Das ist das Problem, jeder weiß was anderes und die Namen der Germanenstämme wurden von den Historikern oft geändert*. Tatsächlich lebten aber schon zur Römerzeit lange vor Theoderich Leute in Bayern. Ich kenne die Geschichte auch so, dass der winzige Stamm der Bajuwaren erst durch Wegelagerei auf der Donau zu Größe und Wohlstand kam.
Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Hobbyhistorikerin (Lehrerin) über den Verlauf des Limes, der ausgerechnet südlich der Frankenfurt vor dem Main entlang läuft, obwohl die Römer großes Interesse an der Flussschifffahrt (was ein Wort) hatten. Sie haben mehrmals probiert den Main ein zu nehmen, aber immer wieder den Arsch voll gekriegt. Die "Franken", die Bewohner der Region, die wir heute "Franken" nennen, waren gute Schmiede und hatten die besseren Waffen. Die Römer zogen es vor, Frieden zu halten und ihnen Waffen ab zu kaufen. Auch Alaric I. traf sich meines Wissens öfter mit römischen Gesandten auf der Donau zu Friedensverhandlungen, weil die Region quasi uneinnehmbar war.
"Neiiiiin! die Franken waren doch viel später!" Jo. ist gut.
Also, egal wie die Jungs geheissen haben, da wo heute Hessen, Bayern und Franken ist, waren die Bewohner relativ sesshaft, und die Region eher Durchzugsgebiet. Warum?
Es ist nicht ganz klar, warum so viele Leute gewandert sind, man nimmt an, es hinge mit Ernährungsproblemen und der Mär vom sagenhaften Wohlstand der Römer zusammen.
Die Bewohner Hessens (mit Ausnahme der Wetterau) und Frankens trieben halt Handel mit den Römern und hatten dadurch wohl in dem Maße an dem Wohlstand teil, der ihnen gerade recht war.
* Du bist Österreicher, aber kannst du dir vorstellen, wie mich die Bezeichnung "Ost-Westfalen" stört? Falen war zu anderer Zeit die Bezeichnung für die Bewohner Sachsens und die wohnten nicht in Sachsen, sondern im heutigen Niedersachsen. Ganz aufmüpfige Leute und sie hatten auch dort, damals schon verbrieft, einen seltsamen Zungenschlag.
Aber ich nehme an, auch dafür gibt es eine andere Lesart.