Hmmmmm,
i glaub net. Begeben wir uns mal in den Millisekundenbereich. Jeder Antriebstrang hat Schlupf, muss er haben, ob Kardan oder Kette. Dazu noch die Gummidämpfer in der Nabe.
Hinterrad geht auf Block - Gebersensor Null Pulse. Der Geberring ist feingliedrig genug, der hat nicht nur 4 Zähne auf den Gesamtumfang.
Motor dreht aber weiter, die entsprechenden Millisekunden weiter und der Geber für den Tacho gibt noch ein-zwei Impulse.
Das reicht um den Modulator sofort anzusprechen und die Bremse wieder zu öffnen bevor der Motor abstirbt.
Ich parktiziere das auf fast jeder Tour, ausser heute, ich hatte Paps dabei und der ist mit 76 für solche Spässe nicht zu haben.
Also voll hinten rein gelangt, was zu einer Blockade des Hinterrades führen muss. im Bruchteil einer Sekunde kommt das ABS und moduliert meine Hinterradbremse, während bei leerem Beiwagen das Beiwagenrad auf Block geht.
Entscheiden ist dass das Kennfeld der ABS Steuerung weiss wo es stand BEVOR der Puls vom Hinterrad ausblieb, also mitten in der Fahrt, irgendwo mitten im Kennfeld. Daraus einen Modulator im Millisekunden anzusprechen ist keine "rocket sience".
Ausserdem ist dies kein digitaler Vorgang, wieder im Millisekundentempo betrachtet. Hier reduziert sich die Pulszahl an der Hinterradbremse schneckengleich auf Null, während der Bremsdruck ansteigt und die Motordrehzahl nach unten verändert wird.
Threshold heisst das Zauberwort. Wird der im Kennfeld erreicht - Modultaor marsch.
@Jens
Jup,genau so sehe ich das auch. Ich lade Jeden gerne ein, der ein Sicherheitstraining auf einer ABS Solo absolviert hat und den nachweisen kann, auf einem grossen Parkplatz, idealerweise am Wochende vor dem Daimler Werk Rastatt, mal einen Brecher wie eine GL1800 ins ABS zu Bremsen. Zwei 25l Behälter Wasser und Spüli sind mitzubringen.
