der hundt hat geschrieben:und die Speichenfelgen kann man mit PU-Kleber ganz gut abdichten... Dann wird auch kein Schlauch mehr benötigt
(Achtung Heizerfraktion und Gewichtsfetischisten: Der Kleber ist ein Vielfaches schwerer als Felgenband, und das Rad ist ungefederte UND rotierende Masse

)
G/S Martin hat geschrieben:baywa hat geschrieben:
Der Prüfer ist noch ein echter amtlich anerkannter Sachverständiger, auch er hat mir erklärt, daß die 135er auf der 3.00 Felge sehr an der Grenze sind.
Bei Felgen die einen Schlauch benötigen ist der Eintrag scheinbar überhaupt nicht mehr möglich.
Gruß Karl
Na, dann bin ich ja schon im Eimer, meine Felgen brauchen Schlauch!
Hat Dein Prüfer Dir auch eine Begründung für die Geschichte erzählt?
Gruß, G/S
Das mit dem Schlauch hat eine andere Bewandtnis was den Eintrag betrifft. Hat m.E. mit der Dichtheit der Felge gar nix zum tua. Hatten wir auch schon dran. Eine Felge, die einen Schlauch benötigt, hat allgemein keinen Hump. Oder nur einen, wie die britischen Speichenfelgen. Bei einer Felge ohne Hump kann ein Reifen in der Kurve nach innen abspringen. Deshalb wird dringend ein Schlauch benötigt und deshalb gibt der Reifenhersteller einen Mindestdruck vor, der von den allgemein gut informierten Gespanntreibern dann eh nicht eingehalten wird.
Beides trägt dazu bei, dass bei seitlichem Schub die Reifen weniger schell in das Tiefbett rutschen und eine Spontanentleerung herbei führen.
Bei Sicherheitsfelgen tut das ein Hump auf jeder Felgenseite, der ist aber bei Motorradfelgen meist nicht vorhanden, weil beim Motorradreifen kein seitlicher Schub auftritt.
Soll ein Reifen auf eine konstruktiv zu schmale Felge montiert werden, steigt das Risiko der Spontanentleerung, weil die Reifenwulste schräg nach innen gekippt werden. Sie sitzen einfach nicht richtig in einer zu schmalen Felge, erst wenn Luft nachhilft. Die darf dabei nicht unter den Wulst gehen (schlauchlos) sondern muss seitlich von innen gegen den Wulst drücken.
Also: ehe hier weiter Äpfel und Birnen zu einem Pflaumenmus verrührt werden, einfach mal etwas genauer schreiben, wer gerade eine Freigabe für welche Felge bekommen hat, von wem, und wem sie abgelehnt wurde.
Die Freigabe in den MZ Papieren da ist ein Witz. Es wird in der Bezeichnung weder auf die Form des Felgenhorns (J) ein gegangen, noch auf das Material, (Alu, Stahl) noch auf den Schlauch. Das ist ein Freibrief, weil einer meint, es geht. Das meint die Reifenindustrie schon lange nicht mehr.
Ich nehme an, für Autofelgen aus Stahl gibt es nach wie vor eine Freigabe, da die seit langer Zeit alle 2 Humps haben (3J-15(2H)).
EML Gespann Stahlfelgen haben das nicht! Mororrad Stahl Speichenfelgen haben das auch meistens nicht. Motorrad Alu Speichen Felgen haben das nicht, ihre Festigkeit ist obendrein fragwürdig für den Gespannbetrieb. Selbst die R69S war nur mit Stahlfelgen für den Gespannbetrieb zu gelassen. Aber einige Motorrad Alu Speichenfelgenhersteller geben ihrer Größe 3.00J-15 halt eine Freigabe für den Gespannbetrieb mit. So ist das. Einfach mal nachlesen, wo man das Zeug neu kaufen kann.
Ist eigentlich alles ganz logisch. Kompliziert wird es immer, wenn einer versucht Geld zu sparen und im Nirvana günstig irgendwas schießt in der Hoffnung, den Rest gäbe es schon im Forum.

Dann noch eine persönliche Einschätzung: auch Fachzeitschriften fischen oft im Trüben und geben bisweilen seltsame Empfehlungen (Bruch von Koni Dämpfern zum Beispiel). An den THs wird das Wissen um Dreiräder bzw. Motorrad Gespanne nicht mehr vermittelt. Woher soll ein junger §21er wissen, was angesagt ist und was nicht, wenn er nicht mal weiss, was R69S ist. Ich finde das ganz normal, wenn der TÜV dann sagt, dann nehmen wir eben gar nichts mehr ab. Bisher waren die Kundendienst der Reifenhersteller jedenfalls einigermaßen fit, kann aber sein, dass sich das auch im Laufe des nächsten Generationswechsels ändert.