht. Ich habe damals die 180 km Reichweite der XT500 schon Stoffwechselendprodukt gefunden und entgegen ursprünglicher Absicht das hässliche Plastikfass mit 22 Liter Inhalt wieder draufgespaxt...


Und...?

Bei der Menge 20 Jahre alter Ducatis, BMW GS, Harleys aber auch Japanern die gebraucht und gut gepflegt mit einer Fahrleistung von 38.000km (1.900km pa) angeboten werden, weiß man doch, wo es lang geht. 10mal ans Stromnetz und gut ist.

Pepo1958 hat geschrieben:Hallo Olaf,

Ural, gehört ja auch Amerikanern, ist auf dem gleichen Weg.

@Peter: ich glaube allerdings, dass Ural mit seinen Entwicklungen nicht auf dem gleichen Weg, sondern ganz schön auf dem Holzweg ist.

Ich war zwar mit dem Post eigentlich nicht auf eine Elektro-Motorrad Diskussion aus, habe aber eine eindeutige Meinung zu dem Thema.
Technisch noch konservativer als der deutsche Autofahrer ist der deutsche Mopedfahrer. (er liebt z.B. Mopeds, die seitlich überstehen :) ) Vielleicht ist er bereit, auch das jüngst vorgestellte selbstfahrende Motorrad zu akzeptieren, solange ein Boxermotor dran ist.
Bei all den Diskussionen denke ich gerne zurück an die späten 80er Jahre, als Katalysatoren eingeführt und sehr viel später erst zu Pflicht wurden
(Der neue VW-Passat, schon mit Katalysator-Technik vorgerüstet :) ) .
"Was soll das bringen?" war die Standardfrage. Ich kenne Leute, die haben sich das Ding wieder ausgebaut, weil es vermeintlich Leistung kostete. Wer nicht hören will, muss fühlen und die Einsicht kommt spätestens dann. Davor, in den 1970ern schon das Gelalle um den Sicherheitsgurt, ärztlicher Attest und so. Dann die Diskussionen um ABS.

Das Problem bei den E-Fahrzeugen ist m.E. nicht die Reichweite, sondern mangelnde vereinheitlichte Ladestationen. Und so oft ich hier den Spruch "Reisen statt Rasen" gelesen habe, wundert mich eigentlich, dass so sehr gegen die entschleunigenden Zwangspausen beim E-Reisen gewettert wird.

Vor vielen Jahren gab es einen Feldversuch im australischen Outback, wenn ich mich recht erinnere. Dort nutzte man die Sonnenenergie, um herkömmliche Säure-Batterien zu laden. (oder waren es Wasserstoffbatterien?)
Die Fahrzeuge, die an dem Versuch teilnahmen, bekamen an der Tanke einen Satz strammvolle Austauschbatterien verpasst und weiter ging die wilde Fahrt.

Wenn die Batterien einem nicht gehören, sondern nur gemietet sind wie Propanflaschen (TüV-geprüft), ist das Kostenargument schon mal vom Tisch. Die Möglichkeiten, anstehende Probleme zu lösen, sind ungezählt. Es kommt darauf an, wie viele Leute es gibt, die bereit sind, dafür in ihrem Kopf Platz zu schaffen,
bei den Technikern, den Investoren, den politischen Lenkern und vor allem bei den Konsumenten.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 10. Januar 2019 07:26

Naja, vergessen wird, das die Herstellung der Batterien nicht ohne ist. Einmal die Herstellung als solches, dann die Materialien die dafür gebraucht werden. Positiv ist natürlich daß das Abgas nicht mehr in der Stadt/Natur gebracht wird. So die Kraftwerke mal mehr für die Filterung tuen.

Hier am Niederrhein kann man das immer schön sehen, wenn die Kraftwerke angefahren werden. Oder die Filter nicht recht arbeiten. Ein schöner schmutzig gelber Schleier, der sich da am Himmel verteilt.

Ja, an die Diskussionen kann ich mich erinnern. Noch heute wird über den Ausbaus des SLS von BMW diskutiert. Und viele vertreten da die Meinung das es Leistung kostet. Auch der Kat wird deswegen entfernt. . .


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon capcuadrate » 10. Januar 2019 11:00

also ich finde das Ural Konzept stimmiger, als die Harley. Da passt der wuchtige Motor / Batterie Block doch nicht zum Rest.

Beim Gespann würde ich aber ein Konzept mit 2-Rad Antrieb interessanter finden. Drehmoment von unten raus passt doch gut zu Gespannen. Kein Getriebe, herrlich. Eine Reichweite um die 200 km wäre ok, wenn dann ein Ladegerät zur Verfügung steht, dass die Batterie in der Kaffee Pause voll kriegt.

Für mich kommt das eh zu spät, bis dahin bin ich zu alt und die werden sicher arg teuer.

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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 10. Januar 2019 12:00

Stephan hat geschrieben:Naja, vergessen wird, das die Herstellung der Batterien nicht ohne ist. Einmal die Herstellung als solches, dann die Materialien die dafür gebraucht werden. Positiv ist natürlich daß das Abgas nicht mehr in der Stadt/Natur gebracht wird. So die Kraftwerke mal mehr für die Filterung tuen.

Hier am Niederrhein kann man das immer schön sehen, wenn die Kraftwerke angefahren werden. Oder die Filter nicht recht arbeiten. Ein schöner schmutzig gelber Schleier, der sich da am Himmel verteilt.

Ja, an die Diskussionen kann ich mich erinnern. Noch heute wird über den Ausbaus des SLS von BMW diskutiert. Und viele vertreten da die Meinung das es Leistung kostet. Auch der Kat wird deswegen entfernt. . .


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Sicher, bei der ganzen Geschichte ist einiges im Argen. Es ist schwer vorstellbar, wie alle Fahrzeuge der Welt mit Batterien und elektrischer Energie versorgt werden sollten und dass man ausgerechnet mit LKWs in D anfängt, bei denen die Abgasentgiftung ganz gut funktioniert, ist schwer verständlich.

Die Stadt Frankfurt hat, wie andere deutsche Städte auch, hängeringend nach einem Lieferanten für E-Linienbusse gesucht. Man hat in Polen bestellt. In Belgien gibt es noch ein überschaubares Unternehmen, in D gar nichts. Da wäre ein konzertierter Einstieg sinnvoll gewesen, wie auch bei den Dienstfahrzeugen von Bund und Verwaltung. Bei der Müllabfuhr scheint der Umstieg zu klappen.

Zu den Konzepten, sowohl Mopeds, Autos als auch Linienbus: Der E-Antrieb ist eine gute Chance und bringt eigentlich auch die Notwendigkeit mit sich, Fahrzeugkonzepte wie wir sie in der letzten Entwicklungsphase kennen, komplett zu überdenken. Es macht wenig Sinn, Motore und Batterien genau da einzubauen wo bisher Verbrennungsmotor und Tank sind. Wenn man gleichzeitig Fahrleistung, Größe und Gewicht überdenkt, kommt vlt. etwas ganz vernünftiges dabei raus. Ein Linienbus muss keineswegs das Gewicht und den Unterfluraufbau eines Reisebusses haben. Für 50 Personen genügen 5t Nutzlast.
Gut, eben nicht jedes Fahrzeug kann durch ein elektrisches ersetzt werden, aber vlt. jedes zweite? Luxussteuer für Zweitfahrzeuge mit Verbrenner, oder Subvention für E-Zweitfahrzeuge? Das ganze verbunden mit einer angepassten EU-weiten Geschwindigkeitsbegrenzung? Die wenigsten hätten dann Ambitionen, etwas stärkeres zu kaufen, wenn PKW und Mopeds mit 35kW angeboten würden. Batterien sollten nicht mitgekauft werden müssen, sondern bei den Tankstellen gemietet, so dass man immer eine rel. neue hat. Das würde die E-Fahrzeugpreise erheblich senken, ich sach mal: so um bummelige 40%. Der Staat könnte die Miete besteuern, dann hat er auch was davon und die Bürger würden nur über den Verbrauch zur Rechenschaft gezogen.
Übrigens haben E-Fahrzeuge sehr großen Zuspruch in der Sprinter-Klasse, Paketdienste und viele Handwerker kommen mit kleinen Aktionsradien zurecht und es ist erst mal Ruhe für die nächsten Jahre. Linienbusse und Müllabfuhr dabei, sowie alle Porsche und SUV in den Großstädten und auf einmal ist das Leben da wieder lebenswert und man kann die wenigen verbliebenen Singvögel wieder zwitschern hören. Wat meinze, wat die Handwerker und Paketdienste sich freuten, wenn so ein E-Sprinter in der Anschaffung auch noch günstiger wäre als ein Diesel, und die Mopeds ersma, 35kW E-Nakedbike für 7000 Euro, so'n Moder kost ja nix.

Ein Problem gibt es: es müssten alle wollen oder müssen.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 10. Januar 2019 12:45

Naja, Stuttgart müsste "21" stoppen, damit wäre das Feinstaubproblem gelöst. Durch E-Fahrzeuge verschwindet das Thema nicht aus den Städten.

Das es keine E-Busse gibt, ist mir schwer verständlich. M.-Gladb. und Rheydt hatten die schon vor 25-30 Jahren. Die hatten die Akkus auf'nem Anhänger dabei. Da war der Austausch Minutensache. München hat die Straßenbahn nur wegen eines Bürgerenscheids behalten. Die weitsichtige Politik wollte die abschaffen. Wie es ja hier geschehen ist. Straßenbahn weg, O-Busse weg. . .


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 10. Januar 2019 14:11

Mal weiter im Text.

Frage: Warum sieht die Ural so scheiße aus? *
Antwort: Weil man nicht genügend Geld und Kreativität besitzt, das 80 Jahre alte Motorradkonzept in Frage zu stellen, sondern nur möglichst schnell "Irgendwas" auf die Beine zu stellen gedachte, damit auch diese Marke mal werbewirksam und kostenlos mit Innovation in den Medien in Verbindung gebracht werden kann. Wozu noch die bescheuerten 19" Speichenräder, für die es kaum noch Reifen zu kaufen gibt? Ist nicht ein neues Mopedkonzept endlich mal gut für die Verplanung von (energiesparenden, abriebarmen) Gürtelreifen?

Auffällig ist bei beiden Konzepten, Ural und Harley, dass die Vorderräder mit konventionellen Scheibenbremsen ausgestattet sind. Hat sich bei den Moppedkonstrukteueren noch nicht herumgesprochen, dass die Energie, die beim Bremsen in Wärme umgewandelt wird, auch zur Ladung des Akkus verwendet werden kann?
Mit dem Gedanken ist man doch schnell bei einem Zweiradantrieb, bei einer E-Vorderradnabe, die es ja schon gibt. Und die eingesetzte Leistung z.B. 8kW, kann getrost vom Hinterradmotor abgezogen werden. Acht vorne, zwanzig hinten, damit hast du ein Motorrad mit dem du getrost 150 fahren könntest, was mehr als genug ist, wenn du bloß 120 fahren darfst. Die Reichweite nimmt zu, Platz für die Akkus auch oder das Fahrzeuggewicht nimmt ab.
Dass der Verbrenner und das Fahrzeug, so wie es ist, noch in den Köpfen der Verbraucher herumspukt, ist nachvollziehbar und verzeihlich. Hier bedarf es der Aufklärung und besserer Beispiele. Aber wenn das Althergebrachte noch in den Betonköpfen der Konstrukteure herumspukt, läuft ganz offensichtlich was falsch und es kann nichts dabei herauskommen, was die beklagenswerten Ursachen, die zu der ganzen Diskussion geführt haben, aufgreift und verbessert.

* Gemeint ist nicht das Styling aus der Sicht des Designers, sondern das Design im seiner englischen Bedeutung. Die (Stimmigkeit der) Konstruktion. Jeder Laie erkennt, dass da was zusammengefrickelt wurde, nicht das eine auf dem anderen fußt.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Zimmi » 11. Januar 2019 11:01

Crazy Cow hat geschrieben:Und...?

Bei der Menge 20 Jahre alter Ducatis, BMW GS, Harleys aber auch Japanern die gebraucht und gut gepflegt mit einer Fahrleistung von 38.000km (1.900km pa) angeboten werden, weiß man doch, wo es lang geht. 10mal ans Stromnetz und gut ist.

So gesehen vielleicht nicht falsch, aber wenn ich z.B. nur 1x jährlich mit der Karre in die Alpen in den Urlaub fahre und dann für die Anreise 3 Übernachtungen buchen muss, weil die Kiste nach ca. 120 km (wegen Mehrbelastung durch Gepäck) erst mal für 8 h aufgeladen werden muss, hört der Spaß auf.

Bei der Ural fällt mir vor allem auf, dass das Ding immer noch ein Getriebe und eine Kardanwelle hat. Warum kein Nabenmotor? Komplett auf Bremsen verzichten wird man nie können, aber Rekuperation sollte bei E-Mobilen selbstverständlich sein.

Elektromobilität ist sicher nicht die beste Lösung für alle Belange des Individualverkehrs. Und der von unseren Popolitikern derzeit in die Welt gesetzte "Alleinseligmachungsanspruch" ist völliger Käse. :dumm: Beim Austausch des erdölbetriebenen gegen den batteriebetriebenen Individualverkehr wird Teufel mit Beelzebub ausgetrieben (Raubbau an der Natur wg. Erdöl gegen Raubbau an der Natur für Batterierohstoffe plus aktuell noch Atom- und Kohlestrom). Was gewinnt man da?

Und Millionen funktionsfähiger Fahrzeuge wegen etwas zu hoher Emissionen zu verschrotten und neue zu produzieren soll in der Gesamtbetrachtung (Ressourcen, Energieaufwand etc.) umweltfreundlich sein? Das muss mir erst mal einer mit einer belastbaren Statistik nachweisen, so lange glaube ich es schlichtweg nicht.

Mal im Ernst: Wenn man vor 35 Jahren an einer großstädtischen Straße stand, hatte man von den Autos jede Menge unverbrannter Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und massig Ruß von den Dieseln in der Nase. Es stank zum Himmel. Dagegen ist die Luftqualität heutzutage schon fast wie in einem Luftkurort! Allein der Feinstaub ist angeblich bedeutend mehr geworden, und das angeblich dank der modernen Dieseltechnik. Ich glaube aber nicht, dass es Werte zur Feinstaubbelastung von damals gibt. Bei den Feinstaub- wie bei den vieldiskutierten NOx-Grenzwerten - die sind willkürlich eingeführt worden, ich befürchte ohne echte Expertise.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin sehr für Umweltschutz und Ressourcenschonung. Aber nicht kopflos und zu Lasten des Verbrauchers, während sich die Industrie dumm und dämlich an dem sogenannten Umweltschutz verdient :!:

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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon schraubi » 11. Januar 2019 11:08

Zimmi hat geschrieben: Beim Austausch des erdölbetriebenen gegen den batteriebetriebenen Individualverkehr wird Teufel mit Beelzebub ausgetrieben (Raubbau an der Natur wg. Erdöl gegen Raubbau an der Natur für Batterierohstoffe plus aktuell noch Atom- und Kohlestrom). Was gewinnt man da?

Und Millionen funktionsfähiger Fahrzeuge wegen etwas zu hoher Emissionen zu verschrotten und neue zu produzieren soll in der Gesamtbetrachtung (Ressourcen, Energieaufwand etc.) umweltfreundlich sein? Das muss mir erst mal einer mit einer belastbaren Statistik nachweisen, so lange glaube ich es schlichtweg nicht.

Mal im Ernst: Wenn man vor 35 Jahren an einer großstädtischen Straße stand, hatte man von den Autos jede Menge unverbrannter Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid und massig Ruß von den Dieseln in der Nase. Es stank zum Himmel. Dagegen ist die Luftqualität heutzutage schon fast wie in einem Luftkurort! Allein der Feinstaub ist angeblich bedeutend mehr geworden, und das angeblich dank der modernen Dieseltechnik. Ich glaube aber nicht, dass es Werte zur Feinstaubbelastung von damals gibt. Bei den Feinstaub- wie bei den vieldiskutierten NOx-Grenzwerten - die sind willkürlich eingeführt worden, ich befürchte ohne echte Expertise.

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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon rotklinker » 11. Januar 2019 12:57

Bei dem ganzen Hype um die e-Mobilität und die Reduzierung des Erdölverbrauches frage ich mich immer: wird auch an die notwendigen Ersatzstoffe gedacht?
Schließlich wird Erdöl nahezu zu 100% verwertet, nur ein Bruchteil davon geht in die "Spritproduktion". Aus dem Rest machen wir Dinge wie Kunststoffe, Isolierstoffe, Medikamente, Kleidung, Strassenbeläge usw.
Zukünftig werden also z.B. Kleidung zunehmend wieder aus Wolle und Baustoffe aus Holz bestehen müssen. Wenn ich so sehe, wieviel Fläche wir bei uns im Dorf derzeit mit "bezahlbarem Wohnraum" zubetoniert wird, stellt sich die Frage nach ausreichender Weide- und Waldfläche. Und so ein Wald braucht ja auch gut 50 Jahre Vorlauf. Ich habe noch nie wahrgenommen, dass sich dazu jemand ernsthafte Gedanken gemacht hat. Es werden immer nur schnelle und schlecht durchdachte Lösungen präsentiert.
Im übrigen soll ja der Individualverkehr nur einen sehr kleinen Teil der Verschmutzung ausmachen. Flugzeuge transportieren die Schadstoffe direkt in Luftschichten, wo diese besonders "effektiv" wirken können. Da geht aber niemand bei ... Hauptsache weiterhin für 39,95€ zum Komasaufen nach Malle fliegen können.
Und wenn man so aktuell sieht, mit welcher Naivität sich unsere gesellschaftliche und politische Prominenz im Internet bewegt, glaube ich nicht, dass diese Leute bei Ökothemen mit mehr Intelligenz gesegnet ist.
Gruß Kay


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2019 13:24

Da muß ich unsere "Prominenz" mal in "Schutz" nehmen. Die sind keine leuchtenden Vorbilder, aber die nicht so Prominenten machen's kein Stück besser. . .

Und nicht die sich wie Karnickel vermehrenden Kreuzfahrtschiffe vergessen. Wenn da eins in HH anlegt, kann man deren Rauchfahne bis in den Pott zurück verfolgen.


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 11. Januar 2019 14:05

Ich glaube, man geht da allgemein mit einem falschen Denkansatz ran, Presse, Politiker und vor allem die Kritiker.

Allein in D werden jedes Jahr rd. 4 Mio Neufahrzeuge verkauft. Man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl ähnlich hoch sein wird.
Wenn künftig die Hälfte davon über einen E-Antrieb verfügt, ist das schon mal ein guter Anfang. Ich rede doch nicht von verschrotten.
Es steht außer Frage, dass wir, die Wohlstandsgesellschaft in der Vergangenheit einiges falsch gemacht haben, und die Gesellschaften, die es noch werden wollen, fangen gerade damit an.
Man kann durch vermehrten Einsatz von E-Antrieben (und E-Heizungen) den Rohstoffverbrauch nicht reduzieren, aber man vor allem die Umweltbelastung reduzieren, Geräusche und Verpestung betreffend. Wer der Meinung ist, das sei nicht nötig, sollte an dieser Diskussion nicht teilnehmen, stattdessen mal 14Tage Urlaub in Stuttgart, Frankfurt, Köln oder Berlin machen, es ist höchste Zeit.
Die Reduktion der Belastungen kommt bei der E-Energie aus der zentralen "Entsorgung", was gerne übersehen wird. Der VDA mit seinem Verkehrsminister und seinem KBA machen einen Riesen Häckmäck um die Nachrüstung. Tatsächlich ist es nur ein Platz- und Kostenproblem. Mal weiterdenken. Kraftwerke nachzurüsten ist das weitaus geringere Problem und es ist unumgänglich, weil auch in Zukunft der Plastikmüll, von dem zur Zeit nur 25% recycled werden, verbrannt werden muss um nicht in die Meere und das Grundwasser zu gelangen. Es steckt ein Haufen Energie in diesen Plastiktüten.
Weiterhin muss endlich das Gejammer um die stillstehenden Windräder aufhören und die glitzernden, störenden Energiedächer. Man muss sich entscheiden, ob man Fernsehen und Autofahren, oder in einem Naturschutzgebiet leben will.

So gesehen vielleicht nicht falsch, aber wenn ich z.B. nur 1x jährlich mit der Karre in die Alpen in den Urlaub fahre und dann für die Anreise 3 Übernachtungen buchen muss, weil die Kiste nach ca. 120 km (wegen Mehrbelastung durch Gepäck) erst mal für 8 h aufgeladen werden muss, hört der Spaß auf.


Zur Alpenrundfahrt, Michael: Bei allen Respekt, wenn man an der Tanke seine gemieteten und genormten Batterien durchtauschen kann, muss niemand eine Übernachtung einplanen. Man kann stattdessen eine Wette abschließen, wer schneller ist: der Fahrer am Fahrzeug oder die Frau am Damenklo.

Beklagenswert finde ich vor allem, das jene, die da nicht ranwollen, die Verantwortung bzw. die Urheberschaft des Übels immer auf andere Gruppen schieben.
@Stephan: es sind nicht nur die Kreuzfahrtschiffe, sondern vor allem die Containerriesen, die dir die BMW Ersatzteile aus China und dein neues Iphone bringen, nicht die anderen sind Schuld an der Rauchwolke, du selbst bist es mit deinen Konsumgewohnheiten. (und vor allem mit deiner Vielfliegerei...)
Hurtigruten hat übrigens vier neue Schiffe mit Gasantrieb bestellt und lässt m.W. elf weitere umrüsten. Das heisst: es geht. Wenn etwas nicht gemacht wird, liegt es daran, dass Shareholder lieber jetzt bares raushaben wollen als später ertrrägliche Atemluft für ihre Enkelkinder.

Das gleiche trifft auf uns Konsumenten zu!

Wir sind nicht besser als die großverdienenden Shareholder. Jedes Gegenargument, das hier gebracht wird, lässt sich letztlich auf monetäre Wurzeln zurückführen. Wir haben das falsche Werte- und Belohnungssystem. Erst mal ich und am besten gleich.

"Gemessen an China ist Deutschlands Giftwolke nur ein Furz im Winde"
"Wir können sowieso nichts ändern, schuld ist die Politik"
"Die Industrie ist ein viel größerer Umweltverschmutzer als ich" (Für wen produziert die Industrie?)
"Meine 10 Motorräder, alle über 20 Jahre alt, hinterlassen einen viel kleineren ökologischen Fingerabdruck als ein neues..."
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2019 18:13

Die Containerschiffe haben im Hafen seltenst den Motor laufen. Im Gegensatz zu den Kreuzfahrern. Die ich zusätzlich zu meiner Vielfliegerei, auch noch besuche. Über das einzelne Böttchen, wo man versucht möglichst nur Gas zu verbrennen. Naja.

Damit ich nicht zuviel Dreck per Schiff in die Luft blase, fahr ich von England mit dem Zug nnach Europa zurück. . .


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Pepo1958 » 11. Januar 2019 18:32

Stephan hat geschrieben:Die Containerschiffe haben im Hafen seltenst den Motor laufen. Im Gegensatz zu den Kreuzfahrern. Die ich zusätzlich zu meiner Vielfliegerei, auch noch besuche. Über das einzelne Böttchen, wo man versucht möglichst nur Gas zu verbrennen. Naja.Stephan


Deswegen segel ich und hab für den Hafen einen eMotor :-D ;-) .

Übrigens soll am Niederrhein in kleinen Städten wie Xanten je nach Wetterlage durchaus eine Stickoxidbelastung über dem Grenzwert messbar sein, die von der Rheinschiffahrt kommt.

Stephan hat geschrieben:Damit ich nicht zuviel Dreck per Schiff in die Luft blase, fahr ich von England mit dem Zug nnach Europa zurück. . .

Stephan


Im Prinzip eine gute Sache :-D . Und der Atomstrom, mit dem der Zug betrieben wird, ist wenigstens klimaneutral, wenn auch nicht umweltfreundich. Davon haben noch die Aräologen in 10.000 Jahren und mehr etwas, die dann unsere Zivilisation erforschen :? .
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2019 18:47

Ich persönlich glaube ja, das gerade deswegen das 5G Netz ausgebaut werden soll. Dann funktioniert das auch mit der "Virtual Reality". Denn wenn man fremde Länder auf dem Sofa sitzend bereist, braucht man kein Risiko einzugehen, wird nicht in einem Basar ausgetrickst. Und kann nicht unter die Menschenfresser fallen . . .

Nebenbei wäre dann auch einiges an Umweltprobleme gelöst. Schliesslich wird ja schon versucht, uns mit der Maut auch das individuelle Reisen auszutreiben.


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon der Gärtner » 11. Januar 2019 19:18

Zimmi hat geschrieben:...Bei der Ural fällt mir vor allem auf, dass das Ding immer noch ein Getriebe und eine Kardanwelle hat. Warum kein Nabenmotor? Komplett auf Bremsen verzichten wird man nie können, aber Rekuperation sollte bei E-Mobilen selbstverständlich sein...
Ich hab mich wegen der E-Ural mal ein wenig belesen und wenn mich mein Schulenglisch nicht ganz und gar im Stich läßt, handelt es sich noch um einen Prototypen. Daß man dabei der Einfachheit halber erstmal den Motor an die Kardanwelle angeflanscht hat, anstatt gleich für teuer Geld einen Nabenmotor zu entwickeln, scheint mir nachvollziehbar. Getriebe hat das Gespann übrigens keins. Wozu auch...
Hier der Link zu meiner Quelle: https://www.autoblog.com/2018/11/09/ural-electric-prototype-review-first-ride-918273/?guccounter=2
Und hier noch was auf deutsch: https://www.heldth.com/36858-ural-electric-prototype
Ich bin sehr neugierig, wie sich diese Geschichte weiterentwickelt... :fiessgrinz:
Gruß
Harald

Jawoll, genau, jaja, das kann sein, das kann sein...
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2019 19:51

Immerhin probieren die es. . .


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Pepo1958 » 11. Januar 2019 20:08

Die Technik des Uralantriebes ist von Zero, und die bauen seit 12 Jahren Elektromotorräder. Ural bastelt halt nicht rum, sondern versucht es mit einem bewährten Produkt.

Nabenmotore haben neben Vorteilen auch Nachteile, z.B. das hohe Gewcht, das die Räder dadurch bekommen. Möglicherweise gibt es dadurch auch eine Leistungsbeschränkung. Hier gibt es ein Projekt zu Nabenmotoren: https://www.tourenfahrer.de/artikel/eth-baut-elektro-motorrad-mit-400-km-reichweite/

Man beachte, dass trotz der Radnabenmotoren und Energierückgewinnung Scheibenbremsen vorhanden sind. Und das Design, na ja.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon schraubi » 11. Januar 2019 21:05

Crazy Cow hat geschrieben:
Allein in D werden jedes Jahr rd. 4 Mio Neufahrzeuge verkauft. Man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl ähnlich hoch sein wird.
Wenn künftig die Hälfte davon über einen E-Antrieb verfügt
...


....dann bricht unser stromnetz komplett zusammen...
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 11. Januar 2019 21:07

Stephan hat geschrieben:Immerhin probieren die es. . .


Stephan


Die Audi Ingenieure haben auch mal einen Motorrad Prototypen entwickelt und vorstellen wollen. Ein kleiner Audi Vierzylinder in einem BMW R75 Rahmen. Sie haben dann von der Geschäftsführung furchtbar eins auf die Nuss bekommen. Es sah aber auch scheußlich aus.
Ich glaube, wenn eins zum andern passt, bekommt man keins auf die Nuss. Ein Motorrad Prototyp sollte, wenn es geht, nicht wichtige Elemente von einem Auto oder einem Fahrrad aufweisen. Da ist Friedel Münch mit seiner Bastelei doch vlt. weitergekommen als die aktuellen Ingenieure.

Nabenmotor: Stephan, ist es nicht so, dass der Wirkungsgrad eines E-Motors zunimmt, je weniger Eisen er aufweist? Ich meine damit, dass ein Fahrrad Nabenmotor nicht unbedingt das Non Plus Ultra für ein Motorrad ist, und tatsächlich benötigt man im Vorderrad nicht mehr Leistung, als die Batterie beim Bremsen an Ladung aufzunehmen in der Lage ist. Natürlich benötigt man auch konventionelle Bremsen, aber die müssten erst packen, wenn man voll durchzieht. Schwere Räder haben ein anders Eigendämpfungsverhalten (Trägheit), man braucht andere Stoßdämpfer, nötigenfalls neu entwickelte, ist doch insgesamt ein tolles Betätigungsfeld.

Ein halbfertiger Prototyp spricht nicht für sich. Es gibt zuviele Ansatzpunkte für Kritik und man weiß nicht, was draufzupacken die Leute noch bereit sind. So ein E-Gespann, und wenn auch Ural drauf steht, ist ja nicht prädestiniert um in der Taiga herum zu fahren. Wenn die Batterie fest verbaut ist und am Netz geladen werden muss, taugt das Ding für das Gekutsche von Ort zu Ort, zur Arbeit, für die Sonntagsrunde oder auf ein Dosenbier in der Präriekneipe bei Harley und Pickup. Wenn man also dem Käufer zumutet, den größten Teil des Kaufpreises für einen High-Tech Akku auszugeben, fragt der sich doch irgendwann, warum nicht auch ein High-Tech Rahmen verbaut wurde oder ein Beiboot aus Kohlefaser, wenn schon nicht im Gelände herumgegurkt werden kann. Würde vlt. einiges an Gewicht und Akkus sparen und die Karre insgesamt etwas innovativ erscheinen lassen.

Wenn ich das recht durchschaue, wird mit der Ural nicht einmal eine SW-optimierte Akkulösung angeboten. Die Neukonstruktion eines Motorrades und noch mehr die eines Gespannes ist doch eine Riesenchance, bei der man einiges verbessern kann, die würde ich mir doch nicht durch flechten alter Zöpfe versauen (bloß weil man nicht rechtzeitig angefangen hat).
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 11. Januar 2019 21:18

schraubi hat geschrieben:
Crazy Cow hat geschrieben:
Allein in D werden jedes Jahr rd. 4 Mio Neufahrzeuge verkauft. Man kann also davon ausgehen, dass auch in den kommenden Jahren die Zahl ähnlich hoch sein wird.
Wenn künftig die Hälfte davon über einen E-Antrieb verfügt
...


....dann bricht unser stromnetz komplett zusammen...


Ist doch alles längst ausgetestet. Eine Frage der Lastverteilung, ein zeitliches Problem. In Norwegen funzt es ja auch. Die E-Wirtschaft leidet immer noch darunter, dass die Lastspitzen frühmorgens nicht zur Überschußproduktion des übrigen Tages passen. Es gab auch einen Feldversuch in Bayern, bei dem die (100) E-Autos morgens auf dem Parkplatz der Firma angezapft wurden um die Lastspitzen des Betriebes ab zu decken. Im laufe des Tages wurden die Akkus wieder voll geladen. Hat funktioniert.
Die ganze Geschichte hängt mit einem Umdenken in Sachen Strom zusammen. Sie fing mit der alternativen Energiegewinnung aus Sonnenkollektoren an. Ein großer Teil der elektrischen Energie wird in Zukunft mit Gleichstrom abgehandelt werden. Gleichstromenergie lässt sich speichern und macht Blackouts unkritisch. Ist nicht mehr wie bei Edison.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 11. Januar 2019 21:44

Naja, Norwegen ist seinen Wasserkraftwerken und relativ wenig Bevölkerung, jetzt nicht das Paradebeispiel. Zudem machen die derzeit noch ordentlich Kohle mit den fossilen Brennstoffen. . .

Die Audi-Ing. waren ja nicht die Einzigen die wegen einer Motorradentwicklung was auf die Nuss bekamen. Ging den verantwortlichen Entwicklern der ersten G/S Modellen beim BMW nicht anders.

Naja, und der Golf ist ja auch ein gutes Beispiel dafür, das die Geschäftsführer wenig Ahnung vom Markt und den Möglichkeiten hatten.


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Neandertaler » 11. Januar 2019 22:04

Stichwort Flugverkehr - ich bin durch einen Tip auf die Seite Flightradar24 gestoßen. Dort sieht man die momentanen Flugbewegungen in Echtzeit.
Ehrlich gesagt - ich habe gestaunt und mir nicht im Ansatz vorstellen können, wieviel zu jeder Tag und Nachtzeit in der Luft los ist. :roll: :roll: :roll:
Wenn man auf dieser Seite mal den Luftraum in verschiedenen Maßstäben betrachtet, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Masse an Bewegungen nur einen geringen Anteil hat....
Die gewonnene Erfahrung steigt direkt proportional mit dem Wert des zerstörten Gegenstandes.

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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Zimmi » 14. Januar 2019 15:42

Ich finde, dass man in wirklich alle Richtungen denken sollte und nicht nur in Richtung <gebetsmühle> batteriebetriebene Individualmobilität ist das allein zulässige Allheilmittel gegen zu hohe Feinstaub- und Stickoxidwerte in den Großstädten </gebetsmühle>, und das genau ist es, was gefühlt aktuell läuft. Da könnte ich kotzen.
Es sollte mal wirklich ein bisschen mehr gemacht werden als nur irgendwelche (sinnarmen!) Verbote aufgrund von (genauso sinnarmen) Grenzwerten auszusprechen, weil eigentlich sogar der Dümmste merken sollte, dass die Grenzwerte hauptsächlich den Verkäufern der Automobilindustrie beim Geldverdienen helfen.

Das Argument "die Luft wird besser durch Elektro" mag ja noch halbwegs angehen wegen besserer Möglichkeiten bei der Abgasreinigung in einem Großkraftwerk - aber es werden dort immer noch fossile Energieträger verheizt! Oder gleich lufttechnisch komplett sauber mit Atomkraft? :smt009 Kann beides nicht die zukunftsweisende Lösung sein...
Mal abgesehen davon, dass die Fertigung neuer Autos und Akkus auch nicht "klimaneutral" sein kann und die Gewinnung von immer mehr Rohstoffen für die steigende Anzahl von Akkus mit einer Vielzahl neuer Umweltzerstörungsmöglichkeiten aufwartet. Dafür hört die Suche nach Erdöl aber immer noch nicht auf, woher sollen denn sonst die Plastiktüten kommen, die der moderne Mensch ja für alles braucht?

Jede neue Technik wird erst mal stellenweise auf Unverständnis stoßen, letztendlich sollte es aber die Aufgabe der Regierenden sein, Zukunftskonzepte auf Sinnhaftigkeit zu prüfen und und ggf. die sinnvolleren Konzepte zu fördern. Letztendlich werde ich das Gefühl aber nicht los, dass grundsätzlich fast immer Konzepte mehr Chancen haben, wenn sie mehr Reibach bringen - alles andere scheint sekundär...
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Pepo1958 » 14. Januar 2019 15:53

Zimmi hat geschrieben:Ich finde, dass man in wirklich alle Richtungen denken sollte und nicht nur in Richtung <gebetsmühle> batteriebetriebene Individualmobilität ist das allein zulässige Allheilmittel gegen zu hohe Feinstaub- und Stickoxidwerte in den Großstädten </gebetsmühle>, und das genau ist es, was gefühlt aktuell läuft. Da könnte ich kotzen.
Es sollte mal wirklich ein bisschen mehr gemacht werden als nur irgendwelche (sinnarmen!) Verbote aufgrund von (genauso sinnarmen) Grenzwerten auszusprechen, weil eigentlich sogar der Dümmste merken sollte, dass die Grenzwerte hauptsächlich den Verkäufern der Automobilindustrie beim Geldverdienen helfen.

Das Argument "die Luft wird besser durch Elektro" mag ja noch halbwegs angehen wegen besserer Möglichkeiten bei der Abgasreinigung in einem Großkraftwerk - aber es werden dort immer noch fossile Energieträger verheizt! Oder gleich lufttechnisch komplett sauber mit Atomkraft? :smt009 Kann beides nicht die zukunftsweisende Lösung sein...
Mal abgesehen davon, dass die Fertigung neuer Autos und Akkus auch nicht "klimaneutral" sein kann und die Gewinnung von immer mehr Rohstoffen für die steigende Anzahl von Akkus mit einer Vielzahl neuer Umweltzerstörungsmöglichkeiten aufwartet. Dafür hört die Suche nach Erdöl aber immer noch nicht auf, woher sollen denn sonst die Plastiktüten kommen, die der moderne Mensch ja für alles braucht?

Jede neue Technik wird erst mal stellenweise auf Unverständnis stoßen, letztendlich sollte es aber die Aufgabe der Regierenden sein, Zukunftskonzepte auf Sinnhaftigkeit zu prüfen und und ggf. die sinnvolleren Konzepte zu fördern. Letztendlich werde ich das Gefühl aber nicht los, dass grundsätzlich fast immer Konzepte mehr Chancen haben, wenn sie mehr Reibach bringen - alles andere scheint sekundär...


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Einzylinderfahrer » 14. Januar 2019 23:07

Zimmi hat geschrieben:, letztendlich sollte es aber die Aufgabe der Regierenden sein, Zukunftskonzepte auf Sinnhaftigkeit zu prüfen und und ggf. die sinnvolleren Konzepte zu fördern. Letztendlich werde ich das Gefühl aber nicht los, dass grundsätzlich fast immer Konzepte mehr Chancen haben, wenn sie mehr Reibach bringen - alles andere scheint sekundär...


Die Regierenden vertreten leider meistens nicht das Wohl der Bürger*innen, weil die Lobbyist*innen ganze Arbeit machen. :rock:
Gruß Uli
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 15. Januar 2019 05:56

Deswegen bin ich im BVdM. Unser Lobbyverein.


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon FredB » 15. Januar 2019 10:11

Stephan hat geschrieben:Deswegen bin ich im BVdM. Unser Lobbyverein.
Stephan


Wie jetzt, die lobbiieren auch? Echt? Also is praktisch 'n Mafiosiverein für kleine Leute mit urdeutschem „e.V.“-Status?
Hoffe, die sind beim Thema“Schmierstoffe“ (min. oder synth.?) gut drauf, sonst verstehen die geneigten Adressaten nix.
Ich sollte da euch beitreten - schon alleine wegen dem Mafiosifeeling.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon FietePF » 15. Januar 2019 17:03

Der sinnlose Traum von der elektrischen Zukunft - Ingolstadt-today
https://ingolstadt-today.de/lesen--der- ... 08%5D.html

VG
Alfred
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Das Leben ist verdammt kurz (meine Meinung)!
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Slowly » 15. Januar 2019 17:32

Sehr interessanter Link, Alfred, danke!

Gruß, Hartmut
1. Viele, viele Beiwagen-Modelle, Hersteller und Lieferanten (fast 4.000 Bilder): http://www.side-car-club-francais.com/p ... maside.htm
2. Für Oldtimer-Freunde: Album "Das moderne Motorrad 1915" Fachliteratur (144 Seiten, 72 Abb.) http://oldslowly.magix.net/
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 15. Januar 2019 18:11

FietePF hat geschrieben:Der sinnlose Traum von der elektrischen Zukunft - Ingolstadt-today
https://ingolstadt-today.de/lesen--der- ... 08%5D.html

VG
Alfred

Slowly hat geschrieben:Sehr interessanter Link, Alfred, danke!

Gruß, Hartmut



Nein, der Elektroantrieb in einem 2 Tonnen schweren Audi, mit dem eine Person befördert wird, macht mit Sicherheit keinen Sinn. Wie das ganze Fahrzeug wahrscheinlich nicht, egal mit welchem Antrieb.

Übrigens werden da dem Herrn Professor Worte und Argumente in den Mund gelegt von einem Journalisten, der schwer verbergen kann, wes Geistes Kind er ist. Der typische Rundumschlag mit Kuhärschen und Containerschiffen. Woher kommt denn die Zahl 15/750.000.000 ? Es ist doch klar, dass auch andere Alternativen erschlossen werden müssen. Hydrid-Antriebe gibt es seit 25 Jahren, Erdgasantriebe auch, die Frage ist, warum sie ausgerechnet in D nicht angeboten werden. Da kommt dann der ganze Quatsch mit "Putin-Versteher" wieder hintendran. Ist nicht so einfach.
Übrigens wird in D so gut wie keine fossile Energie mehr gefördert, wir könnten uns also die Alternative aussuchen. Nochmal: Solange E-Windräder stillstehen, spricht überhaupt nichts dagegen, die Zahl der E-Antriebe zu steigern.

Die Alternative zum E-Auto in der Großstadt sind übrigens Fahrverbote. Einfach mal nach London, Paris usw. schauen.
Ich war heute auch wieder mal in der Großstadt und habe wie üblich mein Auto auf einem kostenfreien Parkplatz am Stadtrand abgestellt und bin mit dem Bus reingefahren. War nicht teurer als das Parkhaus.

Neandertaler hat geschrieben:Stichwort Flugverkehr - ich bin durch einen Tip auf die Seite Flightradar24 gestoßen. Dort sieht man die momentanen Flugbewegungen in Echtzeit.
Ehrlich gesagt - ich habe gestaunt und mir nicht im Ansatz vorstellen können, wieviel zu jeder Tag und Nachtzeit in der Luft los ist. :roll: :roll: :roll:
Wenn man auf dieser Seite mal den Luftraum in verschiedenen Maßstäben betrachtet, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Masse an Bewegungen nur einen geringen Anteil hat....


viewtopic.php?f=7&t=3987&p=48254&hilit=weltflugverkehr#p48254
https://www.zdnet.de/39157904/internet- ... ugverkehr/

Ich habe schon lange keine globalen Zahlen mehr gefunden. Aktuell heißt es: Der private Personen- und Güterverkehr verursacht ca. 24% des Weltenergieverbrauches.
Und durch das Cloud-Computing hat der Energieverbrauch durch das Internet den Flugverkehr weit überflügelt und wird weiter steigen.

https://www.welt.de/wissenschaft/articl ... -wird.html
https://www.sueddeutsche.de/digital/hoh ... t-1.347967

Es sind nicht die Autos, die den Dreck verursachen und mehr CO2 verursachen als unsere Natur verarbeiten kann, und nicht die Containerschiffe. Unsere Köpfe sind es.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Zimmi » 15. Januar 2019 21:37

...und das Fazit? Zu viele Haplorhini ganz allgemein, oder was?

Ganz im Ernst, der automobile Pendlerverkehr könnte bestimmt durch Home Office und dergleichen deutlich minimiert werden. Und der Güterverkehr (gefühlt meist stehend auf der Autobahn) wäre auf der Schiene energetisch sicher besser aufgehoben. Über kurz oder lang ist das Erdöl weg, dann wird es lustig. :(
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon robby ausm tal » 16. Januar 2019 10:58

Zimmi hat geschrieben: Ganz im Ernst, der automobile Pendlerverkehr könnte bestimmt durch Home Office und dergleichen deutlich minimiert werden. :(


Gute Idee, könnte von mir sein. Wenn ich aber sehe wie unsere Firma zentralisiert, dabei massenweise Heimarbeitsplätze abbbaut und die MA zu weiten Pendlerwegen zwingt, natürlich auf eigene Kosten, dann scheint das nicht gewünscht zu sein.



Zimmi hat geschrieben: Und der Güterverkehr (gefühlt meist stehend auf der Autobahn) wäre auf der Schiene energetisch sicher besser aufgehoben :(


Die Bahn fährt jetzt schon auf der letzten Rille/Schiene, es müßte also der vorhanden Schienenweg erweitert werden. Die Bürgerinitiativen wetzen schon mal die Messer.
Grüße aus dem Bergischen!

Ich danke allen die zur Sache nichts zu sagen hatten und trotzdem geschwiegen haben.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon scheppertreiber » 16. Januar 2019 16:41

Ganz im Ernst, der automobile Pendlerverkehr könnte bestimmt durch Home Office und dergleichen deutlich minimiert werden.

Wie bei mir.

Ich bin füher nach Ffm gependelt, immer Spessart <-> Opernplatz in die Kanzlei.
In der Tiefgarage war nur noch Platz für ein Mopped, alo immer Mopped. Ich habe
dabei 2 BMWs verschlissen - erst die Guzzi hat gehalten.

Heute arbeite ich nur noch von zu hause. Ergebnis: 6500 € pa weniger Spritkosten,
ca 2 h Fahrzeit und 50-60.000 km weniger Strecke.

Es geht. Vielleicht nicht bei jedem.
frisierte Dnepr MT11 "Toter Oktober" * frisierte Guzzi 1000SP "donnaccia rossa" * 1000SP solo natur "milanese nera"
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon TWD Heizer » 16. Januar 2019 17:33

Crazy Cow hat geschrieben:
Zimmi hat geschrieben:Das ist ein Moped für 'ne Runde um den Kirchturm, mehr nicht. Ich habe damals die 180 km Reichweite der XT500 schon Stoffwechselendprodukt gefunden und entgegen ursprünglicher Absicht das hässliche Plastikfass mit 22 Liter Inhalt wieder draufgespaxt...


Und...?

Bei der Menge 20 Jahre alter Ducatis, BMW GS, Harleys aber auch Japanern die gebraucht und gut gepflegt mit einer Fahrleistung von 38.000km (1.900km pa) angeboten werden, weiß man doch, wo es lang geht. 10mal ans Stromnetz und gut ist.

Pepo1958 hat geschrieben:Hallo Olaf,

Ural, gehört ja auch Amerikanern, ist auf dem gleichen Weg.


Wenn die Batterien einem nicht gehören, sondern nur gemietet sind wie Propanflaschen (TüV-geprüft), ist das Kostenargument schon mal vom Tisch. Die Möglichkeiten, anstehende Probleme zu lösen, sind ungezählt. Es kommt darauf an, wie viele Leute es gibt, die bereit sind, dafür in ihrem Kopf Platz zu schaffen,
bei den Technikern, den Investoren, den politischen Lenkern und vor allem bei den Konsumenten.



Naja, wenn man sich die Mietpreise bei Renault ansieht, dann sieht es anders aus. Das richtige finden ist Komplizierter, als Tante Erna (99 Jahre) zur Moppedmachanikerin auszubilden.
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Stephan » 16. Januar 2019 19:43

Allein im Rheintal passen doch so oder so keine Schienen mehr rein.

Und der Rest erinnert mich an MATRIX. Ist aber sicher Umweltschonend.


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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 18. Januar 2019 13:31

TWD Heizer hat geschrieben:
Naja, wenn man sich die Mietpreise bei Renault ansieht, dann sieht es anders aus. Das richtige finden ist Komplizierter, als Tante Erna (99 Jahre) zur Moppedmachanikerin auszubilden.


Die Mietpreise bei Renault spiegeln m.E. wider, wie teuer die mobile E-Energie wirklich ist. Es wäre falsch, die Bürger über den Preis zu mehr Akzeptanz zu bewegen. Das wird aber versucht, weil das immer der leichteste Weg ist.

Zimmi hat geschrieben:Über kurz oder lang ist das Erdöl weg, dann wird es lustig.

Wahrscheinlich über lang. Das Problem ist nicht die noch vorhandenen Resourcen, sondern der Aufwand, sie zu fördern. Norwegen hat ja bereits mit dem sehr teueren Ölschlammabbau begonnen. Der Steinkohleabbau wurde nicht mangels Vorkommen beendet, sondern wegen der explodierenden Förderkosten in größerer Tiefe.
D.h. Energie wird in jedem Fall teurer, je mehr wir verbrauchen. Beim Erdgas wird die Nachfrage und die Geopolitik eine Rolle spielen. Was wir tun können ist FDH. (Friss die Hälfte)
Ich sach ma, solange die Krankenkasse den Doktor bezahlt ist es uns relativ Wurst, was auf seiner Rechnung steht. Und so ist es mit der Energie auch. Wir haben keine Kontrolle, außer beim Sprit, welche Verbrauchsart unser Portemonaie oder die Umwelt wirklich hoch belastet. Mir ist zum Beispiel nicht klar, wenn das Internet mehr Energie verbraucht als der Luftverkehr, woher die hohen Gewinne bei den digitalen, virtuellen Unternehmen stammen, sie produzieren doch nichts und haben nur Kosten?
Ok, ich zahle 30 Okken für Telefon-/IP-Flat und noch mal 10 für das Handy, das geht bestimmt auch billiger. Wenn nur ein Viertel der Weltbevölkerung nur 10 Okken im Monat aufbringt sind das...
...
...

sind das...
...
180.000.000.000 Okken/pa. (einhundertachzig Milliarden). Davon kann man wahrscheinlich schon ein paar Kraftwerke betreiben. Ist die Frage, ob das vollumfänglich nötig ist.
Wie gesagt: wenn wir von allem, was wir raushauen, nur die Hälfte verbrauchen würden, oder bezahlen könnten, gäbe es wahrscheinlich weniger Umwelt- und Energieprobleme, weniger Staus und weniger Multimediamüll.
Gute Fahrt, Gruß
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Re: Neues vom Wochenmarkt

Beitragvon Crazy Cow » 23. Januar 2019 22:24

Eben gab es einen interessanten Bericht im Fernsehkanal BR alpha. In der Sendung "Newton" vom ORF ging es um E-Mobilität.
Ein Sprecher des ÖAMTC: "E-Mobilität ist in Österreich bereits alltagstauglich." Tatsächlich wurden Ladestationen vorgeführt, die mit 50, ja sogar 150kW laden können. Das würde für 400km mit einer Ladezeit von nur 10 min reichen. Allerdings können die meisten Autos momentan erst 50 kW aufnehmen. Immerhin. Tesla bietet für eilige bereits einen Akku Tausch Service an.
ÖAMTC sinngemäß: "Natürlich werden globale Resourcen nicht sehr geschont, weil die Autos gebaut werden müssen und die Energie erzeugt werden muss, aber es reduziert die lokale Umweltbelastung."

Vlt. findet jemand den Beitrag in der ORF TVthek.
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